Firmenwagen sind das Schlüsselelement für den Erfolg von Elektroautos

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Im Durchschnitt sind mehr als 60% aller in Deutschland verkauften neuen Personenkraftwagen Firmenwagen. Das ist eine erstaunlich hohe Zahl, aber noch beeindruckender ist, dass jeder 12. Mitarbeiter in Deutschland einen solchen fährt. In einem Unternehmen mit 20.000 Mitarbeitern sind es im Durchschnitt 15,5%, im Einzelhandel hat sogar jeder 4. Mitarbeiter einen Firmenwagen und in der Automobilindustrie ist es jeder 11.

Diese unglaublich hohe Zahl an Firmenfahrzeugen ist kein Zufall und strukturell gewünscht und ich vermute, es ist eine der höchsten Firmenwagenquoten der Welt aber es ist eine Quote, bei der Elektroautos fast keine Rolle spielen.

Politik muss Fokus auf Elektro-Firmenwagen setzen, um etwas massiv zu verändern

Die Zulassungen von Elektrofahrzeugen steigen in Deutschland deutlich an aber hierbei sind es eher die privaten und weniger die Firmenfahrzeuge die dominieren. Wenn eine hohe Zahl an emissionsfreien Elektrofahrzeugen politisch gewünscht ist und ich schließe bei dieser Betrachtung Hybride aus dann müssen diese den Weg in das Segment der Firmenfahrzeuge finden.

5% aller Mitarbeiter mit einem Gehalt von €30.000 – €40.000 nennen ein Firmenfahrzeug ihr Eigen und 63% der Glücklichen, die es als Führungskraft zu einem Jahreseinkommen von €150.000 bis €200.000 gebracht haben. Es ist ein Anreiz, der den Ruf und den Status hebt, und für Hochschulabsolventen fast schon ein üblicher Teil eines ersten Vertrags. Menschen, die in ihrem Beruf erfolgreich sind, fahren einen Firmenwagen und dadurch ist es fast schon eine Werbemaßnahme welche Marke diese wählen.

Wenn man irgendwo in Deutschland, insbesondere in den Städten, auf einer normalen Straße geht sieht man überall die neuen hochwertigen deutschen Autos der oberen Mittel- und Oberklasse und hat schnell den Eindruck, alle Deutschen sind reich, aber das stimmt nicht, denn die meisten Autos gehören Firmen und nicht dem Fahrer. Als Deutsche in Deutschland fällt uns fast nicht mehr auf das in unserem Land mit Autos geradezu geprotzt wird. All das ist gewollt und folgt einer gewissen Logik.

Der Großteil des Geldes, das die Deutschen verdienen, geht auf verschiedenen Wegen an die Staatskasse mit dem Versprechen, uns eine anständige Rente zu zahlen, eine gute Gesundheitsversorgung zu garantieren und die Bürger mit einer zuverlässigen Arbeitslosenversicherung vor Arbeitsverlust zu schützen. Das Deutschland die Corona-Krise bisher sehr gut gemeistert hat, was weltweit für viel positive Aufmerksamkeit sorgte, hat auch mit dem Gesundheitssystem und mit seiner Finanzierung zu tun.

All das schafft eine gewisse soziale Stabilität, von der die Bürgerinnen und Bürger profitieren. Meiner Meinung nach ist die im internationalen Vergleich enorm hohe Staatsquote in Deutschland einer der Gründe dafür, dass die deutsche Bevölkerung nicht in zwei Gruppen gespalten ist wie wir es in vielen anderen Ländern wie zum Beispiel den USA und Großbritannien um nur zwei Beispiele zu nennen, beobachten können. Die hohen Steuern, die wir alle unser ganzes Leben lang gezahlt haben, betrachte ich daher immer auch als eine Zahlung zur Gewährleistung von Stabilität, Sicherheit und Frieden.

„Ein nicht unerheblicher Teil unser Steuern fließt aber leider nach wie vor in die Subventionierung von Benzin und Diesel und den Fahrzeugen die diese verbrauchen was die sozialökonomische Frage aufwirft ob es politische Stabilität, Sicherheit und Frieden bringt einen deutschen Verbrenner zu fahren. Kann dasselbe nicht viel besser mit einem emissionsfreien Fahrzeug erzeugt werden?“

Subventionen für Verbrenner und Diesel hindern E-Autos am Wachstum

Während viele die aktuelle Elektroautoprämie als unfaire oder unsinnige Subventionierung einer neuen Technologie bezeichnen vergessen Sie leicht die ungleich höheren Subventionen die seit Jahrzehnten in fossile Brennstoffe und Verbrenner fließen. Hätte die Bundesregierung diese einfach abgeschafft wäre ein fairer Wettbewerb der beiden Technologien entstanden. Die Maßnahme hätte offen gelegt, dass einen Verbrenner zu fahren im Vergleich zu einem Elektroauto vollkommen unwirtschaftlich ist aber gleichzeitig hätte es auch der Autoindustrie ihre wirtschaftlichen Grundlage entzogen. Die deutsche Autoindustrie ist, wenn man die Subventionen streicht, faktisch strukturell unprofitabel. Das ist eine unschöne Wahrheit aber unter Experten und Politikern unumstritten.

Ein Teil dieser Subventionen wird durch den Klimawandel fördernde Firmenfahrzeuge an die Bevölkerung weitergereicht und wer Subventionen erhält der beschwert sich nicht über diese. Wie hat Berthold Brecht so schön gesagt, „Erst kommt das Fressen dann kommt die Moral“.

Mit etwa 42 Mio. Beschäftigten in Deutschland haben 12% dieser einen Firmenwagen und zahlen monatlich 1% des Neuwagenpreises in Form ihrer persönlichen Steuerhöhe. Wenn es sich um einen Verbrenner handelt, beträgt er 1% und für ein reines Elektroauto sind es nur 0,25%. Das sind bei einem Verbrenner je nach Fahrzeug ein paar hundert Euro zusätzliche Steuern pro Monat. Wenn Sie diese Zahl um 75% senken können, ist das eine beträchtliche zusätzliche Kostensenkung für den Bürger aber im Gesamtkontext ein Tropfen auf den heißen Stein.

Nun sollte man glauben das niedrigere Steuern auf Firmenwagen, niedrigere Betriebskosten pro Kilometer und auch fast nicht vorhandenen Instandhaltungskosten dazu führen das in Deutschland viele Elektrofahrzeuge Firmenfahrzeuge sind, aber das ist nicht der Fall denn die meisten Firmen haben überhaupt keine vollelektrischen Fahrzeuge im Angebot. Noch interessanter ist, dass die meisten Firmen ihren Mitarbeitern nur Fahrzeuge von deutschen Herstellern mit Verbrennungsmotor anbieten.

Elektro-Firmenwagen oder nicht – eine Frage der Unternehmenskultur

Viele Mitarbeiter, die gerne ihren BMW, Mercedes oder Audi gegen ein gutes Elektroauto tauschen würden, können dies nicht, weil kein einziges dieser gelistet ist. Da Sie Ihren Firmenwagen auch privat nutzen dürfen, fahren viele damit in den Urlaub und ersparen sich dadurch ein zweites Fahrzeug. Benzin wird oft durch den Arbeitgeber gefördert oder ist sogar kostenlos, was eine weitere Motivation ist, Ihr emittierendes Auto für lange Urlaubsreisen zu nutzen und dadurch das Klima zusätzlich schädigen.

Wenn Sie sich für einen Firmenwagen qualifizieren, können Sie heute hauptsächlich zwischen Audi, BMW, Mercedes und Fahrzeugen der Volkswagen Gruppe wählen, und diese Unternehmen haben nicht wirklich viele Elektroautos anzubieten. Fragen sie die Flottenmanager warum sie gegen die Einlistung von Elektroautos sind dann erhalten sie als Antwort, dass die Kosten zu hoch sind und der Service nicht ausreichend verfügbar ist. Das ist faktisch falsch und wer die Gesamtkosten vergleicht erkennt dies sofort. Servicestellen machen nur dann einen Sinn, wenn ein Service auch benötigt wird und dieser ist bei einem Elektroauto extrem gering und bei einem Tesla sogar ausgesprochen selten. Es gibt einen Grund dafür warum Tesla nach 10 Jahren die Serviceintervalle komplett abgeschafft hat und der ist, weil sie schlicht nicht nötig sind.

Verbrenner/ Diesel: „Win-Win-Win-Situation“ für Politik, deutsche Autohersteller und Arbeitnehmer

Ein Flottenmanager der sein ganzes Leben lang nur mit Verbrenner gearbeitet hat kann sich das vermutlich nicht vorstellen, weil es seiner Erfahrung aus der Welt der Verbrenner widerspricht. Einer Erfahrung aus einer ganz anderen Technologie. Hinzu kommt das deutsche Automobilfirmen hohe Rabatte für Firmenwagen gewähren und das stützt die Nachfrage und erhöht die dringend benötigte Auslastung der Produktion was wiederum extrem wichtig ist um einen Gewinn pro Fahrzeug zu machen. Tesla dagegen das Fahrzeuge mit der längsten Reichweite und bester Sicherheitstechnologie anbietet gibt niemandem einen Rabatt.

„Die aktuelle Struktur fördert eine Win-Win-Win-Situation zwischen der Politik, der hiesigen Automobilindustrie und den Arbeitnehmern.“

  • Die Politik freut sich, weil die deutsche Autoindustrie einen Großteil der Aufträge für Firmenwagen erhält und damit Arbeitsplätze für Steuerzahler schafft. Wenn Politiker viele Arbeitsplätze schaffen und sichern, werden sie wiedergewählt.
  • Die Automobilindustrie freut sich, weil die Anreize den Absatz unterstützen, was die Auslastung der Kapazitäten und damit Umsatz und Gewinn fördert. Fast noch wichtiger ist aber, dass sich die Menschen sehr früh nach dem Studium an ihre Marke gewöhnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter die einen deutschen Firmenwagen fuhren dieselbe Marke später als ersten Privatwagen wählen ist hoch.
  • Der Mitarbeiter freut sich, weil er für vergleichsweise wenig Geld ein Fahrzeug erhält, das über seinem eigentlichen Gehaltsniveau liegt. Der gestiegene Status und das Ansehen in der Familie, bei Freunden und Nachbarn über die teure deutsche Marke ist ein emotionaler Gewinn. Emotionen diktieren unser Verhalten viel stärker als die meisten glauben.

Alle freuen sie sich also und fördern dabei den Klimawandel anstatt ihn zu bekämpfen.

Dies sind drei Gründe, warum es eine Win-Win-Win-Situation für alle Parteien ist und seit Jahrzehnten sehr gut funktioniert. Andere profitieren ebenfalls, wie zum Beispiel die Versicherungsbranche, Flottenmanager oder Servicezentren.

Wenn Sie sich gefragt haben, warum die Verkaufszahlen des aktuell besten Elektroautos im Markt, Tesla in Deutschland immer noch niedrig sind, dann ist die Firmenwagenstruktur ein wesentlicher Grund dafür. Viele Deutsche würden sich freuen, ein Model S oder Model 3 als Firmenwagen zu haben, und diese Gruppe wird noch deutlich wachsen, sobald das deutsche Model Y verfügbar ist aber es wird Ihnen keine Wahl gelassen. Wenn Unternehmen und Fuhrparkmanager die Aufnahme von Tesla in die Liste der Firmenfahrzeuge blockieren die mehr als 60% aller Neufahrzeuge ausmachen sollten wir uns nicht über einen immer noch unterdurchschnittlichen Tesla-Absatz in Deutschland wundern.

Das bisher friedliche Zusammenleben von Politikern, Autoindustrie und Arbeitnehmern wurde in letzter Zeit jedoch, durch die zunehmenden Rufe von Politikern und Wählern gestört, attraktive Elektroautos anzubieten. Die Autoindustrie schwieg und lieferte nicht, sondern drängte stattdessen Hybride in den Markt die wie Studien zeigen durch hauptsächliche Nutzung des Verbrenner-motors bedingt durch hohen Ressourcenaufwand und Gewicht sogar mehr CO2 ausstoßen als reine Benziner oder Diesel. Hybride sind nur eine andere Form von emittierenden Verbrennern bei denen aktuell sogar eine Abschalteinrichtung bei Mercedes-Benz entdeckt wurde um deren hohe NOx und COx Werte zu kaschieren. Hybride verschmutzen uns wie Verbrenner und unterstützen die Autoindustrie und die Öl- und Gasindustrie dabei sich gerade nicht zu verändern.

Audi e-tron, VW ID.3 und Tesla Model 3 sowie Tesla Model Y können Veränderung herbeiführen

Es besteht jedoch die Hoffnung, dass die beeindruckend niedrigen Gesamtbetriebskosten eines Elektroautos dazu beitragen werden, mehr Unternehmen davon zu überzeugen, sich für diese zu öffnen, und mit dem Audi e-tron, sowie dem VW ID.3, einem ersten deutschen Elektroauto mit dem Potenzial, ein Massenfahrzeug zu werden, steigen die Chancen, dass endlich ein Umdenken stattfindet.

Die Deutsche Telekom, als großer Arbeitgeber in Deutschland, hat vor kurzem angekündigt, Tesla in ihre Firmenwagenliste aufzunehmen, was zeigt, dass die ersten Grosskonzerne anerkennen, dass neue Talente attraktive Fahrzeuge wollen die kein deutsches Produkt sind. Das neue deutsche Statussymbol, das neue cool ist auch wenn es weh tut nicht mehr ein Audi, BMW, Porsche oder Mercedes, sondern ein Tesla.

Als Deutscher muss ich mit Bedauern feststellen, dass fast alle großen Unternehmen in Deutschland einen der attraktivsten Hersteller in Bezug auf Gesamtbetriebskosten, Sicherheit, Kohlendioxidemissionen und Fahrspaß von ihrer Dienstwagenliste fernhalten und dadurch ihr Potential an Talenten reduzieren.

Es ist eine Schande, dass höhere Kosten und niedrigere Sicherheit akzeptiert wird wobei man den Klimawandel indirekt unterstützt, weil man glaubt man müsse die deutsche Autoindustrie schützen. Die beste heute verfügbare Option für ein Firmenfahrzeug ist wenn man die Fakten betrachtet schlicht und einfach ein Tesla und wenn sie die besten verfügbaren Talente für ihr Unternehmen anwerben wollen dann sind Sie gut beraten dies Fahrzeug auch anzubieten.

Mit der Tesla Fabrik in Brandenburg, die in der ersten Hälfte des Jahres 2021 die Produktion aufnehmen wird, und Tausenden von Deutschen, die das Model Y dort produzieren ist ein Tesla ein deutsches Produkt, hergestellt von Deutschen in Deutschland.


Dieser Artikel ist im August 2020 auf der US Webseite www.cleantechnica.com erschienen und wurde in der heutigen deutschen Version mit aktuellen Zahlen, Inhalten und Informationen angepasst.

Über den Autor

Alex Voigt unterstützt die Bewegung der Transformation in eine nachhaltige CO2 freie Welt seit 40 Jahren. Als Diplom Ingenieur ist er fasziniert von der Fähigkeit der Menschheit durch Technology eine bessere Zukunft zu erschaffen. Mit 30 Jahren Erfahrung an den Aktienmärkten ist er ein langfristig orientierter Investor in Tesla (TSLA) als auch anderer Technologieaktien.

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Wie sieht denn die optimale Regelung für privates Aufladen des Firmen E-KFZ aus?

Ich vermute man braucht dann zu Hause eine Wallbox mit eichkonformem Zähler um den Strom mit dem Arbeitgeber oder dem Finanzamt abzurechnen. Das ist auch schon wieder mehr Aufwand und Kosten weil die Wallboxen teurer sind.

Das scheint schwieriger als gedacht, denn dann tritt man gegenüber dem Arbeitgeber als Lieferant auf. Gewerbeanmeldung, Umsatzsteuerproblematik etc…..??
Einfach ein Eigenbeleg geht anscheinend nicht, so die aktuellenErfahrung eines Kollegen.

Ach du Schande…. Na das ist doch gewaltiger Mist. Also geht nur Ladekarte vom Arbeitgeber und ab an die CCS Säule…

Ich finde die (steuer-)politischen Überlegungen in diesem Artikel sehr interessant, weitsichtig und erhellend.
Nicht einverstanden bin ich mit der Analyse der aktuellen Situation. Sobald wirklich gute und universell brauchbare elektrische Mittel- und Oberklasse-PKWs tatsächlich und zu vergleichbaren Preisen verfügbar sein werden, werden diese innert weniger Jahre auch den Firmenwagenmarkt durchdringen. Ich bin sicher, man wird das spätestens in 5 Jahren sehen.
Bis heute (oder vor sehr Kurzem) gab es bei nüchterner Betrachtungsweise einfach keine preislich vergleichbare BEVs, die universell gebraucht werden können. Dazu nur zwei Indizien: a) Ich kenne persönlich knapp 10 Tesla-Besitzer. Ausnahmslos alle gehören zur obersten Mittelklasse und haben neben dem Tesla noch weitere Fahrzeuge. b) Ich war in meinem Leben schon zwei mal auf der Autobahn eingeschneit (einmal mit 1 Kleinkind und 1 Säugling) und ich wäre auch heute noch mit jedem mir bekanntem reinen BEV ausserordentlich beunruhigt, wenn ich wieder in dieser Situation wäre.
Es sieht so aus, dass es tatsächlich nächstens universell brauchbare BEVs zu vertretbaren Preisen geben wird – noch ein paar Jahre später dann vielleicht selbst ohne Subventionen. Sie deuten es ja an, es besteht berechtigte Hoffnung, dass BEVs der letzten (oder nächsten) Generation bald im grossen Stil als Firmenwagen zum Einsatz kommen werden.

Ich kenne persönlich ein paar Hundert Tesla Besitzer und das Weltweit in Ländern wie Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland, Holand, Belgien, Österreich, Indien, der Schweiz natürlich, Ungarn, der Tschechischen Republik, Polen, Rumänien, der Ukraine, Russland, Kazakhstan, China, USA natürlich, Kanada, Andorra, England, Schottland und sogar aus Marokko und viele fahren nicht nur Tesla, sondern unterschiedliche Elektroautos aber ausnahmslos nur BEV’s vom Twizzy, e-Smart, Nissan LEAF, Renault ZOE, Mitsubishi iMiev, Audi e-tron, e-Up, e-Golf, Hyundai Ioniq, Hyundai Kona, VW-Bus, Tazzari zero, Twyke, Denza uvm. Eine grosse Familie und viele Pioniere die mit dem Solartaxi oder in 80 Tagen um die Welt gefahren sind mit dem Ziel BEV’s zu promoten, etablieren und Nachhaltigkeit im Energiesektor zu fördern.

Ein Netzwerk, das ich mir in den letzten 9 Jahren aufgebaut habe und das ich Jahr für Jahr erweitere. Interessant dabei ist, dass die Leute BEV’s aller Marken fahren und dass ich ihre Erfahrungen 1:1 mitbekomme.

Wer derart einer „großen Familie“ angehört, ist oftmals nur noch wenig objektiv in der Einschätzung der Lage jenseits des eigenen großen Kreises.
Ich wünsche BEV von Herzen alles Gute und bin selbst ein Befürworter, sehe aber auch weiterhin schwere See in der Durchsetzung in der Gesamtgesellschaft.

Warum wären Sie bei einer Stausituation beunruhigt? Bei einem vollen Teslaakku funktioniert die Heizung lange. Das Heizelement hat eine Maximalleistung von 5kW. D.h. beim 100kWh Akku könnte die theoretisch 20 Stunden ununterbrochen heizen. Aber ich glaube nicht, das die Heizung ständig mit Vollast laufen muss, um 20°C im Auto zu erzeugen.

Und Sie müssen sich keine Sorgen wegen der Abgase machen. Denn beim Verbrenner muss ja immer der Motor mitlaufen zum Heizen.

Abgesehen davon kann ich mir in Deutschland keine Situation mehr vorstellen, bei der man eingeschneit werden könnte. Wir haben Klimawandel. Ich bin eigentlich eher wegen der ständigen Hitzesommer beunruhigt.

Das mit dem „eingeschneit“ hatte ich mir auch mal so gedacht. Als ich mir es dann aber mal ausgerechnet habe, war ich dann beruhigt. Mein Elektro-Kona von Hyundai benötigt im Winter ca. 0,5 bis max. 1kW elektrische Dauerleistung in der Stunde (gemessen). Im Dauerbetrieb sind es eher 0,5kW/h.
Damit könnte ich mit meinem 64kW Batteriepack rein theoretisch über 120 Std. heizen., wenn das Auto vollgeladen ist. Natürlich ist das unrealistisch!
Mit praktikablen 4 bis 5 Stunden packt ein E-Auto so eine Situation aber wirklich locker ohne zu großen Reichweitenverlust. Ich habe das zu Hause vor meiner Garage (Winter im Schwarzwald) schon mal ausprobiert.

Sie brauchen sich auch bei winterlichen Verhältnissen keine Sorgen zu machen. Sehen Sie sich dazu das YT-Video von Bjørn Nyland „Tesla Model X extreme testing at -36°C/-33°F“ an. Der Mann hat bei diesen extremen Temperaturen eine ganze Nacht im Auto verbracht.

Etwas Tesla polarisiert aber gut.
Generell würde ich mir auch mehr E-Autos ales Firmenwagen. Aber vornehmlich aus dem Grund, dass wir dann in 2-3 Jahren ein gutes Angebot an Gebrauchtwagen haben. Das ist noch Knackpunkt. Letztlich würde ich nie einen neuen Verbrenner kaufen. Nach 1-2 Jahren hat der so viel Wert verloren, dass man ihn viel günstiger und in Top Zustand bekommt. Firmenwagen spielen da eine große Rolle.
Zum Thema Tesla: Ich denke, dass Firmenkunden eine entsprechende Bevorzugung gewohnt sind und diese auch erwarten. Schließlich nehmen sie eine hohe Zahl an Autos ab. Das betrifft vor allem auch den Service. Nicht nur Wartung sondern auch Reparaturen (auch bei Tesla geht mal was kaputt/ der Fahrer baut nen Unfall) müssen zuverlässig schnell durchgeführt werden. Ob das bei Tesla so funktioniert, weiß ich ja nicht. 3 Monate auf ne neue Windschutzscheibe warten ist nicht drin. Ich denke Service wird auch Tesla immer mehr zum Problem werden.

Was ich in der Firma wo ich tätig bin beobachte ist: Mercedes und BMW sind Kunden und deshalb setzt das Hirn beim Management aus und trotz besseren Angeboten von Tesla wird weiterhin der Verbrennerschrott von BMW und Mercedes bestellt und zwar nur vom schwersten und PS stärksten. Ich sehe die Kisten jeden Tag in der Garage stehen, jeder grösser, breiter, bulliger und schwerer als der Andere und immer Quer im Parkplatz parkiert oder sogar 2 Parkplätze besetzend. Eine Hand wäscht die Andere ( in der Schweiz sagt man „Säu Häfeli Säu Teckeli“ ) Immer schön die alten Strukturen bewaren, nichts Neues wagen.

Mit meinem Tesla Model 3 hätte ich innert Wochenfrist einen Service Termin. Eine Vakuumpumpe für meinen Roadster wird in Tilburg exklusiv bestellt und innert 5 Tagen eingebaut.

Vielleicht ist das mit dem Service auch regional unterschiedlich. Bei mir ist der nächste Tesla Service 100km entfernt. Das ist für mich schonmal ein KO Kriterium gegen einen Tesla. Da bin ich altmodisch und will bei Problemen einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort haben, den ich frisch machen kann (ich sage auch nicht, dass ich gerne in eine Vertragswerkstatt fahre, aber manchmal muss man da doch mal hin). Und Tesla will ja mit dem neuen Modellen immer mehr Autos in den Markt drücken. Das kann man nicht bestreiten. Ob der Service aber im selben Umfang ausgebaut wird und mit wächst, das wage ich aktuell zu bezweifeln.
Bezüglich Wartung muss ich auch sagen: klar gibt es beim Elektroauto weniger Bedarf. Aber so ein paar Sachen dürften dann doch sein. Manche lassen regelmäßig die Klimaanlage warten (ich persönlich nicht), aber auch die Bremsflüssigkeit ist ab und zu fällig. Auch wenn man die Bremse kaum benutzt. Soweit ich weiß altert die halt mit der Zeit und die Bremse muss schon funktionieren wenn man sie braucht. Und wie gesagt: einen Unfall hat man doch schneller mal gebaut wie einem lieb ist. Manuss ja nichtmal schuld sein.

Sie haben da durchaus recht mit den regionalen Unterschieden bei Tesla. Das ist noch nicht überall befriedigend und da muss noch einiges geschehen. Diesbezüglich habe ich eher Glück, dass ich gerade mal 5km vom SC arbeite.

Tesla ist kein Hersteller, der in die Flottenlandschaft der großen deutschen Konzerne passt. Es ist für Dienstwagenfahrer idR ein Budget für die Monatsrate hinterlegt. Der basiert auf einem Flottenrabatt von 30-40%. Plugin-Hybride kriegen zusätzlich die Förderung eingepreist und kompensieren so ihren Mehrpreis. Bei Tesla ist es schwer, gute Raten über einen Flottendienstleister zu bekommen, weil das Restwertrisiko unkalkulierbar ist. Da gab es schon ein paar massive Preissenkungen, die alle Dimensionen sprengten (50.000€ Preissenkung). Die Versteuerung ist auch mit einem Hybriden günstig. Bedeutet, der Dienstwagenfahrer fährt mit dem Tesla deutlich teurer als mit einem deutschen Hybriden.

Zudem sind Manager und ihr Vollgasleben aktuell noch nicht auf BEV abgestimmt. Wer Freitag nach Dienst von Berlin schnell nach Roth zum Triathlon fährt, tritt drauf und ist in drei Stunden da. Viereinhalb Stunden im Tesla passt da nicht…in zwei Jahren sieht es anders aus: Da wird der Mercedes EQE mit 120er Akku nach 250 km Vollgas in 10 Minuten 40 kWh nachladen, während man sich erleichtert, und dann bis zum Ziel fahren. So geht das.

Tesla hat es aufgrund der momentanen Auslastung (Model 3 100%) nicht nötig, seine Fahrzeuge zu verramschen, wie deutsche Hersteller. Für Teslakunden gilt der Listenpreis ohne Abschläge. Auch für Firmen beim Leasing.

Deshalb finde ich die Aussage, „massive Preissenkungen sprengen die Dimensionen“ schon ein bisschen übertrieben. Bei einem Verbrenner sind beim Modellwechsel auch 25% Rabatt und mehr drin, egal was in der Liste steht. Ford gibt z.Zt. für den C-Max und den Kuga offiziell 33 und 30% Rabatt.
Für Leasingfirmen ist 30-40% Rabatt normal. Aber trotz des niedrigen Einkaufspreises sind Autohändler nach dem Dieselskandal Pleite gegangen wegen der unverkäuflichen Leasingrückläufer. Es kann also durchaus sein, das Leasingfirmen da zukünftig die Raten für Verbrenner etwas anheben, um auf der sicheren Seite zu sein.

Übrigens zum Thema 120kWh Akku: In China haben neu verkaufte S und X inzwischen 250kW Ladeleistung. Ältere sollen per Update von 120 auf 200kW gebracht worden sein. Mal sehen, wie das in Deutschland mit den neuen 250kW Ladesäulen wird und was der Battery Day an neuen Informationen bringt.

Man kann wohl von zwei Seiten sehen. Eine Seite: Tesla hat es nicht nötig. Andere Seite: Tesla hat garnicht die Kapazitäten! Tesla ist mit 500.000 Autos an seinen aktuellen Produktionsgrenzen. Zum Vergleich haben VW Konzern und Toyota im letzten Jahr beide je über 9 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Davon dürfte ein erheblicher Anteil Dienstwagen sein. Das ist pro Konzern fast 18x so viele Fahrzeuge wie Tesla. Das muss man ja mal immer so im Hinterkopf behalten. Dieses Jahr bringt das alles ein, das ist auch klar.

Toller Beitrag leider nur wieder vom Teslaraktionär geschrieben. Gerade wenn ich beruflich mit einem Firmenwagen unterwegs bin nützt es mir nicht wenn nach 350km Schluss ist und das ist bei Tempo 150 bei so gut wie allen Fahrzeugen Fakt. Ich kann es mir als Vertriebsnitarbeiter dann nicht leisten 1h zu warten bis es wieder voll geladen ist. Ich weiß nicht in welcher Traumwelt die BEV Welt lebt? In der Schweiz oder Niederlande mag das funktionieren aber nicht in Deutschland. Auf der Langstrecke wäre für Firmenwagen nur Wasserstoff interessant. Alles andere ist total Quatsch zu mal Ionity alles dafür tut, das sich e Autos auf Langstrecken nicht lohnen.

Es ist schon richtig. Die Elektromobilität wird gerade in Deutschland wegen fehlendem Tempolimit es besonders schwer haben. Fakt ist, dass man bei 150-160km/h (in Deutschland ein mehr als gängiges Tempo) mit keinem BEV besonders weit kommt. 350km sind da wohl schon das obere Limit. Ein Stunde laden ist aber stark übertrieben. Die meisten BEVs werden auf 30min bis 80% ausgelegt. Meister ist aktuell der etron der von leer auf voll in rund 42min lädt. Wer jetzt sagt „man kann ja garnicht mehr schnell fahren“, dem kann ich sagen: ich bin gestern von Rostock nach Südniedersachsen gefahren. Bis Hildesheim war viel frei und da ging gerade am Samstag Abend 200km/h problemlos.
Also größere Batterie oder Tempolimit in Deutschland. Ich denke es würde laufen, wenn 500km bei 150km/h drin sind. Dann macht doch spätestens jeder mal ne Pause. Schauen wie wo die Reise hingeht. Vielleicht bringt die nächste Batterie Revolution den Durchbruch. Wann auch immer das sein mag.

Das mit dem Tempolimit verstehe ich in dem Zusammenhang gar nicht. Deswegen versuche ich immer noch nachzuvollziehen wie es toll sein kann mit 100 auf der rechten Spur zu verbringen und zu behaupten Batterie Autos können schon heute 600km fahren. Klar muss ich auch bei 500km mal anhalten aber ich gehe auf Toilette und dann gehts weiter. Selbst mit tanken verbringen wir nie mehr als 20 min auf einem Rastplatz. Und kann mir mal einer erklären wie das mit den tankkosten funktionieren soll? 70 cent / kw? Sorry aber das ist keine Alternative. Das kg Wasserstoff kostet 9,50€ und es gibt aktuell kein Tarif Chaos.

Aber auch so gut wie keine H2 Tankstellen ;-).
Die >70ct/kWh sind eine Frechheit und da sind sich alle denke ich einig. Wir hoffen letztlich, dass Ionity (da gilt der Preis) da irgendwann merkt, dass ihnen 70ct/kWh auch nichts bringen, wenn keiner mehr die Säulen anfährt. Auch das ist möglich. Es gibt ja auch andere Anbieter (EnBW, Allegro, Innogy etc.). Und die 350kW kann aktuell sowieso kein Auto ausnutzen. Nur der Taycan hat 800V und schafft 270kW (das sind 20min von leer auf 80%). Bei den anderen BEVs ist bei 150kW Schluss. An sich reicht das ja auch, wenn die Dinger so laden würden wie ein e-tron aber gleichzeitig eine gute Effizienz hätten (hat der etron nicht unbedingt, da SUV). Letztlich wird es dem typischen Dienstwagen Fahrer wie beim Tanken wast egal sein, wie viel die kWh kostet, wenn er wie Ladekarte vom Arbeitgeber bekommt. In der Vergangenheit war es ihm doch auch egal, wann er tankt, wenn er eine Tankkarte hatte. Kenne da so jemanden der solange er einen Dienstwagen Tankkarte hatte meinte, es wäre ja egal, wann man tankt. Jetzt wo er das nicht mehr hat, guckt er dann doch plötzlich ziemlich genau auf den Spritpreis ;-).

Ich habe auch keinen Bock 100km/h auf der rechten Spur zu fahren. Das ist klar und auch vollkommener Quatsch. Wer das machen will, soll er mal. Aber jemand der Dienstlich unterwegs ist, wird das nicht tun. Ich Privat auch nicht, da würde ich irre werden.

Worauf ich hinaus wollte. Real sieht es ja so aus, das mit Sicherheit einige Dienstwagen Fahrer auch mal so richtig Vollgas geben, wo erlaubt. Bei 200km/h fahre ich Stand heute mal allerspätestens nach 200km an die Ladesäule. Sollte es tatsächlich mal so kommen, dass wir ein Tempolimit in Deutschland (wie überall sonst auch) haben, sind wir offiziell auf einmal bei 130 km/h Vmax (real wohl eher 140-150km/h). Das entspannt die Situation einfach mal gewaltig.
Wenn (jetzt wird’s hypothetisch) die BEVs in ein paar Jahren dann 500km bei den Geschwindigkeiten schaffen (was man im Schnitt nicht schafft am Tag), bin ich von zu Hause aus (Südniedersachsen) mit 500km schon fast in München (rund 550km). Da halte ich sowieso mal an. Selbst wenn es dann nur 20min sind, reicht das locker um genug Strom für den Rest nachzuladen. Ich muss ja nicht den Akku ganz voll oder ganz leer fahren. Das ist ein entscheidender Unterschied zum Verbrenner mit dem ich an die Tankstelle fahre, wenn der Tank leer ist. Beim BEV fahre ich dann einfach, wenn ich Pause machen will, einen Rastplatz an, an dem eine HPC Säule steht und hänge mich dran und gehe in der Zwischenzeit auf die Toilette oder was auch immer ich machen will. Ich muss ja nicht daneben stehen. Nun bin ich auch kein Vielfahrer und brauche vielleicht öfter mal ne Pause. Vielleicht halten das erfahrende Dienstreisende länger durch.

Ich will auch überhaupt nicht sagen, dass das für Vielfahrer heute schon ohne Kompromisse einzugehen funktioniert. Das ist definitiv nicht so. Aber ich denke in ein paar Jahren könnte es soweit sein. Während sich bei den Verbrennern seit Jahren quasi nichts weltbewegendes mehr tut, wird sich in der Akku Technik in den nächsten 5-10 Jahren sicher noch einiges tun. Am neuen „Wunderakku“ wird ja wie wahnsinnig geforscht. Wann der nächste große Schritt dann in der Serie kommt, steht sicherlich noch in den Sternen und das wird länger dauern, als sich das viele BEV Enthusiasten wünschen.

Letztlich wollte ich mit den 500km bei 150km/h sagen, wo es vermutlich grob hingehen muss, um die Akzeptanz in allen Bereichen deutlich zu erhöhen. Also Gegner Wind aus den Segeln zu nehmen, und das abseits der Idealistischen Vorstellungen, die manche haben. Gut möglich, dass sich Wasserstoff für Vielfahrer (für LKWs bin ich mir fast sicher) am Ende sich durchsetzt.

Zum Schluss nochmal ne kleine Rechnung:
Gehe ich mal von 25kWh/100km aus, bräuchte es damit Akkus mit mind. 125kWh Kapazität im Auto um 500km zu schaffen. Bei aktuell auf dem Markt verfügbaren BEVs ist bei 100kWh Schluss, und die wiegen dann schon 2,5t. Also eine neue Technik als die aktuellen Li-Ionen-Akkus wird wohl her müssen. Bei größeren Akkus kann dann auch die Ladegeschwindigkeit erhöht werden ohne dem Akku zu schaden (mehr Zellen –> gleiche Belastung pro Zelle bei höherer Ladeleistung). Heutige Akkus werden mit dem 1.5- bis 2-fachen der Kapazität an CCS geladen. Heißt, ich kann einen 120kWh Akku mit 180-240kW laden ohne den Akku zusätzlich zu schädigen. Das sind dann bei 25kWh/100km rund 6-8min pro 100km beim Aufladen. Also mit 20min Pause wäre ich fast von München in Hamburg. Alles noch Zukunftsmusik und wir werden sehen, wo die Reise hingeht.

Es gibt in Geschenkartikelgeschäften und natürlich auch im Internet auffindbar schöne historische Blechschilder
„Fasse dich kurz!“.
Liebe ich sehr und habe sie schon verschiedentlich gut gemeint als Präsent überreicht 😉

Sie haben doch den Artikel gelesen, oder?
Es geht um die Wagen, die Gehaltsbestandteil für den normalen Innendienstmitarbeiter sind. Für die superwichtigen Mitarbeiter, die wegen ihrer Aufgaben gezwungen sind ununterbrochen 250+ auf der Autobahn zu fahren, stehen bestimmt weiterhin entsprechende Modelle in der Dienstwagenliste.

Die BEV Welt ist eine Neue Welt und nicht die antiquirte Alte Betanker ( was auch immer betankt wird ) Welt aus dem 20. Jahrhundert. Eine Welt in der scheinbar nur bestimmte Leute in Deutschland noch nicht leben wollen, der Rest der Welt aber schon.
Die Neue Welt formiert sich egal, ob die Alte Welt schon will oder nicht. Millenials und nachfolgende Generationen werden die Weichen politisch so stellen, dass auch die Alte Welt einmal der Vergangenheit angehören wird wie damals die Pferdekutschen. In den Schule werden die Kinder schon ganz natürlich auf die Neue Welt vorbereitet, so dass sie später nunmehr den Kopf schütteln könne, wie es war als die antiquirt Alte Welt noch existierte, analog als es noch Telefonzellen gab und die Festnetztelefone noch Wählscheiben hatten.

Herr Uecker, in einem muss ich Ihnen allerdings voll recht geben. Ionity Politik ist leider ein Asset der Wasserstoff Freunde. Es scheint schon fast so als würde Ionity auf der Gehaltsliste der Wasserstoff Gemeinde stehen.

Kann ich unterschreiben. Gute Argumentation. Bsp. Als wir damals geschäftsmäßig mit der Photovoltaik begonnen haben, gab es auch 99% Gegner, die es als schädlich bzw. ungebräuchlich und unwirtschaftlich abgetan haben.

Es ist und war halt in Deutschland schon immer eine Problem, Veränderungen durchzusetzen bzw. den Menschen die neuen Technologien schmackhaft zu machen. Da ist ein sehr hohes Angstpotential vor Veränderung in den Genen vorhanden.

„Oh Gott, jetzt muss ich auch etwas mal anders machen“

Aber das wird schon! Ich bin da mittlerweils sehr zuversichtlich.

Was den „Rest der Welt“ anbelangt, so sehe ich in weiten Teilen Osteuropas, Südeuropas, Südosteuropas, in Mittel- und in Südamerika, in Afrika, in großen Teilen Asiens und in weiten Teilen der USA einen schweren Stand für das rein elektrische Fahren. Arkansas und North Dakota denken diesbezüglich eben anders als Kalifornien und New York. Sie denken eher wie Chile oder Tansania.

Ich lebe selbst im Norden der U.S.A. und kann Ihnen bestaetigen, dass in ganz grossen Teilen und Regionen die Menschen nichts mit Elektroautos zu tun haben und haben wollen. Das gilt uebrigens auch fuer grosse Teile Kanadas.

Interessant finde ich immer wieder das Wasserstoff als Gegner bezeichnet wird. Wenn wir beide Technologien gleich behandeln und vorallem gleich fördern würden, würde sich automatisch für die kurz- und Mittelstrecke das bev durchsetzen und auf der Langstrecke das FCEV.

Was ich damit sagen will ist das ich auf keinen Fall die Verbrenner unterstütze aber die verteufelte Alternative schon, da bei der Erzeugung von Wasserstoff Wärme genutzt werden kann und so den Wirkungsgrad deutlich steigern kann. Klar ist solch eine Tankstelle teurer aber wenn die Energie vor Ort erzeugt wird habe ich sogar ein Spitzenlast Kraftwerk, ähnlich dem bev Auto an der Säule.
Ich plädiere einfach für Technologie Offenheit. Das wäre schön auch der letzte Wasserstoffgegner das auch versteht.

Nach einem Jahr Vorteile vorrechnen und argumentieren mit dem Ziel, Elektroautos in die PKW-Richtlinie aufzunehmen, habe ich letzte Woche meinen Verbrenner-Firmenwagen abgegeben.
Ich habe mir privat ein Model3 bestellt, das auch ganz ohne Rabatt günstiger in der TCO ist als die ganzen deutschen Diesel, die als Firmenwagen zur Auswahl stehen. Aber mann „will“ keine Elektroautos und erst Recht keine amerikanische Marke.
Einen weiteren Verbrenner zu bestellen, kam für mich nicht in Frage – die Kosten dieser Überzeugung trage ich jetzt leider privat.

Das mit der „Marke“ ist natürlich ein wahrer Punkt. Die meisten Firmenwagen in deutschen Unternehmen sind von deutschen Herstellern: Daimler, VW-Konzern, BMW, von mir aus auch Opel.
Vielleicht kann Tesla mit Werk Grünheide dann etwas punkten und gefühlt „deutscher“ werden 😉
Spielt ja auch beim Öffentlichen Sektor eine wichtige Rolle, auch dort wird der Fuhrpark vorzugsweise deutsch bestückt (am liebsten das eigene Bundesland als Herstellort).

Das mit den Dienstwagenfahrern ist schon eine Krux. Da wird teils bzw. meist auf Verbrauch keine Rücksicht genommen, da geht die Urlaubsreise mit dem Auto z. B. zum Nordkap oder ans Kap Faro, da wird auf der Autobahn, wo möglich, auch mal 230 gefahren. Vieles davon müsste nicht sein. Zumal viele Innendienstler sind und den Wagen für Dienstreisen somit gar nicht und fast gar nicht brauchen, aber eben fürs Private, sozusagen als „zusätzliche Gehaltserhöhung“ sehr willkommen.

Ich gratuliere zu der Entscheidung! Man muss das Model 3 erlebt haben um zu erkennen das die meisten Probleme die hier gegen ein Elektroauto als Firmenwagen genannt werden in der Praxis gar nicht existieren.

Die Gesamtkosten sind unschlagbar niedrig. Meine Betriebskosten betragen seit dem Kauf Anfang 2019 um die €30 für Scheibenwischwasser.

Da ich selbst mehr als 20 Jahre im Vertrieb tätig war kennen ich den Wunsch schnell und lange Strecken am Stück zu fahren hatte damit aber mit meinem Model 3 nie ein Problem. Offen gesagt verstehe ich die Diskussion überhaupt nicht denn der angebliche Zeitgewinn mit einem Verbrenner ist wenn man die Tesla Supercharger betrachtet derart gering das es wirklich keine Rolle spielt. Ich fahre gerne 150 km/h mit dem Autopilot (98% im Durchschnitt) was sehr entspannend ist und wenn ich Lust habe auch mal manuell schneller und bin gerade letzte Woche von München nach Flensburg gefahren.

Offen gesagt glaube ich aufgrund der Kommentare erkennen zu können das die Kollegen die schnell und weit fahren wollen noch nie eine solche Strecke mit einem Tesla gefahren haben. Mit einem e-tron oder anderem Elektroauto ist es leider (noch?) nicht möglich weil die Kombination aus Verbrauch, Ladegeschwindigkeit und Ladenetzabdeckung nicht ausreichend ist. Ich bezweifle das es hier eine gute Lösung geben wird es sei denn ein Hersteller baut sein eigenes Ladenetz auf.

Wir alle hoffen das dies besser wird aber die Fakten machen ein Tesla aktuell zu einem idealen Firmen Fahrzeug auch für den Vertrieb und das auch und ganz besonders auf langen Strecken. Es sollte vielleicht erwähnt werden das kein Fahrzeug so sicher ist wie ein Tesla. Gerade im Vertrieb bei Stress und langen Strecken gibt es furchtbare Unfälle und es macht einen grossen Unterschied in einer solchen Situation im sichersten Fahrzeug der Welt zu sitzen.

Ich danke allen Lesern für die interessanten Beiträge zu meinem Artikel.

Sorry aber die Assistenten von deutschen Herstellern können das selbe wie Tesla. Nur halten sie sich an europäisches Recht. Mein Seat Leon hält die Spur den Abstand und kann auch leichte Kurven faheren. Nach 30 Sekunden muss ich halt die Hände wieder an Lenkrad tun. Im Gegensatz zum Modell 3 erkennt mein Seat zu 90% die Schilder
Spaß bei Seite. Die Assistenten der deutschen Hersteller sind deutlich besser geworden.
Hinsichtlich der Diskussion habe ich meine Punkte geschrieben das ich dann nach 350 km laden müsste. Next move hat gerade erst Mittelklasse Modelle getestet und da kam kein Modell über 350 km bei 150km/h. Mit diesem Tempo kann ich gut leben weil sehr entspannt aber mit der Reichweite leider nicht. Sorry. Die 500km Marke von Kai Go könnte ich persönlich akzeptieren aber dann muss sie auch in 20-30min wieder voll sein.

Woher wissen Sie das die Testfahrer von NextMove auch wirklich wissen, wie man ein Elektroauto fährt und dass es regenerated breaking gibt ? Also ich schaffe es auch mein Model 3 mit einem Durchschnittsverbrauch von 25kWh/100km zu fahren. Mein Durchschnitt über 18 Monate is aber übrigens 13.5kWh/100km und diese mit Alpenpassfahrten, Autobahnfahrten in Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien und der Schweiz. Sowie Rundkursfahrten über 9h auf Rennstrecken und natürlich Überland und Stadtverkehr.

Ob ich jetzt vor 10 Jahren noch mit meinem BMW Z3 unterwegs war oder heute mit meinem Tesla, nach 1.5h-2h lege ich zu meiner und der Anderen Sicherheit stehts einen Stop von ca. 20 Minuten ein und um die Mittagszeit gönne ich mir etwas zu Essen in vielleicht 40 Minuten.
In 20 Minuten lade ich in der Zwischenzeit an einem SuC ca. 25-30kWh je nach Ladezustand der Batterie und bei 40 Minuten ca. 50-60kWh. Zu den anfänglichen 75kWh bekomme habe ich so insgesamt ca. 150kWh zur Verfügung. Mit sagen wir mal 18 kWh/100km bei etwa 140km/h reicht das für ca. 850km . Dann denke ich hat jeder eine grössere Pause verdient.

Und meine Lebensqualität hat sich dabei sogar noch verbessert. Der Trick heisst: Wenn ich nicht fahre, dann lade ich 🙂

Aber sehen Sie, so wie man es die letzten 40 Jahre stehts gemacht hat: es gibt Leute, die unbedingt innerhalb von 18h über 2000km in die Ferien fahren müssen und totmüde am Ort ankommen, dann sich erst einmal einen halben Tag erhohlen dürfen und wieder zu Hause angekommen bei Allen zu Hause gebliebenen prahlen müssen, was für eine Meisterleistung sie vollbracht haben. Das ist so wie ein Ritual das man einfach nicht abschütteln kann. Es wird nicht einmal ein Gedanke darüber verschwendet, ob das überhaupt der eigenen Gesundheit dienlich ist. Nein, ohne das sind Ferien unmöglich.

Des Weiteren: „Die 500km Marke … dann muss sie auch in 20-30min wieder voll sein“ ? Offenbar ist es für Sie unmöglich nicht voll tanken oder dann nicht voll laden zu können. Eine Teilladung in 30 Minuten und nach 2h Fahrt hat bisher nicht in Ihr Konzept gepasst, also ist das für Sie unmöglich. Die Welt verändert sich und wir Alle sollten agil bleiben.

Es ist die Frage, ob die Welt mit ihren Menschen sich wirklich so schnell verändert, wie einige dies hier deklarieren oder ob es nicht eher Wunschdenken – in jenem genannten Tempo zumindest – ist.
Ich habe nach der Wende über 20 Jahre in verantwortlicher Position in den neuen Bundesländern Deutschlands gearbeitet und bin seitdem davon überzeugt, dass für manche Änderung in Verhaltensweisen und Köpfen nicht ein Generationswechsel erforderlich ist, sondern mindestens zwei. Mindestens. Nur sagt man das natürlich nicht gerne laut.

Auch mir und vieler meiner Kollegen ist klar, dass der Mensch generell ein bequemes Lebewesen ist und zu minimum 80% jeglichen Veränderungen aus dem Weg gehen will. Ich bin aber der Meinung, dass die Klima Frage viel mehr zur Existenzfrage wird als das Covid-19 je sein wird. Nur das ganze ist ein unheimlich träger Prozess, so dass die meisten Menschen diese eben viel zu wenig als Gefahr wahrnemen.

Mein Konzept: Elektroautos für möglichst viele Menschen zum Anfassen und Ausprobieren zur Verfügung stellen zu können und nachfolgende Generationen bereits in den Schulen für das Thema Klima zu sensibilieren.
Die Millenials leben solche Veränderungen bereits. Sie sind einfach noch zu wenige, um die notwenigen politische Veränderungen zu bewirken.

Wenn aber in den kommenden 10-20 Jahren sich das Klima stärker bemerkbar machen sollte, dann werden auch die Menschen sich schneller die Liegestuhllage verlassen.

In der Tat haben Sie recht das ich mich damit schwer tue. Aus meiner alten Sicht gibt es ja auch die Alternative Wasserstoff . Aber da Sie ja solch ein Langzeiterfahrung haben, würde es mich interessieren welche Erfahrungen sie mit abnehmender Kapazität der Batterie haben und wie sie die Belastung des Schnellladens auf die Batterie bewerten?!
Hinsichtlich nextmove bin ich über ihre Aussage enttäuscht da diese genauso überzeugt von bev sind wie sie. Ich würde sagen die können schon e Auto fahren und fair vergleichen.

In all meinen Kommentaren habe ich mich niemals gegen Wasserstoff ausgesprochen. Falls jemand einen Mirai fährt und dabei einen Verbrenner ersetzt habe ich schon aus Klimagründen nichts dagegen. Aus ganz bestimmten Gründen ist halt mein BEV für meine Anforderungen und meiner Erfahrung das besser Fahrzeug. Habe ich mich jemals dahingehend geäussert, dass es keine FCEV geben soll, niemals. Man entscheidet sich dann halt für betanken und halt Vor-und/oder Nachteile. Ist doch kein Problem für mich. Seit wann darf man nicht mehr für das einstehen an das man glaubt ?

Zu meinen Langzeiterfahrungen mit meiner Tesla Roadster Batterie: Max Range laden, T=0 war 380km (54kWh). Die Fahrweise entscheidet über die definitiv gefahrene Distanz. Meine Fahrweise im Schnitt mit dem Roadster = 14.5kWh/100km also ca. 373km.
Nach 5 Jahren und gefahrenen rund 130’000km war ich bei Max Range laden = 330km d.h. also rund 86%. Aussage von Tesla war 80% bei 160’000km. Wohlverstanden, das war Batterietechnologie aus dem Jahre 2008. Also hat Tesla sein Versprechen durchaus eingehalten.

Meine 18 monatige Erfahrung mit meinem Model 3: 35’000km, Durchschnittverbrauch 13.4kWh/100km, Vmax=145km/h ( in welchem Land müssen Sie mich nicht fragen, denn es gibt nur eines auf der Welt wo das erleubt ist ), sonst max. 120km (überall ohne Deutschland), Bergfahrten in Österreich, Frankreich und der Schweiz, Überland = 80km/h, Innerorts = 50km/h. 9h EcoGP auf einer Rennstrecke in Calafat ( Spanien ).

Mein Ladeverhalten: max. 85% von 500km, 98% AC bis 11kW ( zu Hause, im Office, bei Freunden, Hotels/Restaurants, Ikea, Bergbahnen, DeC), ganz einfach jedes Haus hat Strom. 2% SuC und 50kW ( ABB Stationen ) jedoch nur in den Ferien oder als Notlösung. Wieso nur als Notlösung ? 1. neg. Einfluss auf Langzeitverhalten des Akkus. 2. Jedes Haus hat Strom, den man nutzen kann und dessen Infrastruktur vorhanden ist und die nicht zusätzlich vom Staat subventioniert werden muss. Mein Ziel, dass wo immer ich hinkomme und mein Elektroauto nicht fährt, ich laden kann, egal wie viel und wie lange aber meistens nur 85%. Wenn sich alle BEV Fahrer so verhalten würden, dann haben Sie von Alleine die ganze Ladeinfrastruktur sich selber aufgebaut und das Thema Reichweite ( Kurz, Mittel und Langstrecke ) für BEV wird sich in Zukunft gar nie mehr stellen. Es wird heute und in Zukunft keine schnelleren Ladungen geben als 10s ( einstecken, ausziehen ) und ich kann so bestimmen, welchen Strom ich nehme. Und mein Auto könnte optimaler nicht ausgenutzt sein.

Mein Fahrverhalten: Vorausschauend, moderat, gleichmässig bis max. 145km/h
absolut identisch wie mit meinem Verbrenner BMW Z3, den ich bis 2011 gefahren bin. Absolut keine Zeiteinbussen. Ich kann das auf ganz bestimmten Teststrecken bestätigen.

Teststrecke: Zürich(CH) – Perpignan (F) = 885km.
3 Stops, 3×15-20 Minuten (Kaffee, Beine vertreten, WC), 1×40 Minuten (Mittagessen). Während allen Stops wird mein Model 3 geladen. Ich habe keine Zeiteinbussen dass ich neben dem Auto warten muss während es betankt wird. Also wiederum eine optimierte Auslastung des Autos und meiner Ruhezeit. Das garantiert eine max. Sicherheit für mich und die anderen Strassenteilnehmer.

Mein Z3 wäre da mindestens während 1h nutzlos nur rumgestanden.

Wenn ich mit Freunden in die Ferien fahre sie mit Verbrenner und ich mit dem Model 3, dann lade ich über Nacht im Hotel und muss danach mit Ihnen 15 Minuten an einer Tankstelle verbraten, nur weil sie nicht im Hotel tanken konnten. Dasselbe wäre auch mit einem FCEV der Fall.

Ein guter Freund von mir, der die 1 mio Kilometer gefahren ist beweisst, dass er schon über 700’000km mit der jetzigen Batterie gefahren ist und sein Ladeverhalten bestätigt ein Mix aus SuC und AC bis 22kW.

Diese Konzepte verfolge ich nun schon seit 9 Jahren sehr erfolgreich mit Fahrzeugen von einem Hersteller, der durchaus führend ist bei den BEV’s.

Ich bin aktuell am Rechergieren, zusammen mit einem Kollegen, der einen Mirai relative gut Probefahren durfte und auch gegen ein Tesla Model S getestet hat. Auf der Langstrecke (970km) war das Models sogar schneller von Punkt A nach B. Also für mich sind beide Langstreckentauglich. Reichweite, Speed und Infrastruktur ( wie der Autor schon sagte ) harmonieren sehr gut bei Tesla.
Ich hoffe bald einmals auf div. Fragen auch Antworten geben zu können.

Wasserstoff auf Schiffen ( vor Allem Kargo ), Flugzeugen und in der Industrie und zwar mit nachhaltigem Strom aus heimischer Erzeugung. Bin ich zu 100% dafür.

Respekt Herr Doessegger. Ihre Einstellung zur individuellen Mobilität ist wirklich großartig. Ich gebe zu für mich wäre das aktuell nichts. Aber ich bin beeindruckt wie Sie das leben. Sicherlich haben sie auch Möglichkeiten das so zu leben. Aber ich denke sie sind ein gutes Beispiel wie es funktionieren kann. Ob es für die Masse reicht wird sich zeigen. Wie sie aber auch sagen ist entscheidend, das so wenig wie möglich neue verbrenner produziert werden und möglichst viele elektrisch angetriebene Fahrzeuge neu produziert werden.

„Sicherste Fahrzeug der Welt“ erinnert mich an „Deutschlands bester Autofahrer“, „Deutschlands liebste Oma“ oder auch „Deutschlands faulster Hartz 4 Empfänger“ 😉
Mit anderen Worten: Ja, die Presse ‚braucht‘ so etwas.
Solche Reihenfolgen machen objektiv keinen Sinn und wenn‘s zum Crash kommt, sitze zumindest ich doch lieber vielleicht in der Mercedes S Klasse als im Tesla. Vom Familienpanzer Susi I (bei Loriot) ganz zu schweigen.

Was mich bei allen Diskussionen um das richtige Fahrzeug für Vertriebler auf Langstrecke stört ist die Tatsache,dass niemand auf das geräuscharme und vor allem emissionslose fahren im BEV hinweist.Natürlich kann ich im Verbrenner 1000 km am Stück fahren(was absolut nicht der Realität entspricht).Ich verpeste aber weiter die Umwelt und trage zum Klimawandel bei.Die kommende Generation wird da anders agieren!!!

Das mit den Firmenwagen ist hinsichtlich der Abgrenzung so eine Sache. Ich kenne ganz viele kleine Firmen, da laufen ‚natürlich‘ de jure alle Fahrzeuge der Eigentümerfamilie „auf die Firma“. Wenn ich das mal deutschlandweit hochrechne, gehe ich locker von Hunderttausenden solcher „Firmen“fahrzeuge aus. Hat natürlich vor allem steuerliche Vorteile und macht auch darüber hinaus dem Firmeneigner samt Kleingroßfamilie das Leben einfacher 😉

Vielleicht die Zahlen aus dem Artikel vom Autor noch mal verifizieren lassen: „Jeder 12. Mitarbeiter“ bedeutet in Deutschland etwa 3,5 Millionen Personen. Und „60% alle Zulassungen sind Firmenwagen“ ergibt circa 2 Millionen pro Jahr. Nun erscheinen mir 2 Millionen Neufahrzeuge pro Jahr relativ zu 3,5 Millionen Fahrzeugnutzern etwas hoch(?)
Wie ist das z. B. mit Leasingfahrzeugen im privaten Sektor: Da wählt die Privatperson das Fahrzeug aus, zugelassen wird es aber auf den Leasinggeber, richtig – zählt in diesem Sinne als „Firmenfahrzeug“? Oder die zahlreichen Tageszulassungen: Dort erst aufs Autohaus, dann auf Privatperson. Ist das im Sinne der Statistik unterm Strich ein „Firmenfahrzeug“?
Wäre für den Laien wie mich mal interessantes Thema und Abgrenzung, aber das ist natürlich ein anderer Artikel dann.

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