Hyundai/KIA wollen mehr Fertigungslinien, Batterien und schlußendlich E-Autos

Hyundai/KIA wollen mehr Fertigungslinien, Batterien und schlußendlich E-Autos

Copyright Abbildung(en): Kaukola Photography / Shutterstock.com

Kia Motors, eine Tochter des südkoreanischen Hyundai-Konzerns, hat bereits zu Beginn des Jahres Einzelheiten zu ihrer mittel- bis langfristigen Strategie bekanntgegeben. Bis 2026 strebt das Unternehmen an den weltweiten Jahresabsatz an E-Fahrzeuge auf bis zu 500.000 Einheiten zu steigern. Für Europa alleine soll der Anteil an E-Fahrzeuge am Gesamtabsatz über 20 Prozent betragen. Auch bei Hyundai selbst stehen alle Zeichen auf E-Mobilität. Mehr denn je.

Insbesondere batteriebetriebene E-Fahrzeuge rücken in den Mittelpunkt der Betrachtung bei Hyundai Motors (Hyundai/KIA). Dies sieht man an einem internen Gewerkschafts-Newsletter, welcher Reuters zugespielt wurde. Aus diesem geht hervor, dass das südkoreanische Unternehmen die Einführung von zwei Produktionslinien für Elektrofahrzeuge plant, eine im nächsten Jahr und eine weitere im Jahr 2024. Des Weiteren habe Euisun Chung, Chef des Konglomerats Hyundai Motor Group, seit Mai ebenfalls eine Reihe von Treffen mit seinen Kollegen bei Samsung, LG Chem und der SK-Gruppe, die Batterien und elektronische Teile herstellen, abgehalten.

Der Zweck der Gespräche, die öffentlich bekannt gegeben wurden, bestand für Hyundai Motors darin, zu versuchen, Batterien in einer Zeit knappen Angebots zu sichern, da sich das Rennen um Elektroautos verschärft, wie mehrere Quellen aus der Industrie berichten. Diese Hersteller beliefern auch Firmen wie Tesla, Volkswagen und General Motors. Hyundai sagte Reuters gegenüber, dass es „mit koreanischen Batterielieferanten zusammenarbeite, um seine Elektroauto-Produktion effizient zu steigern“. Die Einführung zweier neuer Elektroauto-Produktionslinien ließ man unkommentiert stehen.

Bisher ist es keinem traditionellen Autohersteller gelungen, zu Tesla aufzuschließen, der sich einen Vorsprung in der Batterie- und Softwaretechnologie bewahrt hat. Auch Hyundai Motors habe Tesla zunächst massiv unterschätzt, bis diese ihr Tesla Model 3 auf die Straße gebracht haben, so ein nicht Insider gegenüber Reuters. Hyundai Motors gab zuletzt zu verstehen, dass Automobilhersteller und Gewerkschaften den Wandel beschleunigen müssten, um langfristig lebensfähig zu bleiben. Dies bedeutet, dass ein Wandel Richtung E-Mobilität stattfinden müsse, wenn man weiterhin am Markt bleiben möchte.

Quelle: Reuters – Hydrogen champion Hyundai races to electric as Tesla takes off

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Ja ja das Beispiel von Nokia zeigt wie schnell es gehen kann wenn man ein Trend verschläft. Heute der größte Handyhersteller und morgen nur noch??? Nur weil man das iPhone nur als Modeerscheinung unterschätzte.
Das gleiche droht nun der etablierten Autoindustrie auf der ganzen Welt auch der Deutschen.

Hyundai scheint verstanden zu haben. In D hat man sich lieber bemüht, Emissionsstandards aufzuweichen und immer schwerere und durstigere Dreckschleudern mit willfähriger Unterstützung der Politik als Fortschritt zu verkaufen. Auch jetzt noch, wo aus Sicht der Energieeffizienz das rein batterieelektrische Fahrzeug im PKW-Bereich aus belegbaren physikalischen Gründen ganz vorne liegt, wollen einige Hersteller ja „technologieoffen“ bleiben. Gemeint sein dürfte damit wohl die Hoffnung, es doch so lange wie möglich beim Verbrenner zu belassen – der dann bspw. mit E-Fuels oder CO2 neutral produziertem Gas betrieben wird. Im Hinblick auf den Primärenergieeinsatz sind all diese Verfahren extrem unwirtschaftlich – ebenso wie der Einsatz von Wasserstoff beim Brennstoffzellen-PKW. Hyundai hat das inzwischen wohl verstanden. Diejenigen, die um des vermeintlichen Vorteils willen, noch ein paar Jahre länger Wertschöpfung aus Herstellung, Verkauf und Wartung von Verbrenner-PKW erzielen zu können, weiter ihr „totes Pferd reiten“, verpassen die Zukunft und werden vom Markt verschwinden.

Norbert, die Koreaner brauchen keine Riesen zu sein um Dreckschleudern anzubieten . Ueber 80% haben solche bis jetzt gekauft. Mach doch mal bei denen eine Umfrage, ob die auch gegen den Klimawandel was tun. Auch diejenigen die H2 , Gas und andere mögliche saubere Antriebsquellen fahren, tun dem Klimawandel nicht weh, auch wenn sie völlig ausser Preis sind. Die reinen Verbrennerfirmen hören erst auf, wenn sie ihre Autos von der Halde stehend verschrotten müssen. Um dies zu vermeiden werden sie Kampfpreise machen. Dies lässt sich erst dann vermeiden wenn deren Bosse die Politik mal nicht mehr beeinflussen können. Oder anders gesagt die staatlichen Fördermassnahmen am richtigen Ort ankommen.

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