Evum Motors oder Ikarus war gestern

Evum Motors oder Ikarus war gestern

Copyright Abbildung(en): Markus Gust

In Deutschland gibt es Start-Up’s in der Elektromobilitätsszene, die ihre innovativen Ideen mit gehörigen Bambam an die Öffentlichkeit bringen und dann leider, so schnell wie sie nach oben schossen, auch im gleichen Tempo, wieder in der Vergessenheit verschwinden. Das liegt oft an der Blauäugigkeit der Erfinder, die einfach übersehen haben, dass es ein Riesenschritt von der Idee zum Massenprodukt ist und vor allem ein sehr teurer.

So gut wie das E- Fahrzeug auch ist, wenn es noch nicht zu Ende gedacht ist, dass heißt zur Serienreife bereit ist, dann hat man es als Start-Up doppelt schwer. Zu früh, zu groß zu werden kann in der schnelllebigen und von der Verbrennerlobby stark beobachteten, E-Autoszene schnell zum frühzeitigen Aus führen. Gewollt oder ungewollt, spielt dann nicht die Frage. Die besten Beispiele dieses Ikarus- Effektes sind StreetScooter und Sono Motors.

Doch dann gibt es noch Ideenschmieden, die sich entschieden haben, langsam zu reifen und die sich bestimmt nicht von der Corona- Krise aufhalten lassen. Ambitioniert kann man auch in kleinem Rahmen sein und Absatzzahlen von 1.000 Fahrzeugen in einem Jahr, sind auch eine Ansage. Vor allem wenn das Fahrzeug im täglichen Einsatz sein Bestes geben und mit Einfachheit überzeugen muss. Robustheit, Praktikabilität, Tragfähigkeit und Bärenstark im Antritt, das sind die Attribute eines E- Fahrzeugs, dass eigentlich für Afrika entwickelt wurde und ideal in unsere Heimat passt.

Markus Gust

Glücklicherweise dürften wir durch unsere Kontakte zur TU München, dieses, als Forschungsprojekt geplantes Fahrzeug, seit der Geburt am PC begleiten und es wachsen sehen. Inzwischen hat sich viel getan und aus einer Idee mit gewaltigen Potential 2013, wurde die Firma EVUM und das A-Car steht kurz vor den letzten Tests der Serienproduktion. Als E-Autotester freut es uns natürlich immer, wenn wir von einer Firma zur Testfahrt eingeladen werden. Nur diesmal war alles ein wenig anders, da wir aus verständlichen Gründen, schon ab dem Zeitpunkt der Einladung von Justus Freuendorf, dem Sales Manager von EVUM Motors, feuchte Augen bekamen. Wir wären auch nach Hamburg gefahren, um die Testfahrt und den jetzigen Entwicklungsstatus wahr zu nehmen, aber zu unserem Glück liegt die Produktionsstätte und das Testgelände in Niederbayern. Bei der Firma Otto Spanner in Bayerbach hat EVUM und das A-Car eine neue Heimat gefunden und genau dort durften wir, wie ich immer so schön sage, unseren „elektrischen Pinzgauer“ auf den Zahn fühlen.

Schon bei ersten Anblick fällt dieses eigenständige Design dieses für den täglichen harten Einsatz, konzipiertes Fahrzeug auf . Schmal genug, um über enge Forstwege oder Alpensteige zu fahren/ zu klettern und zwei Personen genügend Sitzplatz zu geben. Hoch genug, um Hindernisse aller Art mit reichlich Bodenfreiheit überwinden zu können. Lang genug, um auf der Pritsche der eine Tonne Last, ausreichend Platz zu geben und stark genug, um mit seinem Allrad durch den größten Dreck zu fahren oder die knackigsten Anstiege, mit Links zu meistern.

Natürlich stachen uns beim ersten Rundgang um das Fahrzeug, Neuerungen, wie die neuen LED Scheinwerfer, oder die verfeinerte untere Frontpartie sofort ins Auge. Aber zu meinem Glück behielten sie die auffällige grüne Farbe, die mich immer an Hulk erinnert, bei. Ähnlichkeiten mit dem Superhelden sind zwar mehr zufällig, aber in dem kleinen A-Car steckt auch mehr als man auf den ersten Blick so sieht. Und alles natürlich unter dem Aspekt, die Umwelt nicht zu belasten. Der Einsatzzweck des Fahrzeug wird sofort klar, als wir uns das erste Mal damit über die Teststrecke machten.

Der enge Wendekreis von knapp 10,5 m wird sofort bemerkt und durch die erhöhte Sitzposition und die erstaunlich ungestörte Rundumsicht, wird hantieren auf kleinsten Raum, zur Leichtigkeit. SUV Fahrer können davon ein Lied singen und auch wenn man Mal touchiert wird, hätten sie ein A-Car und seine Robustheit, wären sie dankbar. Doch auch wenn es Mal beim A-Car zu unabsichtlichen Schäden kommt, ist dies durch die Ersatzteilbeschaffung über die zahlreichen BayWa Center oder bei gröberen Schäden, durch den Besuch von der „schnellen Eingreiftruppe“ von EVUM oder durch die Hilfe von der Bosch-Gruppe, kein Beinbruch. Ausfälle von Fahrzeugen, die im täglichen Einsatz gebraucht werden, sind immer schmerzlich und sollten immer so kurz wie möglich sein.

So gutmütig und handlich sich das A-Car Onroad verhält, sein wahres Potential zeigt sich dort, wo andere Fahrzeuge schon lange die Segeln streichen. Offroad auf kleinen steilen Forstwegen im unwegsamen Gelände mit der Power eines E-Motorallradfahrzeugs, das zwar bärenstark im Antritt ist, aber auch sanftmütig über Rutschpartien klettern kann. Natürlich gibt es auch für das A-Car physikalische Grenzen, aber bis man dort hin gelangt, hört man nicht mehr Lachen auf und das dauert lange. Es macht so Spaß das grüne Gefährt im Gelände zu bewegen, dass sogar Fahrfehler durch die Leichtgängigkeit der Schaltung und den verhältnismäßig kurzen Radstand, schnell korrigiert werden können.

Dass dieses Fahren nicht schon am nächsten Berg zu Ende ist, dafür hat EVUM auch gesorgt. Das Verhältnis Akku-Verbrauch in Bezug auf Fahrleistungen überzeugt mit knapp 100 km (NEFZ) mit dem kleinen Speicher und kann natürlich noch ums Doppelte erweitert werden. Doch erste Erfahrungswerte durch Tests zeigen, dass Evum auf dem richtigen Weg ist. Zuviel Akku bedeutet höheres Gewicht und eingeschränktes Verfügbares Nutzgewicht, da der Grundaufbau( bis jetzt) immer der Gleiche ist. Doch das dürfte sich zur Serienreife noch ändern. Wie schon gesagt, soll am Ende ein absolut gebrauchsfertiges Fahrzeug auf den Markt kommen. Denn das A-Car soll nicht nur mit den Technischen Daten überzeugen, sondern auch im Einsatz das bringen, was man sich vorgenommen hat.

Und nach diesem Testcamp, incl. Testfahrt und Feedback des aktuellen Standes, sind wir überzeugt, dass EVUM das alles im Griff. Wie heißt es so schön, auf etwas Gutes wartet man sehr gerne ein wenig länger. Jetzt geht es für das Team um Dipl. Ing. Soltes und Dipl. Ing. Koberstaedt um die letzte Feinabstimmung vor dem großen Schritt in die Serienproduktion. Doch wir sind überzeugt, dass sie mit dem A-Car diesen Berg, äh Diese Hürde mit Leichtigkeit und ohne Umweltbelastung alsbald überwunden haben werden.


Markus Gust ist der Autor hinter “Revolluzzer- der etwas andere E-Autoblog”. In seinem aktuellen Artikel lässt er uns an seiner Erfahrung mit dem Start-Up EVUM teilhaben.

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Evum verspricht ein langlebiges Allradleben auf Rädern.
Wichtigste Frage die Wintertauglichkeit denn viele die E-Nutzfahrzeuge erwarben haben die nur noch im 3 Jahreszeiten im Einsatz weil die Mitarbeiter im Winter sich den Hintern abgefroren haben.
Wenn bei einem E Wagen Nutz- bei Aussentemps minus 5 die Heizung voll aufgedreht wird reicht der Akku nicht mehr für 150 KM sondern nur noch für 70 KM.
Viele blieben liegen und wurden Krank wegen der Kälte. Ich kenne einige Mitarbeiter die sich weigern im Winter in einem Nutz E zu fahren und AG müssen den Arbeitsschutz bedenken und der ist eindeutig- was Temperaturen betrifft. Dieses Thema spricht aber keiner an weil sich keiner um die Zielgruppe- ähm die User kümmert. Deren Wellness sollte wichtig sein.

Der Evum hat ein anderes System für die Heizung braucht aber Strom für den Lüfter.
Bin gespannt wie lange man die Heizung laufen lassen kann- wenn man als Handwerker im Aussendienst zb. mal im Wagen Pause machen will oder im Winter im Stau steht.
Standheizung ist was stabiles aber Ethanol- muss zeigen was es kann.
Ansonsten bin ich Schockverliebt in das Fahrzeug- als City- Alleskönner ein Hingucker und Vielversprechender Freizeitfreund. In einer Großstadt wie Hamburg ist ein solches Fahrzeug ein gewinn weil man die hohen Bordsteinkanten hoch kommt. Die meisten E-Fahrzeuge schaffen das nicht wegen der Fahrzeugtiefe die Schürzen reissen ab und die Reifen drehen durch.
Der „Hulk“ ist der neue- Ökologische G-Mercdes Benz!

Ethanol- Standheizung/ LKW PKW „was kann die Evum Heizung?“
Wie in meinem Text unten geschrieben gibt es kaum Informationen über Ethanolheizsysteme für Trucks oder PKW. Die Firma Eberspächer scheint einer der wenigen zu sein die solche Heizungen in Deutschland vertreiben.
Zitat HP
Eberspächer Wasserheizgerät Hydronic 2 E-Mobility E4S Economy, 12 Volt,
Kraftstoff Bio Ethanol E85-100 nach DIN 51625 / E100,
Heizmedium Wasser, maximale Kühlmittelbeimischung 50% (bitte beachten Sie die Angeben des Fahrzeugherstellers)
Heizleistung bis 4.300 Watt für den Einsatz in Elektrofahrzeugen.
Das Heizgerät dient zur Erwärmung des Innenraums / Kabine, sowie zur Scheibenenteisung,
Für die Kraftstoffversorgung des Gerätes ist ein separater Tank für Bio-Ethanol im Fahrzeug erforderlich.
Regelung / Heizstufen: klein / groß / power
Heizleistung [W]: 1.300 / 3.700 / 4.300
Brennstoffverbrauch [l/h]: 0,23 / 0,67 / 0,78
Elektrische Leistungsaufname im Betrieb [W]: 7 / 20 / 27
Elektrische Leistungsaufname beim Start [W]: 120
Mindestwasserdurchsatz [l/h]: 250
untere Spannungsgrenze [V]: 10,5
obere Spannungsgrenze [V]: 16
Funkentstörgrad: Entstörklasse 5 (DIN EN 55025)
Maße (LxBxH) [mm]: 214 x 86 x 139
Leergewicht [kg]: 2,4Wasserpumpe:
Nennspannung [V]: 12
elektrische Leistungsaufnahme [W]: < 12
Förderdruckdifferenz [bar]: 0,1″

Evum macht dieses „ArchillenversenThema“ Heizung nicht transparent hat es nicht mal auf dem sozial media Kanal auf YT thematisiert. Rein Informell muss hier nachgebessert werden es sei-
die Heizung ist eine Schwachstelle bei der Realisierung dieses Fahrzeuges für kalte Jahreszeiten.
Ich kenne mich nicht aus mit solchen Systemen. Mich interessiert wie groß ein solcher Extratank ist-
wie viel so eine Heizung bei drei verschiedenen Stufen verbraucht- minimal bis maximal und das bei geschätzten 200 KM Fahrleistung. Ich vermute das das Heizsystem auf diese 200 KM ausgelegt wurde und der Tank entsprechend groß ist. Wieviel WATT verbraucht die Heizung bei voller Auslastung?
Dann würde ich gern wissen wie die Lieferkette für diesen Stoff ist- besteht die Gefahr eines Versorgungsengpasses? Sind die Preise spekulationssicher? Oder schwanken die Preise?
Brandschutz Lagerung: So einen Stoff muss man als Gewerbetreibender oder Kommunaler Kunde lagern-auch als Privat User. Ethanol ist ein hochexplosiver Stoff- es gelten daher strenge Brandschutzauflagen die man beachten muss. Evum schweigt zu diesem „Versorgungsthema“ muss man dafür zu einer Tankstelle um Ethanol zu tanken?
Zu guter letzt würde ich gern wissen was der Liter kostet.
Evum muss in Sachen Wichtiger Informationen nachbessern.
Der Mensch der Nutzer sollte im Fokus stehen nicht das Fahrzeug allein- weil es ja eine minimale
Arbeitsmaschine ist. Mir fehlt die Sympathie der Macher zum User keines der YT Videos noch die HP lassen erkennen das der user im Zentrum der Macher ist- anders bei den Standart PKW und Nutzfahrzeuge E Hersteller.
Der E-Truck-Markt wird nicht allein durch den Bund oder Kommunale Betriebe erobert- nur weil die im Ausschreibungsverfahren/Verfahrensordnung per Gesetz verpflichtet wurden „innovative Ökologische Produkte“ zu bestellen zu ordern EGAL welche Qualität diese Produkte haben.
Da geht es um „EU und Bundesfördergelder hunderte Millionen ÖKOSteuer gebundener Steuern“ die allein aber nicht reichen ein solches Produkt Massentauglich zu machen- nicht umsonst sind schon 2 Hersteller von E-Trucks verschwunden.
Evum täte gut daran nicht nur Großkunden anzuvisieren sondern auch die Kleinen Mittelständler und Privatkunden.
Woran erkennt man ein StartUp das schnell wieder StartStopp (StartFlopp) hat?
Es beantwortet keinerlei Fragen auf Sozial Media.
Wer ein „rundes zuverlässig durchdachtes Produkt hat“ erklärt beschreibt die wichtigsten Fragen von Kunden. Evum sieht hübsch aus- er verspricht Kraft und Leistung
was er aber nicht verspricht ist ein anständiges warmes Raumklima im Winter.
Gruss

Last Update zum Thema Heizung des Evums:
Wie mehrfach geschrieben wurden Fragen zum Heizsystem/Verbrauch/Kosten/Können/
und Lagerung des hochexplosiven Ethanols nicht beantwortet.
Was das für das „Produkt“ bedeutet kann sich jeder selbst denken.
Ich vermute das diese Firma einzig auf die Förderhilfen wert legt um „zu überleben“ ein
Konzept ist das aber nicht wenn die Förderungen eingestellt werden.
Wer den Arbeitsschutz Brandschutz nicht beachtet hat auf dem „Arbeitsmarkt für Trucks“ nichts zu suchen.
Ich bin durch mit dem Unternehmen. Wer elementare Fragen nicht beantwortet..
Frank

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