Frankreich kurbelt Absatz im Kleinwagensektor am Elektroautomarkt an

Frankreich kurbelt Absatz im Kleinwagensektor am Elektroautomarkt an

Copyright Abbildung(en): North Monaco / Shutterstock.com

Werfen wir einen Blick zurück auf das erste Halbjahr 2020 am europäischen Elektroautomarkt, zeigt sich, dass unsere französischen Nachbarn Rang Nummer eins beim Gesamtabsatz elektrifizierter Fahrzeuge einnehmen. Sowohl im Einzelmonat Juni, als auch im Zeitraum von Januar bis Juni 2020. Dies führt dazu, dass sich bei der Betrachtung des Absatzes nach Fahrzeugsegmenten eine Verschiebung ergeben hat, da Frankreich bevorzugt eigene Modelle an den Mann/ die Frau bringen.

Den Ende Juni 2020 konnte der Renault ZOE den ersten Rang am europäischen Elektroautomarkt für sich beanspruchen und verwies mit 35.884 verkauften ZOE das Tesla Model 3 (32.255) auf Rang zwei des Rankings. Erwähnenswert ist, dass der Absatz des ZOE im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 48,9 Prozent gewachsen ist. Der des Model 3 um 13,2 Prozent zurückgegangen ist. Doch betrachten wir das ganze nun auf Fahrzeugsegment-Ebene.

Infolge eines großen Schubs aus Frankreich, dank eines verstärkten staatlichen Konjunkturpakets, dass in erster Linie auf Elektroautos abzielte, katapultierten die französischen Modelle, die im Kleinwagensektor konkurrieren, wie der Renault Zoe, diesen Sektor sowohl im Juni (28,9% Mix) als auch in der ersten Hälfte des Jahres 2020 (24,3% Mix) zum größten Segment an Europas Elektroautomarkt. Zu diesem Segment zählt man Fahrzeuge wie den Peugeot e208, den Opel Corsa-e oder auch den bereits erwähnten neuen Renault ZOE. Welche für 2020 generell an Wachstum erfahren dürften.

Das Segment der E-SUVs musste sich in der ersten Halbjahreshälfte der Unteren Mittelklasse (23,3 Prozent) geschlagen geben. Bei den E-SUV lässt sich festhalten, dass ein Großteil der Zulassungen auf Premium-Modelle wie den Audi e-tronden Jaguar I-PACE oder Mercedes EQC entfielen. Somit war es dem SUV-Sektor Ende Juni 2020 möglich 22,5 Prozent Anteil am gesamten E-Automarkt für sich zu beanspruchen. Analyst Matthias Schmidt geht davon aus, dass sich die Zulassungszahlen bis Ende des Jahres in einem vergleichbaren Rahmen bewegen.

Der Near-Executive-Sektor konnte keinen nennenswerten Anstieg verzeichnen. So brachte man es Ende Juni 2020 auf 15,0 Prozent Marktanteil. Wie wir uns erinnern ist das einzige Model in diesem Segment das Model 3, welches gerade zum Quartalsende hin meist ein Zulassungsschub verzeichnet. Wobei, dass stimmt so nicht mehr ganz. Denn der Polestar 2 wurde ebenso in das Near-Executive-Segment bei der Betrachtung aufgenommen. Jedoch verzeichnete dieser  bisher „nur“ 50 Zulassungen, Tesla steuerte 32.255 für das erste Halbjahr 2020 bei.

Nachfolgend haben wir die rein elektrischen Fahrzeugen in ihren jeweiligen Segmenten betrachtet, um einen Vergleich zu ermöglichen. Zeitraum Januar – Juni 2020:

  • Basic – 9,80 Prozent
  • Kleinwagen – 24,30 Prozent
  • Untere Mittelklasse – 23,30 Prozent
  • Near Executive – 15,00 Prozent
  • SUV/Crossover – 22,50 Prozent
  • Luxusklasse – 2,50 Prozent
  • Nutzfahrzeugklasse / Minibus – 0,60 Prozent
  • Sonstige – 2,00 Prozent

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Report West European Market Intelligence – Edition 06.2020/Q2 2020

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2 Antworten

  1. Weshalb kurbelt Frankreich den Mittel- und Kleinwagen E Sektor an ? Weil die wissen, dass die Mehrheit keine Ladesäulen braucht die 120 KW laden. Dies weiss auch Tesla.

  2. Falls die Karosserie gute Langzeitqualität hat ist die Zoe ein Fahrzeug das man
    dank des einfachen und robusten E-Antriebsstranges mit sehr geringem Wartungs-und Reparaturaufwand fahren kann.
    Die Hersteller der E-Fahrzeuge wissen natürlich dass hier die goldenen Zeiten des Dauerschraubens und Ersatzteilverkaufs wie bei den Verbrennern
    vorbei sind.Auch wenn die Autos mehr kosten sind sie langfristig wenn man sie sehr lange fährt am Ende deutlich billiger zu fahren als Verbrenner.
    Man muss sich dann eben für die Zukunft überlegen ob man ständig nach der Mode ein neues Auto braucht.
    Einen Kühlschrank oder eine Waschmaschine tauscht man ja auch erst aus wenn sie verbraucht sind.

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