Europas E-Automarkt: Renault ZOE zeigt sich vom VW ID.3 unbeeindruckt

Europas E-Automarkt: Renault ZOE zeigt sich vom VW ID.3 unbeeindruckt

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Von Januar bis November 2020 brachte es der europäische Elektroautomarkt auf 562.341 E-Autos sowie 498.487 auf Plug-In-Hybrid. Vor allem kompakte Kleinwagen bis hin zur Unteren Mittelklasse spielen beim Wachstum der E-Mobilität in Europa eine entscheidende Rolle. Das Tesla Model 3 ist auch vorne mit dabei, aber eben nicht ganz vorne. Der Renault ZOE reiht sich nach wie vor an der Spitze ein, aber auch der VW ID.3 versteht es aufzuholen.

Renault ZOE Ende November weiterhin Spitzenreiter am europäischen E-Automarkt

Ende November 2020 konnte der Renault ZOE den ersten Rang am europäischen Elektroautomarkt erneut für sich beanspruchen. 9.708 Stromer konnte Renault mit dem ZOE alleine im November absetzen, auf das Gesamtjahr betrachtet waren es gar 81.329 Einheiten. Was einem Wachstum von rund 100% gegenüber dem Vorjahr gleichzusetzen ist. Das Tesla Model 3 hingegen nahm ein Rückgang des Absatzes von 14,7% hin. Dennoch belegte der beliebte Stromer mit 4.822 Zulassungen im November, sowie 61.196 Zulassungen bis Ende November 2020 den zweiten Rang. Gemeinsam waren beide Stromer im November für 17,7 Prozent am Gesamtabsatz rein elektrischer Fahrzeuge in Europa verantwortlich, aufs die ersten zehn Monate gesehen für 25,4 Prozent.

Erwähnenswert ist die Tatsache, dass auch im November ein weiteres Wachstum beim ZOE zu verzeichnen war. Im Vergleich zum Vorjahr legten die ZOE Zulassungen auf dem deutschen Markt um 190 Prozent zu. Damit lag der beliebte Stromer im Privatkundensektor auf Rang fünf der beliebtesten Pkw-Modelle. Erneut reihte sich der Hyundai Kona Elektro hinter den beiden Marktführer ein. Dieser brachte es im November auf 6.116 Zulassungen, sowie 38.088 Einheiten bis Ende November 2020. Ähnlich wie der Renault ZOE viel auch das Absatzwachstum beim E-SUV: ein Absatzplus von 96%.

VW e-Golf, Audi e-tron und Peugeot e-208 nur gemeinsam stark

Die Zwischenüberschrift verrät eigentlich alles. Der VW e-Golf (29.837 Einheiten), der Audi e-tron (29.575 Einheiten) sowie der Peugeot e-208 (28.503 Einheiten) setzen gemeinsam ein paar mehr Fahrzeuge ab bis Ende November 2020 als Renault mit dem ZOE alleine. Und dennoch sind die Absatzzahlen beachtlich. Vor allem, bei einem eher hochpreisigen Exemplar wie der Audi e-tron. Diesem ist es zudem gelungen den Absatz gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr um 116,3 Prozent zu steigern.

Eine höhere prozentuale Steigerung war im gleichen Zeitraum nur dem KIA e-NIRO mit 189 Prozent möglich. Dieser brachte es bis Ende November 2020 auf 26.103 Einheiten. Die positive Absatzsteigerung lässt sich somit wahrlich nicht verleugnen. Kurz darauf, mit 24.938 zugelassenen Fahrzeugen liegt der Nissan Leaf, welcher gegenüber dem Vorjahr allerdings ein Absatzverlust von 10,4 Prozent verzeichnet und somit zumindest in diesem Punkt gleichauf mit dem Tesla Model 3 ist.

VW ID.3 drängt immer stärker auf Europas Elektroautomarkt

Erst seit gut zwei Monaten drängt der VW ID.3 in das Ranking, setzt sich aktuell auf Platz sieben fest und schafft in drei Monaten schon annährend den Absatz des Peugeot e-208, nachdem er nun den e-NIRO und Leaf hinter sich gelassen hat. Denn der ID.3 brachte s auf 27.419 Einheiten; davon 8.245 ID.3 alleine im November 2020. Eine Ansage, wenn auch nicht die meisten Zulassungen eines E-Fahrzeugs im Monat November. Schlusslicht im Ranking ist smart mit 21.923 Einheiten bis Ende November.

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Report West European Market Intelligence – Edition 11.2020

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Ja wohl, Da kommt Freude auf. Dass auch die neuen E` S voll einschlagen.Und zwar im ganzen Segment von den Kleinwagen bis zu den Grossen. Allen Unkenrufen der Verbrennerlobby zum Trotz, reduziert jetzt jede verbraucht KWh Strom, den Oelimport.
Die Klimaaktivisten haben diesen Trend befeuert, und selbst Corona liefert noch ihren Anteil positiv dazu.
Die Luft ist bereits wieder sauberer und der Winter beginnt mit Regen und Schnee bis in die Niederungen.

Ja, da hast Du vollkommen recht. Was bin ich froh, dass ich die Steckdose habe, damit ich nicht mehr böse Verbrennerlobby an der Tankstelle bedienen muss. Das CO2 kommt glaube ich auch nicht aus den Stromkabeln raus, da können wir froh sein. Warum verbrauchen wir nicht mehr kWh Strom, dann wird der Oelimport noch mehr kleiner. Wer macht mit ?

Der Renault Zoe mag sich zwar unbeeindruckt zeigen. Die Verantwortlichen bei Renault aber nicht, die sehen sehr gut, was gerade passiert. Denn der VW Konzern wird dieses Jahr in Europa bei den BEV einen Marktanteil von deutlich über 30% haben und nächstes Jahr könnten es fast 50% sein. Denn dann läuft auch der ID.4. Renault hat mit dem Akku-Abomodell viel zu lange Kunden abgeschreckt, jetzt benötigt der Wagen ein Technik-Upgrade, um effizienter zu sein. Der neue Twingo ist gruselig, ein Smart mit 4 kWh mehr. Ineffizient, Akku zu klein. Keine Chance gegen den e-up. Der Dacia Spring lässt immer noch auf sich warten, da kann man wohl nichts dran verdienen. Ein Blick zu PSA/Opel mit dem Mocca zeigt, was man nicht hat: Begehrenswerte Autos. Wo ist denn jetzt z.B. ein neuer Kangoo mit effizientem Antrieb und großem Akku? Die Verbrenner sind vorgestellt worden, die Elektroversion nur am Rande…

Renaults Abomodell ist bzw war eine Option. Der Akku konnte auch gekauft werden. Wieso eine Option die Kunden abschreckt, ist mir nicht klar.

hat ja auch niemanden abgeschreckt. Zoe kann man für 18000 mit Batterie kaufen. Das erklärt den Erfolg. Besser nur eUp etc. mit 14000

Ich sehe das mieten einer Batterie nicht als abschreckend, weil die Sorge in ein paar Jahren eine grössere Investition zu machen entfällt. Mit dem Benziner hast du auch monatliche Kraftstoff Ausgaben. So gesehen ein stichhaltiges Argument.

Ganz einfach: Der Preis für den Akkukauf war jahrelang geradezu lächerlich hoch, aus meiner Sicht nichts als ein Abwehrangebot. Wer den Zoe als Zweit- oder Drittauto nur 5.000km im Jahr fährt, für den ist auch die Akkumiete völlig unwirtschaftlich.
Leute die einen Kleinwagen mit Kaufakku bevorzugt haben, mussten deshalb fast zwangsläufig zu e-Up greifen. Glück für Renault, das VW den Kampfpreis nicht lange aufrecht erhalten wollte.
Mag sein, daß Renault die Preispolitik mittlerweile korrigiert hat, den heutigen Stand kenne ich nicht.

Was soll am Twingo gruselig sein? Wir freuen uns schon auf März, wenn er neben der Zoe in der Garage parken wird.

VW wird aber auf langer Sicht vorbeiziehen.
Ich finde es so schade, dass Renault nur den Zoe gebaut hat und nicht mehrere Modelle.
Klar kommt jetzt dann ein neues CUV auf der neuen Plattform, aber auch wieder so spät.

Diskussionen auf niedrigem Niveau. Ich habe gelesen, dass der Absatz des ID3 nach der Auslieferung der vorbestellen Fahrzeugeim September /Oktober ab November zurückgeht. Was denn nun?

Dein Beitrag erhöht das Niveau nicht gerade, denke ich.
Warten wir’s ab, wie es mit VW weiter gehen wird. Ich bin mir sicher, dass VW sehr bald die Konkurrenz an die Wand drücken wird. Hätte VW aber nicht den Fehler gemacht, dem ID3 so einen winzigen Kofferraum zu verpassen, wäre er DAS eAuto für den Alltag UND die Fahrt in den Urlaub mit vier Personen und Gepäck. Mehr Auto bräuchte Otto Normalo, allemal mit Blick auf unser durchschnittliches Einkommen, dann eigentlich nicht mehr. Jetzt wird ein Auto wie DER Zoe weiter gute Chancen auf dem Markt haben.

 ….Hätte VW aber nicht den Fehler gemacht, dem ID3 so einen winzigen Kofferraum zu verpassen, wäre er DAS eAuto für den Alltag UND die Fahrt in den Urlaub mit vier Personen und Gepäck….“

Das was du suchst nennt sich in diesem Verein „ID.4“.
Ich glaube, der wird sich auch besser verkaufen, da 1. das Fahrzeug alltagstauglicher ist und 2. die Software wahrscheinlich ebenfalls ausgereifter sein wird.
Interessanter wird da noch der Skoda EYAQ. Der könnte mMn die neue Cashcow des Konzernes werden.

Wer zu spät kommt den bestraft das Leben, die Zoe ist gut und gerade verbessert worden aber der ID3 kommt mit vielen technischen Raffinessen daher und ist frisch. So kann VW Druck machen aber der ID3 ist Golf- Klasse und die Zoe eher Polo. In der Klasse hat VW noch nichts zu bieten!!
Das der Smart nicht öfter verkauft wurde ist doch klar, der Wagen ist schlicht nicht mehr oder sehr spät lieferbar. Das ist einfach nur peinlich, da wird eine komplette Marke auf E umgestellt und ist dann nur in geringen Mengen lieferbar!!??
Daimler schläft vor sich hin.

Nö, Daimler schläft nicht.Das Gegenteil! Die haben erkannt, daß BEVs keine Zukunft haben und nur eine kurze Zwischenlösung sein werden. Und wer setzt schon sein gesamtes Know-how auf Dinge ohne Zukunft? Doch nur eine Firma, die eh nur die Kunden betrogen hat und wo die öffentliche Hand den Ton angibt.

Hat Daimler überhaupt know-how für die Zukunft? Ein visionsloser Verein. Immer überall die Obermaker spielen, das können Sie wirklich gut.

Schade wäre es, wenn Tesla Daimler übernimmt. Die wollen hoffentlich keinen Dinosaurier.

ist das ganze ernstgemeint? Tesla übernimmt Daimler mie im leben, Elon musk sollte keine autos bauen sondern unser Sonnensystem erforschen
Daimler hat jetzt schon die besten e Autos vorgestellt die bis 2025 alle auf den Markt kommen. kein vw kein tesla bmw und Daimler gehört die Zukunft

Adolf und Dein Nachname ? Schämst Du Dich unverhüllt der Öffentlichkeit zu zeigen.
Welche eAutos sind den das ? Nenne uns bitte die Liste dieser Typen und zwar nur diejenigen mit einer Serie > 100’000

lächerliche Frage was für ein Niveau.

David, in einem Jahr kennen wir die echten Zahlen. Zum Energiewandel brauchen wir alle E- Hersteller. Du brauchst nicht von VW aus, andere schlecht zu machen. Oder möchtest Du uns Füchsen hier, das Kletteren erlernen?

Für diesen Repost gebe ich Dir ein „Daumen hoch“… War wirklich ein letztklassiger Kommentar Dir gegenüber.

Aber für Deinen ersten Post bekommst du von mir ein Kopfschütteln und ein lauthalses Lachen.

Welche e-Autos von Daimler sind den Deiner Meinung nach zukunftsweisend oder werden es sein?.
In Deutschland gibt es von keinem Hersteller ein E-Auto das „zukunftsweisend“ wäre. Weder von Daimler noch von BMW oder VW.
Es mögen gute Fahrzeuge sein werden, das ja, aber „zukunftsweisend“?
Das grenzt ja an der Lächerlichkeit.

Nur so zum Beispiel:

Tesla ist zukunftsweisend was die E-Mobilität betrifft, das geben ja sogar die Chefetagen der deutschen Autoindustrie zu (z.B.: Audi).

Toyota ist zukunftsweisend in der, in meinen Augen für den PKW-Verkehr nicht relevanten, Technologie des Wasserstoffantriebes.

Und Deutschland?

Hat tolle Spaltmaße……..

E-Autos keine Zukunft? Ich denke, das ist eine Fehleinschätzung. Wenn die Wissenschaft eine neue Akkugeneration auf den Markt bringt, z.B. dreifache Kapazität bei derzeitiger Größe bzw. gleiche Kapazität bei einem Drittel der Größe, wird kein Mensch mehr auf die Idee kommen, noch einen Verbrenner zu kaufen. Weiter gepusht wird das e-Auto mit deutlich billiger werdenden Akkus. Großes Fragezeichen bleibt natürlich die Stromindustrie. Diese Lümmels haben ja schon mit Ionity gezeigt, wozu sie fähig sind.
Wasserstoff ist offenbar noch nicht die Lösung, weil zu teuer, wenn ich richtig informiert bin.

„…Die haben erkannt, daß BEVs keine Zukunft haben und nur eine kurze Zwischenlösung sein werden…“

Kaiser Willhelm: „Das Automobil wird sich (gegen die Kutschen) nicht durchsetzen.“

Die Deutschen waren im Herzen ja schon immer Wegbereiter und Vordenker, das hat sich bis in die heutige Zeit durchgesetzt.

/IronieOFF

Aber zumindest hinterherhecheln haben die Deutschen gelernt, und dass das funktioniert haben ja die Japaner, Koreaner und letztendlich die Chinesen ja schon vor exerziert.
Jetzt kopieren dann halt die Deutschen die Asiaten und Amerikaner und werden damit, in ihrem Rahmen der Möglichkeiten, sehr erfolgreich werden. Da bin ich mir zu 100% sicher. Denn Autos bauen können sie ja.
Nur mit der Innovation schaut’s halt schlecht aus, da müssen in der heutigen Zeit andere den Weg vorgeben.

Es bleibt Spannend, falls die Chinesischen Autohersteller ebenso in den Europäischen Markt mitmischen…

vorerst nur Pole über Volvo

Aiways hat mit dem U5 auch ein sehr attraktives eSUV im Angebot.

MG ist auch chinesisch……

das scheint vielleicht ein wenig off topic aber was wollen all diese Europäer auf Dauer wenn es stimmt was ich gelesen habe: der Anteil an der Batterieproduktion weltweit liegt in Europa bei 1%.

Auch ich bin froh um jeden BEV, der zugelassen wird.
Leider werden immer noch viele ältere Menschen durch die Verkäufer der Autohäuser zu der „toten Pferd“-Technologie überredet.
Sie bekommen für einen Verbrenner eine besonders günstige Finanzierung,
5 Jahre Inspektions-kosten frei,
einen Satz Winterreifen und
noch einen Nachlass. Und dann knicken alle ein.
Zum Nachteil der Gesundheit, der Umwelt und unserer Nachkommen.
Gier und Machthunger der Vorstandsbosse und Aktionäre sind halt größer als der Wunsch nach einem sauberen Planeten.

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