20 Elektroautos gleichzeitig: Großer Ladepark an A7 bei Kassel ist am Netz

Copyright Abbildung(en): 24-Autohöfe

24-Autohof, Ionity und Tesla haben vor wenigen Tagen gemeinsam die „virtuelle“ Einweihung eines der größten Ladeparks für Elektromobilität ganz Europas gefeiert: Am 24-Total-Autohof Lutterberg (A7 Kassel-Göttingen) haben die drei Partner ihren neuen Elektroladepark eröffnet, bestehend aus einem Schnellladepark des Gemeinschaftsunternehmens Ionity und einem Schnellladepark des US-Elektroautobauers Tesla – und damit einen weiteren Baustein für die Schlüsseltechnologie Elektromobilität gelegt.

Die mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Presse vollständig organsierte Großveranstaltung konnte dabei aufgrund der derzeitigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens durch das Corona-Virus nicht wie geplant vor Ort stattfinden. Gefeiert wurde aber trotzdem: Die Einweihungsveranstaltung fand kurzer Hand „virtuell“ über eine Videoschalte statt. „Wir stellen uns immer den Herausforderungen der Zeit und suchen stets nach alternativen Lösungen. Wir freuen uns in diesen schwierigen Zeiten so trotzdem etwas positives mit den geladenen Gästen teilen zu können“, so der projektleitende Prokurist der 24-Autohof-Kette Daniel Weber.

Das Thema Elektromobilität ist derzeit in aller Munde. Entscheidend für die Massentauglichkeit dieser Technologie ist dabei die Gewährleistung einer flächendeckenden und funktionierenden Infrastruktur. Ein Ladepark in der Dimension wie am Rastland Lutterberg zwischen Kassel und Göttingen ist dabei nicht nur für die Region, sondern für ganz Deutschland ein ein wichtiger Baustein für die Mobilität der Zukunft. Der große Ladepark ermöglicht ein gleichzeitiges Laden von 20 Elektroautos.

Die vier Ultraschnellladesäulen des Ladeparks von Ionity bieten eine Ladeleistung von bis zu 350 kW. Die 16 Supercharger von Tesla erreichen eine Ladeleistung von bis zu 150 kW. Tesla-Kunden können so innerhalb von rund 30 Minuten auf bis zu 80 Prozent ihrer Batteriekapazität aufladen. Ein Sprecher von Tesla betont die strategisch optimale Lage für die Realisierung eines derartigen Großladeparks des 24-Autohof Lutterberg, als einer der größten Autohöfe Europas mitten in Deutschland und Europa an der A7: „Wir freuen uns, mit dem Standort Lutterberg unser deutschlandweites Netzwerk an Schnellladestandorten noch weiter auszubauen. Lutterberg unterstützt durch seine zentrale Lage sowohl die wichtige Verkehrsachse Nord-Süd, wie bspw. die Strecke Frankfurt-Hamburg, als auch Langstreckenreisen von West- nach Ostdeutschland.“

Auch der ortsansässige Bürgermeister Bernd Grebenstein, der das Projekt von der ersten Minute an unterstützt hat, ist begeistert: „Ich freue mich für die Gemeinde Staufenberg, dass wir durch das einzigartige Engagement der 24-Autohof-Gruppe mit dem Ladepark ein klares Zeichen mit Leuchtturmeffekt und Vorbildfunktion für den Klimawandel und der ökologischen Nachhaltigkeit in unserer Region setzen. Für dieses Engagement und diese Chance bin ich sehr dankbar.“

Trotz der besonderen Umstände der Einweihung aufgrund des Corona-Virus waren sich am Ende alle einig: Die Zukunft beginnt heute und das ist trotz allem ein Grund zu feiern.

Quelle: 24-Autohöfe — Pressemitteilung

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Was im Artikel fehlt: woher kommt der Strom?

Hallo Herr Lemke, genau das dachte ich mir auch. Auf der Homepage von Ionity wird nirgends erwähnt aus welchen Quellen der Strom stammt.
Ohne echten Ökostrom macht das ganze gar keinen Sinn. Übrigens auf Nachfrage per Mail schrieb Ionity mir ich möge mich an die Telefonhotline wenden mit der Frage. Heißt für mich, die wollen schriftlich lieber nix dazu sagen. Auch ne klare Message oder?

von den Ökostrom anbietern meines wissens gibt es ein Gesetz daß Ladesäulen nur mit Ökostrom betrieben werden dürfen

Hallo Robert. Ich vermute ein 1. April Scherz 🙂
Falls nicht, ein solches Gesetz ist mir nicht bekannt. Außerdem gibt es bei Ökostrom riesige Unterschiede.
Sprechen wir von seit Jahrzehnten abgeschriebenen und einfach nur neu gekennzeichneten alten Wasserkraftwerken, die ohnehin laufen?
Oder von neu geförderten erneuerbaren Kraftwerken welche erst kürzlich in Deutschland in Betrieb genommen wurden, wie z.B. Wind oder Solarkraftwerke? Es gibt nur sehr wenige wirklich gute Ökostromanbieter welche letzteres nachweislich erfüllen können.

Nein das sollte kein Aprilscherz sein, meine aber in irgendeinen You tube wurde das gesagt konnte jetzt aber auch nichts im Internet finden. sollte aber meiner Meinung nach aber die Voraussetzung sein um öffentliche Ladsäulen Betreiben zu dürfen.

Öffentliche Ladesäulen mit Förderung sind dazu verpflichtet Ökostrom zu nutzen.

Bei den Wucherern lade ich nicht und an den SC kann ich nicht laden, also völlig uninteressanter Ladepark.

… Die Zoe ist das meistverkaufte E-Auto in Deutschland! Warum gibt es denn auf dem Ladehof nur Schnellladesäulen und keine AC Ladesäulen? Wollen die Tesla und Innognity nur noch teuren Strom verkaufen?

Klar wollen die, schau dir mal das Preismodel von IONNITY an ! Warum ist wohl EnBW aus dem Verbund ausgestiegen. Nicht jeder hat das Kleingeld sich einen Tesla, Audi oder Porsche zu kaufen. So wird die E-Mobility eher ausgebremst !

Berichtigung : ionity… Und warum hat man es nicht geschafft, wenigstens eine Űberdachung zu installieren? Jede normale Tankstelle hat für 3 min. tanken ein Dach! Und die E-Autofahrer sollen dann z. B. im Sommer bei über 30 Grad ihr Auto dort aufladen? Die Holländer machen es uns richtig vor!

Denke das hat auch behördliche Gründe, da man dafür wohl extra eine Baugenehmigung braucht und natürlich auch mit Kosten verbunden. Jetzt für den Beginn der E-Mobiltät find ichs noch nicht do schlimm, auf Dauer wäre aber ein Dach wünschenswert.

Typisch deutsch ! Mir fehlen die Worte ! Hauptsache die Dinger sind geeicht ! Echt ein Witz wie wir mit dem Thema operativ umgehen !

Das obige Fotos sagt alles: Ionity schafft es auf der selben Fläche 6 Ladeplätze (4 davon aktiv) aufzubauen, während Tesla auf dieser Fläche 16 Ladeplätze installiert. Ich habe dort zusammen mit 4 Teslas bereits am SuperCharger geladen, während ein E-Tron drauf wartete, dass ein ID3, ein e-Niro und zwei Kona electric mit dem Laden fertig werden …

Ja, die unflexiblen 350kW Ladesäulen war ein großer Fehler. Die Kosten etwa doppelt soviel wie die der Mitbewerber und 4 (6) Ladepunkte sind in Stoßzeiten sehr schnell zu wenig. Na gut, für die 0,79€ Geschichte werden sie e von vielen gemieden. Geteilte Leistung wäre auch bei Ionity äußerst sinnvoll gewesen, die 350kW wird in den nächsten Jahren fast null Sinn, somit werden sich die hohe Kosten nicht rentieren.

Für 0,79 € die kWh ? Was kosten dann die gefahrenen 100 km mit einem E-Mobil, das nicht durch den IONITY-Verbund günstiger laden kann ? Und dann noch durch unsere Steuergelder staatlich gefördert, eine Unverschämtheit ist das …

Immerhin waren dort 9 PKW zum laden anwesend !!! Gleichzeitig !!!

Jeder der hier über den Strom am meckern ist, ihr habt sicher zuhause schon seit Jahren nur Ökostrom erster Güte.
Den gibt es wie jeder weiß ja schon seit vielen Jahren.

Wer bei Ionity lädt kann das auch erheblich günstiger, z.B. mit einer Karte vom ADAC!
Das kostet dann kein 0,79 Cent.

Das ist aber wie überall, erstmal viel Blödsinn schreiben, egal ob man informiert ist oder nicht.

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