Hyundai demonstriert seine Brennstoffzellen-Kompetenz

Hyundai demonstriert seine Brennstoffzellen-Kompetenz

Copyright Abbildung(en): Hyundai

Hyundai/KIA gehen gerade in Bezug auf die Wasserstoff-Brennstoffzelle mit gutem Beispiel voran und tätigen Milliardeninvestitionen in den Wasserstoffantrieb. Auf der virtuellen Shift Mobility Kongress, welche vergangene Woche im Rahmen der IFA 2020 stattfand, demonstrierte das Unternehmen seine Führungsrolle bei innovativen Mobilitätslösungen – auch mit dem Schwerpunkt Brennstoffzellenmobilität.

So ermöglichte es das Unternehmen Einblicke in die Rolle von Start-ups und OEMs beim Vorantreiben zukunftsgerichteter Entwicklungen zu erhalten und erläuterte seinen Wandel vom Automobilhersteller zum Anbieter intelligenter Mobilitätslösungen. „Die Philosophie unseres Unternehmens ist es, Herausforderungen nicht so sehr als eine Unterbrechung des bestehenden Geschäfts zu betrachten, sondern vielmehr als Katalysator, um die Nutzung neuer Möglichkeiten zu beschleunigen“, äußerte sich Michael Cole, President und CEO von Hyundai Motor Europe, über das neue Format.

Dieser Denkansatz von Hyundai lässt sich aber auch auf deren allgemeine Herangehensweise in Bezug auf den Wandel der Mobilität ganz gut übertragen. Begonnen hat Hyundai seine Präsenz auf dem virtuellen Shift Mobility Kongress mit einer Podiumsdiskussion zum Thema “Fuelling the future – paving the way to a Hydrogen Society“. Darin erörterte eine Gruppe von Hyundai Vertretern zusammen mit externen Experten aus dem Bereich Wasserstoff das Potenzial der Brennstoffzellentechnologie als emissionsfreie Mobilitätslösung. Inhaltlich hat man sich hierbei mit der Funktionsweise von Brennstoffzellen, die Rolle von nachhaltigen Lieferketten für die Wasserstoffproduktion bei der Senkung der Kohlenstoffemissionen oder die Bedeutung ökologisch sowie ökonomisch nachhaltiger Lösungsansätze beschäftigt.

Die Diskussion wurde von Albert Biermann, Präsident und Leiter R&D Division, Hyundai Motor Group, eröffnet. Er zeigte auf, dass sich in der Vision von Hyundai verschiedene Arten emissionsfreier Mobilität, von batterieelektrischen Fahrzeugen bis hin zu Brennstoffzellenlösungen, gegenseitig ergänzen. Denn Hyundai ist der Überzeugung, dass diese Ansätze nicht miteinander konkurrieren. Dies wird erreicht, indem man die Aktivitäten auf verschiedene Bereiche erweitert. So werden rein batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge als eine optimale Lösung für den Personenverkehr in Städten und für Pendler angesehen, Brennstoffzellen hingegen haben mit ihren kurzen Betankungszeiten und großen Reichweiten ein erhebliches Potenzial im Güterverkehr und in der Handelsschifffahrt.

Dr.-ing. Sae Hoon Kim, Senior Vice President & Leiter Fuel Cell Center, Hyundai Motor Group, hat sich seinerseits der Grundlage und Funktionsweise der Brennstoffzellentechnologie angenommen, bevor er auf die Hyundai Vision 2030 für die Brennstoffzelle eingegangen ist. Vor Ort wurde dann digital mit Experten aus dem Bereich Brennstoffzellentechnologie und dem Segment der Wasserstoffversorgung zu verschiedenen Punkten diskutiert. Thema war unter anderem das bisher einmalige Pilotprojekt bei dem in der Schweiz eine Wasserstoff-Betankungsinfrastruktur aufgebaut wird und bis zum Jahr 2025 Hyundai 1.600 Hyundai Brennstoffzellen-Lkw auf die Straße bringt.

Stefan Linder, Leiter Innovation & Technologie, Alpiq, sprach über die Bedeutung von „grünem“ Wasserstoff für eine wirklich emissionsfreie Versorgungskette und das Potenzial von Wasserstoff als Speichermedium für erneuerbare Energien. Auch die Herausforderungen des Transports und der Speicherung von Wasserstoff waren ein Thema, sowie entsprechende Lösungen, an denen bereits gearbeitet wird.

Hyundai plant, in den nächsten fünf Jahren über 40 Milliarden Euro in die Mobilität der Zukunft zu investieren, 6,7 Milliarden Euro in die Brennstoffzellentechnologie bis 2030. Zum Thema Wasserstoffmobilität sagte er: „Wir wollen in der Brennstoffzellentechnologie führend sein und treiben unsere Entwicklungen zur Unterstützung einer zukünftigen Wasserstoffgesellschaft voran. Unser Plan ist es, bis 2030 jährlich 700.000 Brennstoffzellensysteme herzustellen“, so Michael Cole, President und CEO von Hyundai Motor Europe, über die Pläne von Hyundai.

Quelle: Hyundai – Pressemitteilung vom 04. September 2020

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15 Antworten

  1. Na klar und das wird auch sicher funktionieren so wie in Japan mit Wasserstoff aus Kohlestrom aus China und Australien…
    Das ganze ist dort schon mit 25000 PKW nicht mehr haltbar…
    Hört doch auf mit der Scheiße Wasserstoff ist und bleibt ein Verschwender von Energie wenn es in großen mengen gebraucht wird.
    In der Stahlindustrie noch verständlich aufgrund der Energiemengen aber ansonsten ist Wasserstoff schon längst nicht mehr haltbar…

    1. Sehe ich genauso, subventionierte Milliardenbeträge werden aus dem Fenster geworfen. In 5 – 10 Jahren stellen alle fest, viel zu teuer. Zudem gibt es dann keinerlei Gegenargumente der Akkus mehr, da es neue Technologien gibt die schnelleres Laden erlauben und größere Reichweiten ermöglicht. Die Befürworter von Wasserstoff reden immer über grünen Wasserstoff da alles sauber ist hingegen bei batteriebetrieben Fahrzeugen laden alle mit Kohlestrom, so ein Quatsch. Wasserstoff ist z.Zt. nicht sauber! Und der Strom aus der Steckdose auch nicht, es sei denn ich lade aus meinen Solarzellen vom Dach. Das Wasserstoff irgendwie an die Tankstelle muss bedeutet: 10 LKWs gegenüber einem mit fossilen Brennstoff, das wird leider auch gerne verschwiegen.
      Der E-Techniker (Elektrolurch)

      1. Wenn Sie das Thema Effizienz ansprechen: Solarzellen in Deutschland sind leider völlig ineffizient. In Afrika ist die Effizienz um den Faktor drei besser. Da lohnt es sich schon – trotz Umwandlungsverluste – Wasserstoff in diesen Ländern zu produzieren und hierher zu importieren. Das ist auch zwingend nötig, da der weitere Ausbau zb der Windkraft wegen vieler Widerstände nicht schnell genug wird und die Strommengen sowieso niemals ausreichen werden. Hyundai macht insofern alles richtig.

    2. @Djebasch, @Jürgen, @Flyte
      Wenn man vor lauter Empörung so erregt ist, daß man nicht mehr richtig lesen kann, kommen solche Kommentare zustande. Im Artikel steht doch eindeutig, daß das BEV die Zukunft ist und H2 beim Güterverkehr und Schiffahrt eine Lösung wäre. Ist doch ganz O.K..

  2. Liest man den Artikel aufmerksam durch erübrigt sich die Empörung gegenüber Wasserstoff. Hyundai verfolgt konsequent eine zweigleisige Strategie, PW und schwere Maschinen wie LKW, Flugzeug, Baumaschinen erfordern eine differenzierte Herangehensweise. Kein Unternehmer würde heute ein 40 Tonnen LKW mit Benzin betreiben, Diesel hat hier klar Vorteile. Vieles spricht dafür dass es in Zukunft bei batterieelektrisch und Wasserstoff genauso sein wird. Ich denke Hyundai macht das ganz gut, beide Technologien beherrschen und bereit sein.

  3. Also nochmal, es geht mir um die Verschwendung von Steuergeldern für die Wasserstofftechnologie, wenn man „Grün“ werden will benötige ich in meinem dargestellten Fall die 4fache Menge an Solarzellen egal wie der Wirkungsgrad ist. Oder anders: Wenn man ein Windrad für beispielsweise 500 E-Fahrzeuge benötigt, dann braucht man hingegen 4mal so viele um daraus grünen Wasserstoff zu erzeugen der die gleiche Anzahl von Wasserstoff-Fahrzeugen versorgt. Da Deutschland den Weiterbau von Windrädern stark verlangsamt ist dies wohl erstmal nicht möglich. Übrigens, auch wenn oben kein LKW abgebildet wurde habe ich mit keiner Silbe PKWs erwähnt. @Djebasch hat darauf verwiesen: “ Das ganze ist dort schon mit 25000 PKW nicht mehr haltbar… “
    Der E-Techniker (Elektrolurch)

    1. Hallo,
      ich finde, die sollen gerne ihren Großversuch in der Schweiz durchführen. Da der Versuch jedoch schon so ziemlich die Produktionskapazitäten der H2LKW Bauer bindet, sollte man allerdings in D die Füsse stillhalten was das völlig blinde Subventionieren von H2Tanken angeht. Im Verkehrsbereich könnte viel Effizienz dadurch gehoben werden, dass man die Schiene wieder aus der Versenkung holt (das macht uns die Schweiz ja auch gut vor).
      Wasserstoff wird eine wichtige Rolle spielen, überall dort wo die direkte Elektrifizierung nicht möglich ist und chemisch/thermische Energie benötigt wird. Wasserstoff muss mittelfristig das Methan aus den Gasleitungen und den Kavernen verdrängen.
      Klar ist: wer (Politiker) jetzt von Wasserstoff schwadroniert, hintenrum aber den Ausbau der Regenerativen nicht voranbringt, hat das Thema verfehlt. Grüße

    2. Leider absolut richtig, mir ging es auch nur um das Beispiel , wieviel Energie bereits bei Pkw ein Problem darstellt, ein Lkw benötigt das 5-6 fache an Energie und wir haben Tausende davon…
      Für mich ist Schwerlast nur über die Bahn möglich und die letzten Kilometer per LKW und selbst das bekommt Deutschland nicht hin obwohl wir zum Beispiel mit Österreich und der Schweiz seit langem Verträge haben und jedes Jahr Millionen Strafen zahlen weil wir es bis heute nicht hinbekommen…

  4. Die SCHREIBER der Kommentare sollten das Thema Wasserstoff mit sachlichen Argumenten untermauern und nicht mit “Emotionen“. E-Mobilität wird es weltweit nicht geben, Motoren mit Brennstoffzellen oder Wasserstoffverbrenner allerdings sehr wohl.
    Die Technik ist viel weiter als es manche hier wohl wissen und wahrhaben wollen.
    Wie war das mit der Glühbirne und Dampfmaschine. Mal drüber nachdenken!

  5. Ich frage mich, wie viele bezahlte E-Trolle hier ihren unnützen Senf dazugeben. Ich verstehe zudem nicht, wie es einen „e-techniker“ geben kann, der besten Wissens eine vollständige und flächendeckende Elektrifizierung des PKW-Verkehrs infrastrukturell und rohstoffabhängig als realistisch ansieht.

    auch ein e-geselle

    1. Basis jeder Demokratie und deren existenz überhaupt ist freie Meinungsäusserung egal wer oder was gesagt wird.

      Jedes Gebäude hat eine oder mehrere Ladepunkte, weshalb das Ladenetz für Elektrofahrzeuge jeglicher Art bereits schon zu einem ganz grossen Teil vorhanden ist. Dieses Netz muss nur optimal und nachhaltig ausgebaut werden und schon stellt sich die Frage nicht mehr ob ein PKW Netz infrastrukturell realistisch ist. Das hat sich schon bald erledigt.

      Ich lasse es jemandem offen, ob er wie im 20 Jahrhundert betanken will oder eben wie im 21. Jahrhundert das Ladenetz verwenden will. Jeder soll das Recht haben, das Netz zu benützen, das ihm am besten hilft, um seinen Tagesablauf am optimalsen und effizientesten zu gestalten.

      1. Danke, sehe ich genauso.
        @e-geselle: Der Rohstoff für Akkus lässt sich bereits zu nahezu 90% recyclen, der Kraftstoff ist für immer verbrannt, daher der Name Verbrenner. Ich bin überhaupt nicht gegen Wasserstoff, habe ich hier schon genügend oft gesagt, aber eben nicht in dieser Wahnsinnshöhe von Steuergeldern. Jetzt speziell für Sie: Ich werde von Niemanden bezahlt! Und ja, ich finde die Ladeinfrastruktur von Tesla super, ist das so schlimm? Übrigens: Ehemalige Ingenieure von BMW haben einen „Wasserstoff-Verbrenner“ entwickelt, mal sehen was da noch kommt, finde ich gut, wenn dann 100% grüner Wasserstoff endlich da ist!
        Der E-Techniker (Elektrolurch)

  6. Warum wird nur immer so auf Wasserstoff geschimpft. Wir produzieren in Deutschland grünen Strom den niemand nutzt, nutzen (Netzausbau) kann. Hier hat Wasserstoff einen klaren Vorteil weil ich diese überschüssige Idee speicherbar machen kann ohne dafür wie durch Batterien limitiert zu sein.
    Solange ich mich nur auf eine Technologie festlege werde ich Entwicklung abwürgen. Fortschritt ist etwas anderes!

  7. Die Fotovoltaik hat die Grenzen ihres Ausbaus bei weitem nicht erreicht. Denken wir an die viele Quadratkilometer ungenützter Dächer. Damit stünde mehr als genug Strom zur Verfügung um Wasserstoff zu erzeugen und zu speichern. Damit stünde saubere Energie zu jeder Tageszeit zur Verfügung. Es investieren ja, Gott sei Dank, immer mehr Privat personen in die grüne Technik, um so ein wenig unabhängiger von den großen Energiekonzernen zu werden.
    Fotvoltaik, Windkraft, Wasserkraft (wo möglich), Biomasse (Holzvergaseranlagen arbeiten heute schon sehr effizient und liefern E – Grundlast + Wärme) wird nebeneinander einen guten Energiemix geben.
    Der Wasserstoff als Energiespeicher und Träger wird absolut notwendig sein.
    Die Zukunft des Verkehrs wird sowohl batterieelektrisch, wie auch über die Brennstoffzelle und völlig neuen Wasserstoff Motoren laufen, je nach Einsatzgebiet.

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