Elektro-SUV BMW iX3 homologiert, Auslieferungen noch in 2020

Copyright Abbildung(en): BMW

Die BMW Group verfolgt konsequent ihre Elektrifizierungsstrategie und wird noch im Jahr 2020 den neuen iX3 auf den Markt bringen. Die Serienproduktion für das erste rein elektrisch angetriebene Modell der Kernmarke BMW starte trotz Corona wie vorgesehen im Spätsommer beim Joint Venture BMW Brilliance Automotive (BBA) in China, wie der Hersteller mitteilt. Erste Exemplare des Elektro-SUV sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden.

Mittlerweile wurden die zur Homologation des neuen BMW iX3 erforderlichen Testverfahren erfolgreich abgeschlossen und die Ergebnisse an die Zulassungsbehörden auf den wichtigsten Automobilmärkten übersandt. „Zum ersten Mal haben wir ein vollständiges Homologationsverfahren für ein vollelektrisches Modell in China und Europa gleichzeitig absolviert. Für die Mitarbeiter unserer Testteams war dies eine besondere Herausforderung, die sie mit großem Einsatz und hoher Effizienz gemeistert haben“, sagt Arno Keller, Leiter Entwicklung BMW iX3. So musste innerhalb von vier Wochen ein mehr als 340-stündiges Testprogramm einschließlich Erprobungsfahrten über mehr als 7700 Kilometer bewältigt werden.

Parallel dazu wurden in Shenyang die Vorbereitungen zur Fertigung des BMW iX3 vorangetrieben. Bereits seit Mitte des vergangenen Jahres produziert BBA im Werk Dadong in Shenyang Vorserienfahrzeuge des BMW iX3. Gerade erst lief das 200ste Vorserienmodell vom Band, um anschließend bei Erprobungsfahrten auf chinesischen Straßen von den Entwicklungs- und Testingenieuren den letzten Feinschliff zu erhalten.

„Wir sind mit der Produktion der Vorserienfahrzeuge des BMW iX3 genau im Zeitplan und werden im Spätsommer mit der Serienproduktion beginnen. Dabei nutzen wir in der Produktion modernste Technologien, wie beim maßgeschneiderten Einbau der neuen Hochvoltbatterie oder dem Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Kontrolle von Teilen. Wir produzieren zudem den vollelektrischen BMW iX3 zusammen mit dem BMW X3 mit Verbrennungsmotor auf der gleichen Linie. Dadurch erreichen wir eine hohe Effizienz und Flexibilität in der Produktion.“ — Robert Küssel, Leiter des BBA Werks Dadong

Mit dem neuen BMW iX3 erweitert die BMW Group ihr Portfolio um ein weiteres vollelektrisches Fahrzeug, das nicht nur neue Kundengruppen erschließt, sondern zudem zu einem Zeitpunkt auf den Markt kommt, in dem die Nachfrage nach Elektroautos stark anzieht. Der Elektro-SUV basiert auf dem weltweit erfolgreichen BMW X3 und vereint damit die vielseitige und robuste Funktionalität eines Sports Activity Vehicle der Premium-Mittelklasse mit zukunftsweisender Antriebstechnologie für lokal emissionsfreie Fahrfreude, so BMW in einer aktuellen Mitteilung.

Der BMW X3 ist das erste Modell der Marke, das sowohl mit herkömmlichen Otto- und Dieselmotoren als auch mit einem Plug-in-Hybrid-System sowie mit einem rein elektrischen Antrieb verfügbar ist. Mit diesem „Power of Choice“ Angebot will BMW die unterschiedlichen Anforderungen und Wünsche seiner weltweiten Kunden berücksichtigen und außerdem die maximale Wirksamkeit bei der Reduzierung von globalen CO2-Emissionen gewährleisten.

Fünfte e-Drive-Generation

Der BMW iX3 ist mit der bereits fünften Generation der BMW eDrive Technologie ausgestattet. Diese umfasst eine Antriebseinheit, bei der Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebe hochintegriert in einem zentralen Gehäuse zusammengeführt sind. Dadurch werden Bauraum und Masse der Antriebstechnologie relativ zur bereitgestellten Leistung maßgeblich reduziert, und die Flexibilität für den Einbau der neuen E-Antriebskomponente in verschiedene Fahrzeugderivate erhöht sich. Ein weiteres Highlight ist, dass der E-Motor ohne seltene Erden auskommt. Damit macht sich die BMW Group unabhängig von deren Verfügbarkeit.

Die fünfte Generation des E-Antriebs umfasst zudem neue, leistungsfähigere Hochvoltbatterien. Diese können dank ihrer skalierbaren, modularen Baukastenauslegung flexibel in der jeweiligen Fahrzeugarchitektur und den jeweiligen Produktionsstandorten zum Einsatz kommen.

Mit einer Reichweite von rund 440 Kilometern im Testzyklus WLTP (vorläufige Angabe) wird der BMW iX3 so zum Wegbereiter für BMW eDrive Technologie, die vom Jahr 2021 an auch in den Modellen BMW i4 und BMW iNEXT eingesetzt werden soll.

Quelle: BMW — Pressemitteilung vom 09.06.2020

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Eine Antwort

  1. So lange BMW überwiegend Verbrenner baut, bleibt BMW auf die Verfügbarkeit von “Seltenen Erden” angewiesen!

    In den Herstellungs- und Lieferketten von Verbrennern werden ein Vielfaches an Seltenen Erden verbraucht, wie es je in E-Antrieben benötigt wurde.

    Und ein iX3 basiert vollständig auf Verbrenner-Plattform und kann daher in den Herstellungskosten mit den Wettbewerben nicht konkurrieren. Daher wird der Startpreis vergleichsweise unattraktiv sein und nur durch Förderung/Kaufprämien in die Nähe der ohnehin schon überteuerten X-Modellpalette kommen.

    Die 5-te Generation an Elektro-PKW sollte doch endlich ein marktfähiges Fahrzeug werden. Stückzahlen im sechsstelligen Bereich sind da in Deutschland nicht erreichbar. (Weltweit in Summe sicher – aber das rettet BMW nicht wirklich).

    Der Mini zum halben Preis wäre da realistischer – aber auch der basiert noch auf Verbrenner-Plattform.

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