Elektro-Lieferwagen von Canoo soll bei 27.000 Euro starten

Canoo-Elektro-Lieferwagen

Copyright Abbildung(en): Canoo

Das Elektroauto-Start-up Canoo hat einige neues Details zu seinem vollelektrischen Lieferfahrzeug veröffentlicht. Unter anderem einen Preis: Der starte bei gut 33.000 US-Dollar, umgerechnet etwa 27.000 Euro, so Canoo in einer aktuellen Mitteilung. Interessenten können den Minivan für eine rückzahlbare Anzahlung von 100 US-Dollar pro Fahrzeug unter www.canoo.com/mpdv vorbestellen.

Das Fahrzeug sei zweckmäßig und auf eine möglichst niedrige Gesamtkostenbilanz hin konstruiert. Es basiert auf der proprietären elektrischen Plattform von Canoo, leistet 147 kW (200 PS) und wird zunächst in zwei Größenvarianten angeboten, weitere werden folgen. Eine limitierte Kleinserie sei bereits für 2022 vorgesehen, ab 2023 will Canoo die Produktion skalieren und seinen Elektro-Van großflächig anbieten, neben zunächst Nordamerika später auch in Europa.

„Wir haben unser Mehrzweck-Lieferfahrzeug von innen nach außen entwickelt, wobei die Ergonomie des Fahrers mit besonderer Liebe zum Detail berücksichtigt wurde, damit er bei der Arbeit glücklicher und produktiver sein kann. Das Fahrzeug ist erschwinglich und bietet eine größere Ladekapazität als andere aktuelle Modelle für elektrische Lieferfahrzeuge in seiner Klasse. Wir wollen die Gesamtbetriebskosten senken und die Kapitalrendite für alle steigern, von lokalen Kleinunternehmern bis hin zu großen Flotten.“ – Tony Aquila, Executive Chairman von Canoo

Als integraler Bestandteil der Geschäftsstrategie von Canoo soll das funktionale Design des Elektrofahrzeugs eine breite Palette von Kunden bedienen. Es sei speziell für die Bedürfnisse kleiner Unternehmen und großer Last-Mile-Lieferfirmen entwickelt worden. Das Design des Modells in Kombination mit den branchenweit besten Gesamtbetriebskosten (TCO), wie Canoo verspricht, mache es auch zu einer möglichen Option für unabhängige Auftragnehmer, Versorgungsunternehmen, Servicetechniker und viele mehr.

Canoo-Elektro-Lieferwagen-Laderaum
Canoo

Große Kunden wie Logistikunternehmen und Paketzusteller, Einzelhändler und andere Großunternehmen stehe die Möglichkeit offen, gemeinsam mit Canoo ein kundenspezifisches Fahrzeug zu entwickeln, das genau ihren spezifischen Anforderungen entspricht.

Best-in-Class-Gesamtbetriebskosten und Frachtvolumen

Mit seinem Fahrzeug will Canoo die branchenweit besten Gesamtbetriebskosten erzielen, durch eine hohe Reichweite und optimale Raumeffizienz sowie Langlebigkeit und niedrige Wartungskosten. Der Laderaum soll gut 30 Prozent mehr Volumen aufweisen als andere beliebte Lieferfahrzeuge in vergleichbaren Segmenten. Durch die Nutzung der firmeneigenen Plattform können voraussichtlich die Material- und Servicekosten gesenkt und erhebliche Einsparungen an die Kunden weitergegeben werden, teilt das Start-up mit.

Die Elektro-Plattform von Canoo ist eine der flachsten in der Branche und hat ein potenziell klassenführendes Transportvolumen auf kleinem Raum ermöglicht. Das Frachtvolumen wird auch durch die charakteristische Driver-Forward-Architektur von Canoo maximiert, die unter Berücksichtigung der Sicherheit entwickelt wurde.

Canoo-Elektro-Lieferwagen-Innenraum
Canoo

Um die Benutzerfunktionalität zu maximieren sei für das Serienfahrzeug ein bidirektionales Bordladegerät vorgesehen, womit das Fahrzeug als Stromquelle für externe Geräte dienen kann, wie etwa Werkzeuge von Handwerkern oder Laptops. Das Fahrzeug wurde von innen nach außen so konstruiert, dass es die Ergonomie und Produktivität der Benutzer berücksichtigt. Der Einstieg zum Beispiel sei mit nur 43 Zentimetern besonders niedrig, was einen einfachen und bequemen Zugang zum Fahrzeug ermögliche.

Akkus in drei Größen für bis zu 483 WLTP-Kilometer

Die beiden Fahrzeugvarianten, abgekürzt MPDV1 und MPDV2 genannt, sollen jeweils mit drei Batteriegrößen erhältlich sein, mit 80, 60 oder 40 kWh Kapazität. Damit sollen mit dem MPDV1 mit bis zu 5,7 Kubikmeter Ladevolumen im in den USA gängigen und realitätsnahen EPA-Zyklus bis zu 370 Kilometer Reichweite zu schaffen sein. Mit der 60 kWh Version seien bis zu 305 Kilometer möglich, mit dem 40 kWh Akku bis zu 210 Kilometer. Im WLTP-Zyklus liege die Reichweite je nach Akku zwischen 270 und bis zu 483 Kilometern.

Der etwas größere MPDV2, der höher ist, womit der Fahrer im Frachtraum aufrecht stehen kann, kommt nicht ganz so weit: Seine Reichweite liegt im EPA-Zyklus zwischen 145 und 305 Kilometern, im WLTP-Zyklus zwischen 177 und 402 Kilometern. Der MPDV2 hat ein Ladevolumen von bis zu 12,7 Kubikmeter. Canoo bereitet bereits Einführung einer dritten, nochmals größeren Variante vor. Canoo plant, zu einem späteren Zeitpunkt auch ein Servicenetzwerk aufzubauen.

Quelle: Canoo – Pressemitteilung vom 17.12.2020

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