Faun startet Produktion von Müllfahrzeugen und Kehrmaschinen mit Wasserstoffantrieb

Faun Wasserstoff Müllfahrzeug Bluepower

Copyright Abbildung(en): Faun

Faun, einer der führenden Anbieter von Abfallsammelfahrzeugen und Kehrmaschinen, hat den Startschuss für die Serienproduktion wasserstoffbetriebener Nutzfahrzeuge gegeben. Ab 2021 sollen Müllfahrzeuge und Kehrmaschinen mit dem Wasserstoffantrieb Bluepower in Serie produziert werden, einzelne Modelle werden bereits vorher ausgeliefert. Bereits im August wird ein Wasserstoff-Fahrzeug in Bremen in den Realtesteinsatz gehen. Die ersten Kundenfahrzeuge folgen im Herbst. Medienberichten zufolge liegen bei Faun für die Bluepower genannten Fahrzeuge 20 Bestellungen für das Jahr 2020 vor. Für 2021 seien es bereits 100.

Seit Jahren beschäftigen sich die Fahrzeugbauer von Faun bereits mit der Wasserstoff-Technik. Die Bluepower-Fahrgestelle, welche von Daimler zugeliefert werden, kombinieren die Wasserstoffbrennstoffzellen- mit der Batterie-Technologie. Verbaut ist eine 85 kWh große Batterie, die mit einmaligem Nachladen für zwei Umläufe pro Tag reichen soll. Erst auf längeren Strecken oder ohne die Möglichkeit tagsüber nachzuladen springt die Brennstoffzelle als Energielieferant an. Die Gesamtreichweite soll je nach Auslegung des Systems (Brennstoffzellenstacks und Wasserstofftanks sind modular aufrüstbar) bei mehr als 650 Kilometern liegen.

„Unser Ziel sind hundert Prozent emissionsfreie Städte für alle. Ich stelle mir eine energiesorglose Zukunft vor. Nur mit Wasserstoff werden wir einen klimaneutralen Verkehrssektor erreichen können. Wasserstoff ist das neue Öl, und wir sind fest davon überzeugt, dass wir innerhalb von fünf Jahren mehr Wasserstoff- als Dieselfahrzeuge liefern werden.“ – Patrick Hermanspann, CEO Faun

Grüner Wasserstoff kann mittels Elektrolyse aus regenerativen Energien aus Windrädern, Photovoltaik oder auch Müllverbrennungsanlagen hergestellt werden. Die Energie aus Wasserstoff wird dann wiederum für den Antrieb der Fahrzeuge genutzt. Vorteil Wasserstoff: er kann wie die heutigen Kraftstoffe getankt werden – der Tankvorgang der Bluepower-Fahrzeuge soll nur vier Minuten dauern. Die Entwicklung vom Prototyp bis zum serienreifen Fahrzeug wurde im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) mit etwa einer halben Million Euro vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Koordiniert wurde die Projektförderung von der NOW GmbH.

Quelle: Faun – Pressemitteilung vom 05.08.2020 // NOW – Pressemitteilung vom 06.08.2020 // Weser-Kurier – Stephan Weil lässt sich Wasserstoffantrieb bei Faun zeigen // Weser-Kurier – Wirtschaftsminister Althusmann von Wasserstoff als Energieträger überzeugt

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Sehr gut ….
wird ja langsam…
und die Anwohner in Städten werden sich wundern wie toll es plötzlich ist wenn der LKW- Verkehr nicht mehr so einen Lärm macht.
Dann wird auch ganz schnell nach „geräuscharmen LKWs“ gerufen 🙂

es bleibt spannend

Mich interessiert besonders wo der CO2 neutrale Wasserstoff herkommt.
Das man eine Brennstoffzelle in ein Fahrzeug einbauen kann ist jetzt keine so grossartige Neuheit für mich…

Die Neuigkeit ist nicht, dass man es kann, die Neuigkeit ist, dass man es tut.
Einen Elektromotor in ein Fahrzeug einbauen kann man auch schon 150 Jahre, aber seit Kurzem tut man es.
Nun gibt es Neuigkeiten beim Energiespeicher für den notwendigen Strom. Statt riesige Batterien nimmt man kleinere Batterien und ein Wasserstoff-Brennstoffzellen-System dazu.
Ob der Wasserstoff schon heute 100% CO2-frei ist, ist nicht entscheidend. Aber wir wissen, wie das geht und man kann nun diesen Weg gehen. Wer heute die Batterie lädt, hat im Normalfall auch (noch) nicht 100% CO2-freien Strom. Aber wir wissen, wie das geht und es wird kommen.

Ich finde das toll, dass jemand erste Schritte mit der Technologie macht. Nicht immer alles kaputt reden, wir der Herr „Silverbeard“ das macht!. Wie viel Schaden Batterien anrichten, davon spricht keiner.

Ich finde das toll, dass jemand erste Schritte mit der Technologie macht. Nicht immer alles kaputt reden, wir der Herr „Silverbeard“ das macht!. Wie viel Schaden Batterien anrichten, davon spricht keiner.

Schon seit Jahren bietet eine französische Firma den Kastenlieferwagen von Reanault mit Wasserstoff und Batterieantrieb an. Meiner Meinung nach der Königsweg. Batterie für die Kurzstrecke und die Brennstofzelle für die Langstreckecke vereint in einem Fahrzeug. Und wenn der Wasserstoff ersteinmal klimaneutral hergestellt wird hätten wir gewonnen. Ja wenn Unternehmen wie VW und Tesla da nicht mauern würden…..miteinander wäre besser als gegeneinander. Mir hat ein VW-Entwicklungstechnicker gesagt, dass der Batterieantrieb nur für zehn Jahre sein soll.
Ein Schelm wer dabei schlechtes denkt…..
Dirk

Wer weis denn zum Beispiel das Audi gemeinsam mit Hunday und BMW gemeinsam mit Toyota weiterhin an der BZ arbeiten.
Das die Chinesen Tracktoren, LKW’s, Schiffe, Straßenbahnen, Eisenbahnen usw. bereits mit H2 am Start haben.
Wir schlafen auf dem Baum und merken bzw. sollen oder wollen nicht merken das der Zug bereits in voller Fahrt sich bewegt.

Den Link wollte ich euch noch mit auf den Weg geben:
https://youtu.be/odDlts_CRmA
Gruß, Dirk

Hallo Herr Bethge,
da scheint ihr “Mann“ von VW nicht auf dem aktuellen Stand zu sein.
Lesen Sie mal nach: Interview zwischen Herrn Dr. DIESS und dem GRÜNEN SPEZIALISTEN Herrn Habeck in FOCUS! Prophezeiung Dr. DIESS=alternativlos, SPEZIE HABECK=Technik für die nächsten Jahrzehnte! Gemeint haben beide die “Hilfskrücke“ E-Auto.
Beide haben die zukünftige Mobilität verpennt und rühmen sich großer Dinge. China ist jetzt schon weiter.
Aber so ist das: weltweit die Menschen betrügen/abzocken (VW), jahrzehntelang Braunkohle abbaggern und Menschen “vertreiben“ (GRÜNEN) und sich dann als “Heilsbringer“ darstellen. Selbstbeweihräucherung gab es schon in den letzten Jahrhunderten.
Da kann man der Firma FAUN nur Respekt und Anerkennung zollen!!! Denn wo solche Automobile durch’s Land rollen, werden sie auch mit Wasserstoff betankt und zwangsläufig werden auch die PKW WASSERSTOFF AUTOS folgen!

Super Kommentare. Ich sehe auch, dass es so kommen wird. Doch die genannten Herren mit ihren doch zahlreichen Fans werden leider dafür sorgen, dass länger als nötig nicht CO2-frei gefahren wird. Das ist nicht nur schade. Das ist mangelndes Verantwortungsbewußtsein gegenüber der Allgemeinheit und der kommenden Generationen.
Die Gewinne werden selbst einkassiert. Und wenn das Geschäftsmodell dann nicht mehr laufen sollte wird ungeniert nach dieser gerufen.
Da sollten wir alle weiter achtsam sein und dran bleiben.

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