Elektroauto-Rückruf nach Akku-Brand bei WM Motor (Weltmeister)

Elektroauto-Rückruf nach Akku-Brand bei WM Motor (Weltmeister)

Copyright Abbildung(en): WM Motor

Das chinesische Elektroauto-Start-up WM Motor (Weltmeister), seit 2018 mit einem ersten Modell auf dem Markt, soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 und im Jahr 2021 eine Limousine und zwei SUVs nachlegen, so eine Meldung Mitte August 2020. Ende Oktober diesen Jahres steht das Unternehmen vor einer ganz anderen Herausforderung. Nach vier Fahrzeugbränden innerhalb nur eines Monats muss das Start-Up 1.282 seiner E-Autos zurückrufen. Betroffen sind Fahrzeuge, welche zwischen dem 8. Juni 2020 und dem 23. September 2020 hergestellt wurden, bei diesen können Verunreinigungen in den zugelieferten Batteriezellen zu einem Kurzschluss führen.

Wie die staatliche Marktregulierungsbehörde zu verstehen gibt, kann es durch den erwähnten Kurzschluss zu einem starken Wärmeanstieg im Batteriepack kommen. Ist dies der Fall und gerät das Ganze außer Kontrolle, kann es zu einem thermischen Durchgehen kommen und der Akku fängt Feuer. Wer als Lieferant hinter den verunreinigten Batteriezellen steht wurde vonseiten WM Motor nicht kommuniziert. Es steht nur so viel fest, dass neben CATL weitere chinesische Firmen wie Zhejiang Gushen Energy Technology, Suzhou Yuliang Battery, Tianjin Lishen Battery Joint-Stock, Jiangsu Tafel New Energy Technology, REPT Energy und ZTE Gaoneng Technology Batteriezellen an Weltmeister liefern sollen.

Beheben wolle man das Problem, in dem man bei den zurückgerufenen Elektroautos die Traktionsbatterie austauscht. Diese setzt auf Batteriezellen eines anderen Anbieters. Das Unternehmen selbst habe nach einer Analyse der ersten drei Fahrzeugbrände die Ursache auf die verunreinigten Batteriezellen zurückgeführt. Beim vierten Brand stehe die Untersuchung noch aus. WM Motor hat derzeit zwei Serienmodelle zum Verkauf. Das erste, der Kompakt-Crossover WM EX5, kam im April 2018 auf den Markt und soll sich bereits mehr als 30.000 Mal verkauft haben – Stand August 2020. Der WM EX6, ein 5-Sitziger SUV, kam im November 2019 in den Handel und wurde bislang gut 1.000 Mal verkauft.

Bei erst genanntem Modell, dem WM EX5 soll es zu den Bränden gekommen sein. Dieser wird bekanntermaßen in drei Akku-Varianten 300, 400 oder 460 Kilometer Reichweite nach NEFZ angeboten. Ob es nun nur bei einer oder allen drei Varianten zum Brand gekommen ist/ kommen kann, geht aus den chinesischen Medienberichten nicht hervor.

Quelle: Electrive.net – WM Motor startet Rückruf nach Fahrzeugbränden

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Hallo Sebastian,

seit dem 02.09.2020 habe ich einen BMW X5 eDrive45e Neuwagen.
Am 30.09.2020 bekam ich ein Schreiben meines BMW-Händlers. In diesem Schreiben wurde mir mitgeteilt, dass aufgrund von internen Analysen nicht ausgeschlossen werden kann, dass Unreinheiten im Produktionsprozess von Batteriezellen nicht vollständig vermieden werden konnten. Diese Unreinheiten können zu einem Kurzschluss und somit zu einem Brand des Hochvoltspeichers führen. Da zurzeit keine Servicemaßnahmen zur Verfügung stehen, ist nur eine eingeschränkte Lade- und Fahrnutzung des Fahrzeugs möglich. Betroffen sind nicht nur die X5 sondern auch die Modelle X3, 3er, 5er und 7er
Da ich nicht in Gefahr laufen möchte, durch einen Bedienfehler der, durch die Brandgefahr vorgegebenen, speziellen Betriebsweise, einen Brand auszulösen, steht mein neues Fahrzeug seit dem 30.09.2020 in der Garage.

Gibt es bei dir, Sebastian, Informationen über diesen Vorgang, und speziell Informationen über die Rechtslage und die angedachte Vorgehensweise des Herstellers?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichem Gruß
Manfred

Was mich doch sehr verwundert ist, dass alle e-Car Gegner ständig über TESLA lästern, trifft es eine deutsche einheimische Marke, da hört man überhaupt nichts. Ich will hier keine Marke sonderlich hervorheben, es zeigt lediglich einmal mehr, dass alle Start Up’s und egal aus welchem Land, alle erst ihre Erfahrungen machen müssen.

Gruss an alle
Heinz

Ja Heinz und dies sind vor allem die Chinesen. Ein Armutszeugnis , dass wir in Europa nicht alles selber herstellen können , und uns vor allem auf den Heimmarkt konzentrieren. Da müssen wir von den Amerikanern noch viel lernen. Wir warten gerade wieder auf ein simples Fahrradkabel mit Schalter seit 3 Wochen. Was einfacheres gäbe es nicht, als dies bei uns vor Ort zu bauen………………

Bosch hat noch vor ein paar Jahren selbstherrlich festgestellt, Akkuzellen
in Deutschland zu bauen ist zu teuer in
der Investition, und lohnt sich nicht.

Jetzt bauen Ausländer zu unserem Glück
in Deutschland.

Hochmut kommt vor dem Fall
Horst Moses

Wem sagst Du das, Horst ?

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