Greenpeace: VW will keine E-Autos verkaufen – Ergebnisse einer Recherche

Greenpeace: VW will keine E-Autos verkaufen - Ergebnisse einer Recherche

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War man Mitte Dezember noch der vollen Überzeugung, dass im VW Konzern alle Zeichen auf E-Mobilität stehen, lassen die Ergebnisse einer Greenpeace-Recherche anderes vermuten. So gibt der Recherchebericht zu verstehen, dass der bislang schleppende Verkauf des VW ID.3 mindestens in Teilen selbstverschuldet sei. Ausschlaggebend sei hierbei die Tatsache, dass die Konditionen für den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor deutlich lukrativer seien, so die Aussage einer Vielzahl von VW-Händler.

Sprich, wird ein E-Auto statt eines Verbrenners verkauft, beschert dies dem Handel und seinem Verkaufspersonal bislang wirtschaftliche Nachteile. „Zudem fehlt es offenbar an umfassenden Verkaufsschulungen und fundiertem Wissen über VWs Elektromodelle. Dies belegen Testgespräche, die Greenpeace bundesweit bei 50 VW-Händlern durchgeführt hat“, so Greenpeace in seinem Bericht. Dies führt in den Testberatungen dazu, dass trotz eines einheitlichen Nutzungsprofils, das voll zum ID.3 passt, den potenziellen Käufern in 27 Fällen ein Auto mit Verbrennungsmotor empfohlen wurde. Lediglich in acht Gesprächen wurde zum Kauf eines VW ID.3 geraten – ernüchternd! Grundlage für diese Zahlen war ein „Mystery Shopping“: 56 Ehrenamtliche aus lokalen Greenpeace-Gruppen haben in insgesamt 50 VW-Autohäusern Beratungsgespräche zum Kauf eines Neuwagens geführt. Das Ergebnis war dabei nicht nur in Bezug auf die Anzahl der Empfehlungen erschreckend.

„Die Verkäufer*innen nur oberflächlich zum Thema Elektromobilität geschult sind und im Durchschnitt auf jede zweite Frage (48 Prozent) der Interessent*innen keine Antworten geben konnten oder falsche Informationen verbreiteten.“ – Greenpeace Bericht

Die fehlende oder nicht vollständige Schulung macht es natürlich nicht einfacher, dass sich ein Verkäufer beim Vertrieb eines E-Autos wohlfühlt. Allerdings dürfte vor allem die Tatsache, dass der eigene Geldbeutel durch den Verkauf eines E-Autos benachteiligt wird das größere Argument sein. Für den VW ID.3 hat das Unternehmen ein neues Vertriebssystem eingeführt: Volkswagen ist direkter Vertragspartner der Kunden, die Händler fungieren nur noch als Agenten. Sie beraten, führen Probefahrten durch und wickeln die Auslieferung ab. Dies bedeutet, dass die selbstständigen Händler die Fahrzeuge nicht mehr vorfinanzieren müssen. Das finanzielle Risiko gegenüber dem klassischen Vertrieb ist somit geringer. An sich ein Pluspunkt. Welchen sich VW allerdings bezahlen lässt, in Form von geringeren Händler-Margen.

Denn während die Grundmarge bei Verbrenner-Modellen nach Informationen aus Händlerkreisen bei 16 bis 18 Prozent liegt, beträgt sie bei den ID-Modellen nur 6 Prozent. VW wollte diese konkrete Zahl weder bestätigen noch dementieren, so die WirtschaftsWoche. Dieser gegenüber gab VW lediglich zu verstehen: „Das (Agenturmodell) bietet uns die Möglichkeit, eine besonders hohe Preisstabilität (…) beim ID.3 sicherzustellen. Das ist wiederum die Grundlage für eine gesicherte und angemessene Provision für unsere Handelspartner.“ Diese Vertriebsstruktur führt dazu, dass Händler – anders als bei einem Auto mit Diesel-, Benzinmotor oder Plugin-Hybrid – kaum eigene Rabatte gewähren können. Hierdurch tendieren die Kunden eher in Richtung dem „Schnäppchen-Verbrenner“.

Gleichzeitig sei aber der Beratungsaufwand bei einem reinen E-Auto höher als bei einem Verbrenner, so Händler und Verkäufer gegenüber der WirtschaftsWoche. Die meisten beziffern den Aufwand auf rund das Doppelte, was den Anreiz für viele Verkäufer weiter schmälert. „Wir wären bei der Elektromobilität schon viel weiter, wenn es ein System gäbe, das Händler und Verkäufer belohnt, die E-Autos verkaufen. Stattdessen ist es umgekehrt: doppelt so viel reden, halb so viel verdienen“, sagt Wolf Warncke, Geschäftsführer des Autohauses Warncke in der Nähe von Bremen.

Das Urteil von Greenpeace fällt klar aus:

„VW muss die stark abweichenden Konditionen für den Verkauf von Elektroautos und den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor angleichen. Händler*innen und Verkäufer*innen dürfen nicht länger dafür bestraft werden, E-Autos zu verkaufen. Es reicht nicht, sich zum Vorreiter der Elektromobilität auszurufen. Diesem Anspruch muss man auch im direkten Kontakt mit den Kund*innen gerecht werden. VW muss seine Vertriebspartner*innen daher auf Kundenfragen zum Thema Elektromobilität besser vorbereiten und umfassend schulen.“

Quelle: Greenpeace – Greenpeace-Recherche: VW bremst Verkauf von E-Autos durch bessere Bedingungen für Verbrenner

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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VW lernt aus den Dieselskandal eben nicht

Aus eigener Erfahrung bei VW liegt hier auch viel an der unmotivierten Vertriebstruppe, welche genauso gut Heizdecken auf einer Kaffeefahrt verkaufen könnten.
Nach Anmeldung im Portal bei VW für Konfiguration und Kaufabsicht meldet sich jemand beim Kunden, welcher kein Funken Emotionalität rüberbringen kann, aber einem nichts zu Technik, Preisen oder gar Probefahrt erzählen kann. Sagt man diesem Berater, er solle sich melden, wenn er neues in Erfahrung gebracht hat, meldet sich dieser oder ein anderer wenig Tage später wieder mit dem gleichen Prozedere. Und dies mehrmals in Folge.
Offen gestanden brauche ich keine Kundenberater, welche mir keine Info geben können, und sich anfühlen, als ob nur ein Job gemacht wird.

Blödsinn und dann noch 7 Liker. Die Händler sind keine Samariter für BEV-Fans. Bei E-Autos verdienen die nicht mal mehr so viel, um ihre laufenden Kosten zu decken. Außerdem ist beim Service nichts mehr zu verdienen. So sieht die Wahrheit aus. Klar, daß man das hier nicht hören will, denn mit der Wirklichkeit hat man’s hier nicht so.

Sie haben ja nicht unrecht. Genauso wie die Studie von Greenpeace. Das ist genau der Spagat worin VW und andere ICE Hersteller sich befinden. Damit hat z.B. Tesla keine Probleme. Keine Verkäufer die Bonus getrieben sind und eine Werkstatt die auch noch am laufen gehalten werden müssen.
Damit ist nicht alles Gold was glänzt bei Tesla aber die tragen halt keine Altlast mit sich herum.

Sie machen hier den Fehler den auch viele Verbrennerenthusiasten machen. Das Elektroauto ist angekommen und wird trotz allem gejammer der Verbrennersektierer bleiben. Da bringt es nichts von verlorenen Service und sonstigen Geschäftsmodellen zu lamentieren. Das hält den Siegeszug der sauberen BEVs nicht auf. Finden Sie sich damit ab. Es bringt ja auch für Sie nur Vorteile! Geben Sie es auf dagegen anstinken zu wollen.

Sicher sind Händler keine Samariter für BEV Fans. Genauso sind aber Autokäufer keine Samariter für VW Verkäufer. Wenn Autohäuser nicht mehr gebraucht werden, sind sie Pleitekanidaten. Das ist die Marktwirtschaft.
Für Kleinigkeiten baut Tesla in Deutschland eine Fahrzeugflotte auf, die die dann beim Kunden selbst reparieren.

So sieht das Angebot von VW an die eigenen Mitarbeiter aus: Grundpreis: 37.000€, 3% Rabatt, 9500€ Prämie, garantierter Rückkaufpreis nach 2 Jahre: knapp 20.000€.
Wir waren im Autohaus G in KS und haben uns einen dort stehenden ID.3 angeschaut (Im Sommer, vor den strengen Covid Regeln). Als wir eine Probefahrt machen wollten sagte der Verkäufer leicht triumphierend: jaaaa, da müssen sie aber erstmal einen Termin machen. In 2 Wochen.

Bilde sich jeder selbst seine Meinung.

VW muss seine Produktion auslasten. Es macht keinen Sinn die Lieferzeiten der Elektroautos zu erhöhen und gleichzeitig Verbrenner auf Halde zu bauen. Der Verkauf von Elektroauto muss nur so schnell wie deren Produktion gesteigert werden.
Weiterhin will VW größere Fahrzeuge verkaufen um Rendite zu erzielen. Daher haben Fahrzeuge wie der ID.4 oder ein kommender Audi auf der MEB Plattform mehr Priorität als der ID.3 .

Seltsame und etwas weltfremde Schlüsse in diesem Bericht. Solange VW ja trotzdem alle E-Autos die es aktuell produzieren kann, locker verkauft, hat es wohl keinen Grund, die Bedingungen zu verbessern oder den Verkauf zu schulen. Und es sind nicht wenige E-Autos. Schon ca. Ende 2021 wird der VW-Konzern der volumenstärkste E-Auto-Verkäufer ausserhalb China sein. Der Engpass werden in den nächsten 2-3 Jahren sowieso die Batterien sein; jeder verkauft so viele E-Autos, wie er Batterien kriegen oder produzieren kann. Es ist nicht zuletzt die Politik (finanziert u.a. vom deutschen Steuerzahler), welche die Bedingungen für E-Autos so attraktiv macht, dass sie sich sozusagen von selbst verkaufen.

Was heisst hier locker verkauft? Die paar tausend fahrzeuge die an die eigene Fangemeinde und Händler verkauft wurden? Hier von locker verkaufen zu schwadronieren ist ganz leicht übertrieben. Zumal Sie ja gar nicht mehr liefern wollen / können! VW hat diese Autos ausschliesslich gebaut um keine CO2 Strafen zu kassieren, noch dazu als unfertige Prototypen. Aber in Deutschland fängt man schon wieder an von Weltmarktführer und Technologievorsprung zu träumen. Wie immer überschätzen sich die Deutschen wieder einmal masslos und machen sich damit im Ausland unbeliebt. Wenn Ihr bloss für einemal Eure riesige Klappe halten könntet!

Lügen, betrügen, viel PR und Altlasten ohne Ende. Der VW Konzert ist schon lange mehr Schein als Sein. Man tut alles für den Ertrag und das Minimum für Innovation. Jeder Verbrenner, der heute produziert wird generiert Kosten und Unterhalt für Jahre. Auch das Wissen zu dieser Uralttechnologie muss hochgehalten werden. Ohne krassen Schnitt kann VW die Wende nicht schaffen. Der Schnitt wird kommen, entweder freiwillig oder nicht. VW Aktien würde ich sofort abstossen.

Gut beobachtet ! Aber das wird kommen.Spätestens, wenn der Marktanteil von VAG sinkt.

….viel schlimmer wird es dann nach dem Kauf (Erfahrung mit Golf E)! Da der Konzern Entwicklungsfehler nicht (ich meine nie) zugeben will! Reichweitenprobleme werden immer auf die Fahrweise des Kunden abgewälzt. Klimaanlagenprobleme werden grundsätzlich negiert, besonders im Winter! Wärmepumpen funktionieren nie und Softwarefehler sind nicht existent. Hoch lebe der zahlende Kunde als gratis Testperson! Der selbständige Händler wird durch diese Art von Verkauf ruiniert und gleichzeitig verliert der Kunde auch die gute und individuelle Beratung durch den kleinen Händler. Franchising lebe hoch, aber nur für die Gewinne in der Konzernzentrale. Der Händler ist aber derjenige der sich um den Kunden kümmern kann und will, der Konzern läßt einen immer in der Warteschleife hängen oder auch ohne Antwort links liegen (Mails werden mit großer Regelmäßigkeit nicht, falsch oder viel zu spät beantwortet). Wichtig: ist der private Händler weg, ist auch die echte und reale Ansprechperson weg, da der Händler immer auch Verantwortung tragen muß! Ich will einen ehrlichen und für alle Probleme offenen Händler mit dem man gemeinsam Probleme besprechen und lösen kann (welche es logischerweise immer geben wird).

Ich kann Dich verstehen. Leider steht die fatale „Geiz ist Geil!“ Mentalität diametral engegen dem Wunsch einen top Service zu erhalten. Man kann nicht beides haben. Entweder man bezahlt für den Service oder dieser wird zurückgefahren. Man nennt das Marktwirtschaft. Tesla hat damit angefangen und alle ziehen mit, oder sehen sich gezwungen mitzumachen.

Mal zur Sache, leider habe ich auch schlechte Erfahrungen mit Renault gemacht, Verkäufer… na ja, hätte Ich mir viel mehr erwartet, Software ist leider auch noch nicht so gut zwischen App und ZOE, aber sonst alles gut.

VAG gibt auch keine Fehler bei ihren Verbrennern zu. Siehe den Ölabstreifring, Doppelkupplungsgetriebe Getriebe Skandal und die ganzen anderen Flüchtigkeitsfehler, mit denen Kunden mit den immensen Reperaturkosten alleine gelassen werden.

E Autos die nur mit Batterie fahren kann man vergessen denn in meiner Stadt gibt es kaum Ladestation. Bei 43 Millionen Autos in Deutschland bräuchte man ca.20 Millionen Ladestationen aber wo sind die? Eine Ladestation kostet laut Behörde 15.000€ und habe auch kein Anrecht auf ein festen Parkplatz! Darum E Autos Nein Danke….

Auch Fettdruck (Bold Face) gibt einem Beitrag nicht inhaltlich mehr Nachdruck.

da haben sie aber Informationen von 2018 abgespeichert, ich würde ihnen einen besuch auf https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/ empfehlen!

Lieber Thorsten,

Ob Du dir ein E-Auto kaufen willst oder nicht ist mir eigentlich wurscht, aber wenn Du so gegen E-Mobilität bist….was machst Du dann in diesem Forum???

Zu Deine Argumentation –> purer Schwachsinn.

Was für die E-Mobilität ausreicht sind genügend 230V-Steckdosen. Die überwältigende Mehrheit der Autofahrer kurvt gerad einmal 40 km/Tag durch die Gegend. Das bedeutet bei einem Durchschnittsverbrauch von 15KW/100km dass die dann benötigten 6KW in gerade einmal 3 Stunden aufgeladen werden können. Das gelingt an der Steckdose über Nacht. Und eine normale Steckdose finde ich für die 3 Stunden über den Tag verteilt überall. Eine 10Amp-Steckdose kann Dir jede Hausverwaltung sofort an deinem Autoabstellplatz zur Verfügung stellen. Mehr braucht es nicht. Und das ist auch kein Problem.
Wenn natürlich ein jeder „unbedingt“ einen 22KW-Anschluss benötigt um seinen 6KW-Verbrauch abzudecken … ja dann gibt es meine Meinung nach ein Problem… nämlich ein mentales der Autobesitzer.

Schnellader benötigt man mMn nur an den Hauptverbindungen wie Autobahnen, Bundes- und von mir aus Landesstraßen. Auch bei Einkaufzentren oder Parkplätzen sind die eine gute Idee.

Aber 20 Millionen??? Das ist mMn etwas zu hoch gegriffen.

Btw: Bei den angenommen 15.000€ Anschaffungskosten für eine Ladestation hat man bei einem Ladenagebot von 40 Cent, mit einem angenommen KW-Einkaufspreis von 20 Cent, den BEP bei 11KW/h etwa bei 6818 Stunden oder 284 Tagen erreicht, bei 22KW/h liegt der BEP bei ca. 3409 Stunden oder 142 Tagen.
Ich würde einmal sagen das Teil rechnet sich ziemlich flott, vor allem da der Betrieb nicht viel kostet, im Gegensatz zu einer Zapfsäule…..

(BEP = Break Evan Point)

naja, ist erschreckend dass es Leute gibt die einen Verkäufer benötigen um das richtige Auto für Sich zu finden…

Würde Ich nicht sagen, solange es noch so Menschen wie hier gibt, die total negativ reden, braucht es Aufklärung, für die, die sich schlecht selbst Infos zb. Aus dem Netz holen, oder von Leuten die ein BEV fahren.

Bei jedem Händler ist es vorrangig so die „betriebstreuen Modelle“ (aka Ladenhüter) loszuwerden. Wenn VW jetzt (im Handel) voll auf Elektroverkauf setzen würde dann wäre der Hersteller und die Händler Pleite. Von daher vollkommen normal und aus Händler Sicht ökonomisch zwingend. Wichtig ist für mich dass wir gute Wachstumsraten in der E-Mobilität sehen. In 2020 ist das Faktor 3 für BEV. von 3 % Anteil auf 10 %. Das ist schon sportlich und vollkommen ausreichend. Sollten wir mit Faktor 3 weitermachen (also eine „3 hoch x“ Kurve fahren) dann werden in 2,x Jahren nur noch BEV zugelassen. Ich kalkuliere aktuell mit „2 hoch x“. Dann dauert es ca. 4,x Jahre. D.h. in 2025 werden nur noch BEV zugelassen.

Kein großer Verbrennerhersteller wird sich zum reinen BEV-Hersteller wandeln. Da ist bei konzernweiten Absatzzahlen von 2-10 Mio. Fahrzeugen p.a. aus vielerlei Hinsicht gar nicht dran zu denken. Heuer ist bezüglich CO2-Strafen möglichst eine Punktlandung anzustreben, um 2021 günstig eingestuft zu werden. Die CO2-Vorgaben steigen jährlich, Verbrennerabsatz sinkt und BEV-Absatz kann nur bis zu einer gewissen Gesamtprofitabilität (CO2-Strafverrechnung) gesteigert werden.
Alle Großen sind weiterhin auf gigantische Absatzzahlen angewiesen. Dauerhafte Absatzrückgänge von mehr als 20% überlebt keiner. Topmanager und CEOs werden inzwischen nach 5 Jahren ausgetauscht. Nach diesen 5 Jahren hat man privat x-fach ausgesorgt – was kümmert einen also der Konzern, der dies ermöglichte. Für China ist dies die Zeit, das Ruder langsam aber sicher zu übernehmen – schwierig wäre das für China schon länger nicht mehr gewesen, zumal man sich der Unterstützung begabtester Techniker und inovativster Hersteller aus aller Welt schon lange sicher sein kann.
Und wer jetzt meint, da müsse doch mal wieder unsere Politik eingreifen, ist vollkommen auf dem Holzweg.

Für den Verkauf von E-Autos braucht es keine Händler mehr.
Die sollten sich ein neues Geschäftsmodell suchen.

Wo bekomme ich überhaupt ein Fahrzeug mit Anhängelast über 2 t im elektro Auto bereich gibt noch keine Systeme die so gut funktionieren wie e Stapler

Mit der richtigen Untersetzung tatsächlich nur Stapler. Das Problem ist, dass ein E-Motor bis zur Selbstzerstörung Leistung steigern kann – ein Verbrenner lässt sich da nicht verführen. Und OnePaddelDoldis würden auch noch den kompletten Antriebsstrang schrotten.
Glaube gelesen zu haben, dass derzeit einzig das Model Y die Motorleistung an die Anhängelast anpsst. Ab gewisser Last ist somit Leistungsreduktion angesagt – dann kann man auch durchaus ordentliche Anhängelaten zulassen.

und trotz elektronischer Regelung wäre mindesten ein Zweiganggetriebe erforderlich um das maximale Drehmoment im Zaum zu halten;

Du kaufst wohl jeden Mist im Internet oder bezahlst gerne, ohne da schon mal dringesessen zu haben.Und der Zoe wird dann in Frankreich abgeholt! Irre! Kopfschütteln für den qualifizierten Beitrag. Wo geraden wir nur hin…wenn da noch Zustimmung kommt…

Last edited 10 Monate zuvor by Quaster

Tja, natürlich können wir jetzt komplett ausrasten und BS schreiben. Oder wir informieren uns einfach in Austellungsräumen wie es Tesla vormacht…

Die Probefahrt mache ich via Nachbar oder via Tagesmieten bei Snapcar. Kaufen werde ich im Internet. Das BEV wird mir vor die Tür gebracht und erklärt. So werde ich es machen. Ich habe keine Lust mehr, den „Freundlichen“ ihre Edelstahl, Glas, Marmor Verkaufs Paläste zu finanzieren. Und objektiv Beraten wird niemand bei einem Händler, sondern Provit optimiert. Das ist bei allen Händlern so. Nicht nur im Autobusiness. Die Immobilien Makler haben die Kunden Emanzipierung und Aufklärung auch schon zu spüren bekommen und sind eigentlich überflüssig geworden, weil sich Immobilien von selbst verkaufen.

Die Marge sind geringer, das ist wahr. Aber eben auch für Volkswagen. Deswegen kann man nicht ohne Ende Rabatt und Boni geben wie zB bei Verbrennern üblich.

Man sollte auch bedenken, dass der Händler beim ID kein Risiko trägt, er ist Vermittler, bekommt Lager und Vorführwagen gestellt, hat also kein Risiko und keine Kosten. Vielleicht sollte ein nicht schlecht verdienender Verkäufer auch etwas Eigeninitiative in die Materie investieren?! Oder sind die sauer weil es diesmal zur Markteinführung nicht nach Mallorca ging?

Die Nachrichten über Investitionen, neue Modelle und Werksumbauten lässt mich außerdem zweifeln, dass es VW bei der e-Mobilität nicht ernst meint.

Absolut richtig: Diess macht wirklich was möglich ist – dafür mein größter Respekt. Das Händler-Werkstatt-Importeur-Hersteller-Baugrppenliefetant-Spiel bei dem der Kunde meist den Kürzeren zieht, wird allerdings verschwinden. Auch wenn Direktvertrieb mit verlässlicher Gewährleistung noch holpert – sie ist langfristig alternativlos. Alleine das ist bei großen Konzernen in absehbarer Zeit kaum realisierbar.

Uiuiui…Bei den anderen Herstellern sieht es jaaaa soooo viel besser aus hmm???? Ohhhh man Hauptsache wieder ne Plattform um über VW her zu ziehen dabei haben hier bestimmt 50% eigene Probleme die erstmal bewältigt werden sollten aber das sind se wohl zu schlau für…

Ich hatte einen ID.3 2019 reserviert wohl als einer der Ersten und habe diese Reservierung 2020 wieder storniert. Ein wesentlicher Grund war die Passivität „meines“ VW-Händlers in dieser Reservierungsphase:
Kein aktiver Kontakt händlerseitig zu mir als Kunden,
kein Informationsfluss,
kein Wissensstand dort über das hinaus, was ich selbst wusste (im Gegenteil: weniger informiert als ich),
kein Verkäufer, der für das BEV-Thema „brannte“ (er war primär für Verbrennerverkauf da),
. . .
Ob sich das alles ähnlich auch in der heutigen Zeit 2020/21 dort beim Händler so darstellt, weiß ich nicht, es würde mich aber nicht wundern.

Im Verkaufsgespräch für einen Elektrischen erlebte ich für mich überraschend einen durchaus elektrokritisch eingestellten Verkäufer. Das „freut“ einen dann als Kunden 🙁
Wahrscheinlich würde der Verkäufer es als Versuch einer „objektiven, technologisch ergebnisoffenen Beratung“ bezeichnen 😉 Aber will ich die so, wenn ich mit BEV-Kaufabsicht beim Händler erscheine? Vielleicht hat der Verkäufer Vorsichtsprinzip und will nicht, dass ein BEV-Käufer und -Fahrer nachher bei ihm klagt. So kann er antworten: „Ich hatte Sie ja gewarnt“.

Dieses Problem existiert nicht nur bei VW. Ich habe mich auch bei Nissan, Hyundai und Skoda zum Thema Elektrofahrzeug oder PIHV beraten lassen. Da ich mich schon seit über einem Jahr mit dem Thema befasse war ich bestürzt wie wenig Wissen da vorhanden ist. Da bedarf es nicht zwingend einer Schulung, die Verkäufer müssten sich einfach nur im Internet schlau machen, so wie der Durchschnittsbürger eben auch. Also bei den genannten Automarken hätte locker ich die Schulung durchführen können! Der Toyotaverkäufer hat es wenigstens ehrlich zugegeben das Toyota im Moment gar kein Interesse an Elektromobilität hat, weil der Konzern auf Grund der vielen Hybride die Flottennormen locker unterschreitet. Der Rest hat sich einfach mit dem Thema nicht beschäftigt, weil es dort keiner will. Gerade Nissan mit dem Leaf hat mich sehr enttäuscht, da hätte eher ich dem Verkäufer ein Auto verkauft als er mir…….

So ist es.
Mir sagte mal 2019 ein Verkäufer ganz offen, dass er fürs Zeitschriftenlesen wie AutoBild oder AMS oder Informiertsein und -bleiben übers Internet keine Zeit habe. Er müsse halt dreistellige Zahl von Kfz. im Jahr verkaufen laut Vorgabe seines Autohauschefs. Auch eine Schulungsveranstaltung außer Haus in der Firmenzentrale z. B. für drei Tage bezeichnete er diesbezüglich schon als problematisch fürs Zieleerreichen. Wohl leider wahr.

Jo, derzeit nur Tesla, aber die Chinesen kommen mit BYD, Aiways, Nio, etc. Wird nicht leicht, aber der Direktvertrieb kommt, wie die E-Fahrzeuge im Allgemeinen, weltweit. Deutschland geht halt nicht in die neue Zeit – da darf man sich von derzeitigen Absatzzahlen, infolge attraktiver Subventionen, nicht blenden lassen.

Im letzten Satz des Greenpeace Urteils muss es korrekterweise „Kund*innen“ heissen.

Stimmt! – *innen darf nur bei negativ besetzten Ausdrücken (z.B. Autoknacker oder Päderast) fehlen.

…bzw. „Kund*innenfragen“ nach dem Motto: „when God created man, she was only kidding“

In Spanien wird dieses neue ID.3 Vertriebsmodell übrigens anscheinend nicht umgesetzt. Hier sind die Katalogpreise höher und es läßt sich mit dem Händler über Rabatte diskutieren. Letzlich kommt man dann etwa beim geichen Preis heraus. Mir ist nur nicht klar, ob die Händler hier tatsächlich mehr Einfluss auf den Preis haben, oder ob es nur so aussieht.

Typisch VOLKSWAGEN …

Es ist kaum zu glauben, daß es immer noch so viele Menschen gibt, die nicht wahr haben wollen, das der Count Down für Verbrenner läuft und nicht mehr aufzuhalten ist. Und das ist gut so, für unseren Planeten und für unsere Nachkommen

In der Psychologie nennt man das den „Nachhink Effekt“. Zur Erklärung: Nachdem die Niederländer ihre Position als große seefahrenden Kolonialmacht verloren hatten, hat es 2-3 Generationen gedauert, das diese Tatsache in den Köpfen dort angekommen ist. Das Selbe findet bei VW statt. Deren dominierende Rolle schrumpft und es wird alles getan, um das zu verhindern. Auch wenn das klar die Fehler verstärkt, die schon vorher gemacht wurden. VW rettet momentan nur die Massenträgheit der Otto Normalverbraucher und die schützende Hand vom Staat. Wenn da nicht schnell und radikal um gedacht wird, hängt Deutschland sich ab. Anderen haben das früher erkannt und gehandelt.

Last edited 10 Monate zuvor by Stefan

Welch ein Wunder, ausser einer Marketing-Kampagne die von der breiten Journalistenschar lemmingartig unterstützt wird, hat VW es immer noch nicht verstanden, worauf es bei der E-Mobilität ankommt. Schon bezeichnend, das der E-VW-Up nur noch ein Nischendasein fristet. Wir brauchen keine über 40.000 € teueren Angebote, sondern alltagstaugliche, schnellladefähige und finanzierbare für die Breite Masse !

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