Faraday Future kooperiert bei Akkukühlung mit Mivolt

Faraday Future kooperiert bei Akkukühlung mit Mivolt

Copyright Abbildung(en): Faraday Future

Das Elektroauto-Start-up Faraday Future (FF) aus den USA ist eine Partnerschaft mit dem britischen Unternehmen Mivolt eingegangen. Mivolt, ein Weltmarktführer in seinem Bereich, der bekannte Unternehmen wie Siemens, ABB, Boeing, CERN und NASA beliefert, werde FF mit fortschrittlichen dielektrischen (elektrisch nicht leitenden) Kühlmittelmaterialien ausstatten, die in das bestehende patentierte Onboard-Kühlsystem von FF integriert werden sollen. So sollen die Batteriezellen in ein vollständig untergetauchtes Batteriekühlsystem eingebettet werden.

FF und Mivolt haben kürzlich bereits bei „Going Further“ zusammengearbeitet, einem gemeinsamen Live-Webcast, der sich eingehend mit der E-Auto-Batterietechnologie unter Verwendung von Tauchkühlung befasste. Experten beider Unternehmen – darunter Nicolas Bel, Senior Lead Thermal Engineer bei FF – erläuterten die Vorteile des FF-Tauchkühlsystems mit Mivolt-Flüssigkeiten als dielektrischem Kühlmittel.

 

Der Akku von FF gilt als ein Schlüsselsystem der VPA (Variable Platform Architecture), das außergewöhnliche Fahrzeugfähigkeiten wie Reichweiten von mehr als 600 Kilometern und ein Beschleunigungsvermögen von gut 2,4 Sekunden bis Tempo 100 ermöglicht. Die VPA von FF ermöglicht es dem FF 91 auch, per Schnellladung mit umgerechnet einer Reichweite von 800 Kilometern pro Stunde geladen zu werden. Diese Zahlen erfordern ein ausgeklügeltes System, um diese Leistung auch sicher und effizient liefern zu können. Und ein solches System ist direkt mit dem Wärmemanagement des Akkus verbunden.

„Wir freuen uns sehr, die Gelegenheit zu haben, mit Mivolt zusammenzuarbeiten, einem bewährten Weltmarktführer für Tauchkühlflüssigkeiten. Bei FF arbeiten wir mit führenden Technologiepartnern zusammen, um unsere technologischen Innovationen voranzutreiben. Und Mivolt eilt ebenfalls der Ruf innovativer Produkte und überlegenen technischen Wissens voraus.“ – Bob Kruse, Senior Vice President für Produktausführung und Fahrzeugtechnik bei Faraday Future

FF untersuchte zahlreiche verschiedene Kühlmethoden, als die VPA entworfen wurde. Nach einer umfassenden Bewertung entwickelte das FF-Team eine einzigartige Lösung: ein vollständig untergetauchtes System. Im Jahr 2015 war FF Pionier eines patentierten Kühlschemas, bei dem alle wichtigen Batteriekomponenten in Kühlmittel getaucht werden.

Die Batteriezellen zeigen ihre beste Leistung bei Temperaturen um 20 Grad Celsius und neigen dazu, heiß zu werden, wenn sie Energie abgeben oder speichern. Daher wird das Kühlschema zu einem entscheidenden Bestandteil, um Spitzenleistungen während der Nutzungsdauer des Fahrzeugs sicherzustellen. Das gewählte Kühlmittel von FF ist eine nicht leitende Flüssigkeit mit „hervorragenden thermischen Eigenschaften“, so der Hersteller, die es dem gesamten Akkupaket ermögliche, über alle ihre Komponenten hinweg eine gleichmäßige Temperatur zu haben. Mit dem Kühlmittel, das jeden Hohlraum innerhalb des Akkus umgibt, erreiche FF jederzeit stabile Temperaturen, sodass der Akku besser auf die hohen Anforderungen des Fahrzeugs reagieren kann.

Das Kühlsystem eliminiere auch das potenzielle Korrosionsrisiko, da alle elektrischen Komponenten und ihre Verbindungen in die Flüssigkeit eingetaucht sind. FF-Ingenieure reduzierten zudem den Abstand zwischen den Zellen und erhöhten so die Gesamtenergiedichte der Packung, da das Kühlmittel auch in Millimeterentfernungen frei fließen kann. Außerdem bietet es einen natürlichen Dämpfungseffekt in Bezug auf Komponentenvibrationen. Die im FF 91 verwendete Technologie verfüge zudem über ein innovatives Design beim Kühlmittelfluss, mit dem jede Zelle einzeln gekühlt werden kann.

Quelle: FF – Pressemitteilung vom 02.12.2020

Über den Autor

Michael ist freier Journalist und schreibt seit 2012 fast ausschließlich über nachhaltige Mobilität, Elektro- und Hybridautos, Energiethemen sowie Umweltschutz.

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Dieses geheimnisvolle Designe, ein Kühlmittel , egal was dies auch sein mag, näher um die Batteriezellen heran zu führen, könnte durchaus besser kühlen. Schnellere Ladezeiten über dem gesamten Ladezyklus wären also möglich. Einen weiterer Vorteil der möglichen schnelleren Stromentnahme aus dem Akku , wäre wie beschrieben , noch grössere Beschleunigung.
Dies kann aber höchstens im Rennwagenbereich voll ausgereizt werden. Grössere Reichweiten, bestehende Akkugrössen vorausgesetzt, würde dies aber nicht ergeben.
Für den heutigen Strasseneinsatz sind Motorengrösse und Leistung, wie jetzt bestehend ,völlig ausreichend.
Dass eventuell die Lebensdauer der Batterien man damit noch etwas verbessern könnte, müsste erst getestet werden.
Aber Abmessungen und Gewicht könnten möglicherweise damit verringert werden
.Ueber Fragen direkt nach diesem Potcast, über Umweltschädigung und Hautkontakt dieser Nanotechnik-Ware konnte kein Antwort gegeben werden.

Dann bis zum 24. Dezember wenn der Weihnachtsmann kommt
Was anderes fällt mir zu FaradayFuture nicht mehr ein

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