Elektro-SUVs festigen ihre Position im europäischen Elektroautomarkt

Elektro-SUVs festigen ihre Position im europäischen Elektroautomarkt

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Riskieren wir gemeinsam einen Blick auf die Zulassungszahlen am Elektroauto-Markt Ende Oktober 2020. Hier zeigt sich, dass Deutschland mittlerweile den vierten Monat in Folge die Nase vorn hat und Frankreich hinter sich lässt. Dabei muss man anmerken, dass Deutschland den Markt dominiert. In Summe brachte es Deutschland auf 252.268 Zulassungen; Frankreich liegt mit 131.243 Zulassungen knapp bei der Hälfte. Ähnlich dominant verhält es sich hinsichtlich E-Autozulassungen nach Segmenten.

Ende Oktober 2020 sprechen die Zulassungszahlen ein deutliches Bild. Das SUV/Crossover-Segment beherrscht den europäischen Elektroautomarkt, mittlerweile den vierten Monat in Folge. Insgesamt brachte man es auf 26,0 Prozent Marktanteil und konnte damit abermals die eigene Position stärken. Mag daran liegen, dass mittlerweile über zehn Elektro-SUV-Modelle zur Auswahl stehen. Anfang 2021 sollen es dann bereits 15 Modelle sein. Ende Oktober lässt sich festhalten, dass jedes vierte zugelassene E-Auto, entweder ein SUV oder Crossover war. Bei den E-SUV lässt sich festhalten, dass ein Großteil der Zulassungen auf Premium-Modelle wie den Audi e-tronden Jaguar I-PACE oder Mercedes EQC entfielen. Hauptabsatztreiber war allerdings der Hyundai Kona Elektro. Dieser brachte es auf 31.946 Zulassungen bis Ende Oktober 2020. Der e-tron folgt hierbei mit 26.091 Einheiten als zweiter E-SUV.

Neben den eher großen Elektro-SUV wächst auch ein weiteres Segment in Europa, beziehungsweise bleibt dies zumindest stabil: das Kleinwagen-Segment. Zu diesem zählt man Fahrzeuge wie den Peugeot e208, den Opel Corsa-e oder auch den neuen Renault ZOE. Doch insbesondere der Zulassungsrückgang seit August in Frankreich hat dazu geführt, dass das Segment auf einen Anteil von 22,80 Prozent abgesunken ist. Wobei sich der Anteil nur minimal verschoben hat.

Ein wenig gewachsen ist die Untere Mittelklasse, diese bringt es auf 23,8 Prozent Marktanteil. Teilweise getrieben durch 10.315 Zulassungen des VW ID.3, welche dieses Fahrzeugsegment ein wenig gepusht haben. Das Near-Executive-Segment profitierte im Oktober 2020 von keinem starken Endquartalsspurt wodurch der Anteil am Gesamtmarkt auf 12,810 Prozent zurückgegangen ist. Wie wir uns erinnern war lange Zeit das einzige Model in diesem Segment das Model 3, welches gerade zum Quartalsende hin meist ein Zulassungsschub verzeichnet. Seit Juni 2020 ist dies nicht mehr der Fall, denn der Polestar 2 wurde ebenso in das Near-Executive-Segment bei der Betrachtung aufgenommen. Tesla steuert mit dem Model 3 bis Ende Oktober 56.102 Einheiten bei; Polestar 5.302 Einheiten.

Nachfolgend haben wir die rein elektrischen Fahrzeugen in ihren jeweiligen Segmenten betrachtet, um einen Vergleich zu ermöglichen. Zeitraum Januar – Oktober 2020:

  • Basic – 10,10 Prozent
  • Kleinwagen – 22,80 Prozent
  • Untere Mittelklasse – 23,80 Prozent
  • Near Executive – 12,80 Prozent
  • SUV/Crossover – 26,0 Prozent
  • Luxusklasse – 2,10 Prozent
  • Nutzfahrzeugklasse / Minibus – 0,60 Prozent
  • Sonstige – 1,80 Prozent

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Report West European Market Intelligence – Edition 10.2020

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Danke für den Auszug aus dem Report.
Die Marktanteile pro Marke, bzw. Konzern wären auch noch interessant. Früher haben Sie die jeweils auch publiziert.

Der Wahnsinn geht weiter…

Man sieht, dass BEV nicht unbedingt aus ökologischen Gründen gekauft werden. Beim heutigen Strommix, vor allem in der Winterzeit mit meist 400-450 g CO2/kWh, erreichen die Elektro SUV mit 26 kWh/100km Verbrauch auf der Autobahn auch nur 100-115g CO2/km. Gute BEV Limousinen mit ihrem geringen Luftwiderstand erreichen bei diesem Strommix 70-85g CO2/km.

Beim deutschen Strommix und Stromkosten ist Effizienz sehr wichtig und da können SUV per se nicht gut sein.

Kommt hinzu, dass bei diesen Werten der CO2-Ausstoss bei der Produktion der Batterien noch nicht eingerechnet ist. Da kommt noch tüchtig etwas dazu.
Auf der anderen Seite spielt der Luftwiderstand erst bei grösseren Geschwindigkeiten eine massgebliche Rolle (nimmt im Quadrat zu). Wenn ich also lokal und in der Stadt mit einem SUV oder kastenwagenartigen Gefährt rumkurve, spielt die Form fast keine Rolle.

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