Firmenwagen sind das Schlüsselelement für den Erfolg von Elektroautos

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Im Durchschnitt sind mehr als 60% aller in Deutschland verkauften neuen Personenkraftwagen Firmenwagen. Das ist eine erstaunlich hohe Zahl, aber noch beeindruckender ist, dass jeder 12. Mitarbeiter in Deutschland einen solchen fährt. In einem Unternehmen mit 20.000 Mitarbeitern sind es im Durchschnitt 15,5%, im Einzelhandel hat sogar jeder 4. Mitarbeiter einen Firmenwagen und in der Automobilindustrie ist es jeder 11.

Diese unglaublich hohe Zahl an Firmenfahrzeugen ist kein Zufall und strukturell gewünscht und ich vermute, es ist eine der höchsten Firmenwagenquoten der Welt aber es ist eine Quote, bei der Elektroautos fast keine Rolle spielen.

Politik muss Fokus auf Elektro-Firmenwagen setzen, um etwas massiv zu verändern

Die Zulassungen von Elektrofahrzeugen steigen in Deutschland deutlich an aber hierbei sind es eher die privaten und weniger die Firmenfahrzeuge die dominieren. Wenn eine hohe Zahl an emissionsfreien Elektrofahrzeugen politisch gewünscht ist und ich schließe bei dieser Betrachtung Hybride aus dann müssen diese den Weg in das Segment der Firmenfahrzeuge finden.

5% aller Mitarbeiter mit einem Gehalt von €30.000 – €40.000 nennen ein Firmenfahrzeug ihr Eigen und 63% der Glücklichen, die es als Führungskraft zu einem Jahreseinkommen von €150.000 bis €200.000 gebracht haben. Es ist ein Anreiz, der den Ruf und den Status hebt, und für Hochschulabsolventen fast schon ein üblicher Teil eines ersten Vertrags. Menschen, die in ihrem Beruf erfolgreich sind, fahren einen Firmenwagen und dadurch ist es fast schon eine Werbemaßnahme welche Marke diese wählen.

Wenn man irgendwo in Deutschland, insbesondere in den Städten, auf einer normalen Straße geht sieht man überall die neuen hochwertigen deutschen Autos der oberen Mittel- und Oberklasse und hat schnell den Eindruck, alle Deutschen sind reich, aber das stimmt nicht, denn die meisten Autos gehören Firmen und nicht dem Fahrer. Als Deutsche in Deutschland fällt uns fast nicht mehr auf das in unserem Land mit Autos geradezu geprotzt wird. All das ist gewollt und folgt einer gewissen Logik.

Der Großteil des Geldes, das die Deutschen verdienen, geht auf verschiedenen Wegen an die Staatskasse mit dem Versprechen, uns eine anständige Rente zu zahlen, eine gute Gesundheitsversorgung zu garantieren und die Bürger mit einer zuverlässigen Arbeitslosenversicherung vor Arbeitsverlust zu schützen. Das Deutschland die Corona-Krise bisher sehr gut gemeistert hat, was weltweit für viel positive Aufmerksamkeit sorgte, hat auch mit dem Gesundheitssystem und mit seiner Finanzierung zu tun.

All das schafft eine gewisse soziale Stabilität, von der die Bürgerinnen und Bürger profitieren. Meiner Meinung nach ist die im internationalen Vergleich enorm hohe Staatsquote in Deutschland einer der Gründe dafür, dass die deutsche Bevölkerung nicht in zwei Gruppen gespalten ist wie wir es in vielen anderen Ländern wie zum Beispiel den USA und Großbritannien um nur zwei Beispiele zu nennen, beobachten können. Die hohen Steuern, die wir alle unser ganzes Leben lang gezahlt haben, betrachte ich daher immer auch als eine Zahlung zur Gewährleistung von Stabilität, Sicherheit und Frieden.

„Ein nicht unerheblicher Teil unser Steuern fließt aber leider nach wie vor in die Subventionierung von Benzin und Diesel und den Fahrzeugen die diese verbrauchen was die sozialökonomische Frage aufwirft ob es politische Stabilität, Sicherheit und Frieden bringt einen deutschen Verbrenner zu fahren. Kann dasselbe nicht viel besser mit einem emissionsfreien Fahrzeug erzeugt werden?“

Subventionen für Verbrenner und Diesel hindern E-Autos am Wachstum

Während viele die aktuelle Elektroautoprämie als unfaire oder unsinnige Subventionierung einer neuen Technologie bezeichnen vergessen Sie leicht die ungleich höheren Subventionen die seit Jahrzehnten in fossile Brennstoffe und Verbrenner fließen. Hätte die Bundesregierung diese einfach abgeschafft wäre ein fairer Wettbewerb der beiden Technologien entstanden. Die Maßnahme hätte offen gelegt, dass einen Verbrenner zu fahren im Vergleich zu einem Elektroauto vollkommen unwirtschaftlich ist aber gleichzeitig hätte es auch der Autoindustrie ihre wirtschaftlichen Grundlage entzogen. Die deutsche Autoindustrie ist, wenn man die Subventionen streicht, faktisch strukturell unprofitabel. Das ist eine unschöne Wahrheit aber unter Experten und Politikern unumstritten.

Ein Teil dieser Subventionen wird durch den Klimawandel fördernde Firmenfahrzeuge an die Bevölkerung weitergereicht und wer Subventionen erhält der beschwert sich nicht über diese. Wie hat Berthold Brecht so schön gesagt, „Erst kommt das Fressen dann kommt die Moral“.

Mit etwa 42 Mio. Beschäftigten in Deutschland haben 12% dieser einen Firmenwagen und zahlen monatlich 1% des Neuwagenpreises in Form ihrer persönlichen Steuerhöhe. Wenn es sich um einen Verbrenner handelt, beträgt er 1% und für ein reines Elektroauto sind es nur 0,25%. Das sind bei einem Verbrenner je nach Fahrzeug ein paar hundert Euro zusätzliche Steuern pro Monat. Wenn Sie diese Zahl um 75% senken können, ist das eine beträchtliche zusätzliche Kostensenkung für den Bürger aber im Gesamtkontext ein Tropfen auf den heißen Stein.

Nun sollte man glauben das niedrigere Steuern auf Firmenwagen, niedrigere Betriebskosten pro Kilometer und auch fast nicht vorhandenen Instandhaltungskosten dazu führen das in Deutschland viele Elektrofahrzeuge Firmenfahrzeuge sind, aber das ist nicht der Fall denn die meisten Firmen haben überhaupt keine vollelektrischen Fahrzeuge im Angebot. Noch interessanter ist, dass die meisten Firmen ihren Mitarbeitern nur Fahrzeuge von deutschen Herstellern mit Verbrennungsmotor anbieten.

Elektro-Firmenwagen oder nicht – eine Frage der Unternehmenskultur

Viele Mitarbeiter, die gerne ihren BMW, Mercedes oder Audi gegen ein gutes Elektroauto tauschen würden, können dies nicht, weil kein einziges dieser gelistet ist. Da Sie Ihren Firmenwagen auch privat nutzen dürfen, fahren viele damit in den Urlaub und ersparen sich dadurch ein zweites Fahrzeug. Benzin wird oft durch den Arbeitgeber gefördert oder ist sogar kostenlos, was eine weitere Motivation ist, Ihr emittierendes Auto für lange Urlaubsreisen zu nutzen und dadurch das Klima zusätzlich schädigen.

Wenn Sie sich für einen Firmenwagen qualifizieren, können Sie heute hauptsächlich zwischen Audi, BMW, Mercedes und Fahrzeugen der Volkswagen Gruppe wählen, und diese Unternehmen haben nicht wirklich viele Elektroautos anzubieten. Fragen sie die Flottenmanager warum sie gegen die Einlistung von Elektroautos sind dann erhalten sie als Antwort, dass die Kosten zu hoch sind und der Service nicht ausreichend verfügbar ist. Das ist faktisch falsch und wer die Gesamtkosten vergleicht erkennt dies sofort. Servicestellen machen nur dann einen Sinn, wenn ein Service auch benötigt wird und dieser ist bei einem Elektroauto extrem gering und bei einem Tesla sogar ausgesprochen selten. Es gibt einen Grund dafür warum Tesla nach 10 Jahren die Serviceintervalle komplett abgeschafft hat und der ist, weil sie schlicht nicht nötig sind.

Verbrenner/ Diesel: „Win-Win-Win-Situation“ für Politik, deutsche Autohersteller und Arbeitnehmer

Ein Flottenmanager der sein ganzes Leben lang nur mit Verbrenner gearbeitet hat kann sich das vermutlich nicht vorstellen, weil es seiner Erfahrung aus der Welt der Verbrenner widerspricht. Einer Erfahrung aus einer ganz anderen Technologie. Hinzu kommt das deutsche Automobilfirmen hohe Rabatte für Firmenwagen gewähren und das stützt die Nachfrage und erhöht die dringend benötigte Auslastung der Produktion was wiederum extrem wichtig ist um einen Gewinn pro Fahrzeug zu machen. Tesla dagegen das Fahrzeuge mit der längsten Reichweite und bester Sicherheitstechnologie anbietet gibt niemandem einen Rabatt.

„Die aktuelle Struktur fördert eine Win-Win-Win-Situation zwischen der Politik, der hiesigen Automobilindustrie und den Arbeitnehmern.“

  • Die Politik freut sich, weil die deutsche Autoindustrie einen Großteil der Aufträge für Firmenwagen erhält und damit Arbeitsplätze für Steuerzahler schafft. Wenn Politiker viele Arbeitsplätze schaffen und sichern, werden sie wiedergewählt.
  • Die Automobilindustrie freut sich, weil die Anreize den Absatz unterstützen, was die Auslastung der Kapazitäten und damit Umsatz und Gewinn fördert. Fast noch wichtiger ist aber, dass sich die Menschen sehr früh nach dem Studium an ihre Marke gewöhnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter die einen deutschen Firmenwagen fuhren dieselbe Marke später als ersten Privatwagen wählen ist hoch.
  • Der Mitarbeiter freut sich, weil er für vergleichsweise wenig Geld ein Fahrzeug erhält, das über seinem eigentlichen Gehaltsniveau liegt. Der gestiegene Status und das Ansehen in der Familie, bei Freunden und Nachbarn über die teure deutsche Marke ist ein emotionaler Gewinn. Emotionen diktieren unser Verhalten viel stärker als die meisten glauben.

Alle freuen sie sich also und fördern dabei den Klimawandel anstatt ihn zu bekämpfen.

Dies sind drei Gründe, warum es eine Win-Win-Win-Situation für alle Parteien ist und seit Jahrzehnten sehr gut funktioniert. Andere profitieren ebenfalls, wie zum Beispiel die Versicherungsbranche, Flottenmanager oder Servicezentren.

Wenn Sie sich gefragt haben, warum die Verkaufszahlen des aktuell besten Elektroautos im Markt, Tesla in Deutschland immer noch niedrig sind, dann ist die Firmenwagenstruktur ein wesentlicher Grund dafür. Viele Deutsche würden sich freuen, ein Model S oder Model 3 als Firmenwagen zu haben, und diese Gruppe wird noch deutlich wachsen, sobald das deutsche Model Y verfügbar ist aber es wird Ihnen keine Wahl gelassen. Wenn Unternehmen und Fuhrparkmanager die Aufnahme von Tesla in die Liste der Firmenfahrzeuge blockieren die mehr als 60% aller Neufahrzeuge ausmachen sollten wir uns nicht über einen immer noch unterdurchschnittlichen Tesla-Absatz in Deutschland wundern.

Das bisher friedliche Zusammenleben von Politikern, Autoindustrie und Arbeitnehmern wurde in letzter Zeit jedoch, durch die zunehmenden Rufe von Politikern und Wählern gestört, attraktive Elektroautos anzubieten. Die Autoindustrie schwieg und lieferte nicht, sondern drängte stattdessen Hybride in den Markt die wie Studien zeigen durch hauptsächliche Nutzung des Verbrenner-motors bedingt durch hohen Ressourcenaufwand und Gewicht sogar mehr CO2 ausstoßen als reine Benziner oder Diesel. Hybride sind nur eine andere Form von emittierenden Verbrennern bei denen aktuell sogar eine Abschalteinrichtung bei Mercedes-Benz entdeckt wurde um deren hohe NOx und COx Werte zu kaschieren. Hybride verschmutzen uns wie Verbrenner und unterstützen die Autoindustrie und die Öl- und Gasindustrie dabei sich gerade nicht zu verändern.

Audi e-tron, VW ID.3 und Tesla Model 3 sowie Tesla Model Y können Veränderung herbeiführen

Es besteht jedoch die Hoffnung, dass die beeindruckend niedrigen Gesamtbetriebskosten eines Elektroautos dazu beitragen werden, mehr Unternehmen davon zu überzeugen, sich für diese zu öffnen, und mit dem Audi e-tron, sowie dem VW ID.3, einem ersten deutschen Elektroauto mit dem Potenzial, ein Massenfahrzeug zu werden, steigen die Chancen, dass endlich ein Umdenken stattfindet.

Die Deutsche Telekom, als großer Arbeitgeber in Deutschland, hat vor kurzem angekündigt, Tesla in ihre Firmenwagenliste aufzunehmen, was zeigt, dass die ersten Grosskonzerne anerkennen, dass neue Talente attraktive Fahrzeuge wollen die kein deutsches Produkt sind. Das neue deutsche Statussymbol, das neue cool ist auch wenn es weh tut nicht mehr ein Audi, BMW, Porsche oder Mercedes, sondern ein Tesla.

Als Deutscher muss ich mit Bedauern feststellen, dass fast alle großen Unternehmen in Deutschland einen der attraktivsten Hersteller in Bezug auf Gesamtbetriebskosten, Sicherheit, Kohlendioxidemissionen und Fahrspaß von ihrer Dienstwagenliste fernhalten und dadurch ihr Potential an Talenten reduzieren.

Es ist eine Schande, dass höhere Kosten und niedrigere Sicherheit akzeptiert wird wobei man den Klimawandel indirekt unterstützt, weil man glaubt man müsse die deutsche Autoindustrie schützen. Die beste heute verfügbare Option für ein Firmenfahrzeug ist wenn man die Fakten betrachtet schlicht und einfach ein Tesla und wenn sie die besten verfügbaren Talente für ihr Unternehmen anwerben wollen dann sind Sie gut beraten dies Fahrzeug auch anzubieten.

Mit der Tesla Fabrik in Brandenburg, die in der ersten Hälfte des Jahres 2021 die Produktion aufnehmen wird, und Tausenden von Deutschen, die das Model Y dort produzieren ist ein Tesla ein deutsches Produkt, hergestellt von Deutschen in Deutschland.


Dieser Artikel ist im August 2020 auf der US Webseite www.cleantechnica.com erschienen und wurde in der heutigen deutschen Version mit aktuellen Zahlen, Inhalten und Informationen angepasst.

Über den Autor

Alex Voigt unterstützt die Bewegung der Transformation in eine nachhaltige CO2 freie Welt seit 40 Jahren. Als Diplom Ingenieur ist er fasziniert von der Fähigkeit der Menschheit durch Technology eine bessere Zukunft zu erschaffen. Mit 30 Jahren Erfahrung an den Aktienmärkten ist er ein langfristig orientierter Investor in Tesla (TSLA) als auch anderer Technologieaktien.

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Wie sieht denn die optimale Regelung für privates Aufladen des Firmen E-KFZ aus?

Ich vermute man braucht dann zu Hause eine Wallbox mit eichkonformem Zähler um den Strom mit dem Arbeitgeber oder dem Finanzamt abzurechnen. Das ist auch schon wieder mehr Aufwand und Kosten weil die Wallboxen teurer sind.

Das scheint schwieriger als gedacht, denn dann tritt man gegenüber dem Arbeitgeber als Lieferant auf. Gewerbeanmeldung, Umsatzsteuerproblematik etc…..??
Einfach ein Eigenbeleg geht anscheinend nicht, so die aktuellenErfahrung eines Kollegen.

Ach du Schande…. Na das ist doch gewaltiger Mist. Also geht nur Ladekarte vom Arbeitgeber und ab an die CCS Säule…

Ich finde die (steuer-)politischen Überlegungen in diesem Artikel sehr interessant, weitsichtig und erhellend. Nicht einverstanden bin ich mit der Analyse der aktuellen Situation. Sobald wirklich gute und universell brauchbare elektrische Mittel- und Oberklasse-PKWs tatsächlich und zu vergleichbaren Preisen verfügbar sein werden, werden diese innert weniger Jahre auch den Firmenwagenmarkt durchdringen. Ich bin sicher, man wird das spätestens in 5 Jahren… Weiterlesen »

Ich kenne persönlich ein paar Hundert Tesla Besitzer und das Weltweit in Ländern wie Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland, Holand, Belgien, Österreich, Indien, der Schweiz natürlich, Ungarn, der Tschechischen Republik, Polen, Rumänien, der Ukraine, Russland, Kazakhstan, China, USA natürlich, Kanada, Andorra, England, Schottland und sogar aus Marokko und viele fahren nicht nur Tesla, sondern unterschiedliche Elektroautos aber ausnahmslos nur BEV’s vom… Weiterlesen »

Wer derart einer „großen Familie“ angehört, ist oftmals nur noch wenig objektiv in der Einschätzung der Lage jenseits des eigenen großen Kreises.
Ich wünsche BEV von Herzen alles Gute und bin selbst ein Befürworter, sehe aber auch weiterhin schwere See in der Durchsetzung in der Gesamtgesellschaft.

Warum wären Sie bei einer Stausituation beunruhigt? Bei einem vollen Teslaakku funktioniert die Heizung lange. Das Heizelement hat eine Maximalleistung von 5kW. D.h. beim 100kWh Akku könnte die theoretisch 20 Stunden ununterbrochen heizen. Aber ich glaube nicht, das die Heizung ständig mit Vollast laufen muss, um 20°C im Auto zu erzeugen. Und Sie müssen sich keine Sorgen wegen der Abgase… Weiterlesen »

Das mit dem „eingeschneit“ hatte ich mir auch mal so gedacht. Als ich mir es dann aber mal ausgerechnet habe, war ich dann beruhigt. Mein Elektro-Kona von Hyundai benötigt im Winter ca. 0,5 bis max. 1kW elektrische Dauerleistung in der Stunde (gemessen). Im Dauerbetrieb sind es eher 0,5kW/h. Damit könnte ich mit meinem 64kW Batteriepack rein theoretisch über 120 Std.… Weiterlesen »

Sie brauchen sich auch bei winterlichen Verhältnissen keine Sorgen zu machen. Sehen Sie sich dazu das YT-Video von Bjørn Nyland „Tesla Model X extreme testing at -36°C/-33°F“ an. Der Mann hat bei diesen extremen Temperaturen eine ganze Nacht im Auto verbracht.

Etwas Tesla polarisiert aber gut. Generell würde ich mir auch mehr E-Autos ales Firmenwagen. Aber vornehmlich aus dem Grund, dass wir dann in 2-3 Jahren ein gutes Angebot an Gebrauchtwagen haben. Das ist noch Knackpunkt. Letztlich würde ich nie einen neuen Verbrenner kaufen. Nach 1-2 Jahren hat der so viel Wert verloren, dass man ihn viel günstiger und in Top… Weiterlesen »

Was ich in der Firma wo ich tätig bin beobachte ist: Mercedes und BMW sind Kunden und deshalb setzt das Hirn beim Management aus und trotz besseren Angeboten von Tesla wird weiterhin der Verbrennerschrott von BMW und Mercedes bestellt und zwar nur vom schwersten und PS stärksten. Ich sehe die Kisten jeden Tag in der Garage stehen, jeder grösser, breiter,… Weiterlesen »

Vielleicht ist das mit dem Service auch regional unterschiedlich. Bei mir ist der nächste Tesla Service 100km entfernt. Das ist für mich schonmal ein KO Kriterium gegen einen Tesla. Da bin ich altmodisch und will bei Problemen einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort haben, den ich frisch machen kann (ich sage auch nicht, dass ich gerne in eine Vertragswerkstatt fahre, aber… Weiterlesen »

Sie haben da durchaus recht mit den regionalen Unterschieden bei Tesla. Das ist noch nicht überall befriedigend und da muss noch einiges geschehen. Diesbezüglich habe ich eher Glück, dass ich gerade mal 5km vom SC arbeite.

Tesla ist kein Hersteller, der in die Flottenlandschaft der großen deutschen Konzerne passt. Es ist für Dienstwagenfahrer idR ein Budget für die Monatsrate hinterlegt. Der basiert auf einem Flottenrabatt von 30-40%. Plugin-Hybride kriegen zusätzlich die Förderung eingepreist und kompensieren so ihren Mehrpreis. Bei Tesla ist es schwer, gute Raten über einen Flottendienstleister zu bekommen, weil das Restwertrisiko unkalkulierbar ist. Da… Weiterlesen »

Tesla hat es aufgrund der momentanen Auslastung (Model 3 100%) nicht nötig, seine Fahrzeuge zu verramschen, wie deutsche Hersteller. Für Teslakunden gilt der Listenpreis ohne Abschläge. Auch für Firmen beim Leasing. Deshalb finde ich die Aussage, „massive Preissenkungen sprengen die Dimensionen“ schon ein bisschen übertrieben. Bei einem Verbrenner sind beim Modellwechsel auch 25% Rabatt und mehr drin, egal was in… Weiterlesen »

Man kann wohl von zwei Seiten sehen. Eine Seite: Tesla hat es nicht nötig. Andere Seite: Tesla hat garnicht die Kapazitäten! Tesla ist mit 500.000 Autos an seinen aktuellen Produktionsgrenzen. Zum Vergleich haben VW Konzern und Toyota im letzten Jahr beide je über 9 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Davon dürfte ein erheblicher Anteil Dienstwagen sein. Das ist pro Konzern fast 18x… Weiterlesen »

Toller Beitrag leider nur wieder vom Teslaraktionär geschrieben. Gerade wenn ich beruflich mit einem Firmenwagen unterwegs bin nützt es mir nicht wenn nach 350km Schluss ist und das ist bei Tempo 150 bei so gut wie allen Fahrzeugen Fakt. Ich kann es mir als Vertriebsnitarbeiter dann nicht leisten 1h zu warten bis es wieder voll geladen ist. Ich weiß nicht… Weiterlesen »

Es ist schon richtig. Die Elektromobilität wird gerade in Deutschland wegen fehlendem Tempolimit es besonders schwer haben. Fakt ist, dass man bei 150-160km/h (in Deutschland ein mehr als gängiges Tempo) mit keinem BEV besonders weit kommt. 350km sind da wohl schon das obere Limit. Ein Stunde laden ist aber stark übertrieben. Die meisten BEVs werden auf 30min bis 80% ausgelegt.… Weiterlesen »

Das mit dem Tempolimit verstehe ich in dem Zusammenhang gar nicht. Deswegen versuche ich immer noch nachzuvollziehen wie es toll sein kann mit 100 auf der rechten Spur zu verbringen und zu behaupten Batterie Autos können schon heute 600km fahren. Klar muss ich auch bei 500km mal anhalten aber ich gehe auf Toilette und dann gehts weiter. Selbst mit tanken… Weiterlesen »

Aber auch so gut wie keine H2 Tankstellen ;-). Die >70ct/kWh sind eine Frechheit und da sind sich alle denke ich einig. Wir hoffen letztlich, dass Ionity (da gilt der Preis) da irgendwann merkt, dass ihnen 70ct/kWh auch nichts bringen, wenn keiner mehr die Säulen anfährt. Auch das ist möglich. Es gibt ja auch andere Anbieter (EnBW, Allegro, Innogy etc.).… Weiterlesen »

Es gibt in Geschenkartikelgeschäften und natürlich auch im Internet auffindbar schöne historische Blechschilder
„Fasse dich kurz!“.
Liebe ich sehr und habe sie schon verschiedentlich gut gemeint als Präsent überreicht 😉

Sie haben doch den Artikel gelesen, oder?
Es geht um die Wagen, die Gehaltsbestandteil für den normalen Innendienstmitarbeiter sind. Für die superwichtigen Mitarbeiter, die wegen ihrer Aufgaben gezwungen sind ununterbrochen 250+ auf der Autobahn zu fahren, stehen bestimmt weiterhin entsprechende Modelle in der Dienstwagenliste.

Die BEV Welt ist eine Neue Welt und nicht die antiquirte Alte Betanker ( was auch immer betankt wird ) Welt aus dem 20. Jahrhundert. Eine Welt in der scheinbar nur bestimmte Leute in Deutschland noch nicht leben wollen, der Rest der Welt aber schon. Die Neue Welt formiert sich egal, ob die Alte Welt schon will oder nicht. Millenials… Weiterlesen »

Kann ich unterschreiben. Gute Argumentation. Bsp. Als wir damals geschäftsmäßig mit der Photovoltaik begonnen haben, gab es auch 99% Gegner, die es als schädlich bzw. ungebräuchlich und unwirtschaftlich abgetan haben. Es ist und war halt in Deutschland schon immer eine Problem, Veränderungen durchzusetzen bzw. den Menschen die neuen Technologien schmackhaft zu machen. Da ist ein sehr hohes Angstpotential vor Veränderung… Weiterlesen »

Was den „Rest der Welt“ anbelangt, so sehe ich in weiten Teilen Osteuropas, Südeuropas, Südosteuropas, in Mittel- und in Südamerika, in Afrika, in großen Teilen Asiens und in weiten Teilen der USA einen schweren Stand für das rein elektrische Fahren. Arkansas und North Dakota denken diesbezüglich eben anders als Kalifornien und New York. Sie denken eher wie Chile oder Tansania.

Ich lebe selbst im Norden der U.S.A. und kann Ihnen bestaetigen, dass in ganz grossen Teilen und Regionen die Menschen nichts mit Elektroautos zu tun haben und haben wollen. Das gilt uebrigens auch fuer grosse Teile Kanadas.

Interessant finde ich immer wieder das Wasserstoff als Gegner bezeichnet wird. Wenn wir beide Technologien gleich behandeln und vorallem gleich fördern würden, würde sich automatisch für die kurz- und Mittelstrecke das bev durchsetzen und auf der Langstrecke das FCEV. Was ich damit sagen will ist das ich auf keinen Fall die Verbrenner unterstütze aber die verteufelte Alternative schon, da bei… Weiterlesen »

Nach einem Jahr Vorteile vorrechnen und argumentieren mit dem Ziel, Elektroautos in die PKW-Richtlinie aufzunehmen, habe ich letzte Woche meinen Verbrenner-Firmenwagen abgegeben. Ich habe mir privat ein Model3 bestellt, das auch ganz ohne Rabatt günstiger in der TCO ist als die ganzen deutschen Diesel, die als Firmenwagen zur Auswahl stehen. Aber mann „will“ keine Elektroautos und erst Recht keine amerikanische… Weiterlesen »

Das mit der „Marke“ ist natürlich ein wahrer Punkt. Die meisten Firmenwagen in deutschen Unternehmen sind von deutschen Herstellern: Daimler, VW-Konzern, BMW, von mir aus auch Opel. Vielleicht kann Tesla mit Werk Grünheide dann etwas punkten und gefühlt „deutscher“ werden 😉 Spielt ja auch beim Öffentlichen Sektor eine wichtige Rolle, auch dort wird der Fuhrpark vorzugsweise deutsch bestückt (am liebsten… Weiterlesen »

Das mit den Dienstwagenfahrern ist schon eine Krux. Da wird teils bzw. meist auf Verbrauch keine Rücksicht genommen, da geht die Urlaubsreise mit dem Auto z. B. zum Nordkap oder ans Kap Faro, da wird auf der Autobahn, wo möglich, auch mal 230 gefahren. Vieles davon müsste nicht sein. Zumal viele Innendienstler sind und den Wagen für Dienstreisen somit gar… Weiterlesen »

Ich gratuliere zu der Entscheidung! Man muss das Model 3 erlebt haben um zu erkennen das die meisten Probleme die hier gegen ein Elektroauto als Firmenwagen genannt werden in der Praxis gar nicht existieren. Die Gesamtkosten sind unschlagbar niedrig. Meine Betriebskosten betragen seit dem Kauf Anfang 2019 um die €30 für Scheibenwischwasser. Da ich selbst mehr als 20 Jahre im… Weiterlesen »

Sorry aber die Assistenten von deutschen Herstellern können das selbe wie Tesla. Nur halten sie sich an europäisches Recht. Mein Seat Leon hält die Spur den Abstand und kann auch leichte Kurven faheren. Nach 30 Sekunden muss ich halt die Hände wieder an Lenkrad tun. Im Gegensatz zum Modell 3 erkennt mein Seat zu 90% die Schilder Spaß bei Seite.… Weiterlesen »

Woher wissen Sie das die Testfahrer von NextMove auch wirklich wissen, wie man ein Elektroauto fährt und dass es regenerated breaking gibt ? Also ich schaffe es auch mein Model 3 mit einem Durchschnittsverbrauch von 25kWh/100km zu fahren. Mein Durchschnitt über 18 Monate is aber übrigens 13.5kWh/100km und diese mit Alpenpassfahrten, Autobahnfahrten in Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien und der Schweiz.… Weiterlesen »

Es ist die Frage, ob die Welt mit ihren Menschen sich wirklich so schnell verändert, wie einige dies hier deklarieren oder ob es nicht eher Wunschdenken – in jenem genannten Tempo zumindest – ist. Ich habe nach der Wende über 20 Jahre in verantwortlicher Position in den neuen Bundesländern Deutschlands gearbeitet und bin seitdem davon überzeugt, dass für manche Änderung… Weiterlesen »

Auch mir und vieler meiner Kollegen ist klar, dass der Mensch generell ein bequemes Lebewesen ist und zu minimum 80% jeglichen Veränderungen aus dem Weg gehen will. Ich bin aber der Meinung, dass die Klima Frage viel mehr zur Existenzfrage wird als das Covid-19 je sein wird. Nur das ganze ist ein unheimlich träger Prozess, so dass die meisten Menschen… Weiterlesen »

In der Tat haben Sie recht das ich mich damit schwer tue. Aus meiner alten Sicht gibt es ja auch die Alternative Wasserstoff . Aber da Sie ja solch ein Langzeiterfahrung haben, würde es mich interessieren welche Erfahrungen sie mit abnehmender Kapazität der Batterie haben und wie sie die Belastung des Schnellladens auf die Batterie bewerten?! Hinsichtlich nextmove bin ich… Weiterlesen »

In all meinen Kommentaren habe ich mich niemals gegen Wasserstoff ausgesprochen. Falls jemand einen Mirai fährt und dabei einen Verbrenner ersetzt habe ich schon aus Klimagründen nichts dagegen. Aus ganz bestimmten Gründen ist halt mein BEV für meine Anforderungen und meiner Erfahrung das besser Fahrzeug. Habe ich mich jemals dahingehend geäussert, dass es keine FCEV geben soll, niemals. Man entscheidet… Weiterlesen »

Respekt Herr Doessegger. Ihre Einstellung zur individuellen Mobilität ist wirklich großartig. Ich gebe zu für mich wäre das aktuell nichts. Aber ich bin beeindruckt wie Sie das leben. Sicherlich haben sie auch Möglichkeiten das so zu leben. Aber ich denke sie sind ein gutes Beispiel wie es funktionieren kann. Ob es für die Masse reicht wird sich zeigen. Wie sie… Weiterlesen »

„Sicherste Fahrzeug der Welt“ erinnert mich an „Deutschlands bester Autofahrer“, „Deutschlands liebste Oma“ oder auch „Deutschlands faulster Hartz 4 Empfänger“ 😉 Mit anderen Worten: Ja, die Presse ‚braucht‘ so etwas. Solche Reihenfolgen machen objektiv keinen Sinn und wenn‘s zum Crash kommt, sitze zumindest ich doch lieber vielleicht in der Mercedes S Klasse als im Tesla. Vom Familienpanzer Susi I (bei… Weiterlesen »

Was mich bei allen Diskussionen um das richtige Fahrzeug für Vertriebler auf Langstrecke stört ist die Tatsache,dass niemand auf das geräuscharme und vor allem emissionslose fahren im BEV hinweist.Natürlich kann ich im Verbrenner 1000 km am Stück fahren(was absolut nicht der Realität entspricht).Ich verpeste aber weiter die Umwelt und trage zum Klimawandel bei.Die kommende Generation wird da anders agieren!!!

Das mit den Firmenwagen ist hinsichtlich der Abgrenzung so eine Sache. Ich kenne ganz viele kleine Firmen, da laufen ‚natürlich‘ de jure alle Fahrzeuge der Eigentümerfamilie „auf die Firma“. Wenn ich das mal deutschlandweit hochrechne, gehe ich locker von Hunderttausenden solcher „Firmen“fahrzeuge aus. Hat natürlich vor allem steuerliche Vorteile und macht auch darüber hinaus dem Firmeneigner samt Kleingroßfamilie das Leben… Weiterlesen »

Vielleicht die Zahlen aus dem Artikel vom Autor noch mal verifizieren lassen: „Jeder 12. Mitarbeiter“ bedeutet in Deutschland etwa 3,5 Millionen Personen. Und „60% alle Zulassungen sind Firmenwagen“ ergibt circa 2 Millionen pro Jahr. Nun erscheinen mir 2 Millionen Neufahrzeuge pro Jahr relativ zu 3,5 Millionen Fahrzeugnutzern etwas hoch(?) Wie ist das z. B. mit Leasingfahrzeugen im privaten Sektor: Da… Weiterlesen »

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