Großbritannien führt Nummernschilder für Elektroautos ein

Copyright Abbildung(en): gov.uk

Die Einführung von grünen Nummernschildern und Investitionen in Höhe von mehreren Millionen Pfund für die E-Auto-Forschung sollen dazu beitragen, eine emissionsfreie Zukunft für Großbritannien zu beschleunigen. Wie Verkehrsminister Grant Shapps bestätigte, sollen die Elektro-Nummernschilder ab Herbst eingeführt werden. Entgegen den ursprünglichen Plänen soll allerdings nicht das komplette Schild grün gefärbt sein, sondern nur ein kleiner Bereich am linken Rand — dort, wo zuvor wie bei EU-Nummernschildern üblich auf blauem Grund das Länderkürzel GB unter einem Sternenkranz prangte. Der Brexit macht’s möglich.

Die neuen Kennzeichen – weiß für das vordere und gelb für das hintere Nummernschild – erleichtern die Identifizierung von Autos als emissionsfreie Fahrzeuge und helfen somit den lokalen Behörden; etwa bei der Verkehrsüberwachung spezieller Privilegien für Stromautos. Zum Beispiel profitieren E-Fahrer von lokalen Initiativen wie günstigeren Parkmöglichkeiten oder kostenloser Einfahrt in emissionsfreie oder -beschränkte Zonen. Das E-Nummernschild gibt es nicht nur für Pkw, sondern auch Motorräder, Busse, Nutzfahrzeuge und Lkw. Die Anbringung eines E-Nummernschilds ist für die Fahrzeughalter nicht verpflichtend.

Die grünen Nummernschilder sollen neben den Anreizen für Fahrer auch „das Bewusstsein für saubere Fahrzeuge auf den Straßen stärken und den Menschen zeigen, dass eine umweltfreundlichere Verkehrszukunft in greifbarer Nähe liegt“, erklärte Shapps. Edmund King, Präsident des britischen Automobilverbands AA (Automobile Association), sagte, die grünen Schilder könnten „für einige Fahrer zu einem Ehrenzeichen werden“. Sein Verband unterstützte dieses Konzept, das zeige, „dass die Elektroauto-Revolution jetzt von ‚Gelb‘ auf ‚Grün‘“ gesprungen sei.

Außerdem kündigte Verkehrsminister Shapps Investitionen in Höhe von 12 Millionen Pfund (etwa 13,5 Millionen Euro) in die Forschung emissionsfreier Antriebe an. Die Förderung, die über das Amt für emissionsarme Fahrzeuge (OLEV) bereitgestellt und über Innovate UK bereitgestellt wird, sieht 10 Millionen Pfund (etwa 11 Millionen Euro) für einen neuen Innovationswettbewerb für emissionsfreie Fahrzeuge vor. Gelder gibt es sowohl für Projekte mit batterieelektrischen Autos als auch mit Wasserstofffahrzeugen sowie für Innovationen für die Ladeinfrastruktur.

OLEV stellt weiterhin kleinen und mittleren britischen Unternehmen und Zulieferern 2 Millionen Pfund (etwa 2,5 Millionen Euro) zur Verfügung, um ihre Forschung zu emissionsfreien Fahrzeugen in Bereichen wie der Batterietechnologie zu unterstützen, welche dann von großen Fahrzeugherstellern bei der künftigen Produktion von Elektroautos eingesetzt werden könnten.

Quelle: gov.uk — Pressemitteilung vom 16.06.2020 // Auto Express — Electric cars to get green number plates

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4 Antworten

  1. In Österreich haben wir’s schon seit 3 Jahren, was allerdings keine gewaltigen Vorteile mit sich gebracht hat. Ärger wenn Du trotz IGL-100-Befreiung geblitzt wirst , einen Park-Strafzettel bekommst und beim Wechselkennzeichen (zB. Wohnmobil als Zweitwagen) doppelte AB-Vignette , Versicherung usw zum zahlen hast..
    Außerdem wirst öfters als ein komischer “Öko/Kinderarbeit Förderer schief angesehen, Ironie aus ; )

    1. Einspruch 😉 Eher neidisch angesehen. Zumindest für Teslas’ lassen Otto Fossil Verbrenner alt aussehen. Und wer dreht für die noch den Kopf um ?

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