Ursula Kloé: „PHEV Technik weniger das Problem, als Einstellung des Fahrers“

Gespräch mit Ursula Kloé: "Die PHEV Technik ist weniger das Problem, als die Einstellung des Fahrers"

Copyright Abbildung(en): Symbolbild | shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 616012850

Mit Ursula Kloé, Managing Partner JU-KNOW GmbH habe ich ich zuletzt über den Award Transforming Mobility für Mobilitäts- und Energiewende im Elektroauto-News.net Podcast unterhalten. In der aktuellen Folge haben wir uns dann aber ein Thema herausgesucht, welches in den vergangenen Wochen immer wieder stärker hochgekocht ist: Plug-In-Hybride und warum es gefühlt nur negative Meinungen dazu gibt. Gemeinsam haben wir versucht aufzuzeigen, warum Plug-In-Hybride doch nicht so schlecht sind, wie sie in den Medien dargestellt werden.

Äußerst positiv hat sich in unserem Gespräch die Tatsache bemerkbar gemacht, dass Ursula Plug-In-Hybride nicht nur aus der Theorie kennt, sondern selbst einen fährt. Sie setzt sich somit quasi direkt mit den Vorurteilsbelasteten Fahrzeugen auseinander. Deutlich war beispielsweise ihre Aussage, dass man sich den MINI Teilzeitstromer als E-Auto angeschafft habe. Sprich, es war von vorneherein klar, dass man so viel wie möglich elektrisch fahren möchte. Jedoch auch den Verbrenner als Sicherheit im Rücken wissen möchte, sollte die rein elektrische Reichweite doch Mal nicht ausreichen.

Im Alltag habe sich dann aber schnell gezeigt, dass man den größten Teil der üblichen Strecken voll elektrisch zurücklegen könne. Hierfür gibt Ursula einige Tipps wie: Vorausschauendes Fahren, Nutzen der Rekuperation sowie jeden längeren Parkvorgang (> 15 Min.) zum Laden zu nutzen. Denn selbst die paar Prozent mehr im Akku können den Unterschied machen. Wer nun der Meinung ist, dass Plug-In-Hybrid weiterhin Schlechtes aus zwei Welten seien, dem sei gesagt, dass genügend Erfahrung bei Ursula mit dem Teilzeitstromer vorhanden ist. Denn dieser hat mittlerweile 25.000 km auf dem Tacho; davon wurden gut 20.000 km oder einfach ausgedrückt 80 Prozent rein elektrisch zurückgelegt. Eine Ansage.

Aber hör doch am besten selbst in den Podcast und erfahre unter anderem wie kleine Wettbewerbe im Firmenumfeld dazu führen können, dass man mehr elektrisch mit einem Plug-In-Hybriden fährt. Denn wie meine Gesprächspartnerin auch erwähnt, ist weniger die Technik das Problem, sondern die Einstellung des Fahrers.

Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein. Wie immer gilt: Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Ähnliche Argumentation wie:
nicht die Waffe an sich ist schlecht sondern sie wird erst durch den Nutzer schlecht.
Wer Plugin-Hybride baut, verbessert seinen Flotten-CO2-Wert unabhängig von der Nutzung.

Das Fahrzeug bleibt schwerer und hat 2 zu wartende Technologien!
Warum nicht gleich ein BEV mit ausreichender Reichweite??

Zum einen gibt es keine großen /hohen BEV außer Kastenwagen. Was ist besser? Ein 2 Tonnen BEV oder ein 2 Tonnen Plugin? Meine Meinung: wenn die tägliche Reichweite eines Plugin reicht, warum dann die zu großen umweltschädlichen Akkus im BEV kaufen?

Gegenfrage: Wenn es elektrisch reicht, warum dann einen großen Verbrenner mitschleppen?

Weil ich auch ab und zu mal etwas länger fahren muss. Der verbrenner wiegt such nicht mehr wie größere Akkus.

Hybride sind manchmal die einzige Option, wenn man ökologisch sein möchte. Bitte mach mir Mal einen Vorschlag für ein vollelektrischen Familienkombi für das folgende Fahrprofil: 1 bis 2 Mal im Jahr Urlaubsreise nach Belarus (1500 km in 2 Etappen a 750 km. Ladepunkte in Polen und Belarus sind nicht üppig.), 10 km Pendelstrecke zur Arbeit und halt die üblichen Einkaufs-, Ausflugs- und Familienfahrten unter der Woche oder am WE
Ich habe jetzt den Outlander geholt und bin damit ohne Steckdose in der TG im Winter bei 85% elektrisch. Abholung vom Händler aus 100 km Entfernung hat da am meisten „versaut“.
Sobald der Vermieter meine Steckdose genehmigt, werde ich mir viele Besuche bei der Schnellladestation sparen können.

Wenn es keine PHEV gäbe, hätte ich mir wieder einen Verbrenner holen müssen mit den entsprechend schlimmeren Auswirkungen auf die Umwelt.

Ich finde das PHEV gebashe echt nervig. Sie sind als Zwischenlösung notwendig.

So sehe ich das auch. Es gibt einfach Anforderung für die es noch keine vollelektrische Alternative gibt. Mein Vater hat auch einen Outlander und der Grund für die Anschaffung war damals die Anhängerkupplung. Zu diesem Zeitpunkt gab es vollelektrisch nur das Model X mit ausreichender Zuglast und das hat damals über 100.000 Euro Basispreis gehabt.
Mein Vater fährt im Alltag auch meistens Kurzstrecken und kommt nach 25.000 km auf einen EV Anteil von ca. 90% und 1 Liter pro 100 km.
In Belarus und Polen ist aktuell einiges im Aufbau. Die Ladeinfrastruktur wird immer besser. Belorusneft hat in den letzten zwei Jahren fast jede Tankstelle mit Schnellladern ausgerüstet und in Polen möchte Ionity den Ausbau vorantreiben.
Wenn es nun noch etwas mehr Fahrzeugauswahl mit AHK gibt, dann hat der PHEV als Brückentechnologie ausgedient und wir fahren alle elektrisch. Bis dahin sollten wir den PHEV nicht verteufeln, sondern als ersten Schritt in die richtige Richtung sehen.

Last edited 10 Monate zuvor by Felix Klüsener

HAbe als VAter einer 5köpfigen Familie den Diesel-Zafira gegen ein 4 Jahre altes Model S eingetauscht. Seitdem mit dem Auto 27tkm zurückgelegt (Tacho steht nun bei 153tkm) Das Risiko hat sich ausgezahlt und Reise nach NEapel war kein Problem. Nächsten Sommer steht ein Familienausflug ans Nordkapp an und eine Rückreise nach ÖSterreich über die ehemaligen OStblockländer. Ich freue mich schon und suche noch ein Hotel im Norden Finnlands, da hier noch keine Supercharger eröffnet sind.

Für Sie gibt es eine Lösung: Ein BEV kaufen und jeden Tag fahren und für die langen Urlaubstouren eine Verbrenner bei Sixt und Co. mieten? Geht nicht? Zu teuer? Wir machen das seit Jahren schon und mit € 400 Miete (geht auch günstiger) für zwei Wochen ist das billiger als der Wertverlust für Ihren Outlander über die KM-Strecke. Und bevor wenn und aber und geht nicht und will ich nicht kommt, einfach mal ausprobieren. Tut nicht weh uns erspart Stress.

Dann kämen bei mir noch die umbaukosten dazu und der Rückbau bei Fahrzeugabgabe plus Wertverlust. Also ca. 8-10t€. Ein schnappo für 2 Wochen!

Der Vergleich mit Waffen ist unpassend, falsch und perfide. Waffen werden ausschließlich gebaut und gekauft, um Gewalt ausüben zu können. Man kann Waffen nicht gewaltfrei verwenden.

Einen PHEV kann man sehrwohl positiv einsetzen. Ich fahre meinen zu mehr als 90% rein elektrisch, lade nur zuhause, zu ca. 40% aus der eigenen PV-Anlage, Rest ist Ökostrom. Wie ist Ihre CO2-Bilanz?

Aber ich brauche eben auch großes Ladevolumen, ab und zu einen Anhänger und manchmal eine Langstrecken-Reichweite. Und ab und zu bin ich auch gerne schneller unterwegs. Einen auch nur halbwegs bezahlbaren BEV mit diesen Eigenschaften gibt es derzeit nicht.

Übrigens: Das Argument „Gewicht“ ist natürlich Blödsinn, insbesondere, da Sie ja selbst den superschweren großen Akkus für „ein BEV mit ausreichender Reichweite“ das Wort reden.

Die PHEV Technik und alle andere Hybride Techniken sind genau selber das Problem. Kompliziert, teuer und eben noch immer Verbrenner. Die werden nur produziert um die Verbrennermotoren noch verkaufen zu können. Die Kunden werden einfach belogen und betrogen. Alles Marketingbetrug.

Ich fahre seit 2,5 Jahren einen PHEV und tanke so alle 4500km 30l. Circa 40% des Stromes kommt aus der eigenen PV-Anlage, der Rest ist Ökostrom.
Seit wann fahren Sie denn Ihren PHEV? Oder schimpfen Sie nur auf eine Technik, von der Sie keine Ahnung haben?

Ich fahre seit fast einem Jahr BEV und nur BEV.

Jeder wie er möchte. Für mich ist das noch nichts

Haben Sie für Ihren BEV auch nur 29990€ bezahlt? Nicht jeder kann und will sich eine BEV leisten.

2 Tonnen beschleunigen und verzögern, das kann (verglichen mit einem BEV) durch unterdimensionirtem E-Motor und Fuzzelbatterie weder im Elekrtomodus noch im Verbrennermodus (da beweget man 400kg Elektrobalast) wirtschaftlich sein. Ein paar Wenige laden bei jeder Gelegenheit eine kleine Stromdosis, verzichten, wo es geht, im E-Modus auf angemessene Leistung und erreichen im bestmöglichen Mix dennoch kaum besserer Gesamteffizienz als ein reiner Diesel. Garantiert über 90% fahren „deutsch“, benutzen den E-Antrieb als reinen booster und haben ihr Ladekabel noch nie ausgepackt – Umweltbelastung hoch drei und gefördert – längst keine Übergangslösung. Wer sich einmal im Jahr mit der kurzen Fahrzeit zum Urlaubsort brüsten muss, sich und seiner Familie dafütr 800 km weit Pinkelverbot auferlegen kann, für den ist 2020 ein BEV noch nichts. Ende 2022 gibts übrigens die ersten BEVs mit WLTP-Reichweiten über 1000 km – hergestellt in Deutschland, aber natürlich nich von einer deutschen Firma. Die Krückentechnologie war gestern !

Kasch , HOFFENTLICH hast du eine bessere Gesamteffizienz als ein Dieselmotor, und brauchst dann keine Krücken wenn der Akku für 1000 KM nie 400 Kg wiegen kann.Kaufe doch besser was es heute gibt.

Natürlich liegen Sie mit Allem 100% richtig.

Ergänzend: Die sich über Jahrzehnte angeeigneten Gewohnheiten gepaart mit der unschlagbaren menschlichen Trägheit sind selbst für so interessante Technologien wie die Elektromobilität es ist, schwierig zu akzeptieren.
Wenn es dem Menschen mit einem Plug-In so furchtbar einfach gemacht wird seine eigene Trägheit nicht überwinden zu müssen und er weiterhin das machen kann, was er schon 30 Jahre lange täglich gemacht hat, dann muss das von Anfang an scheitern.

Klar, Ausnahmen gibt es immer, und diejenigen möchte ich an dieser Stelle ausnahmslos loben.

Last edited 10 Monate zuvor by Markus Doessegger

So einfach ist es nicht, sie müssen sich schon umgewöhnen. Wenn Sie den Reifendruck prüfen wollen, müssen Sie extra zur Tankstelle fahren. Die üblichen Tankfahrten gibt es ja nicht mehr. Und sie müssen sich angewöhnen, bei jedem Abstellen des Autos in der Garage das Ladekabel anzustecken.
Zur Belohnung tanke ich nur 30l alle 4500km, fahre zu 40% mit dem Strom aus der eigenen PV-Anlage und der Rest ist Ökostrom.
Und sorry: Mir ist es sch… egal, wie der PHEV von Leuten ohne Ahnung schlechtgeredet wird. Ich weiß, was ich an ihm habe.

Soso, zwei Tonnen. Woher haben Sie denn die Zahl? Mein PHEV wiegt 1735kg, 105kg mehr als das entsprechende Verbrennermodell (siehe https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/marken-modelle/mini/countryman/f60/263878/). Er bewegt auch keine 400kg-Batterie. Und verzögert wird mit Rekuperation. Er hat auch keinen unterdimensionierten E-Motor, ganz im Gegenteil: Selbst ohne Verbrenner geht er wie der Teufel.
Ich brauche so alle 4500km 30l Sprit. 40% des Stromes sind aus der eigenen PV-Anlage, der Rest ist Ökostrom.

Wenn Sie so ein Problem mit dem Elektroballast haben, warum wollen sie dann den Leuten einen BEV mit großer Reichweite einreden? Schwerer geht ja wohl nicht mehr.

Ach ja, das Märchen von den Akkus mit 1000 oder 2000km Reichweite habe ich auch gelesen. 2000km Nachladen in 20 Minuten. Klingt geil, oder? Aber vielleicht sollte man mal nachrechnen: Selbst wenn ein BEV nur 15kWh/100km (Realbetrieb) benötigt, muss das Akku für 2000km Reichweite 300kWh Kapazität haben (da brauchen Sie wahrscheinlich einen LKW-Führerschein). Soll das (bei einem rein theoretisch gleichbleibend hohen Ladestrom) in 20 Minuten geladen werden, müssen sie mit 900kW laden. Oder anders gesagt: Bei 1000V Ladespannung mit 900A Strom. Da muss der Betreiber selbst mit nur einem einzigen Ladepunkt an das Mittelspannungsnetz. Und für das irrsinnig schwere Ladekabel brauchen Sie einen Handling-Roboter. Also: Träumen Sie weiter.
Ach so: So ein Akku gibt es noch nicht. Das Einzige, was es gibt, ist eine Technik zur ultradünnen Beschichtung von Anode und Kathode. Der ganze Rest ist bisher reine Spekulation. Ob da jemals ein verkaufbares Akku draus wird, weiß kein Mensch.

Für mich klingt Ihr ganzer Kommentar nach Nachplappern ohne eigene Erfahrung.

Hatte bei meinen Nachbarn gesehen, daß er seinen PlugInHybrid warmlaufen hat lassen. Sehr umweltfreundlich 🙁
Gibt’s da keinen Elektrozuheizer?

Ohne Wärmepumpe, unplugged ? Da ist seine Fuzzelbatterie lehr, bevor er losfährt . Und wenn er den kalten Motor nach der Stadtgrenze kalt hochjubeln würde, pustet er fünf Minuten lang Dreck in die Atmospäre, die den zulässigen Grenzwert um Faktor 100 überschreitet. Turbo und Kat würden dies mit frühzeitigem Ableben danken. Dein Nachbar scheint technisches Verständnis zu haben und ahnt welche Reparaturkosten noch auf ihn zukommen können.

Dein Nachbar scheint technisches Verständnis zu haben? Sie anscheinend nicht.
Das Warmfahren eines Verbrenners ist bei mittlerem Leistungsniveau sehr viel effizienter und sehr viel sauberer als im Stadtverkehr.
Und eine Batterie wird übrigens nicht lehr, sondern leer.

Ob die eine Elektroheizung haben ist stark Modell abhängig. Einige haben eine andere nicht, wenn der aber nicht gerade am Strom hängt zerstört dies natürlich gut Reichweite bei den PlugIns und auch wenn ich es nicht gut heißen möchte so gibt es zumindest den Unterschied zum reinen Verbrenner zum Thema warmlaufen, der Verbrenner benutzt die Energie überhaupt nicht der Hybrid lädt den Akku und wird dann den Verbrenner irgendwann ausschalten, wenn der Akku voll genug und der Wagen warm ist. Teilweise fahren PlugIns komplett elektrisch (wenn der Akku voll ist) und der Verbrenner wird nur zum heizen des Autos benutzt (und die erzeugte Energie wandert in den Akku)
Wobei es bei PlugIns auch teilweise die klassische Benzin Standheizung gibt und es haben sogar schon Leute reine E-Autos mit einer Bioethanol Heizung nachgerüstet

Einen PHEV vorheizen macht man nur, wenn er am Ladekabel hängt. Dann wird auch der Akku nicht geleert. Ein Klick in einer App reicht übrigens. Oder sie stellen einmalig einen Timer, wenn ihre täglichen Abfahrtszeiten konstant sind.

Du gibst einmal Gas in der Stadt und dann kommt hinten aus dem kalten Verbrenner-Motor nur kaum gefiltertes Abgas aus dem Auspuff. Sieht man bei kalten Temperaturen heute täglich aus den Hybriden-Auspuffs herauskommen. Glücklicherweise sind die Hybriden hinten schön angeschrieben.

Mehr als 100 Km wird wohl kaum einer in der Stadt herumfahren. Du kannst selber ausrechnen wie viel einer mit PHEV und 35 er Akku schon bis zur Ankunft einer Stadt ausserorts fahren kann. Der kommt schon mit warmem Motor obwohl er ihn in der Stadt gar nicht braucht. PhEV s haben einen E Modus wo der Verbrenner in der Stadt nicht anspringt. Wärmepunpen sind schon Stand der Technik und selbst TESLA hat jetzt eine im Modell Y.

Stmmt, Tesla hat erst seit kurzem Wärmepumpen (jetzt auch im M3). Warum ? Weil sich das bei einem BEV eigentlich nicht rechnet. Ich hab mir bei meinem Kona elektro 64 die 2.500,- Euro gespart. Mõchtest du ein paar hunder kg Stahl und Alu über den Kühlkreislauf vorwärmen, bräuchtst du natürlich beträchtlich Energie. Warum nicht auch noch eine WP im PHEV – der Mechaniker soll so richtig ins rotieren kommen.

Nur um etwas Gefühl zur Thematik zu vermitteln: Benzin und Diesel haben einen riesigen Energieinhalt. 20% davon wird zum fahren benutzt, mit dem Rest die Atmosphäre aufgeheizt – Sommer, wie Winter. Die verbrauchte Energie, alleine um Betriebstemperatur eines Verbrenners im Winter zu erreichen, ist für ein BEV genug um, selbst ohne Wärmepumpe bei 0° Aussentemperatur die Fahrgastzelle auf 25°, die große HV-Batterie auf ausreichende 6° aufzuheizen und das Fz mindestens 10 km weit, zügig zu bewegen. Der gesamte Energiekonsum ist dabei grob mit dem Maß der Umweltverschmutzung gleichzusetzen, sofern der Strom für das BEV nicht aus erneuerbaren Quellen stammt. Wer vielleicht jetzt doch zum denken angeregt wurde, wird recht schnell die wirtschaftlich und umwelttechnische Unsinnigkeit eines Hybriden erkennen (Mindestmaß an technischem Verständnis vorausgesetzt). Dass sich insbesondere ein Deutscher einen Dreck um Umwelt schert, ist halt so und wird sich für die große Mehrzahl der Bürger auch nicht ändern (spielt inzwischen aber auch keine Rolle mehr – alle Messen sind gelesen). Dabei müsste man eigentlich auf nichts verzichten – ein BEV zu fahren, ist einfach nur geil !

Nur gibt es keine gr. Because die erschwinglich sind . Wozu muss ein bev einen 80 kw Akku haben, wenn ich meistens mit 50 km am Tag auskomme? Die akkuherstellung ist Umweltpolitisch umstritten, deshalb so klein wie möglich. Um dann auch mal auf langen Strecken mobil zu sein ist ein phev um einiges umweltschonender!! Nur meine Meinung

Klingt doch ganz logisch, oder? Warum muss ich dann mit meinem PHEV nur alle 4500km 30l Benzin nachtanken?
Ihre Logik zur Umweltverschmutzung ist übrigens auch falsch. Mit einem reinen Verbrenner MUSS ich CO2 produzieren, der Strom von meinem PHEV kommt zu 40% aus der EIGENEN PV-Anlage, der Rest ist Ökostrom.
Also weiterhin viel Spaß beim Theoretisieren.

„Die PHEV Technik ist weniger das Problem, als die Einstellung des Fahrers“?
Glaube nicht, dass das das Hauptproblem ist.
Vielmehr sollte es heissen: „Die PHEV Technik ist weniger das Problem, als die politischen Rahmenbedingungen dafür“
Diese sorgen bekanntermassen nämlich dafür, dass PHEV vor allem für Dienstwagenfahrer hochinteressant sind. Und diese Klientel bezahlt keinen Sprit, weil diese Kosten Ihr Arbeitgeber trägt. Gleichzeitig müssten sie aber den Strom, den Sie Nachts aus der Steckdose in der heimischen Garage zapfen, aus der eigenen Tasche zahlen. Das passt nicht zusammen, daran krankt das System.

Ihre Aussagen zu den Dienstwagenfahrern stimmt. Aber PHEV’s sind natürlich auch für Privatleute interessant. Vor allem, wenn sie, wie die Mehrheit, überwiegend Kurzstrecken fahren aber auch zuhause laden können. Eine einfache Schuko-Steckdose genügt.

Sehr unfair finde ich wenn der Verbrauch. bei den PHEV in der Presse immer nur auf den Verbrenner bezogen wird. Die Förderung in diesem Umgang ist völlig ungerechtfertigt. Ich denke viele PHEV werden nur gekauft wegen dieser Förderung. Nebenbei werden vermutlich sämtliche BEV-Batterien in 1-2 Jahren von allen Herstellern CO2 kompensiert hergestellt. VW kündigt dies bereits seit 2 Jahren an.
Zum Thema PHEV:
http://www.t-online.de/auto/elektromobilitaet/id-88996484/plug-in-hybrid-so-schmutzig-ist-der-antrieb.html

Es geht ja nicht nur um CO2, es geht vor allem um die Gewinnung der Rohstoffe

Natürlich ist die Gewinnung aller Rohstoffe umstrittenen, aber Rohöl in Kraftstoff um zu wandeln und dann zu verbrennen ist nicht mehr zu recyceln, Akkus hingegen lassen sich recyceln.
Der E-Techniker (Elektrolurch)

Würde mich nie einen Hybride kaufen. Die sind nur Mogelpackung man fördert damit weiterhin die Ölindustrie und auch die Mechaniker. BEV ist genau das was man sich wünscht. Nämmlich eine Unabhängigkeit.

Oh, fahren die ohne Strom? Bezgl Unabhängigkeit
Zudem gibt es kein einziges bezahlbares e Auto das hoch genug für mich ist.

Leider gab es einen Linkfehler bei meinem früheren posting und Umgang sollte Umfang heissen.

https://www.t-online.de/auto/elektromobilitaet/id_88996484/plug-in-hybrid-so-schmutzig-ist-der-antrieb.html

Die Frau, die zu Gast ist, bestreitet nicht, dass Plugin Hybrids allenfalls eine Brückentechnologie zur Elektromobilität ist, Elektroantriebe besser sind. Das Problem ist wohl die Technologie, weil es eben von der Einstellung des Fahrers abhängt, ob es überhaupt elektrisch gefahren wird. Ein weiteres Problem ist die geringe Akkukapazität. Das Auto kann nur elektrisch betrieben werden, wenn es ständig geladen wird. Dadurch werden Hybrids auch zu Ladesäulenblockierer an öffentlichen Ladesäulen für vollelektrische Fahrzeuge, die dort nicht laden können. Sie sind also eher ein Hemmschuh für die E-Mobilität. Wichtiger wäre es, die E-Autos so weiter zu entwickeln, dass sie schneller geladen werden können und größere Reichweiten abdecken. Die Ladeinfrastruktur muss überall vorhanden sein. Dann braucht niemand mehr einen Plugin Hybrid.

Ein Plugin Fahrer wird wohl eher selten eine teure Stromkarte nutzen. Ich werde mir soetwas sicher niemals zulegen. Solange e Autos flach sein müssen, ist das auch kein Kaufanreiz

Ja, das befürchte ich auch, dass Frau Kloé eher zur Minderheit der Plugin Besitzer gehört, die möglichst elektrisch fahren. Wobei elektrisch fahren immer günstiger als mit dem Verbrenner fahren ist, selbst bei den derzeit günstigen Tankstellenpreisen. Oft kann man beim Arbeitgeber oder unterwegs sogar kostenlos laden. Es ist bloß bequemer, den Wagen voll zu tanken, als jedes Mal das Kabel rauszukramen und anzustöpseln. Wenn man eh den Tank voll hat. BTW. Auch als Fahrer eines vollelektrischen Fahrzeugs nutze ich immer die günstigste, nicht die teuerste Stromkarte, das ist natürlich logisch,

Es kommt auf den Nutzer und die Nutzung an!

Ich fahre mit unseren Plugin im Sommer täglich mit einem Kastenanhänger. Dennoch komme ich mit dem 40 Liter Tank über 1200 Km! Das sind 2,2 Liter. Es sind nur kurze Strecken ~ 30 Km, aber es funktioniert.

Unsere Winzer fahren täglich mit Ihren PKWs wenige 100m vom Wohnhaus zum Lager oder in die Weinlagen. Wie sieht es hier aus, wenn die Motoren immer im kalten Zustand gefahren werden?

Mich würde der Vergleich der Schadstoffe eines Plugin zu „normalen“ PKWs im Bereich 0-10 km interessieren!

LG von der Mosel

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