Fahrer verunglückt bei starkem Regen und beschuldigt Tesla – zu unrecht!

Copyright Abbildung(en): Kaspars Grinvalds / Shutterstock.com

Tesla wird in den Medien oft genannt, wenn Unfälle passieren, aber harte Daten und Gerichtsurteile zeigen, dass in Wirklichkeit oft das Gegenteil der Fall ist und die Schuld beim Fahrer liegt. In den letzten Tagen erschienen leider viele sachlich falsche Artikel und Berichte über ein deutsches Gerichtsurteil (OLG Karlsruhe 1 Rb 36 Ss 832/19), das mit einem Tesla-Fahrer zu tun hat, der bei starkem Regen verunglückte und behauptete, Tesla sei schuld.

Der Fahrer verteidigte sich vor dem Gericht, dass der Unfall geschah, als er versuchte, die Wischerfrequenz auf dem Fahrzeugdisplay einzustellen. Aufgrund des starken Regens, sagte er, konnte er die Straße nicht richtig sehen, und um die Scheibenwischer auf eine schnellere Frequenz bei dem starken Regen einzustellen, musste er auf das fest eingebaute Fahrzeugdisplay schauen und im Untermenü einstellen, und als er das tat, verließ er unbeabsichtigt die Straße, und der Unfall geschah. Der Fahrer kam zu dem Schluss, dass der Unfall nicht seine Schuld sei, sondern aufgrund der Lokalisierung der Wischereinstellung auf dem Display zurückzuführen sei und er deshalb unschuldig an dem Unfall ist.

Das Urteil des Richters lautet:

„Der fest im Fahrzeug der Marke Tesla eingebaute Berührungsbildschirm (Touchscreen) ist ein elektronisches Gerät i.S.d. § 23 Abs. 1a S. 1 u. 2 StVO, dessen Bedienung dem Kraftfahrzeugführer nur unter den Voraussetzungen dieser Vorschrift gestattet ist, ohne dass es darauf ankommt, welchen Zweck der Fahrzeugführer mit der Bedienung verfolgt. Auch die Einstellung der zum Betrieb des Kraftfahrzeugs notwendiger Funktionen über Touchscreen (hier: Einstellung des Wischintervalls des Scheibenwischers) ist daher nur gestattet, wenn diese mit einer nur kurzen, den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen angepassten Blickzuwendung zum Bildschirm bei gleichzeitig entsprechender Blickabwendung vom Verkehrsgeschehen verbunden ist.“

Das Gericht entschied, dass das fest im Tesla eingebaute Display wie ein Display auf einem Smartphone zu bewerten ist und dass es nur kurz benutzt werden darf, da ansonsten die Aufmerksamkeit zu lange von dem Verkehrsgeschehen auf der Straße abgelenkt wird.

Displays in Tesla Fahrzeugen alles andere als illegal

Die Berichterstattung der Medien, die aus diesem Urteil hervorging, ergaben, dass es illegal sei, die Bedienelemente des Displays in einem Tesla zu benutzen, und dass die Konsequenzen darin bestünden, dass Tesla diese austauschen und eine manuelle Wischersteuerung installieren müsse, wie wir sie auch von anderen Fahrzeugen kennen. Einige Medien berichteten sogar, dass Tesla die Wischersteuerung aus Gründen der Kostenreduzierung auf das Display lokalisierte und dadurch Sicherheit, Gesundheit und Leben von Menschen gefährdet.

Ich bin der Meinung, dass jeder, der einen Tesla fährt, lernen sollte, dessen Bedienelemente wie bei jedem anderen Auto, das man fährt, zu benutzen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Scheibenwischer in einem Tesla, in diesem Fall einem Model 3, zu betätigen oder dessen Frequenz einzustellen.

  1. Der Fahrer hätte in der Situation, in der er sich befand, per Sprachsteuerung die Wischerfrequenz erhöhen können, ohne seine volle Aufmerksamkeit für eine Sekunde von der Straße nehmen zu müssen. Die Sprachsteuerung funktioniert in deutscher Sprache ganz ausgezeichnet und wird durch einen manuellen Knopf am Lenkrad aktiviert.
  2. Er kann mit dem Hebel links neben dem Lenkrad eine einmalige Wischerbewegung auslösen und diese wiederholen. Dazu braucht er keine Sekunde von der Straße wegzusehen. Gleichzeitig erscheint dann auf dem Bildschirm die Frequenzsteuerung die sich schnell und sicher einstellen lässt.
  3. Als Alternative hätte der Fahrer auch den serienmäßigen Autopiloten der bei allen Tesla Fahrzeugen integriert ist einschalten können, der das Fahrzeug auch bei starkem Regen zuverlässig in der Mitte der Fahrspur hält und es Ihnen erlaubt, auf sichere Weise die Wischerfrequenz auf dem Display einzustellen.

Auch zu erwähnen ist das eine automatische Wischfrequenz als Voreinstellung gewählt werden kann, so dass ein Fahrer bei Regen gar nichts mehr einstellen muss da die Frequenz automatisch reguliert wird.

Der Fahrer hatte also mindestens drei sichere Optionen, um den Scheibenwischer einzustellen, wählte aber eine vierte Option und verbrachte zu viel Zeit damit, wendete sich dadurch vom Geschehen vor dem Fahrzeug zu lange ab was regelwidrig ist und einen Unfall verursachte.

Das beste System nutzt nichts, bei falscher Steuerung

Offensichtlich wusste der Fahrer also nicht, wie er das Fahrzeug richtig benutzt, oder er entschied sich, das Display auf eine illegale Art und Weise zu benutzen, was bei starkem Regen tatsächlich gefährlich sein kann. Ein Fahrer, der an die Scheibenwischersteuerung eines Model 3 oder eines Model Y gewöhnt ist, hätte das Display natürlich sicher und legal benutzen können, wenn er es nur schnell genug gemacht hätte, denn die Nutzung des Displays ist auch bei starkem Regen ganz legal, wenn man es den Regularien entsprechend korrekt, dass heißt in kurzer Zeit ausführt.

Wegen des nicht rechtlichen Vorgehens des Fahrers verhängte der Richter eine Geldstrafe und entzog den Führerschein für einen Monat. Eine sinnvolle Entscheidung, würde ich sagen, weil der Fahrer nicht wusste, wie das Model 3 zu benutzen ist oder sich entschied, es auf illegale Weise zu benutzen.

Mit anderen Worten, was der Richterspruch deutlich macht, ist, dass ein Fahrer seine Aufmerksamkeit der Straße zuwenden muss und wenn Sie zu lange auf ein Display schauen, sei es Ihr Smartphone oder ein Display in einem Fahrzeug und dadurch einen Unfall verursachen dann ist es illegal. Wenn der Fahrer das Display aber nur für kurze Zeit benutzt ist es natürlich legal, und dasselbe gilt auch für Ihr Handy.

Das Gerichtsurteil wurde vom Fahrer angefochten und vom Oberlandesgericht bestätigt. Ein Bußgeld von 200 € und ein 1-monatiger Führerscheinentzug wurden in Kraft gesetzt. Obwohl nur der Fahrer eine Strafe erhielt und Tesla nicht einmal erwähnt wurde, versuchen die Medien ob in Deutschland oder international aus dem Urteil etwas zu schließen, was es nicht aussagt. Die von den Medien konstruierte Aussage die weder das Urteil des Amtsgerichts noch des OLG indiziert ist, dass Tesla die Bedienfunktionen ändern muss, die Benutzung des Displays illegal ist und die Fahrer Geldstrafen und den Verlust ihres Führerscheins riskieren, wenn sie einen Tesla fahren.

KBA hat alle Tesla-Fahrzeuge in Deutschland zugelassen & korrekt genehmigt

All das ist faktisch falsch und kann nur als die Verbreitung von Angst, Unsicherheit und Zweifel bezeichnet werden. Alle Tesla-Fahrzeuge in Deutschland sind vom KBA (Kraftfahrtbundesamt) zugelassen, und der Richter hat nicht einmal etwas über ein nicht zugelassenes oder nicht korrekt genehmigtes Fahrzeug erwähnt.

Das Gericht hat den Fahrer für schuldig befunden, das Fahrzeug nicht ordnungsgemäß benutzt zu haben, und deshalb geht die Geldstrafe und der Führerscheinentzug auch richtigerweise an den Fahrer und nicht an Tesla. Wir haben bei Tesla sehr viele Fälle erlebt, in denen Fahrer versuchen, den Autohersteller für einen Unfall schuldig zu machen.

Vor nicht allzu langer Zeit gab es Berichte von Fahrer die ihren Tesla mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Garagenwand fuhren und behaupteten, es sei die Schuld des Fahrzeugs, das unbeabsichtigt selbstständig beschleunigt habe. Es stellte sich heraus, dass die Fahrer das Gaspedal zu stark drückten, die unmittelbare Beschleunigung eines Elektroautos unterschätzten oder Bremse und Gas verwechselt hatten. Ein Verbrennungsmotor reagiert wesentlich später nach dem Betätigen des Gaspedals im Vergleich zu einem Elektroauto. Auch diese Fahrer sollten die Bedienung des Fahrzeugs also erst einmal erlernen und ihr eigenes Verhalten überprüfen bevor sie als Schuldigen vorschnell den Hersteller nennen.

Vor nicht allzu langer Zeit behaupteten Tesla-Fahrer, die in Unfälle verwickelt waren, der Autopilot sei eingeschaltet gewesen und habe diese verursacht. Tesla bewies anhand von Daten, dass der Autopilot nicht eingeschaltet war, und die Fahrer wurden schuldig gesprochen.

Es gibt viele eindeutige Beispiele für Fälle in denen Fahrer die Bedienungsanleitung nicht gelesen haben oder die von Tesla angebotenen kurzen Einführungsvideos gesehen hatten. Videos die transparent aufzeigen wie man die Fahrzeuge und ihre Bedienelemente und Systeme richtig benutzt. Die meisten Personen die Tesla voreilig als Schuldigen benennen, haben sich nicht die Zeit genommen, den Umgang mit der neuen Technologie zu erlernen und wundern sich dann noch, wenn sie bei der Benutzung in Schwierigkeiten geraten.

Die Unfalldaten, die Tesla im Impact Report S. 20 zeigt und die aktuellen des zweiten Quartals, zeigen auf, dass die Fahrzeuge im Durchschnitt fast zehnmal sicherer sind als alle anderen Fahrzeuge, wenn der Autopilot eingeschaltet ist und auch ohne dessen, um Faktoren mehr Sicherheit für die Insassen bieten. Die Behauptungen, ein Tesla sei gefährlich oder nicht sicher ist wie uns die Daten beweisen schlicht und einfach falsch.

Clean Technica

Stattdessen ist ein Tesla mit großem Abstand sicherer als jedes andere Fahrzeug und das unabhängig davon, ob der Autopilot eingeschaltet ist oder nicht. Das ist es was uns die harten Daten sagen. Nicht sicher dagegen sind die Fahrer, die entweder nicht lernen wollen oder können, ein Tesla richtig zu bedienen. Es ist für viele schwer ihre eigenen Fehler zu akzeptieren und anzuerkennen aber viel leichter andere für die eigenen Versäumnisse schuldig zu machen. Leider trifft das nicht nur für die genannten Fahrer zu, sondern auch für viele Medienvertreter.

Viele Menschen sind nicht an die neue batterieelektrische Fahrzeugtechnologie gewöhnt, sie sind es nicht gewohnt, ein Display im Fahrzeug, Sprachsteuerung oder Fahrassistenzsysteme zu benutzen und das ist etwas ganz, verständliches. Die Menschen brauchen Zeit, um sich daran zu gewöhnen, und sie sollten sich die Zeit nehmen, um zu lernen, wie sie damit sicher fahren können. Das gilt für einen Verbrenner und es gilt auch für ein Elektroauto.

Journalisten und Redakteure sind ebenfalls in der Verantwortung

Es ist völlig in Ordnung, sich Zeit zum Lernen zu nehmen, aber es ist nicht in Ordnung, einen Hersteller für schuldig zu erklären, wenn er es nicht ist.

Es ist völlig in Ordnung, wenn ein Redakteur eines Medienunternehmens nicht versteht, wie ein Tesla und seine Steuerungen und Systeme funktionieren, aber es ist nicht in Ordnung, darüber zu schreiben und falsche Behauptungen aufzustellen, wenn man das Fahrzeug und deren Bedienelemente nicht kennt oder versteht.

„Ich biete gerne meine Zeit an um zu helfen und bin überzeugt, dass viele andere Tesla-Besitzer bereit sind, das Gleiche zu tun, um Autoren und Redakteuren in den Medien zu helfen, die Funktionsweise eines Tesla richtig zu verstehen, um in deren Interesse weitere falsche Berichte und Artikel zu vermeiden.“

Jeder Redakteur oder Journalist, der dieses Angebot nicht annimmt und trotzdem falsche Schlussfolgerungen berichtet so wie wir es in den letzten Tagen bei diesem Fall gesehen haben, könnte eine Motivation haben, mit Absicht falsche Informationen zu präsentieren, um eine fehlerhafte Erwartung seiner Leser zu bestätigen um dadurch mehr Klicks und höhere Einnahmen zu erzielen.

Bisher konnte ich leider auch keinerlei Korrektur falscher Berichte zu diesem Fall finden, eine Vorgehensweise die in der Vergangenheit einmal zu dem ethisch korrekten Verhalten eines Journalisten und eines Medienunternehmens gehört hat. Vielleicht bin ich ja altmodisch aber ich finde ethisch korrektes Verhalten ist etwas Positives. Wenn die Chefredakteure und Eigentümer von Medienunternehmen ein solches Verhalten und die Berichterstattung über häufig falsche Fakten und die mangelnde Bereitschaft zu angemessener Recherche akzeptieren, dann sollten Sie, lieber Leser, diese Veröffentlichungen, Redakteure und Journalisten besser meiden denn sie sind nicht vertrauenswürdig.

Wir leben in einer Zeit, in der falsche Nachrichten überall und von allen Seiten zu finden sind, und das meiste davon mag daran liegen, dass Sie es einfach nicht besser wissen.

Wenn sie aber nicht bereit sind, Ihrer Pflicht als Journalist und Redakteur nachzukommen, zuzuhören, zu lernen und die Wahrheit zu suchen, bevor Sie etwas veröffentlichen, ist das unverantwortlich und verstößt gegen die Ethik des Berufes und damit gegen die Ihnen von der Gesellschaft gestellte Aufgabe.


Dieser Artikel ist im August 2020 auf der US Webseite www.cleantechnica.com erschienen und wurde in der heutigen deutschen Version mit aktuellen Zahlen, Inhalten und Informationen angepasst.

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Danke sehr gut, aber: ist der Autor nicht Alexander Voigt?

Das ist richtig 🙂

Ehre wem Ehre gebührt 😉

Ist er. Wunder der Technik… Sollte nun passen.

Danke für den sehr guten Beitrag.

Der Autor ist ein anderer

Zu Punkt 3. wen keine mittelspur zu erkennen ist wo ist dann die richtige Spur für den Autopiloten des Tesla ?
Starker Regen also richtig starker Regen langt es wohl kam den Scheibenwischer 1 sek zu betätigen das verbessert die Sicht keines Wegs !
Zur Unfall Statistik man kann alles schön rechnen , Tesla Fahrer sind wohl keine 18-24 jährige.

Entweder Sie fahren nicht Tesla oder Sie haben sich auch noch nicht mir Ihrem Auto familiarisert.
Natürlich „langt“ es, den Scheibenwischer bei Regen eine Sekunde zu betätigen. Wenn er richtig voreingestellt ist -und das meinte der Autor damit, als er schrieb, man sollte die Bedienung des Autos kennen – wird er auf „Auto“ laufen und zu jedem Regen die richtige Wischgeschwindigkeit bieten. Ich selbst habe bei Regen noch nie was anderes gemacht, als einmal kurz auf den Knopf zu drücken, egal, wie stark der Regen war.

Die Punkte sind sicherlich richtig, aber das ändert nix an der Tatsache, das weniger nicht immer mehr ist. Und das alles im Touch-Screen untergebracht ist, ist halt ein Nachteil und imo ist das alles dem Rotstift zum Opfer gefallen. Ich erwarte von den Tesla-Fans jetzt keine Zustimmung, die Feiern diesen Murks ja.

Da stimme ich zu. Auch der Artikel hat recht. Hätte der Fahrer sich mit seinem Fahrzeug ausgekannt wäre das wohl auch nicht passiert. Frage ist ja auch, wie lange er seinen Tesla schon hatte. Vermutlich mal nicht erst seit kurzem. Dann ist man schon selber Schuld.
Auch richtig ist aber, dass man auch heute nicht alle alt bewehrten Hebel und Knöpfe hinterfragen und alles auf einen Touchscreen legen muss. Es gibt einige Funktionen die haben sich über das über Jahre zu dem entwickelt, was sie heute sind und das auch aus gutem Grund. Der Scheibenwischer mit Intervall-Regelung direkt am Lenkrad gehört dazu. Das funktioniert seit Jahrzehnten problemlos, also warum sollte man das ändern müssen? Ich kann auch versuchen das Rad neu zu erfinden, aber am Ende komme ich doch wieder bei etwas rundem heraus.

Es ist für mich nicht nachvollziehbar warum man alte Gewonheiten nicht hinterfragen und ändern sollte. Ausser Tesla hat es vorher niemand für nötig befunden die Verbrennertechnologie ernsthaft zu hinterfragen. Der Touch Screen ist eine weitere Innovation die heute von jedem Hersteller aufgenommen wird. Jeder der mit einem Tesla und seiner Bedienung vertraut ist wird bestätigen dass es hervorragend funktioniert und sich Tesla bei der Software viel Mühe gemacht hat diese sicher zu gestalten. Das Beispiel Scheibenwischer ist ein Paradebeispiel dafür. Es gibt die Automatikfunktion die man einschalten sollte und damit entstehen von Anfang an keine solche Situationen wie sie hier beschrieben wurden. Das zieht sich durch die ganze Bedienung des Tesla. Zudem gibt es noch die Möglichkeit alles mittels Sprachsteuerung zu bedienen. Wozu es da noch zig Schalter und Hebelchen brauchen soll erschliesst sich mir absolut nicht. Ausser man ist nicht fähig und Willens Neues objektiv anzunehmen und sich unvoreingenommen damit zu befassen. Das war schon beim Apple iPhone so. Da hiess es Anfangs auch ein Telefon müsse Tasten haben und sei unmöglich nur über Touch Screen zu bedienen. Der Rest ist Geschichte. Nun geht das Ganze also beim Auto von vorne los. Auch hier wird das Resultat in einigen Jahren das selbe sein.

Der Zustand der aktuellen Medienlandschaft ist katastrophal. Die gängigen Massenmedien sind zu Misinformationsschleudern geworden und verbreiten immer häufiger Propagada. Journalisten arbeiten dort nur noch in Einzelfällen und man sollte den mittlerweile dort beschäftigten Personen nicht helfen indem man sie mit einer Berufsbzeichnung adelt, die für hohe ethische und moralische Ansprüche und fundierte Recherche vor der Veröffentlichung eines Artikels steht. Ich spreche da lieber von Content- oder Medienaufbereitern (was noch schmeichelhaft ist…).

Leider werden die Massenmedien noch immer von viel zu vielen Bürgern unhinterfragt konsumiert.

Die Graphik zur Tesla Sicherheit ist irreführend, es werden „accidents“ die von Tesla erfasst werden mit Crashes verglichen, die von der NHTSA erfasst werden. Unterschiedliche Daten ermöglichen keine Schlussfolgerungen. Wer an dem Thema interessiert ist sollte sich folgenden Link durchlesen.
https://www.forbes.com/sites/bradtempleton/2020/07/28/teslas-arent-safer-on-autopilot-so-researchers-calling-for-driver-monitoring-may-be-right/#632334f01d73

Es gibt noch einen Pkt. 4, der m.E. am wichtigsten von allen ist: Man hält an, stellt die Wischfrequenz des Wischers ein und fährt weiter! Oder Pkt. 5: Man fährt bei dem Shitwetter (wie die Norddeutschen sagen) nicht weiter und erst dann, wenn der Starkregen nachgelassen hat! Wichtig dazu wäre noch zu erwähnen, immer die Warnblinkanlage einzuschalten….

Nur wer den Knopf für den Scheibenwischer nicht findet, findet wahrscheinlich auch den Warnblinker nicht!

Daumen hoch für diesen Bericht. Wenn man Autofahrer im Straßenverkehr (Schilder z.B. Geschwindigkeitsbegrenzung etc.) beobachtet dann stellt man fest die können nicht mehr lesen und somit auch kein Handbuch. Mit dem Erwerb eines neuen Autos habe ich mich abends mit dem Handbuch befasst und genau wie der Verfasser richtig aufzeigte gibt es mehrere Möglichkeiten den Wischer zu aktivieren. Ich bin alles andere als ein Teslafanboy es gibt an dem Fahrzeuge einiges zu bemängeln bzw. zu verbessern, aber ganz bestimmt nicht die Sprachsteuerung oder eben das kurze Antippen des Wischers, das sollte eigentlich jeder noch von seinem vorherigen Fahrzeug kennen. Die Berichterstattung vieler Medien ist leider nicht perfekt, das habe ich selbst erlebt als über meine Firma in der Zeitung berichtet wurde (da war ich u.a. plötzlich verheiratet und hieß am Ende des Artikels auch noch Herbert).
Der E-Techniker (E-Smart für die Stadt, Tesla Model S für die Strecke)

Es gibt offenbar keine begründeten Argumente gegen das Urteil.
Von meiner Seite hier aber mal ein Gesichtspunkt, über den sich m.E. zu wenige Verantwortliche Gedanken machen: Schon die ‚unerlaubte‘ Benutzung des Handys wird mit Bußgeld geahndet, aber der Gesetzgeber lässt allen Ernstes Autos zu (Tesla), bei denen nicht einmal die Verstellung der Außenspiegel ohne Nutzung des Displays möglich ist. Na klar, dieses Ding darf man halt nur ‚im Sinne des Gesetzes‘ anwenden. Geht’s noch? Wenn Autofahrer ihre Teslas demontieren und eigene Fehler dem Hersteller anlasten, werden sie sich ja wohl gleich gar nicht an die gesetzlichen Vorschriften zur Bedienung der 15 Zoll-Glasscheibe halten. Hier wurde an anderer Stelle ein Cadillac vorgestellt mit, man glaubt es kaum, einem 33 Zoll Display, auch wenn das Ding vermutlich horizontal verbaut ist und nicht sehr ‚hoch bauen‘ wird.
Nein, ich bin fest davon überzeugt, dass wir noch Heulen und Zähneklappern erleben werden bis hin zu vielen Toten, wenn erstmal nur noch eAutos auf den Straßen fahren, sollte dann immer noch das Getappe auf den Displays möglich/nötig sein statt Sprachsteuerung. Schon heute sind gefühlt 20 % der Autofahrer total überfordert von ihrem potentiellen Mordwerkzeug unter dem Hintern. Schon das Freigeben der linken oder mittleren Spur scheint für sehr viele Leute eine kaum zu bewältigende Herausforderung darzustellen.

Da eiern Sie aber ganz schön in der Sache herum. Wer der bei Verstand ist, stellt die Rückspiegel während der Fahrtvein? In der ersten Fahrstunde als Neulenker lernt man, dass Lenkrad, Sitz und Rückspiegel VOR Antritt der Fahrt eingestellt werden müssen. Dasselbe gilt auch für das Gurten anlegen und das einstellen der Navigation. Spiegel erst während der Fahrt einzustellen ist gefährlich ob mit Hebelchen oder auf der Glasscheibe wie Sie sich auszudrücken belieben. Die Einrichtung heisst im übrigen Touch Screen wenn Sie ernstgenommen werden wollen. Ansonsten fürchte ich wollen Sie hier einfach nur über Tesla herziehen. Ohne die geringste Ahnung von dem Auto zu haben meinen Sie offensichtlich hier Räuberpistolen zum besten geben zu müssen.

Man kann sich über Ihren Kommentar nur wundern, die Sicherheit bei E-Fahrzeugen ist zum Teil 8mal höher, schonmal genau nachgelesen? Pauschal zu behaupten durch E-Mobilität gebe es mehr Tote ist falsch! Man kann Hiker nur zustimmen über die Einstellungen vor Antritt einer Fahrt. Durch Wegfall vieler Schalter werden einige Meter an Kupferleitungen eingespart, das nennt man Fortschritt. Wenn Sie lieber Dutzende Hebel/Schalter oder Fensterheber von Hand bedienen wollen dann ist das ihre Sache und geht in Ordnung, muss jeder selber wissen. Ich will auf jeden Fall auf Automatik etc. (ja ich weiß: ist unsportlich) nicht verzichten.
Der E-Techniker (E-Smart für die Stadt, Tesla Model S für die Strecke)

Bei allem Geheule bezüglich der Bildschirmlösung. Glaubt wirklich irgend jemand, dass die Bedienung eines Fahrzeuges über gefühlte 150 Knöpfe und Schalter wirklich sicherer ist. Bei der Beantwortung aber bitte Bedenken, daß weder die Position noch die Form / Funktionsbelegung einheitlich ist. Ich schlage vor mal von einem Mercedes direkt auf einen BMW zu wechseln.
Bis auf die Blinkerhebel mit Fernlicht und die Pedale [Kupplung, Bremse und Gas] ist nichts 100% gleich.
Die Angesprochen Spiegelverstellung ist doch bei Tesla besser gelöst als bei anderen. Das geht nur im Stand. Keine Möglichkeit beim Fahren rumzufummeln. Ist auch richtig, die stell ich vor Fährtantritt ein. Wer das nicht auf Anhieb schafft muss dann nochmals anhalten.

Es gibt ein Tesla Forum ( tff-Forum.de) Erfahrungen mit Scheibenwischer Automatik
Sollte mal zur Info gelesen werden

Vielen Dank für diesen auf allen Ebenen absolut korrekten Beitrag.

Das Urteil ist richtig, das Fahrzeug hätte nie in Deutschland zugelassen werden dürfen. Ist aber nur ein Beispiel von vielen für die kriecherische Politik Deutschlands ( egal ob USA oder China ).

Ob sich der Elektroantrieb bei PKWs durchsetzen wird ist noch längst nicht entschieden, die politische Kaste wird uns nicht zwingen können.

Definitiv ist es falsch zu behaupten das KBA hätte das Model 3 von Tesla geprüft und zugelassen. Das Model 3 ist ein Importfahrzeug, welches in den Niederlanden seine Typenzulassung erhalten hat. Durch die Typenzulassung in den Niederlanden ist das Fahrzeug in allen Mitgliedsstaaten der EU, auf Grund der Verträge der Mitgliedsstaaten mit der EU, zugelassen.

Grundsätzlich lässt sich das Urteil aber auf jedes neuereFahrzeug ausweiten, da auch diese Touchscreens verbaut haben und eine ablenkende Bedienung eben dieser während der Fahrt nicht zulässig ist.

Hansi57 (AfD-Wähler?),
Sie haben ja ein krudes Weltbild und Demokratieverständnis.
Fahren Sie mal nach Belarus, dann wissen Sie wie Sie hier als Made im Speck leben und hier den Luxus geniessen, alles madig machen machen zu DÜRFEN, ohne verprügelt zu werden.

Der Elektroantrieb hat sich bereits durchgesetzt.
Ich bin 1.500.000 km Verbrenner gefahren, meist mit VW/Audi/Skoda.
Die Qualität unserer „Premiumprodukte“ ist immer schlechter geworden.
Mittlerweile sind die ja schon zu dumm, haltbare Motoren zu bauen.
Der Betrug am Kunden und an der Umwelt hat bei mir dann das Faß zu überlaufen gebracht.

Ich bin in 10 Monaten 50.000 km mit meinem Tesla Model 3 gefahren.
Kein Ölwechsel, kaum merklicher Bremsenverschleiß, kein Gerappel und Geruckel, keine defekten Kupplungen, Getriebe, Kopfdichungen, Turbolader.
Einmal Elektro – immer Elektro.
NIEMAND geht den Weg zurück.
Sehen Sie heute noch Kutschen auf den Straßen?
😉

Ihre „politische Kaste“ ist wohl die AfD und die können Sie sich in Ihren Allerwertesten stecken!
Ich vermute auch, dass Sie noch NIE ein Elektroauto gefahren haben und ein klassischer „Tastaturheld“ sind.

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