Faraday Future erklärt Kühlsystem des Batteriepacks im FF91

Copyright Abbildung(en): Faraday Future

Das Start-up Faraday Future hat Details zum Batteriepaket seines ersten Elektroautos veröffentlicht, dem FF91, der demnächst in Produktion gehen und noch in diesem Jahr ausgeliefert werden soll. Die Basis des FF 91 ist die von Faraday Future selbst entwickelte Variable Platform Architecture (VPA), eine laut Hersteller besonders robuste Antriebsarchitektur, die modifiziert und in verschiedene Fahrzeugtypen eingebaut werden könne.

Der Akku ist ein Schlüsselelement der VPA und ermöglicht dem Premium-Crossover FF 91 viele jener Leistungsmerkmale, die ihn zu einem außergewöhnlichen Fahrzeug machen sollen: Gut 500 Kilometer Reichweite, eine Beschleunigung auf Tempo 100 in weniger als drei Sekunden, und eine Schnellladefähigkeit von umgerechnet 800 Kilometer Reichweite innerhalb einer Stunde. Damit diese Zahlen auch erreicht werden können, sei ein ausgeklügeltes System erforderlich, um sie auch sicher und effizient zu liefern. Das Wärmemanagement des Akkus spiele dafür eine entscheidende Rolle, wie Faraday Future mitteilt.

Batteriezellen zeigen ihre beste Leistung bei Temperaturen um 25 Grad Celsius. Wenn sie Energie freisetzen oder speichern, neigen sie jedoch dazu, heiß zu werden. Daher ist das Kühlschema ein entscheidender Bestandteil, um eine Spitzenleistung während der gesamten Fahrtdauer sicherzustellen. Bei der Entwicklung der VPA habe Faraday Future zahlreiche verschiedene Kühlmethoden untersucht. Das Ziel war ein System, das skalierbar und effizienter als jedes andere ist. Nach einer umfassenden Bewertung sich das Team für eine Lösung entschieden: ein vollständig in Kühlflüssigkeit gebettetes System, bei dem alle wichtigen Batteriekomponenten in Kühlmittel getaucht werden.

Das Unternehmen musste einige Herausforderungen bei seiner Suche nach einer geeigneten Kühlflüssigkeit bewältigen, die eine Reihe wichtiger Anforderungen erfüllen muss: Sie muss mit den Zellen kompatibel sein, nicht brennbar sein, eine niedrige Viskosität aufweisen und relativ kostengünstig sein. Die Wahl fiel auf nicht leitendes Öl mit optimalen thermischen Eigenschaften, das es dem Batteriepaket ermöglicht, über alle Komponenten hinweg eine gleichmäßige Temperatur aufzuweisen. Mit dem Kühlmittel, das jeden Freiraum zwischen Zellen, leitenden Elementen und Steuergeräten umgibt, erreiche Faraday Future stets stabile Temperaturen, sodass der Akku besser auf die hohen Anforderungen des Fahrzeugs reagieren kann.

Gut 7000 Einzelzellen im Unterboden

Das Kühlsystem ermöglichte es zudem, potenzielle Korrosionsrisiken auszuschließen, da alle elektrischen Komponenten und ihre Verbindungen in die Flüssigkeit eingetaucht sind. Die Flüssigkeit erlaube außerdem, den Abstand zwischen den Zellen zu verringern und somit die Gesamtenergiedichte des Batteriepakets zu erhöhen, da das Kühlmittel auch in kleinsten Abständen frei fließen kann. Außerdem biete die Flüssigkeit es einen natürlichen Dämpfungseffekt in Bezug auf Komponentenvibrationen.

Faraday Future habe umfangreiche Tests durchgeführt, um sicherzustellen, dass alle Komponenten in dem System — Kühlmittel, Zellen, Gehäuse usw. — auch miteinander kompatibel sind. In umfangreichen Tests, etwa auch beim anspruchsvollen Pikes Peak Bergrennen, habe sich bestätigt, dass diese Lösung die Anforderungen an den Lebenszyklus erfülle und sogar übertreffe.

Das Batteriepaket im FF91 habe rund 7000 einzelne Batteriezellen. Dank des Designs der Batteriemodule, für das sich Faraday Future gut fünf Jahre lang Zeit gelassen hat, könne jede einzelne Zelle gekühlt werden.

Quelle: Faraday Future — Pressemitteilung vom 18.06.2020

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Eine Antwort

  1. Was soll man von der Kompetenz und Sorgfalt eines Unternehmens halten, dass nach 5 Jahren Entwicklungszeit eine Grafik veröffentlicht, bei der augenscheinlich die Beschriftung für kaltes und warmes Wetter im Kühlkreislauf vertauscht sind …

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