EnBW und dm statten erste Märkte mit Schnellladesäulen aus; perspektivisch bis zu 1.000 Standorte möglich

EnBW und dm statten erste Märkte mit Schnellladesäulen aus; perspektivisch bis zu 1.000 Standorte möglich

Copyright Abbildung(en): EnBW

Bereits ab 2021 sollen Kunden von dm-drogerie markt an 50 Standorten in Deutschland ihr E-Auto/ PHEV beim Einkaufen laden können. So die gemeinsame Mitteilung von EnBW und dm-markt Mitte der Woche. Gemeinsam möchten die beiden Unternehmen den Ausbau der Schnellladeinfrastruktur für Elektroautos in Deutschland weiter vorantreiben. Die ersten 50 Märkte hierfür werden mit High Power Chargern (HPC) ausgestattet, die ultraschnelles Laden ermöglichen. Weitere sollen folgen – derzeit wird die Machbarkeit an bis zu 1.000 Standorten untersucht.

Aus Sicht von EnBW macht man mit den zusätzlichen Ladestandorte im urbanen Raum die  Elektromobilität noch alltagstauglicher. So sei es ein leichtes, dass E-Autofahrer, auch ohne private Lademöglichkeit, schnell und bequem ihr E-Auto laden können, während sie bei dm einkaufen. Die HPC-Ladestationen warten hierzu mit einer Ladeleistung von bis zu 300 Kilowatt auf. Je nach  technischer Ausstattung des eigenen E-Fahrzeugs ist es dann möglich 100 Kilometer Reichweite in nur fünf Minuten zu laden. Damit ist der Akku nach dem Einkauf für viele weitere Fahrten geladen. „Es ist unser Anspruch, unseren Kund*innen einfache Lösungen zur Verfügung zu stellen, die sie unkompliziert in ihren Alltag integrieren können“, erklärt Timo Sillober, Chief Sales & Operations Officer der EnBW.

Wie bei anderen Projekten der EnBW werden auch die dm-Ladestationen mit 100 Prozent Ökostrom betrieben. Der Chief Sales & Operations Officer von EnBW gibt hierzu zu verstehen: „Mit Elektromobilität als wesentlichen Teil einer nachhaltigen Unternehmensstrategie tragen wir aktiv dazu bei, auch den Verkehr klimafreundlicher zu gestalten.“ Vonseiten dm teilt man mit: „Uns ist es ein Anliegen, nicht nur unser Sortiment nachhaltig zu gestalten, sondern auch die Infrastruktur in und rund um unsere dm-Märkte auf die Bedürfnisse der Kund*innen und der Umwelt abzustimmen. Gemeinsam mit der EnBW können wir es unseren Kund*innen in Zukunft ermöglichen, nachhaltige Mobilität in ihren Alltag zu integrieren“, so Marco Schönaich, als Projektleiter Bau bei dm für die Realisierung des Elektromobilitätsangebots verantwortlich.

Schönaich gibt zudem noch einen Ausblick darauf was künftig möglich sei: „Um den Ausbau der Schnellladeinfrastruktur voranzutreiben und unsere mehr als 2.000 Standorte in Deutschland sinnvoll zu nutzen, gehen wir derzeit mit unseren Vermietern ins Gespräch. So können wir gemeinsam E-Mobilität für alle einfach und flächendeckend verfügbar machen.“ Die EnBW gibt abschließend zu verstehen: „Als Standortpartner hat dm mit seinen mehr als 2.000 Märkten in Deutschland ein enormes Potenzial.“

Zur Einordnung der EnBW-Aktivitäten: Das EnBW Hypernetz wächst und wächst und wächst. Zuletzt konnten wir vom eigenen Flagship-Ladepark der EnBW berichten, als auch der Tatsache, dass man die toom-Baumärkte mit entsprechender Ladeinfrastruktur ausstattet. Dann die Ansage, dass man alle rund 150 Standorte des Immobilieninvestors Deutsche Konsum REIT-AG (DKR) mit hochmoderner Schnellladeinfrastruktur für Elektroautos ausstattet. Doch damit ist nicht Schluss. Weitere 80 Ultraschnellladestationen für HELLWEG Bau- und Gartenmärkte sollen errichtet werden und auch mit den dm-Märkten geht man einen weiteren Schritt nach vorn.

Quelle: EnBW – Pressemitteilung vom 08. Dezember 2020

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Schnellladung und geeignete Ladeinfrastruktur im lokalen Umfeld sind der wichtigste Faktor für eine schnelle Verbreitung der umweltfreundlichen Elektroautomobile. Neben der Ladeinfrastruktur sind aber nach wie vor die Autohersteller gefordert Schnelllader, sowohl DC mit >150kW als aber auch AC mit >22kW, in die Fahrzeuge zu integrieren, auch wenn heimisches Laden mit viel weniger funktioniert.

Die 22kW sind sicherlich auch wichtig, wenn der CCS mal belegt. Stimmt auch, dass man zu Hause keine 22kW braucht Dazu packen viele Hausanschlüsse packen das nicht und 22kW muss man sich genehmigen lassen. Sinn machen 22kW sicherlich bei großen Akkus. Bei kleineren Akkus werden die Hersteller das nicht mitmachen um den Akku im täglichen Gebrauch zu schonen. Große Akkus juckt das nicht ob sie mit 11kW oder 22kW geladen werden.

Warum habe ich nur das Gefühl, dass das wieder erstmal unten im Süden umgesetzt wird und hier bei uns in der Region erst viel später, wenn überhaupt. Wir haben hier in Umgebung in Südniedersachsen glaube ich ganze 2 Supermärkte mit 50kW Ladern (dafür immerhin kostenlos). HPC wird sicherlich nicht kostenlos sein. Aber egal. Es ist für viele Leute wichtig, dass sie solche einfachen Möglichkeiten haben ihr Auto zu laden, wenn sie es zu Hause nicht können. Wenn das beim Einkaufen geht, ist das eigentlich schlicht die beste Möglichkeit. 30-60min verbringt man beim Wocheneinkauf sowieso im Supermarkt. Dann ist ein Auto an einem HPC-Lader voll.

Ich wohne oben im Süden.
Gestern habe ich so eine ENBW-Schnellladesäule in einem Baumarkt ausprobiert. Sie wurde vor einem Jahr aufgestellt und jetzt in Betrieb genommen. Leider hat sie nur eine Maximalleistung von 50 kW. Nach drei Minuten wurde der Ladevorgang wegen eines internen Fehlers abgebrochen, Fazit: 3,02 kWh für 1,12 Euro. Den Abbruch habe ich natürlich erst nach dem Einkauf bemerkt und musste mit fast leerem Akku heimfahren. Und Aldi Süd hat viele Ladesäulen seit Monaten abgeschaltet.

Mag sein, dass es hier oben im Süden funktionierende Ladesäulen an Supermärkten und Einkaufszentren gibt. Gefunden habe ich sie bisher nicht. Also keinen Neid, hier bei uns funktioniert auch vieles nicht.

Schön, dass das Ladeangebot beim Einkaufen immer größer wird.

Schöner wäre es, wenn die Politik die EEG-Umlage auf selbst produzierten und verbrauchten Solarstrom streichen und alle (auch die Industrie), die Strom aus dem Netz beziehen, dafür mit der EEG-Umlage belegen würde. Selbst Ökostrom aus dem Netz ist oft genug nur „geschönter Strommix“.

Die Industrie könnte ja, wenn sie die EEG-Umlage sparen will, selber in Solar- und Windkraftanlagen investieren, dann wäre es eine gerechte Verteilung der Kosten beim Umstieg auf Ökostrom.

Wenn der ganze Strom wirklich Ökostrom ist, dann sollte die EEG-Umlage wegfallen und die Kosten nur noch über den CO2-Aufpreis gedeckt werden, dann ginge Umweltschutz plötzlich alles ganz schnell.

20 kWh x 0,30 Euro pro kWh = 6 Euro.

Zurück zum Ladeangebot – alles über 30 Cent pro kWh , sollte in Zukunft EU-weit gesetzlich verboten werden, damit sich umweltfreundliche E-Autos (in Zukunft mit 100% Ökostrom) auch dann noch lohnen, wenn die „Ölscheich“ ihr Rohöl weitgehend „verschenken“ wegen mangelnder Nachfrage.

EnBW hat hier eine vorbildliche Vorreiterrolle mit fairen Preisen. Gut, dass EnBW aus dem Verbund Ionity ausgeschert ist. Die EnBW App und Ladekarte vom ADAC ist aus meiner Sicht eine der Besten im Markt. Bitte auch an die Typ 2 Lademöglichkeiten denken.
Gruss M. Geiger

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