Fortum will Lithium nachhaltiger und effizienter zurückgewinnen

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Bereits im März 2020 konnten wir berichten, dass Fortum, BASF und Nornickel an der Kreislaufwirtschaft im Batterie-Recycling forschen. Dabei seien die Unternehmen bestrebt, die Produktion und Verwendung von verantwortungsvoll produzierten, recycelten Rohstoffen auf dem Batteriemarkt zu fördern. Fortum selbst legt im Herbst 2020 nochmals einen drauf und stellt ein Recycling-Verfahren vor, welches noch nachhaltiger und effizienter Lithium zurückgewinnen könne.

Dabei gibt das Unternehmen zu verstehen, dass die Verwendung von Metallen aus recycelten Batterien zur Herstellung von Batteriematerialien eine erhebliche CO2-Reduzierung bei der Produktion von Elektroautos biete. Eine zusätzliche CO2-Reduktion kann durch die Verwendung von Strom aus erneuerbaren Quellen in Finnland für den Recyclingprozess erreicht werden. Auf Lithium habe man sich im neuen Verfahren konzentriert, da dies eine der wertvollsten Komponenten in Lithium-Ionen-Batterien ist. Bisher hat es sich jedoch als schwierig erwiesen, Lithium zurückzugewinnen und schnell genug verfügbar zu machen, um den steigenden Bedarf an Batterien zu decken, die den enormen Antrieb in Richtung Elektrofahrzeuge antreiben.

Eigener Aussage nach habe die in Finnland ansässige Firma jetzt eine bahnbrechende Technologie für eine neue Rückgewinnungsmethode patentiert, um die Umweltauswirkungen des Lithium-Recyclings zu verringern und den Herstellern von Elektroautos und Batterien einen reibungsloseren und nachhaltigeren Übergang zu elektrisch betriebenen Fahrzeugen zu ermöglichen. „Die Rückgewinnung von Lithium und anderen Elementen aus recycelten Quellen ergänzt den Abbau von knappen Metallen, verbessert die Nachhaltigkeitsaspekte der EV-Produktion und senkt den CO2-Fußabdruck der produzierten Batterien“, so Tero Holländer, Fortum Head of Business Line, Batteries.

„Dies ist eine wichtige Entwicklung, die dazu beitragen wird, die massive Nachfrage nach Elektroautos zu decken und voranzutreiben. Mit unserer neuen patentierten Technologie sind wir in der Lage, Lithium aus EV-Batterien auf nachhaltigere Weise zurückzugewinnen, aber wir werden auch in der Lage sein, batterietaugliches Material im industriellen Maßstab herzustellen.“ – Tero Holländer, Fortum Head of Business Line, Batteries

„Unsere neue Technologie bedeutet, dass wir sicher sind, Europa und insbesondere Finnland als eine der wettbewerbsfähigsten und nachhaltigsten Optionen für das Recycling und die Produktion von Batteriematerial weltweit zu positionieren“, gibt Holländer in der Pressemitteilung abschließend zu verstehen. Ohne jedoch näher auf die neuartige Recycling-Technologie einzugehen. Vielmehr wir der steigende Bedarf in den Vordergrund gestellt. So hatte der weltweite Markt für das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien 2019 einen Wert von etwa 1,3 Milliarden Euro, aber es wird erwartet, dass er in den kommenden Jahren auf mehr als 20 Milliarden Euro steigen wird.

Quelle: Fortum – Pressemitteilung vom 19. November 2020

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Das fällt BASF ja früh ein. Umicore macht das schon seit Jahrzehnten.

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