Experten befürchten Restwertverluste bei Plug-in-Hybriden

Experten befürchten Restwertverluste bei Plug-in-Hybriden

Copyright Abbildung(en): tomas devera photo / Shutterstock.com

Die Erhöhung des Umweltbonus und Vorteile bei der Dienstwagenbesteuerung haben die Zulassungszahlen von Plug-in-Hybriden nach oben schnellen lassen. Die mehr als 20.000 neu zugelassenen Teilzeitstromer im vergangenen September etwa bedeuten einen massiven Anstieg um beinahe 500 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Da jedoch der Umweltbonus nur einmal gewährt wird, fällt er beim Weiterverkauf als Gebrauchtwagen weg. Dies könnte negative Auswirkungen auf die Restwerte haben, wie die Restwert-Experten von Schwacke und DAT erklären.

Wir haben große Bedenken, was die zukünftige Wertentwicklung anbelangt“, sagt Andreas Geilenbrügge, Head of Valuations & Insights bei Schwacke, dem Fachblatt Kfz-Betrieb zufolge. Der Restwert-Spezialist ist der Meinung, „dass die Nachfrage nach Gebrauchtwagen nicht so stark wächst wie das Angebot am Markt“, aus zwei Gründen: Zum einen, da der Umweltbonus für Gebrauchtwagen nicht ein zweites Mal beansprucht werden kann und zum anderen, da die überwiegend privaten Käufer von Gebrauchtwagen auch den Vorteil der günstigeren Dienstwagensteuer nicht für sich nutzen können. Außerdem schrecken unrealistische Verbrauchsangaben mögliche Käufer ab, wie Geilenbrügge erklärt: „Der realistische Verbrauch liegt eben nicht bei zwei Litern, sondern deutlich darüber“. Dies könne bei den Kauf-Überlegungen und einer vorherigen Kostenrechnung „für einen negativen Aha-Effekt sorgen.“

Die Experten von Schwacke gehen davon aus, dass die Restwerte von Plug-in-Hybriden noch bis 2025 unter diesen Einflüssen leiden. Danach dürfte es „ein ganz anderes Gefüge am Markt geben“ und es sollten „normale Nachfrage- und Angebotsmechanismen“ herrschen, sagte Geilenbrügge dem Fachblatt. Auch der zweite große Restwertspezialist DAT bezweifelt die Attraktivität von gebrauchten Plug-in-Hybriden für Privatkäufer. Der aktuelle „wahnsinnige Schub“ bei den Verkaufszahlen sei vor allem auf Dienstwagenfahrer zurückzuführen, sagt Martin Weiss, Leiter der DAT-Fahrzeugbewertung gegenüber Kfz-Betrieb. Es werde „interessant, inwiefern man die Fahrzeuge höherpreisig auf dem Gebrauchtwagenmarkt vermarkten kann“.

Quelle: Kfz-Betrieb – Plug-in-Hybride: Experten warnen vor Restwertverlusten

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Man kauft auch kein E-Auto mit Verbrenner, das bei den Meisten als Verbrenner gefahren wird und das die Batterie nebst E-Motor nur als Balast mitschleppt.

Das wäre so als würde der Kutscher zu den 2 Pferden vorne, die die Kutsche ziehen, noch ein Pony dauerhaft hinten in der Kutsche mittransportiert.

die werden definitiv massiv an Wert verlieren.
Bis die Dienstwagen in 2 Jahren weiter verkauft werden gibt es so viele E-Autos dass die keiner mehr haben will….
außer zum Nulltarif

es bleib spannend

Ich glaube auch, das sich die als Dienstwagen gekauften Plugin Hybride in nach 2 Jahren Leasing als Bumerang für die Hersteller erweisen werden.
Was passiert eigentlich im Bezug auf Degradation mit einer Batterie, die in 2 Jahren nicht einmal geladen wurde – das soll es ja durchaus geben.
In 2 Jahren werden wir es erleben
Ich bin auf die langen Gesichter heute schon gespannt.
Mein Nachbar mit Plugin Dienstwagen hat nicht einmal eine Steckdose in Reichweite!!!!

PlugIn-Hybrid ist eine Antwort auf eine nie gestellte Frage.
Mehr muss man nicht dazu sagen.

Die Standard-Leasingfristen sind 3 oder 4 Jahre. Wichtig ist, dass die Unternehmen, die solche Plugins leasen, eine geschlossene Kalkulation verlangen. Da sind dann feste (vermutlich übertrieben hoch angesetzte) Restwerte enthalten. Ich würde das Restwertrisiko als Unternehmen nicht tragen.

Ich kenne mehrere Private die nur darauf warten, dass es die ersten guten Plug-in-Hybrid-Gebrauchtwagen zu einem tragbaren Preis (~20-25K) gibt. Diese haben dann ein tolles Allzweck-Auto und werden es weitere 8-10 Jahre primär elektrisch fahren und pro Jahr 3-8 mal Benzin tanken.

Restwert auf Basis von Kaufpreis minus Umweltbonus ist anzusetzen. Hybrid geht auch mit gut 10% nachlassender Batterie und Tank.

Mark Müller sagt am 30. Oktober 2020 um 11:40 Uhr u.a.:
„Ich kenne mehrere Private die nur darauf warten, dass es die ersten guten Plug-in-Hybrid-Gebrauchtwagen zu einem tragbaren Preis (~20-25K) gibt. Diese […] werden es weitere 8-10 Jahre primär elektrisch fahren“
Das mögen ein paar „Private“ JETZT noch glauben …
doch gilt es Folgendes zu bedenken, und dazu zitiere ich mich (mit Verlaub) mal selbst:

„Klar ist IMO doch jetzt schon, dass all die verbrennerhaltigen Modelle – ggf. von den Produktions-Halden der Hersteller mühsam (womöglich noch mit deutlichen Rabatten) in den Markt gedrückt – in rel. kurzer Zeit gebraucht auf der »Schlachtbank der Restwerthalde« landen werden.
Diese Halde wird bereits länger von einer breiten Basis an kaum verkäuflichen Diesel-PKWs gebildet, auf der sich ja schon jetzt langsam eine immer dicker werdende Schicht von Benzinern ablagert.
Und ja, dann wird es auch nicht mehr lange dauern, bis die NOCH wartungskostenintensiveren Hybride den dann weithin sichtbaren Kegel obendrauf bilden!“

Tja, einer muss ja wohl hier dagegen reden. Immer noch besser Hybrid als normale Verbrenner. Lest mal Auto Motor und Sport wer wie und an wen man dort Werbung macht. Es gibt nicht nur Deutschland, auch im Spaghetti-Land will man Alpha- Sound . Uebrigens selbst wenn einer nie tanken würde ginge die Batterie nicht kaputt. Die wird beim Fahren immer geladen. Dieses Autosystem PHEV hat auch Vorteile die die reinen E.s nicht haben. Batteriestandzeit ist viel länger da man auch noch mit 50% Restkapazität fahren könnte. Dann ist es immer noch ein normaler HEV und kann rekuperieren. Solche werden in anderen Ländern auch ohne Prämie beim Kauf in Mengen abgesetzt. Toyota,Honda, MB, BMW und besonders ZF bewirbt ebenso dieses System als Mildhybrid. Solche sind nicht wartungsintensiver als reine Verbrenner! Oder fragt mal Outlanderfahrer oder solche die den Ampera schon seit bald 10 Jahren zufrieden fahren. Da muss man mit den Händlern reden,dass sie aufhören
abzuzocken. Und überhaupt seit froh, dass die PHEV Fahrer in der Regel die heutige noch mangelhafte Ladestruktur nicht auch noch verfluchen. Die Laden meistens zu Hause.

Sorry, es ist natürlich gemeint: wenn einer nie elektrisch laden würde….

Was immer noch nicht verstanden wurde: Wenn man um die 2000 kg per Rekuperation kräftig verzögern möchte, sollte für den erzeugten Spitzenstrom mindestens eine 60kWh Batterie vorhanden sein. Da dies nicht Fall ist, sind die Batterien nach fünf Jahren hinüber – toll für den Hersteller, zum heulen für den Privatkunden der es nicht lassen konnte eine „günstiges“ Firmenfahrzeug zu erwerben, umwelttechnisch auf jeden Fall derzeit das größte Drama.

Einen Kombi Plug-In BMW ohne Verbrennerschrott für 15k-20k kaufen, dann ab zum Design-Werk für den Einbau einer 64kWh / 72kWh Batterie, Elektromotor und Leistungselektronik zu einem vollwertigen BEV Umbau wäre gar nicht so eine schlechte Option. Die Batterie könnte als Speicher mit PV Anlage in der Garage genutzt werden. Danach BMW zeigen, wie das geht.

Ich lach mich schlapp. Genau das Gegenteil ist der Fall. Seit mehreren Monaten gehen gute gebrauchte Diesel wieder besonders gut und steigen im Preis. Ein guter GLE 350d mit unter 100tkm ist um mehrere Tausend gestiegen. Bei Mobile. de und Autoscout24 liegen gebrauchte E-Autos wie Pattex. Hier scheinen Einige in ihrer eigenen Blase zu leben und Realitäten auszuklammern.

@Quaster:
Diesel gehen auch nicht besser als Benziner, dagegen scheinen reine E-Autos in letzter Zeit gefragter zu sein.

Kraftfahrt-Bundesamt (KBA):
Besitzumschreibungen von Personenkraftwagen // Januar-September 2020
Benzin = 3.413.446 (davon im September 2020 = 430.882) – Anmerkung: 13,6 % mehr als im Durchschnitt der Monate Januar-September 2020
Diesel = 1.682.947 (davon im September 2020 = 211.501) – Anmerkung: 13,1 % mehr als im Durchschnitt der Monate Januar-September 2020
Elektro = 12.484 (davon im September 2020 = 2.281) – Anmerkung: 64,4 % mehr als im Durchschnitt der Monate Januar-September 2020
Hybrid = 83.934 (davon im September 2020 = 13.198) – Anmerkung: 41,5 % mehr als im Durchschnitt der Monate Januar-September 2020
dar. Plug-In = 13.029 (davon im September 2020 = 2223) – Anmerkung: 53,6 % mehr als im Durchschnitt der Monate Januar-September 2020

Ach Kinder – die Welt ist halt viel zu komplex. Ich hab ein BEV. Mein Zweiter, selbstverständlich ein Verbrenner mit AHK, bleibt, wie seine Vorfahren gewartet, mindestens 20 Jahre in meinem Besitz, solange ich nicht im deutschen Gaudistraßenverkehr gewaltsam davon getrennt werde – kein Transport nach Afrika oder in den Osten, wo zu allererst Katalysator / Partikelfilter demontiert wird und mindesten 10 Jahre die Umwelt verpestet wird, dass es pfeift. PS: wir sind jetzt auch Verpackungsmüllweltmeister, Energiewende=Energiedesaster von Grund auf, unvermeidbare Coronainfektion von 70% der Bevölkerung mit gigantischen finanziellen Mitteln hinauszögern, … – weiter so, geben wir uns den Rest, damit man sich endlich den dummen Spruch „es geht uns doch gut in Deutschland“ nicht mehr anhören muss !

@Daniel,soll das echt ein Gegenargument sein, die Erstzulassung anzuführen?! Jeder einigermaßen Bewandert weiß, wie die Autohäuser Neuwagen am besten verkaufen. Noch nie was von Tageszulassungen gehört? Hier reden sich viel zu viele alles in ihrem Sinne schön, obwohl sie viel zu viel Ahnung von nichts haben.

Kasch, uns gehts immer noch gut, besser als ein Krieg. Bei PHEVs reichen zu vollem Rekuperiere 20 KWh Batterien. 10 jährige Ampera s haben immer noch die Erste, und die hat nur 15 KWh. Mildhybrids habe noch viel Kleinere , die können zwar vom „ bergrunter„ weniger speichern, gehen aber deswegen nicht kaputt. Markus, als Speicher bräuchte man Grössere als bei den PHEV drin sind. Und sicher nicht Litzium Yonen. BMW weiss schon wie das geht, die sind bei der E Reichweite bei PHEv s ganz vorne dabei. Hier reden wir jetzt mal von Autos mit zwei verschiedenen Antrieben, wie das auch Schiffe und vermehrt auch Flugzeuge bekommen. Das E Bick ist auch ein Hybrid.

Quaster sagt: @Daniel,soll das echt ein Gegenargument sein, die Erstzulassung anzuführen?! … Noch nie was von Tageszulassungen gehört?

KBA:
Besitzumschreibungen von Personenkraftwagen = 5.192.811 (Januar-September 2020)
Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen zusammen = 2.512.811 (Januar – September 2020) – Anm.: Enthält neben Pkw, auch Lkw und Busse

Die Tageszulassungen machen weniger als die Hälfte der Besitzumschreibungen aus. Wenn man von den Zahlen noch die Lkw und Busse abzieht und die Autokäufer berücksichtigt, die keine Tageszulassungen kaufen, dann ist der Abstand noch größer – rechnen und denken kann ich, also nicht versuchen mir „einen Bären aufzubinden“.

@ Daniel

Es ist wirklich so das Diesel in letzter Zeit wieder besser verkauft werden. Der Schock der Autofahrer über Dieselfahrverbote hat sich gelegt und die meisten angebotenen Diesel haben schon EURO 6 + SNCR System.
Ich habe mir Selbst Anfang des Jahres ein Audi A4 Jahreswagen Diesel Euro 6D temp. für 25K gekauft inc. Garantie bis 100.000km. Fahre 30.000 Kilometer im Jahr und habe keine Private Ladestelle. Leider gab oder gibt es in der Autokategorie noch keine gleichwertigen E-Autos für den Preis und mit der Ausstattung. Mein Plan den Wagen noch 5-6 Jahre fahren, denn gibt es hoffentlich mehr E-Automodelle und ganz wichtig mehr Ladestationen!!

Und Zum Thema gebrauchte E-Autos. Viele Zoe und Co. stehen leider wie Betonklötze bei den Autohäusern. Nicht weil keiner mehr ein E-Auto kaufen will sondern weil die Förderung für Neuwagen so Unglaublich hoch ist. Wer kauf einen 3 Jahre alten Zoe mit kleiner Batterie wenn er mit der Förderung für fast das gleiche Geld einen Neuwagen bekommt . Von den 99€ Leasingangeboten mal abgesehen. Solange die Hohe Förderung auf E-Autos besteht werden grade gebrauchte E-Kleinwagen schwer oder nur mit extremen Rabatten an den Kunden zu bringen sein.

@Daniel, Das KBA unterscheidet zwischen Erst-und Mehrfachwechsel. Sieht man ja in Deiner Aufzählung. Merkst Du immer noch nichts?! Der Titel des Faden ist lediglich nur eine leere Behauptung, nicht mehr und nicht weniger, also eine Annahme, die durch nix untersetzt ist. Sowas lohnt nicht zu behandeln und ist den Strom nicht wert, der dabei vergeudet wird.

Ein aktueller PHEV ist in 5 Jahren so veraltet, dass allein deswegen schon der Preis fällt, BEVs sind dann auch deutlich besser und günstiger und die Kunden sind auch schon schlauer als heute.

Plug-in Hybride sind der Beweis für kurzsichtiges Denken, Innovationsunfähigkeit und das Fortführen von Tricksereien unter Ausnützung von Gesetzeslücken. Sie sind ein Armutszeugnis für Deutsche Ingenieure. Die Entwicklung bei den Stromern geht dermassen rasant, dass in wenigen Jahren 1000km Reichweite Standard seun werden. Nicht aber bei Deutschen Herstellern. Dort suhlt man sich noch im Sumpf der Vergangenheit.

@Kasch.
Das sind jetzt typische Stammtischparolen eines ahnungslosen PHEV-Hassers. Der E-Antrieb ist bei einem PHEV genauso wartungsfrei wie bei einem BEV, erzeugt also keine Zusatzkosten bei der Wartung. Die Batterie ist nach 5 Jahren keineswegs kaputt und die Degradation liegt in einem vernachlässigbaren Bereich. Im Alltag merkt man keine Einbußen bei der elektrischen Reichweite. Ich rede von meinem Outlander PHEV, jetzt 5 Jahre alt und mit 70.000 km. Nur Wartung für 235,- € im Jahr inkl. Öl und Verschleissmaterial. Kaputt ging absolut gar nichts.
Trotzdem spiele ich mit dem Gedanken ihn zu verkaufen, weil man jetzt einen ID.4 mit 9570,- € Umweltbonus bekommt. Der ist ähnlich gross, hat aber leider keinen Allrad. Aber da wir wegen des Klimawandels sowieso keine echten Winter mehr im Schwarzwald haben, finde ich, daß man auch mal einen Hecktriebler ausprobieren kann.

M, was soll den da veralten? Dass die grösseren Batterien kommen stört den PHEV kaum. Sehr wohl aber die gebr. EV s mit kleinen Akkus. Wegen dem neuen 41 und 52 er bei Renault, wechselten viele den Zoe mit der ersten 20 er Batterie gegen einen mit Grösserer. Dass diese Preise auch wegen den Kaufprämien unter Druck kommen ist eine Marktregel.
Tobi, dies ist überhaupt kein Armutszeugnis für deutschen Ingenieure und Techniker. Auch die Fernöstler samt Amis und den Franzosen wissen, dass es z. Zt. bei schweren Fahrzeugen noch ohne zu Hilfenahme eines Verbrenners kaum geht. Das mit den 1000 Km dauert noch ein Weilchen, und beginnt dann in einer Grössenklasse die ein normal Sterblicher nicht bezahlen kann. Vergiss nicht, wir hoffen, dass die Ladestruktur, sobald der Bund mal selber Hand anlegt, noch schneller praxisnah wird, als die Batterien noch leichter und billiger.

Ich nehme auch an, dass der Gebrauchtwagenmarkt demnächst auch mehr Angebot als Nachfrage hat. Denn bei so hohen Förderungen schrumpft der Unterschied zwischen jungem Gebrauchten und Neufahrzeug, ja teilweise sogar gleich auf. Somit werden einige gleich zu einem Neuen greifen. Dh jetzt bleiben mehr Gebrauchte über und die jetzt gekauften und somit zukünftigen Rückläufer kommen in ein paar Jahren oben drauf. Der ständig drohenden Fahreinschränkungen kommen beim Verbrenner noch hinzu.

Ich sehe es auch so: besser PHEV als reiner Verbrenner. Privat Käufer entscheiden sich bewusst dazu und werden die Kisten auch laden. Wenn dann die Gebrauchten aus dem Firmenwagen Leasing im Preis abstürzen ist das für den Käufer doch super. Da die Firmenkunden meist Tankkarten haben, dürften die Batterien Quasi null Ladezyklen drauf haben. Allerdings stelle ich mir auch die Frage, wie lange die recht kleinen Batterien in den Hybriden halten? Wenn ich konsequent elektrisch fahre, kommen praktisch vermutlich schnell 300 Ladezyklen pro Jahr drauf (der Akku ist ja nach einer Pendelstrecke leer). Akkus sind meist auf um die 1500 Zyklen ausgelegt. Heißt nach 5 Jahren ist der Akku platt. Oder sehe ich da was falsch? Das ist halt der Unterschied zu einem BEV mit 400km+ Reichweite. Da sind 1500 Ladezyklen schon 600Tkm. Also ist die zyklische Alterung für die Katz. Da zählt eher kalendarische Alterung.

Auch beim BEV Gebrauchtwagenmarkt sehe ich Probleme. Durch die hohe Förderung lohnt sich aktuell ein gebrauchtes BEV kaum. Als wir unsern eGolf Ende 2019 bestellt haben, war er mit Rabatten und Förderung fast günstiger wie ein gebrauchter mit 40Tkm auf der Uhr. Nach der mittlerweile 2x abgehoben Förderung, war er billiger. Also lohnte sich ein Gebrauchter praktisch nicht. Bei den PHEV sieht es quasi genauso aus. Daher müssen die Preise ja enorm runter gehen im Gebrauchtwagen Markt.

Bei den Diesel kommt es auf die Abgasnorm an. Euro 5 Diesel fallen im Preis und verschimmeln bei den Händler. Unsere Nachbarn in Osteuropa lachen sich dafür kaputt, weil die Reihenweise Euro 5 Diesel aus Deutschland zum Spotzpreis importieren. Bei Euro 6 mag es wieder anders aussehen. Aber der Diesel hat seinen Image Schaden, und daher werden die Preise nicht besser werden. Teilweise werden Audi A6 200+PS Diesel mit akzeptablen Fahrleistungen für knapp über 20.000€ angeboten. Die Dinger haben mal das 3- bis 4-fache gekostet. Vergleichbare Benziner werden dagegen deutlich höher gehandelt.

Immer wieder wird die Reichweite angeführt. Die längste Strecke mit 400 km am Stück bin ich vor etwa 35 Jahren gefahren, als es im Urlaub nach Österreich ging. Sonst lagen die längeren Strecken bei etwa 200 km, meistens bin ich aber nur kurze Strecken gefahren.

Nochmal das Beispiel des GM EV1 aus den 1990er-Jahren:
„Reichweite von … (225 Kilometer). … mit einem stationären 6,6-kW-Ladegerät in drei Stunden … geladen …“ (Quelle: Wikipedia)

Selbst mit dem Elektro-Oldtimer GM EV1 wären meine Fahrten kein Problem gewesen (400 km Urlaubsfahrt = 200 km + Stadtbummel + Mittagessen + 200 km).

Ihre Argumentationskette ich richtig. Nur die Grundannahme ist falsch. Es ist NICHT beabsichtigt,
2.000kg durch starkes Rekuperieren abzubremsen. Eben um den Garantiefall des Akkus abzuwenden,
wird die Rekuperarionsleistung beim PHEV vom Hersteller vonvorneherein eingeschränkt.

Hier sollten jetzt mal solche reden, die jahrelange Erfahrung mit PHEV s haben. Auch diese Autos können beim Bergabfahren voll rekuperieren, nur ist die Batterie schneller voll, als grössere eines EV s. Die Abschaltung erfolgt dann automatisch , sowohl bei Litzium Yonen als auch bei Polimer Systemen. Exakt so wie dies beim Mobilephon (Handy) oder Akkurasierer erfolgt. Keine Firma musste sich da in der Vergangenheit über Garantieprobleme beklagen. Weder GM noch Toyota und Honda, welche diesbezüglich die grösste Erfahrung haben. Die zwei letztgenannten sowieso, da sie bei ihren Mildhybrids noch kleinere Akkus einbauten. Da schon die PHEV s kleinere Akkus haben als die EV s., werden sie immer in einem Zug geladen. Dies reduziert die Ladezyklen gegenüber EV-Fahrer, die ständig nachladen. Also Ratschlag an euch: Fährt den Akku möglichst leer , und versucht immer in einem Zug aufzuladen. Ihr müssst nicht täglich 400 Km machen.

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