GM: Kosten für Elektroauto-Akkus „sinken dramatisch“

GM: Kosten für Elektroauto-Akkus „sinken dramatisch“

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Tim Grewe, bei General Motors verantwortlich für Batteriezellentechnik und Elektrifizierungsstrategie, sprach mit dem US-E-Auto-Magazin Electrek über den Stand von Forschung und Entwicklung, das neue Joint Venture mit LG Chem und für wann er die Marktreife von Festkörperbatterien erwartet.

Die Kosten sinken dramatisch“, sagte Grewe mit Blick auf die stetig fallenden Preise von Elektroauto-Batterien. Er ist zudem der Meinung, dass man noch weit vom Minimum entfernt sei und weitere starke Preiseinsparungen möglich seien. Auch das Thema Recycling werde bei GM immer relevanter, zum Beispiel um die Versorgungssicherheit wichtiger Rohstoffe wie Kobalt zu erhöhen. Das Problem allerdings sei, dass es aufgrund der hohen Qualität und Laufleistungen von aktuellen Elektroauto-Akkus im Alltagseinsatz noch zu wenig Rückläufer gibt, damit Recycling einen Hochlauf erfahren kann und kosteneffizient wird, so Grewe.

GM prüfe aber bereits das Zelldesign künftiger Technologien, um die Demontage von Zellpaketen und somit auch das Recycling zu vereinfachen. Bei dem gemeinsam mit dem südkoreanischen Zellhersteller LG Chem gestarteten Joint Venture in Ohio stehen auch die Forschungen an Festkörperbatterien an vorderer Stelle. Deren Marktreife erwartet Grewe Mitte des noch jungen Jahrzehnts. Man müsse aber sicherstellen, dass die Technologie nicht enttäuscht, was etwa die Energiedichte sowie die Haltbarkeit der Zellen betrifft.

GM und LG Chem wollen in Ohio in die Massenherstellung von Batteriezellen bis zu 2,3 ​​Milliarden US-Dollar (etwa 2,17 Milliarden Euro) investieren. Geplant ist das neue Werk auf einer momentan noch grünen Wiese in Lordstown im Nordosten von Ohio, mehr als 1100 neue Arbeitsplätze sollen dort entstehen. Der Baubeginn soll Mitte dieses Jahres erfolgen.

Das hochmoderne Werk soll modernste Herstellungsverfahren unter einem Dach zusammenführen, um Zellen effizient und mit geringem Abfall zu produzieren, und von starken Skaleneffekten in der gesamten Wertschöpfungskette profitieren, teilt GM mit. Die Anlage werde äußerst flexibel sein und sich an die fortschreitenden technologischen und materiellen Fortschritte anpassen können. Die Zusammenarbeit zwischen dem Autohersteller und dem Zellspezialisten umfasst auch eine gemeinsame Entwicklungsvereinbarung, um fortschrittliche Batterietechnologien zu entwickeln und zu produzieren, mit dem Ziel, die Batteriekosten auf ein branchenführendes Niveau zu senken.

Quelle: Electrek — GM’s director of battery cell engineering: We’re nowhere near the bottom of the price curves // Electrek — GM announces its own battery gigafactory with LG Chem, 30 GWh of capacity eventually below $100/kWh

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8 Antworten

  1. Schöne Sammlung von Gemeinplätzen aber immerhin eine realistische Übersicht:
    – Feststoffakkus irgendwann einmal vielleicht und nix genaues weiß man nicht
    – wir fangen mit Zellen an .. und bauen dieses Jahr ein Werk bzw fangen dieses Jahr mit der Halle an .. hmm .. und dann .. hmm
    – Recycling kein Problem aber im Moment nicht aktuell da keine Gebraucht-zellen da sind.

    letzteres klar – keine Panik und die ersten beiden Facts .. alles ein bisschen spät und wolkig.
    GM eben.

  2. Prima, dann werden ja wohl auch bald die Preise für Elektroautos drastisch sinken. Denn die hängen ja, so weiss man, vor allem vom Akkupreis ab. Ein Tesla Model S wird dann wohl Ende des Jahres nur noch 35.000 kosten. Dann bleiben die Besitzer von Akt-Teslas wohl oder übel auf ihren Kisten sitzen, wenn sie ihr Auto nach ein bis zwei Jahren wieder verkaufen wollen. Oder sie müssen erhebliche Verluste hinnehmen.

    1. Deine Rechnung geht nicht ganz auf.
      Ja early adopters zahlen immer etwas mehr. Von der Preisreduktion profitieren aber alle.
      Variante 1:
      Model 3 kostet in 3 Jahren nur noch 30.000
      Jetzt zahlst 60.000 und in 3 Jahren 30.000 also insgesamt 90.000. Du bekommst noch 50% vom Neuwert nach drei Jahren. Also 15.099. Kosten insgesamt 75.000.
      Variante 2:
      Der Preis für einen neuen ist in 3 Jahren noch gleich. kriegst noch 30.000 für deinen 3jährigen musst aber für den neuen wieder 60.009 bezahlen. Also 2×60-30 ist 90.000.

      Wir profitieren alle von einer Preisreduzierung. Natürlich kannst warten bis es billiger wird. Spoiler alert: es wird immer billiger. Dann darfst nie was kaufen 🙂

  3. GM hat natürlich Erfahrung mit Akkus die jetzt zahlreich in die Jahr kommen. Da kann VW gar nicht mitreden. Wichtiger als Ankündigung von Preissenkung wäre aber , über die Wiederaufbereitung der Akkus zu reden. Es muss doch bei Gott möglich sein, nur die Zellen in den Akkus drin zu ersetzen.
    Dann kann der ganze Panzer derselben wieder gebraucht werden. Aber dazu muss die Batterie erst mal ausgebaut werden.Tesla soll dies sehr einfach und schnell können. Andere brauchen dazu evtl. Wechselakkus. So könnte man in Ruhe Wiederaufbereitungsfirmen Zeit lassen sich auch auf möglichst viel Weiterverwendung der“seltenen Erden“ konzentrieren. Angekündigte Preissenkung nützen die Verkäufer nur aus um lieber Neue zu verkaufen und die alten, grosso modo, samt Akku zu verschrotten. DAs ist aber nicht das Ziel besseren Umweltschutz zu erreichen. Eher ein gefundenes Fressen für die Verbrennerlobby dagegen zu schiessen.

  4. Also Martin, nenne mir einen Fall wo dies gemacht wurde. Fabrikat ,Batterie, exakter Preis samt Garantie wie lange der wieder halten soll, und Referenzadresse.

  5. Martin , wer keine Facts liefert, macht Behauptungen. In den Akkus hat s keine seltenen Erden, aber in den Batteriezellen. Aber Du wirst sie ja wohl mit Humus füllen wollen.

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