Gläsernen Manufaktur Dresden: VW e-Golf läuft aus; Produktionsstart ID.3 steht bevor

Gläsernen Manufaktur Dresden: VW e-Golf läuft aus; Produktionsstart ID.3 steht bevor

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

„Der Volkswagen e-Golf ist Geschichte“, so VW in einer Mitteilung kurz vor Weihnachten. Am 23.12. 2020 rollt in der Gläsernen Manufaktur in Dresden das letzte Fahrzeug vom Band. Ein VW e-Golf in Uranograu besiegelt das Ende des Stromers. Seit März 2017 wurden insgesamt 50.401 Fahrzeuge in Dresden gefertigt. Zu Beginn des neuen Jahres 2021 wird der Fertigungsbereich der Gläsernen Manufaktur für drei Wochen umgebaut, bevor Ende Januar die ersten ID.3 Serienfahrzeuge von den Bändern in Dresden rollen.

Anfang 2021 wird der Fertigungsbereich der Gläsernen Manufaktur auf die Anforderungen des Modularen E-Antriebsbaukastens (MEB) umgebaut. Bereits im Sommer 2020 haben erste Umrüstungen für den ID.3 stattgefunden. Als eine von sieben Stationen wurde etwa die „Hochzeit“, an der Karosserie und Fahrwerk verschraubt werden, anpasst. Zu den Umbaumaßnahmen im Winter zählen beispielsweise die Installation einer Anlage, an der das Panoramadach verbaut wird sowie die Anpassung der Greifmittel für den Verbau von Cockpit und Sitzanlage.

„Das Ende des e-Golf ist zugleich Auftakt der finalen Anlaufvorbereitungen für den ID.3. Schon in wenigen Wochen schlagen wir für die Gläserne Manufaktur das nächste Kapitel auf. Nach Zwickau sind wir der zweite Standort in Europa, an dem Fahrzeuge auf Basis des neuen Modularen E-Antriebsbaukastens gefertigt werden. Volkswagen unterstreicht damit die Bedeutung der sächsischen Standorte bei der konzernweiten E-Offensive.“ – Danny Auerswald, Standortleiter der Gläsernen Manufaktur

Thomas Aehlig, Betriebsratsvorsitzender der Gläsernen Manufaktur, gibt seinerseits zu verstehen, dass „der Start der Montage des ID.3 für die Belegschafft eine sehr gute Nachricht und der Lohn für die vielen Anstrengungen bei der Standorttransformation seit dem Jahr 2016“ sei. Mit dem Start der MEB-Stromer-Produktion habe man eine nachhaltige Beschäftigungssicherung der Stammbelegschaft und eine positive Zukunftsperspektive für den Standort erreicht, so Aehlig abschließend.

Der e-Golf kam 2013 auf den Markt und wurde bis Sommer 2020 in Wolfsburg produziert. 2017 nahm die Gläserne Manufaktur parallel die Produktion auf, um die hohe Nachfrage zu bedienen. Insgesamt verließen in mehr als sieben Jahren 145.561 die beiden deutschen Produktionsstätten. Gemessen an den Absatzzahlen ist der e-Golf eines der beliebtesten E-Autos in Europa – vor allem bei Kunden in Norwegen und im deutschen Heimatmarkt.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 23. Dezember 2020

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Dee e-Golf kam 2013 auf den Markt und wurde bis Sommer 2020 in Wolfsburg produziert. 2017 nahm die Gläserne Manufaktur parallel die Produktion auf, um die hohe Nachfrage zu bedienen. Insgesamt verließen in mehr als sieben Jahren 145.561 die beiden deutschen Produktionsstätten.

Die 145.561 e-Golf (etwas vereinfacht) mit 7 Jahren, 220 Arbeitstagen und 1 1/2 Produktionsstätten gerechnet, ergibt sich daraus eine arbeitstägliche Produktion von rd. 63 Fahrzeugen.

Der Sono SIon wird mit >170 Fahrzeugen am Tag – nach dem Anlaufen der vollen Produktion – geplant … wenn er denn, nach der Vorstellung der SVC2-Prototypen auf der CES 20212 bzw. den folgenden europaweiten Probefahrten, genug Interessenten und Kapital findet, auch gebaut zu werden! Tip: Stay and see 😉

Last edited 7 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Dann schau lieber nicht nach welche Produktion der normale Golf hat dann bekommst du Tränen in den Augen…

Soweit ich weiß lag die Kapazität am Ende bei 80 eGolf pro Tag. Also 63 pro Tag im Schnitt ist dann keine schlechte Schätzung.
Offizielle begründung lag glaube ich darin, dass auf Grund der Verbrenner Platform die Batterie per Hand in die ganzen Zwischenräume eingebaut werden musste. Das ist natürlich schon aufwendiger als einfach ein komplettes Akku Pack von unten drunter zu schrauben wie beim ID3.

Traurig ist eher dass man noch viel mehr aus dem eGolf hätte machen können. Der eGolf ist mit dem 36kWh Akku als Zweitwagen echt ein super Auto, wie ich als eGolf Fahrer sagen kann. Aber Kreisel hat z. B. gezeigt, dass mehr möglich gewesen wäre mit 50kWh Akku und aktiver Kühlung.

Last edited 7 Monate zuvor by KaiGo

Sono plant wahrscheinlich noch wenn wir schon auf dem Mars leben. 😉

aber ist doch klar der Golf war nie als E-Auto gedacht, auch wenn er mir wesentlich besser als der ID.3 gefällt.

aber beim ID.3 werden wir ganz andere Produktionszahlen sehen…

Sono plant wahrscheinlich noch[,] wenn wir schon auf dem Mars leben.

Ich weiß ja nicht, wann Du auf dem Mars leben möchtest, … aber im Gegensatz zu Nikola sind bei Sono die beiden SVC2-Prototypen des Sion inzwischen bereits selbstständig fahrfähig und rollen nicht motorlos per Schwerkraft einen Hügel runter 😉

aber ist doch klar[,] der Golf war nie als E-Auto gedacht […].

Ganz genau: Als bei VW die Verzweiflung über den nicht mehr unter dem Deckel zu haltenden Diesel-Abgasbetrug (ICCT-Untersuchungen USA) einerseits und und der Druck wg. einer konzernweit fehlenden, reinen E-Plattform andererseits immer größer und größer wurde, haben sie 2014 den ersten e-Golf in manueller Kleinserie auf Verbrenner-Basis „zusammengebastelt“!
In geradezu homöopatisch verdünnter Stückzahl im Vergleich zur übrigen Massen-Fertigung der Konzern-Verbrenner (sic!).

Last edited 7 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Dass der eGolf auf dem Dieselskandal gewachsen ist glaube ich eher nicht. Die Modelle kamen 2015 und 2017 (upgrade von 24kWh auf 36kWh mit Facelift des Golf 7, ab da wurde er auch interessant) auf den Markt. Wenn ich jetzt die Entwicklungszeit für Fahrzeuge in Betracht ziehe und wann der Dieselskandal ans Licht kam (2015?), kann er nicht daraus entstanden sein. Vermutlich war er eher ein Alibi Fahrzeug, weil man erstmal was haben wollte. Man hätte mehr draus machen können. Aber der eGolf hat nie Gewinn abgeworfen. Von daher war denke ich auch nicht viel Interesse da.
Nichtsdestotrotz ist der MEB natürlich die viel bessere Strategie. Auch wenn ich dieses ganze alternative Material Geplänkel und den Touch-Wahn nicht so prickelnd finde.

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