Projekt Artemys: Festkörperbatterien als Zukunftsperspektive für E-Mobilität im Fokus

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Wir erinnern uns, erst Mitte März haben Forscher der University of California San Diego (UCSD) einen Bericht veröffentlicht, welcher sich mit vier Herausforderungen beschäftigt, welche angegangen werden müssen, um die Kommerzialisierung von Festkörperbatterien voranzutreiben. Skalierbare und kostengünstige Herstellbarkeit waren hierbei ein entscheidender Punkt. Im Projekt Artemys forscht Rehm Thermal Solutions an vollkeramischen Varianten, die ohne Polymeranteile auskommen.

Rehm arbeitet im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes Artemys gemeinsam mit verschiedenen Forschungsinstituten und Industriepartnern, zum Beispiel BMW, BASF und Thyssen Krupp System Engineering, an der Entwicklung von Festkörperbatterien. Hierbei widmet man sich unter anderem der Erarbeitung einer Prozesstechnologie, um vollkeramische Festkörperbatterien herzustellen. Technisch betrachtet bestehen bei diesen sowohl die Kathoden als auch der Elektrolyt aus oxidischen oder sulfidischen Materialien, die von den Projektpartnern entwickelt werden.

Dies bedeutet, dass die Festkörperbatterien aus dem Projekt Artemys somit nicht nur ohne flüssige Komponenten auskommen, sondern auch ohne Polymeranteile. Rehm beschäftigt sich im Verbundprojekt mit der Erarbeitung skalierbarer Fertigungslösungen für die Trocknung und Sinterung von oxidischen Kompositkathoden und Festelektrolytseparatoren. Dennoch muss man festhalten: Durchbrüche in der Batterieforschung bedeuten oft nicht viel, wenn sie nicht skalierbar sind. Dazu gehören auch Fortschritte bei Festkörper-Batterien. Komponenten für Batterien müssen kostengünstiger und in größerem Maßstab hergestellt werden können. Leider sind viele dieser vielversprechenden Materialien entweder zu kostspielig oder zu schwierig für die Herstellung in großen Mengen zu vergrößern. Darüber hinaus sind Methoden zur Herstellung von Festelektrolyten in größerem Maßstab nicht gut etabliert.

Quelle: Elektronik Automotive – Vollkeramische Festkörperbatterien für die Elektromobilität

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4 Antworten

  1. Bereits nach Vertrieb der neuen Zellen von Tesla und BYD in 2020, kräht ab 2021 kein Hahn mehr nach Festkörperbatterien, Brennstoffzellen oder gar komplett schwachsinnigen Projekten wie Power-to-Gas, etc. Da Stromproduktion und -verteilung nur in Deutschland eine Sackgasse ist, gehört das BEV schon sehr bald weltweit zur alternativlosen individuellen Fortbewegungsart.

  2. Einfache, preiswerte anwendungsmöglichkeit für den letztverbraucher herstellen, dann läuft die e-mobilität von selber zum erfolg.

  3. Mit Batterien ist am meisten Geld zu machen, dementsprechend wird wohl zuerst die Festkörperbatterie kommen. Das ewige Leben (für alle) ist angesichts der Überbevölkerung sicher kein angestrebtes Ziel. Da der Entwicklungsaufand sehr hoch ist und der Kreis zahlungskräfiger Kunden überschaubar, hat dies geringere Priorität. Perpetuum mobile: Finanziell ein Deseaster. Kann man doch nur eimal Verkaufen. Eine Batteriefüllung braucht der Kunde regelmäßig 😉

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