Hoeller Electrolyzer peilt Wasserstoff für weniger als 4 Euro je kg an

Prometheus Wasserstoff Elektrolyse Hoeller

Copyright Abbildung(en): Hoeller Electrolyzer

Klimaneutrale Energie erzeugen, effizient speichern und wieder verfügbar machen gilt als eine der zentralen Fragen der Energiewende zum Erreichen der weltweiten Klimaziele. Wasserstoff gilt hier seit langem in mehreren Bereichen als eine vielversprechende Lösung – hat den endgültigen Durchbruch aber noch nicht geschafft. Obwohl das Prinzip der Aufspaltung von Wasser (Elektrolyse) zur Energiegewinnung kein neues ist.

Weltweit arbeiten diverse Unternehmen daran, die Wirtschaftlichkeit, Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsgrade der Technologie so weit zu erhöhen, dass sie als saubere Energie-Alternative Einzug in den Alltag von Privatpersonen und Unternehmen halten kann. Vor allem in der Industrie besteht ein hoher Energiebedarf, der in Zukunft klimaneutral und kosteneffektiv abgedeckt werden muss. Auch die Politik hat dies bereits erkannt und eine nationale Wasserstoffstrategie auf den Weg gebracht.

Genau an dieser Stelle setzt auch das deutsche Unternehmen Hoeller Electrolyzer mit Prometheus an: Einer Produktreihe von kompakten Elektrolyse-Stacks, die auf 25 Jahren Know-how in der PEM-Technologie (Polymer Elektrolyt Membran) und acht angemeldeten Patenten beruht. Im dritten Quartal 2020 soll der erste Prometheus in den Testbetrieb gehen.

Egal ob Windkraftanlagen-Betreiber, Industrieunternehmen mit LKW- und Gabelstapler-Fuhrparks, Güterzüge oder Wasserstoff-Tankstelle. Sie alle benötigen in Zukunft Energielösungen, die kosteneffektiv und zuverlässig einzusetzen sind. Prometheus Elektrolyse-Stacks können diese Lösung bieten, so Hoeller in einer aktuellen Mitteilung. Sie seien das für jeden Anlagenbauer „einfach zu integrierende, kostengünstige und leistungsstarke Herzstück“ für eine klimafreundliche Wasserstoff- und damit Energie-Produktion.

„Wir möchten es jedem Unternehmen ermöglichen, eigenständig, wirtschaftlich und dezentral grünen Wasserstoff auf dem Firmengelände produzieren zu können. Der Preis pro Kilogramm Wasserstoff wird dank Prometheus unter 4 Euro liegen.“ – Dipl.-Ing. Stefan Höller, Gründer, Geschäftsführer und Entwicklungsleiter Hoeller Electrolyzer

Hoeller Electrolyzer bietet die Prometheus-Stacks in drei kompakten Größen und Nennleistungen an. Der kleinste Stack hat die Größe eines Wassersprudlers und 76 kW – der größte 1,4 Megawatt.

  • Prometheus S – erreicht 76 kW Nennleistung und produziert 34 kg Wasserstoff pro Tag, bei einer Grundfläche von 25 x 21 cm. Er hat in etwa die Größe eines Wassersprudlers. Bei 1500 Volllaststunden im Jahr lassen sich damit sieben Autos oder zwei Gabelstapler betreiben. Ein Auto ist binnen drei Minuten vollgetankt.
  • Prometheus M – kommt auf 325 kW Nennleistung und produziert 147 kg pro Tag, hat eine Grundfläche von 42 x 29 cm und damit in etwa die Größe eines Mineralwasserkastens. Bei 1500 Volllaststunden im Jahr lassen sich damit 32 Autos, sieben Gabelstapler oder ein Verkehrsbus betreiben.
  • Prometheus L – kommt auf 1,4 Megawatt Nennleistung und 635 kg Wasserstoff pro Tag, hat eine Grundfläche von 60 x 48 cm und ist in etwa so groß wie vier Mineralwasser-Kisten. Der leistungsstärkste PEM-Stack von Hoeller kann mit 1500 Vollaststunden im Jahr 140 Autos, 30 Gabelstapler, fünf Verkehrsbusse, zwei LKW oder einen halben Zug betanken.

Neben der Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit sind vor allem der geringe Platzbedarf und ein reduziertes Gesamtgewicht entscheidende Wettbewerbsvorteile. Die Elektrolyse-Stacks von Hoeller sparen im Vergleich zu ähnlichen Produkten rund 25 Prozent Raum und Gewicht ein, wodurch z.B. auch die Integration in den Rotorkopf einer Windturbine möglich wird.

Verrringerung von Platin und Iridium senkt die Kosten

Hoeller ist es zudem gelungen, den kostenintensiven Einsatz der Edelmetalle Platin und Iridium erheblich zu reduzieren. Möglich wird dies dank einer hauseigenen Innovation. Durch eine Verbesserung der Oberflächenstrukturen wird die Reaktionsfläche vergrößert – dies wiederum führt zu einer Leistungssteigerung der Stacks. Hinzu kommt ein von Grund auf innovativer Aufbau der Elektrolyse-Zellen, um die Effizienz weiter zu erhöhen. Da weniger Edelmetalle zum Einsatz kommen, wird auch die Produktion signifikant günstiger und in großen Stückzahlen möglich.

Ein weiterer Faktor ist das Erzielen eines möglichst hohen Ausgangsdrucks von 50 Bar und mehr, um den Energieaufwand für das Verdichten des Wasserstoffs zur Speicherung zu reduzieren. Hoeller ist einer eigenen Aussage zufolge in diesen Punkten einigen Mitbewerbern voraus und optimiert seine PEM-Elektrolyse-Stacks stetig weiter, um in Zukunft eine Führungsposition in dieser Technologie einzunehmen.

Quelle: Hoeller – Pressemitteilung vom 30.07.2020

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42 Antworten

  1. Eigentlich möchte ich es mir verkneifen, aber warum sollte ich Energie mit diesen Dingern verschwenden wenn ich damit direkt 20 Autos und 10 Gabelstapler Laden kann wenn diese auf Batteriebasis funktionieren und mich nur die hälfte kosten…
    Man darf nicht vergessen das man höhere Energieverluste hat und dazu ist das hier nur eine Pressenachricht die sagt das man diese Kosten erreichen möchte… ist hier auch der Preis der Anlage mit Kalkuliert oder nur die Kosten der Wasserstoff Produktion im Stack…
    Warum sollte jemals der Preis des Wasserstoff günstiger sein als wenn ich die gleiche Energie in eine Batterie Speichere?
    Bei einem KW Preis von 100$ im Batteriebereich würde Wasserstoff nie mehr aufholen können…

    1. Ach so, na dann. Geld parkt man ja auch nicht auf dem Konto wenn man in Lohn und Brot steht um dann in einer Arbeitslosigkeit nur 60% vom Konto wieder zurück zu bekommen. Ich weiß, das ist ein schwachsinniger Vergleich. Aber irgendwie passt das schon. Wirtschaftlich muss sich erst einmal ein Geschäftsmodell ergeben, um a) so viele Speicherkapazitäten aufzubauen, b) diese Kapazitäten zu unterhalten c) diese Kapazitäten an den gewünschten Ort zu speichern oder H2 an den benötigten Ort zu transportieren d) billige Stahldruckbehälter werden nicht funktionieren e) den überschüssigen Strom aufzukaufen und in Winter gewinnbringend zu verkaufen….Naja aber der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge.

  2. Also die S Version schafft an einem Tag (24h?) 34 KG h2 bei 76 KW Nennleistung. Das macht 76×24 = 1.824KW/h. Daraus werden 34 KG x 33,33 KW/h (Energiegehalt H2) = 1.133 KW/h. Roundabout 66% der reingesteckten Energiemenge. Ist schon nen Bissel Sinnfrei das ganze…

  3. Die Nörgler auf der “E-Bank” haben eines noch nicht begriffen, der Energieverlust ist irrelevant wenn genug (grün) Energie durch Wind/Sonne und Wasser zur Verfügung steht. So große Batterien werden nicht gebaut um das alles speichern zu können, also nimmt man lieber 60% und kann es speichern + transportieren bevor man gar nichts hat.

    1. Das ist richtig, nur halte ich einen Preis von unter 4€/kg sehr unwahrscheinlich. Wenn man von den niedrigen 6ct/kWh ausgeht, die eine gute PV bringt, dann wären das schon alleine 3,3€. Dann kommt noch der Elektrolyseur, Druckbehälter und Zapfanlage hinzu, die auch Wartungs- und Serviekosten verursachen. Ein 24h Betrieb zu den günstigen 6ct sind auch nicht möglich.
      Für die Industrie zum Eigenverbrauches kann das durchaus Sinn machen.
      Allein auf Überschussstrom kann man nicht setzen, da dies ohne Förderung nicht zu betreiben ist, Smart-Grid, V2G und der Wasserstoffhunger der Industrie wird auch dazu beitragen, dass es kaum mehr Überschüsse gibt.

    2. Doch, die Nörgler haben das schon verstanden. Die haben nämlich bemerkt, das die Regierung gerade in Gestalt von Minister Altmaier die Windkraft mit aller Gewalt kaputtgeschlagen hat. Wenn CDU und SPD nicht aus der Regierung entfernt werden sehe ich überhaupt keine Chance auf ausreichend Ökostrom im Laufe der nächsten 10-20 Jahre.
      Wie sich die E-Autos auf die Energiespeicherung auswirken werden ist noch überhaupt nicht berücksichtigt.

    3. Hätte, hätte, Fahrradkette … !

      Bis es soweit ist, mußt Du aber den Bayern noch gaaaaaaanz viele Windräder aufschwatzen.
      Viel Spaß !

      1. Hat eigentlich sich jemand Gedanken gemacht wo die neu Liter Wasser herkommen die für ein Kilo Wasserstoff benötigt werden? Wo bleibt das Wasser das bei der Umwandlung entsteht? Vor allem im Winter wenn es friert?
        Vorallem weil seit Jahren Wasser sparen angesagt ist.

        1. Das Wasser für Europa kommt vorwiegend aus den Alpenländern. Da aber die Gletscher immer mehr schmelzen, wird das Wasser ( ca. 9Liter / Kg ) eher nicht mehr sondern weniger. Bleibt aber immer noch das Meerwasser an den Küsten mit Entsalzungsanlagen.

    4. Hierzu kann ich nur empfehlen den Artikel über Wasserstoff in Japan zu lesen hier ist man gerade mal bei einem geringen Prozentanteil von Wasserstoff Autos darauf angewiesen Wasserstoff zu Importieren… auch hier hat man den ausbau der “grünen” Energie blockiert und muss jetzt “billigen” Kohlestrom verwenden aus dem Ausland…
      Wann erklärt man der Menschheit endlich das Kohlestrom und Öl nicht billig ist… die Folgekosten nämlich das Leben tausender Menschen in 70 Jahren wenn der Wasserspiegel im schlimmsten Fall um 3 m gestiegen ist und wer weiß was noch alles bis dahin passiert…

      1. Na ja, nicht übertreiben.. Wir zahlen bald 1 € pro kw. Und weil der grüne Strom hier eh nie ausreicht kaufen wir Atomstrom aus Frankreich und Polen zu. Die bauen gerade neue, viel sicherere Atomkraftwerke und pressen uns dann aus. Und sie lachen schallend über unsere Blödheit….

      2. Jedes Land auf der Erde hat einen Stoff der Jedes Jahr in Unmengen zu Verfügung steht er ist Ein Abfall Produkt bei der Ernte Von Getreide oder Raps auch in Wälder liegt er im Herbst zu aber tausenden Tonnen her -rum .In schlummert ein Saft aus CO2 . Den kann man gewinnen diesen Stoff kann man aufbereiten und in Im H2 speicher Umwandeln .in diesem Saft lässt sich H2 Speicher und bei bedarf wider heraus Lösen
        in einem Kilo dieses Saftes passen 3 Kilo Wasser Stoff und er nimmt ein mehr Volumen 7,5 Prozent an bei voller Anreicherung

        Die Welt brauch um eine Wasserstoff Gesellschaft zu werden Meere Milliarden Tonnen dieses CO2 Saftes er wird aber der Atmosphäre genommen und für die Menschheit als Trägerstoff gebraucht . Ich höre die jetzt schon auf den Demos last das CO 2 der Natur

    5. “Die Nörgler auf der “E-Bank” haben eines noch nicht begriffen, der Energieverlust ist irrelevant wenn genug (grün) Energie durch Wind/Sonne und Wasser zur Verfügung steht.”

      Genug und bitte schön billig ..
      Das wird auf die nächsten 100 Jahre nicht passieren – es ist zumindest nix in Sicht.
      Und selbst dann ist es preiswerter, die Strom direkt zu verbrauchen oder per Akku ein BEV oder Gabelstapler zu betreiben.

      Immer die gleiche Masche der h2-Freaks .. bei h2 wird einfach unterstellt, dass es unendlich viel grünen strom gibt, der nix kostet und bei BEV ist der aktuelle Strommix nicht schön genug.

      Lächerlich und gut durchschaubar.

    6. Ich denke umgekehrt wird ein Schuh draus: Wasserstoff würde (für Automobile) nur dann Sinn ergeben, *wenn* wird beliebige Mengen an Ökostrom hätten. Das große Problem ist genau das. Die Flächen für Windkraftanlagen und PV ist in Deutschland begrenzt und heute erreichen wir an guten Tagen 50% Stromerzeugung aus Ökostrom.

      Alleine um unseren aktuellen Strombedarf durch regenerativen Strom zu decken wird eine Mammutaufgabe. Und dann kommt hinzu, dass wir in Sektoren die aktuell mit fossilen Energieträgern betrieben werden – Hausheizung, Industrie, Luftfahrt – in Zukunft auf Ökostrom umstellen müssen. Daher wird also der Bedarf an Ökostrom nochmals steigen.

      Es sieht nun mal so aus: die Flächen sind knapp. Daher müssen wir Ökostrom als knapp, kostbare Ressource betrachten und eben nicht als “in beliebigen Mengen verfügbar”. Und unter dieser Prämisse ist klar, dass H2 im Automobilsektor keine Chance haben wird/kann. Wir müssen das ineffiziente H2 für Sektoren verwenden in denen wir keine andere Alternativen zu fossilen Energieträgern haben, wie z.B. Hochseeschifffahrt oder Luftfahrt.

  4. Die elektrofraktion wird den angebissenen knochen nicht freiwillig los lassen. Nur klare gesetzliche zuwendungen zum wasserstoff beschleunigen den weiteren ausbau – aber wenn weiterhin so schwammig zwischen beiden richtungen gependelt wird kann kein festes fundament zum stabilen aufbau zukunftsstabil entstehen. Altmeier seis gedankt…

  5. Die Nörgler auf der H2 Bank haben noch nicht begriffen, dass Strom aus Sonne-, Wind- und Wasserkraft natürlich nicht kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Auch diese Energien kosten Geld, wenn sie bereitgestellt werden! Also dieses ganze H2 Gespiele ist völlig sinnfrei und aus ingenieurtechnischer Sicht völliger Blödsinn!

  6. @Thomas Unglaeubig:
    Das klitzekleine Problem ist, dass diese Bedingung nach heutigen Planungen wohl erst 2050 erreicht wird. Dann können wir gerne nochmal über Elektrolyse reden…

  7. Es ist immer das selbe wenn über die Brennstoffzelle berichtet wird. Denn das große Problem was auch schon vir 20 Jahren, dem Wasserstoff als Strom Speicher, eien barijete im weg war, wird in solchen Artikel nie direkt angesprochen. Und zwar meinem ich damit den Wirkungsgrad. Und nein es ist nicht egal wie viel Strom es Verbrauch aich wenn dieser “Grün” gewonnen wird. Wenn man dafür die 3 bis 4 fache Menge an Solarmodulen oder Windräder braucht Macht das überhaupt keine Sinn.

      1. Herr Dosenegger, wohnen sie in Bayern und legen auf ihre wunderschöne Natur wert?
        Also Solarmodule nach Afrika zu verbannen – in politisch sehr instabile Regionen – ist ja wohl genauso schwachsinnig wie an Wasserstoff zu glauben.
        Am Ende fahren dann Wasserstoffschiffe übers Mittelmeer nur um Wasserstoff in ganz Europa per Wasserstoff LKW zu verteilen – super Energiebilanz

        1. Haben Sie meine Ironie nicht bemerkt 🙂

          Aber das ist ja genau der Punkt auf den die H2 Leute zustreben. H2 soll die Welt konkurenzlos beherrschen. Alternativen gibt es, Tesla macht sie schon heute vor mit Akkuspeichern. Aber das darf dann auf gar keinen Fall sein. Technologieoffenheit darf nur sein solange existieren solange H2 noch nicht vorne liegt, danach darf es keine Konkurenz mehr zu H2 geben, also nur noch das H2 Monopol.

          Herr Thorsten, ich bin ja ganz auf Ihrer Seite. Wir sind in Europa genug innovativ, dass wir die Energie, die wir in Zukunft noch benötigen werden, selber erzeugen können. Energieeinsparungen sind an vielen Stellen durch Optimierungen und ganz einfach durch unsere Lebenseinstellung/Lebenshaltung absolut möglich.

          1. “… den die H2 Leute anstreben …” So ein Quatsch.
            Ich bin Energietechnik-Ingenieur und befasse mich seit 20 Jahren mit H2 UND Batterieantrieben. Man muss einfach zur Kenntnis nehmen, daß KEINE der beiden Technologien für ALLE Fahrzeuge (vom Elektroroller bis hin zum Containerschiff und Flugzeug) die EINZIGE Lösung ist. Tendenziell sind Batterien eher für kleine Fahrzeuge (Roller, Motorrad, PKW und Kleintransporter) geeignet und H2 eher für größere Fahrzeuge (LKW, Zug, Schiff, Flugzeug). Auch stationär bieten BEIDE Technologien Vor- und Nachteile (Saisonale Speicherung großer Energiemengen in H2 und kleine bis mittlere Energiemengen eher in Batterien). So ist die Physik und man sollte aufhören, gegeneinander zu schießen und lieber BEIDE Technologien unterstützen, dort, wo sie Sinn machen. Natürlich hat H2-Nutzung einen schlechteren Wirkungsgrad als Batteriesysteme und natürlich brauchen Batterien mehr Rohstoffe als Brennstoffzellen mit H2 (Hohlraum-)Speicher.

          2. Herr Machens, Sie haben mich missverstanden. Akku und Wasserstoff werden in Zukunft Side-By-Side Ihren Weg in der Mobilität machen. Industrie und Schifffahrt werden sicherlich sehr wasserstofflastig sein. Auch im PKW Bereich wird es beide geben, für mich persönlich eher Akku aber auch Wasserstoff wird halt für gewisse Leute möglicherweise besser passen.
            Im Bereich LKW würde ich gerne eine Verlagerung auf die Schiene sehen, wie wir Schweizer das schon praktizieren und dies glücklicherweise schon zum Teil ( Nord – Süd ) von der EU abverlangt haben.
            Diese Meinung habe ich in all meinen Kommentaren vertreten und bleibe auch dabei.

            In meinem Kommentar wollte ich ausschliesslich nur 2 Dinge ausdrücken und gar nichts anderes:
            1) Wasserstoff ja aber bei uns in Europa in den entsprechenden Regionen für uns hergestellt.
            2) Die H2 Leute sind extrem mächtig mit Wasserstoff Aktien unterwegs und erlauben keine andere Technologie neben sich, also es wird faktisch, entgegen der immer wieder proklamierten Technologieoffenheit, eine weltweite Monopolstellung gefordert. Für mich gibt es eben auch den Akku als Speicher, was den H2 Leuten ein grosser Dorn im Auge ist.

            In all meinen Gesprächen kristallisieren sich eben genau diese beiden Punkte immer wieder heraus. Deshlab und nur deshalb erwähnte ich sie hier.

            Sehen Sie, ich bin zwar im Tesla Club Schweiz, aber unser Club veranstaltet regelmässig auch Treffen mit Leuten, die ihren Mirai mitbringen. Und das ist sehr interessant auch für mich. Ich bin für das Eine aber nicht gegen das Andere.

  8. Ok und was soll das Teil kosten? Nur so lässt sich nachvollziehen ob die 4€ realistisch sind. Habt nebenbei bemerkt, bekommt man einen 76 kW Netzanschluss auch nicht gratis. Hier wurde glaube ich sehr viel schön gerechnet…

    Wir werden h2 brauchen, alleine schon für die Industrie aber bitte bei den Kosten ehrlich bleiben.

  9. Die Nörgler von der Elektrofraktion gehen ja auch immer davon das damit NUR PKW oder was auch immer betrieben werden. Schon mal überlegt, das man das produzierte H2 auch nicht sofort verbrauchen muss? Man kann das problemlos längere Zeit lagern.
    Hier mal ein Beispiel: Im Sommer wird mehr H2 produziert als man aktuell benötigt. Der Überschuss wird problemlos in Flaschen gelagert und kann in den Wintermonaten für den jeweiligen Anwendungsfall genutzt werden. Wofür man das verwendet ist dann erstmal zweitrangig. Theoretisch könnte dann eine Firma Ihren Strom fürs ganze Jahr selber Produzieren.

    1. du vergisst, dass Wasserstoff nicht sonderlich gut lagerfähig ist, da er als kleinstes Molekül des Universums durch nahezu ALLES durch diffundiert.

      Es gibt darüber hinaus schon VIEL bessere Möglichkeiten, die Energie mittel- bis langfristig zu speichern. Stichwort: Kinetische Energiespeicher.

  10. Ich schaue mir die Zahlen an, die diese PET-Systeme bringen und komme im Worst-Case bei den Teilen auf 53 kWh/kg Wasserstoff und im BEST-CASE auf 52 kWh/kg Wasserstoff.

    Wenn man jetzt berechnet, dass der Strom für Elektrofahrzeuge aus der Dose – selbst bei geförderten und subventionierten Anschlüssen – bestenfalls für 16 Cent je Kilowattstunde zu bekommen wäre, EIN KILO Wasserstoff aber nur mal so knapp für 80 Kilometer reicht (seien wir großzügig und sagen wir 100 Kilometer. Einfach, um die Nachkommastellen zu vermeiden), wäre der REINE STROMPREIS für jenes Kilo und die 100 Kilometer schon bei 8,32.

    Damit man auf einen Kilopreis von 4 Euro oder darunter kommt, man die Selbst- und Finanzierungskosten mit einberechnen will, müsste der Strompreis also bei UNTER FÜNF CENT liegen! Läge er für reine Elektrofahrzeuge bei dem Preis, man könnte 100 Kilometer für rund 60-70 Cent zurücklegen.

    Wie man es dreht und wendet: Wasserstoff ist und bleibt Augenwischerei. Deswegen werden die echten Zahlen hinter viel Marketing-Blabla versteckt, damit man nicht auf Anhieb durchsteigen kann…

    1. 1. Letztes Jahr wurden alleine in Deutschland 5 TeraWattStunden von Windanlagen abgeregelt. Wenn wir jetzt Windenergie und Photovoltaik noch etwa um den Faktor 5 steigern (was vorgesehen ist), dann werden die Strom-Überflüsse beispielsweise an einem sonnigen Frühlingstag gigantisch sein. Alleine das schon ist ein Grund, die Elektrolyse weiter zu industrialisieren. Da liegt noch viel drin.
      2. Wenn man Wasserstoff im grösseren Stil durch Elektrolyse gewinnt, dann kann man die Abwärme nutzen, z.B. als Prozessenergie und für Heizung. Dann sieht der Wirkungsgrad der eingesetzten Energie schon viel besser aus.
      3. Vor 5 Jahren kostete die Produktion einer kWh mit Photovoltaik im grösseren Massstab etwa 15 Cents, heute noch etwa 5 Cents. Die Entwicklung bei der Windenergie ist ähnlich. Bitte extrapolieren Sie das mal auf die nächsten 10 Jahre, dann sieht jede Planung ziemlich anders aus.
      4. Bei der Batteriespeicherung muss man 5 bis 10 Cents pro kWh draufschlagen, um die Produktionskosten der Batterie in der Lebensdauer zu amortisieren (oder entsprechend viel CO2 um den CO2-Fussabdruck der Batterie abzuarbeiten). Rechenbeispiel: Wenn ich eine grosse Batterie für z.B. 12’000.- Euro auf 200’000 km amortisieren muss, dann fallen 6 Euro pro 100 km nur schon für die Amortisation der Batterie an!

  11. Für Autos (und für alles unter 300 km) ist Wasserstoff quatsch, aber für LKWs un vor allem den Luftverkehr und Schifffahrt wird es auf absehbare Zeit (bis 2050) keine Batterien geben.

    Um ein Flugzeug mit Batterien über längere Zeit fliegen zu lassen, müssten die Energiedichte um den Faktor 50-100 steigen. Da es noch nicht mal bekannte Materialien gibt die das auch nur Ansatzweise theoretisch können (selbst Lithium Luft, die bisher nur im Labor vereinzelt existieren, ist noch um einen Faktor 20 zu niedrig), ist Wasserstoff das einzige was uns bleibt.

    1. An die Wasserstofffraktion:
      Jetzt warten wir doch mal ab was Tesla zusammen mit CATL und Panasonic beim in Kürze stattfindenden Battery Day vorstellen wird; und dann wird neu gerechnet – lasst mich raten: das wird sich nicht zum Vorteil der Wasserstoffrechnung auswirken 🙂

        1. Agil entwickeln heisst nicht nur Transparenz schaffen, sondern auch dass die Umgebung es manchmal erfordert Prioritäten anders zu setzten. Gilt nicht nur bei Tesla sondern auch in dem Unternehmen wo ich Software entwickle und seit Jahrzehnten in den allermeisten modern ausgerichteten Unternehmen. Es gibt schon noch andere aber die sind bereits heute schon ein Auslaufsmodell.

  12. Und wenn in wenigen Jahren festgestellt wird, dass CO2 gar nicht für die Klimaschwankung zuständig ist, sieht alles wieder vollkommen anders aus!!

  13. Hallo zusammen,

    ich habe die Diskussion verfolgt und würde zur Diskussion auch etwas ergänzen.
    1. H2 ist kein reines PKW-Thema sondern kann in vielen anderen Bereichen (Schifffahrt, Luftfahrt, Gebäudemanagement etc.) wo eine Akkutechnologie keinen Sinn ergibt (Größe/ Leistungsverhältnis etc.) verwendet werden
    2. Es haben sich in vielen Branchen mehrere Techniken etabliert. Benziner und Dieselmotoren sind da als prominentes Beispiel zu nennen. Diesellokomotiven und E-Lokomotiven in der Zugbranche. Das sehe ich in Zukunft auch bei Akku/ H2 kommen.
    3. Viele vergessen das auch ein E-Fahrzeug (welches die Brennstoffzelle übrigens auch ist nur das Speichermedium ist ein anderes) mit Strom geladen werden muss. Und auch diese Fahrzeuge müssen mit grünen Strom geladen werden um CO2-neutralität anzustreben. Dieser grüne Strom muss ebenfalls erzeugt werden. und Nachts scheint keine Sonne 🙂
    4. Die Kernfrage wird sein in welchem Industriesektor ich Problem A durch Problem B ersetze, weil es das vermeintlich geringere Übel sein wird. Beispiel1:
    E-Autos müssen an örtlich festen Ladestationen geladen werden. Dies in großer Anzahl. Die notwendigen Stromleitungen müssen dafür ebenfalls zur Verfügung stehen. => Problem Akkutechnologie;
    Erzeugung H2 sowie der Transport/ die Speicherung => Problem H2
    Beispiel 2:
    wenig Energieverluste bei Akkutechnologie=> Vorteil Akku Technologie
    schneller Tankvorgang (ähnlich wie Benzin/ DIesel); Umbau Tankstellennetz schnell umsetzbar => Vorteil H2
    5. in beiden Bereichen muss natürlich weiterhin Entwicklungsarbeit reingesteckt werden. Der 1000km Akku ist nach 10 Jahren Entwicklung immer noch nicht in greifbarer nähe, ebenso wie ein kürzerer Ladevorgang.
    Es gibt alternative H2-Speichermedien ohne Druckflaschen jedoch noch nicht serienreif.

    Jeder sucht nach dieser einen idealen Lösung, aber die gibt es leider nicht. Ersetze ich in einem System ein großes Zahnrad, so muss ich mich drauf gefasst machen zusätzliche kleine Zahnräder zu ergänzen.
    Es gibt leider kein schwarz/ weiß sondern immer ein grau. Wer mir nicht glaubt, der soll mal in die Printbranche schauen. Das eBook hat zu einer Reduzierung an Printformate gesorgt aber nie zu 100% abgelöst 🙂

  14. Sobald genügend “grüner” Strom zur Verfügung steht (z. B. der ITER in Frankrrich funktioniert), bzw., aus Umweltschutzgründen, Methancracking, im großen Stil, gemacht werden MUSS, sind Batterien Wegwerfartikel. Wasserstoff-Verbrenner und/oder Brennstoffzellen-Fahrzeuge, betankt mit LOHC, werden dann DIE Lösung sein.

    1. Uhhh, die Batterie ist ja ein viel zu modernes Gerät für Sie. Ich hoffe, dass Sie hoffentlich zu Gunsten des Klimas schon lange nur einen Mirai mit nur Naturstrom fahren ( natürlich ohne Akku, denn er ist ja nur ein “Wegwerfartikel” ). Oder sind Sie auch nur Einer der abwartet bis Andere vorangegangen sind. Hauptsache Sie können irgendwas “betanken”, egal was es dann auch immer ist. Sonst fehlt dann irgendwas im Leben.

      Tja die Gesellschaft kann leider nicht verhindern, dass es auch in Zukunft noch Kolbendenker geben wird, die nie in der Zukunft ankommen werden. Wie sagte doch Gorbatchew: “Wer zu spät kommt den bestraft das Leben”.

  15. Wie bekommt man die überschüssige Energie vom Sommer in den Winter?
    Wird Strom wirklich billiger, wenn Energiekonzerne statt Kohle und Uran zu verbrennen uns mit Ökostrom versklaven?
    Wo ist die “freie Marktwirtschaft”, wenn ich mir als Kunde zwar den Stromverkäufer aussuchen darf, aber nicht den Netzbetreiber?
    Warum darf ich meinen Strom nicht direkt verkaufen? Mein Nachbar bezahlt für den Strom, den ich einspeise und für den ich 17 ct erhalte 30 ct; also für 20 Meter bezahlt er 13 ct / KWh an den Netzbetreiber!
    Wir sind immer noch abhängig vom Lobbyismus der Konzerne. Und die Politik spielt mit.
    Jetzt will man sogar H2 verflüssigen (Liquid Organic Hydrogen Carrier (LOHC)) damit die Autoindustrie keine neuen Fahrzeuge entwickeln muss. Also Wasserstoff ist bä, aber verflüssigen was noch mehr Abläufe und Energie benötigt ist gut; so die Regierung?
    Hier läuft einiges falsch!
    Die Lösung kann nur sein, dass möglichst viel private Energie erzeugt wird, mit Energiegenossenschaften vermarktet, und Überkapazitäten in Wasserstoff für Energiearme Zeiten umgewandelt und gespeichert wird.
    Die Kommunen müssen die Netze übernehmen (was schon einige mit Erfolg gemacht haben).
    Je weniger Abhängigkeit von den Energiekonzernen besteht, desto günstiger wird die Energie UND das Auto fahren der Zukunft.
    Für Langstrecken wäre “vorläufig” ein H2 Fahrzeug besser geeignet, für Kurzstrecken ist das E-Auto prädestiniert. Alternativ müsste wieder der Wechsel Akku (wie bei Spielzeugautos) ins Gespräch gebracht werden.
    Das Helmholtz Institut forscht an Alternativen zu Lithium-Ionen Batterien, und kann Ergebnisse vorweisen; allerdings noch nicht marktreif.
    Also es tut sich was!

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