Hopper: Eine andere Art Hybrid, der bis zu 100 Prozent CO2-Emissionen eines Autos einspart

Hopper: Eine andere Art Hybrid, der bis zu 100 Prozent CO2-Emissionen eines Autos einspart

Copyright Abbildung(en): Hopper mobility

Das Future Mobility Concept des Fahrradherstellers Canyon soll eine revolutionäre Alternative zu Auto und Fahrrad sein und wurde Mitte September von uns vorgestellt. Schon damals gab unser Autor Michael zu verstehen: “Der Ansatz ist nicht neu, ähnliche Konzepte gibt es bereits mehrere.” Nun stellt dies Hopper mobility unter Beweis, welche ebenfalls eine Art Hybrid aus E-Bike und Auto auf die Straße bringen wollen. Dabei vereint der Hopper die Kombination aus Tretantrieb und E-Motor und soll dadurch massiv CO2-Emissionen einsparen. Die Rede ist von Einsparungen zwischen 97 und 100 Prozent der CO2-Emissionen, die ein Auto verursachen würde.

Zudem sei es so, dass der Kilometerpreis bei höchstens 10 Prozent der Kosten eines Kleinwagens liegt, so das Start-Up aus Augsburg. Trotz Fahrradeinflüssen wird es möglich sein mit dem Hopper auch bei widrigen Bedingungen unterwegs zu sein. Denn der Hopper kommt mit Überdachung und zwei Fronträder daher, dadurch bleiben die Insassen trocken und das E-Gefährt auf seiner Spur. Neben dem/der Fahrenden können auf der Rückbank eine weitere Person (oder zwei Kinder) sitzen. Zudem bietet ein Kofferraum Platz für Gepäck (70 Liter, bei verschobener Rückbank sogar 220 Liter).

Für den Hopper benötigt man keinen Führerschein, da das Fahrzeug als Fahrrad zugelassen ist. Sprich, er darf überall dort gefahren werden, wo auch Fahrräder fahren dürfen. Also auf Radwegen wie auch auf Straßen. Der Unterschied zu klassischen Lastenfahrrädern liegt vor allem im Komfort: Der Hopper verfügt über bequeme Sitze, gesteuert wird mit einem Lenkrad. Mit einem Wendekreis von unter zwei Metern kommt er – anders als viele Lastenräder – auch um die engsten Kurven.

Die maximal Geschwindigkeit wird mit bis zu 25 km/h angegeben. Die rein elektrische Reichweite mit mindestens 60 Kilometer. Durch Einsatz eines zweiten Akkus – Steckplatz vorhanden – kann diese verdoppelt werden. Beim Laden des E-Fahrzeugs wird man vor keine Herausforderungen gestellt, denn die Batterien können an jeder Steckdose aufgeladen werden. Mit der erweiterten Version, die ein Solarpanel auf dem Dach haben wird, ist der Hopper einen Großteil des Jahres autark.

Aktuell befindet sich der finale Prototyp in Konstruktion, Vormerkungen können bereits heute getätigt werden. Der Preis wird deutlich unter denen eines günstigsten E-Autos liegen. Nach momentanem Stand ist eine öffentliche Förderung des Kaufes möglich. Wir werden den Hopper weiterhin im Auge behalten und berichten.

Quelle: hopper-mobility.com – Pressemitteilung per Mail

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5 Antworten

  1. Sebastian zitiert den EAN-Autor Michael : “Der Ansatz ist nicht neu, ähnliche Konzepte gibt es bereits mehrere.”
    Stimmt, … nur stellt sich doch mit der jetzt beginnenden Verfügbarkeit des (L6e-2-Sitzers) Citroen Ami für rd. € 6.000,- die Frage, ob diese Konzepte am Markt noch konkurrenzfähig angeboten werden können UND in der Summe auf kostendeckende Stückzahlen kommen?!

    1. Der (oder die?) Ami ist ein Auto und muss auf einem Parkplatz abgestellt werden (und darf nur auf der Strasse fahren). Der Akku ist fest verbaut, d.h. eine Steckdose am Stellplatz ist notwendig.

  2. Ist ja schön, dass Hopper auf dem Radweg fahren darf. Wenn ich mir so die Radwege in meiner Umgebung anschaue, möchte ich zum einen aus Gründen des Selbstschutzes nicht mit so einem Trumm drüber fahren. Und zum anderen beschwört man mit so einer kaum überholbaren Kiste garantiert den Zorn aller schnelleren Radfahrer auf sich. Dann lieber etwas mehr Power, so dass knapp 60km/h für den Stadtverkehr erreicht werden können.

  3. Warum nur 3 Räder? Wieso versucht man bei den Rädern zu sparen? Das Ganze wird sicherlich nicht billig sein, da müssten schon 4 Räder drin sein.

    Bei dem hohen Fahrersitz, vor allem, wenn hinten auch noch 2 Kunder sitzen, dann ergibt sich ein hoher Schwerpunkt über dem einzigen Hinterrad und das Ganze wird gefährlich – eine flott gefahrene Kurve plus eine kleine Bodenwelle und das Gefährt kippt um. Wenn schon ein Fahrrad mit Dach, dann sollte man solchen Fahrzeugen 4 Räder gönnen oder einen tieferen Schwerpunkt wählen, zumindest bei den Mitfahrern.

    Es soll hinten auch einen Kofferaum geben, also noch mehr Gewicht auf dem einen Hinterrad und das Gefährt wird noch kippanfälliger. Für mich sind die 25 km/h bei den kippeligen Ding zuviel, hier wären max. 20 km/h hoch genug. Besser wären allerdings 4 Räder oder eine andere Gewichtsverteilung.

  4. … und dann ein Dach aber keine Türen. Da werd ich lieber selber etwas nass, bevor ich den versauten Innenraum trocknen und reinigen muss. Ist zum Glück insgesmt so unsinnig, dass solche Dinger wohl eher nicht unsere wenigen und oft zu schmalen Fahrradwege verstopfen werden.

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