Elektroautos bei Audi eine „zentrale Säule“

Elektroautos bei Audi eine „zentrale Säule“

Copyright Abbildung(en): Audi AG

Hildegard Wortmann, seit einem guten Jahr Audi-Vorstand für Vertrieb und Marketing, erzählte in einen Interview mit dem Donaukurier von den Herausforderungen und Folgen der Corona-Krise, welche Entwicklungen sich durch die Pandemie beschleunigen und wie die leistungsstarken und bei Käufern gefragten RS-Modelle nachhaltiger werden können.

Die Folgen der Corona-Pandemie, seien, „nicht nur für unsere Autoindustrie, sondern auch für unsere Gesellschaft und das internationale Gefüge, bisher nicht abzusehen“, so Wortmann. Sie arbeite seit dem Beginn der Krise sehr eng mit dem Produktionsvorstand Peter Kössler zusammen, um die Programmplanung dem aktuellen Geschehen anzupassen, damit die Produktion „schnell und geordnet“ runtergefahren „und dann zum richtigen Zeitpunkt“ wieder hochgefahren werden kann. Die Monate April, Mai, Juni und Juli seien trotz der weltweiten Pandemie „über internen Erwartungen“ abgeschlossen worden. Audi habe sich „im ersten Halbjahr mit einem Minus von 22 Prozent bei den Auslieferungen deutlich besser entwickelt als der Gesamtmarkt, dessen Rückgang bei 28 Prozent liegt.“

Bei den aktuellen Bestelleingängen sei fast schon wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht. In China etwa haben die Ingolstädter „mit jeweils mehr als 65000 verkauften Autos in den Monaten Mai und Juni die stärksten Audi-Monate aller Zeiten verbucht“, so die Managerin. Auch in Europa gewinne die VW-Tochter „in vielen Ländern Marktanteile – Großbritannien etwa läuft aktuell sehr gut.“ Durch Corona erlebe Audi „bei der Digitalisierung gerade einen regelrechten Boom“, so Wortmann, vor allem was die Beratung und den Verkauf betreffe: „Das hat während des Lockdowns etwa mit unseren Live-Beratungen per Datenbrille sehr gut funktioniert. Auch der e-Commerce nimmt stetig zu.

Elektroautos seien bei Audi „eine zentrale Säule, denn die Zukunft ist elektrisch“, sagt Wortmann. Bis 2025 will die Marke rund 30 elektrifizierte Modelle im Angebot haben. Zudem beschäftige sich Audi „intensiv damit, wie das Interieur der Zukunft aussieht“. Denn mit dem zunehmend automatisierten Fahren werde „sich die Bedeutsamkeit und Gestaltung des Interieurs grundlegend wandeln.“ Audi wolle „die Digitalisierung stärker erlebbar machen.“ Dies sei vor allem für die jüngeren Zielgruppen wichtig: Diese „interessieren sich weniger für die Qualitäten, die in der Vergangenheit gefragt waren, sondern mehr für Digitalisierung und automatisiertes Fahren.“

„Die Pandemie verstärkt und beschleunigt vieles“

Die Pandemie verstärkt und beschleunigt vieles“, sagte Wortmann in dem Interview. In der Krise liege „eine große Chance, um Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu pushen.“ Audi sei ohnehin bereits „mitten in der Neuausrichtung“ und habe bereits „die entsprechende Markenstrategie verabschiedet.“ Mit Elektroautos, Plug-in-Hybriden und seiner Nachhaltigkeitsstrategie wolle der Hersteller beweisen, es „sehr ernst“ zu meinen: „Wir wollen und werden nachhaltig wirtschaften. Diese Verantwortung haben wir – Corona hin oder her.“ Die Klimakrise erlaube keine Zeit mehr „zu trödeln oder abzuwarten. Wir müssen die Maßnahmen jetzt ergreifen“, sagt die Managerin.

Auch bei den leistungsstarken RS-Modellen, welche „superemotional“ und „elementar“ für den Hersteller seien, will Audi nachhaltiger werden. „High Performance“ könne man „genauso auf ein Elektroauto übertragen“. Eine „konsequente Elektrifizierungsstrategie“ sei „die Grundlage für die Zukunftsfähigkeit der RS-Modelle“. Aktuell setze Audi, als einer der ersten in diesem Segment, auf die 48-Volt-Technik, eine milde Hybridisierung, „die sich nennenswert auf die Effizienz auswirkt und zudem noch den Fahrspaß beflügelt.“

Quelle: Donaukurier – Audi-Vertriebschefin über Corona, E-Autos und Zukunftsmodelle

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7 Antworten

  1. Na, dann passt eh alles, wenn die jüngeren Zielgruppen besonders wichtig sind. Die allgemeine Lebenserfahrung sagt allerdings, dass die Kohle für den Kauf eines Neuwagens eher bei den älteren Käuferschichten vorhanden ist.

  2. Mit dem eTron hat Audi eher einen Klotz als eine Säule entwickelt. Nun denn, Vorsprung durch Technik war mal. Jetzt gilt eher: wer suchet der findet…. manchmal trift das ja auch bei einem blinden Huhn zu.

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