EnBW bündelt Elektromobilitäts-Aktivitäten in eigenständiger Gesellschaft

EnBW-Elektroauto-Ladeinfrastruktur

Copyright Abbildung(en): EnBW

Der Energieversorger EnBW stellt die Weichen für das weitere Wachstum seines Geschäftsbereichs Elektromobilität und bündelt hierfür seine operativen und strategischen Aktivitäten in einer eigenständigen Gesellschaft: der EnBW mobility+ AG & Co. KG (EnBW mobility+). „In dieser Aufstellung werden wir noch schneller und flexibler und können uns noch konsequenter an den Bedürfnissen von Partnern und Kunden orientieren – beste Voraussetzungen für das ambitionierte Wachstum, das wir anstreben“, erklärt Timo Sillober, Chief Sales & Operations Officer von EnBW. In den kommenden Jahren plant das Unternehmen, jährlich bis zu 100 Millionen Euro in den Ausbau der Elektromobilität zu investieren.

EnBW mobility+ wird als 100-prozentiges Tochterunternehmen der EnBW ihre operativen Tätigkeiten zum 1. Januar 2021 aufnehmen und bündelt sowohl die Aktivitäten für die Ladeinfrastruktur (CPO) als auch die Elektromobilitätsangebote (EMP). Sie wird vom bisherigen Führungsteam des Bereichs Elektromobilität bei der EnBW geleitet: Cathrin Lind (Vice President Operations), Rolf Kniprath (Vice President Technology & Planning), Volker Rimpler (Vice President Construction & Rollout), Lars Walch (Vice President Strategy & Sales) und Nils Straube (Vice President EMP & Digital Solutions).

EnBW habe frühzeitig die Chancen erkannt, die sich aus der aktiven Gestaltung der Energiewende ergeben, teilt das Unternehmen mit. Dazu gehört insbesondere die nachhaltige Mobilität als wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz. Bei der Elektromobilität setzt EnBW zwei strategische Schwerpunkte: digitale Lösungen für ein einfaches Ladeerlebnis sowie der Ausbau der Schnellladeinfrastruktur sowohl in Deutschland als auch international. Bereits heute betreibt das Unternehmen das größte Schnellladenetz in Deutschland und Österreich und hat sich auch als Elektromobilitätsanbieter eine Spitzenposition erarbeitet: EnBW wurde wiederholt als „bester Elektromobilitätsanbieter Deutschlands“ (connect 7/2020 und 12/2020) ausgezeichnet.

Mehr Flexibilität und Schlagkraft in einem dynamischen Marktumfeld

Eine eigenständige Gesellschaft ermöglicht dem Unternehmen ein flexibles und agiles Vorgehen im hoch dynamischen Elektromobilitätsmarkt. Die EnBW mobility+ sei optimal aufgestellt, um ihre führende Position als Ladeinfrastrukturbetreiberin und Elektromobilitätsanbieterin weiter auszubauen, teilt EnBW mit. So möchte sie bereits im kommenden Jahr die Anzahl ihrer Schnellladestandorte deutschlandweit mehr als verdoppeln und auf 1000 erhöhen. Davon befinden sich aktuell 200 Standorte bereits im Bau. E-Autofahrern stehen dann allein von EnBW bundesweit rund 3000 Schnellladepunkte zur Verfügung.

Dafür nimmt EnBW im Schnitt täglich einen Schnellladestandort mit durchschnittlich drei bis vier Schnellladepunkten in Betrieb und hat allein in den letzten drei Monaten deutschlandweit fünf große Ladeparks eröffnet – darunter der Flagship-Ladepark in Rutesheim sowie Ladeparks an der Raststätte Werratal oder in der Stuttgarter Innenstadt. Dabei arbeitet das Unternehmen eng mit Partnern aus dem Handel, dem Tankstellen- und dem Raststättenbetrieb sowie aus anderen Branchen zusammen. Dieses Tempo möchte EnBW mit seiner neu gegründeten Tochter beibehalten und das eigene Schnellladenetz bis 2025 auf eine Größe ausbauen, die mit jener großer Tankstellenbetreiber vergleichbar ist.

Die neue Gesellschaft soll zudem die sukzessive Internationalisierung im Bereich Elektromobilität vorantreiben. Bereits im August 2020 hat EnBW drei weitere Länder an sein EnBW mobility+ Angebot angebunden. Seitdem laden E-Autofahrer nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern auch in Frankreich, Italien und den Niederlanden flächendeckend an insgesamt mehr als 100.000 Ladepunkten zum überall gleichen Preis – auch an zahlreichen Ladepunkten anderer Betreiber.

Im Bereich Ausbau der Schnellladeinfrastruktur ist mit dem Gemeinschaftsunternehmen Smatrics EnBW in diesem Jahr die erste länderübergreifende Kooperation gestartet. Das Joint Venture betreibt unter der Konsortialführung von EnBW das größte Schnellladenetz Österreichs und werde sich dort mit Nachdruck für dessen weiteren Ausbau engagieren. „Für bestehende und zukünftige Partner und potenzielle Investoren aus dem In- und Ausland bedeutet die Gründung der neuen Gesellschaft ein hohes Maß an Verlässlichkeit und Zukunftssicherheit“, erklärt Timo Sillober.

Quelle: EnBW – Pressemitteilung vom 14.12.2020

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Klasse EnBw. So kann das funktionieren. Wenn ihr es jetzt noch schafft mit Rewe und Co. aureichend Infrastruktur beim Einkaufen zu schaffen, bestelle ich sofort ein E-Auto.

@Ionity so sieht eine faire Lösung aus. Wenn ihr nicht langsam aufwacht, wird EnBw euch beerben.

Bleibt nur zu hoffen, dass die neue Gesellschaft nicht gleich mit neuen Preisen anfängt. Man munkelt von Preiserhöhung zum selben Datum…

99 ct. pro KWh wäre am besten.
So gelingt zwar nicht die Energiewende, aber die Umverteilung von Vermögen.

Der Pressesprecher versteht schon mal sein Handwerk. Das sollten die EnBW-Techniker auch lernen.
Bei unserem Hage-Baumarkt wurde im Dezember 2019 eine EnBW-Schnellladesäule (mit bescheidenen 50 kW-Ladeleistung) aufgestellt. Ein Jahr später, also kürzlich, ist sie tatsächlich in Betrieb gegangen. Leider schafft sie nur 3 Minuten Ladedauer, dann schaltet sie wegen eines internen Fehlers ab.
Dafür wurde die alte, funktionierende Ladesäule, die dem Hage-Baumarkt gehörte und bei der man umsonst laden konnte, abgebaut.
Ich sehe weder für die Energiewende noch für den E-Mobilisten einen Vorteil.

Zwischen den Schönreden der Pressestelle und der Wirklichkeit gibt es halt doch erhebliche Unterschiede.

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