Dieser Elektro-Dragster schafft 530 km/h nach 3,7 Sekunden

Copyright Abbildung(en): Top EV Racing

Unglaubliche 3600 kW Motorleistung, gut 5000 PS, katapultieren diesen Elektro-Dragster des Rennstalls Top EV Racing in nur 3,7 Sekunden auf Tempo 530. Richtig gelesen, fünf-drei-null km/h in drei-komma-sieben Sekunden. Die dabei auftretenden G-Kräfte liegen bei gut 7,3 g – etwa doppelt so viel wie bei einer Fahrt mit dem Silver Star, der höchsten und schnellsten Achterbahn Deutschlands. Die 200 km/h Marke knackt die Rakete auf vier Rädern bereits nach 0,8 Sekunden. Als angepeilte Rekordmarke stehen 612 km/h High-Speed im Raum. Möglich machen diese wahnsinnige Beschleunigung gleich vier Elektromotoren des australischen Unternehmens HyperPower Technologies.

Schon ein einzelner HyperPower QFM-360-X, wie der Wundermotor genannt wird, mobilisiert 1000 kW bzw. 1341 PS. Und vier davon machen nach Adam Riese den derzeit leistungsstärksten Elektro-Dragster überhaupt. Insgesamt acht Beschleunigungs- und Geschwindigkeitsrekorde will Top EV Racing mit seinem Gefährt brechen. Noch eine Zahl, die zeigt, wie aberwitzig die Power des Elektro-Dragsters ist: Das Drehmoment, das er in den Asphalt fräst, liegt bei gut 23.000 Nm. Zum Vergleich: Selbst die leistungsstärksten 911er von Porsche liegen nur bei gut 700 bis 800 Nm.

Nicht auszudenken was passiert, wenn man die volle Skalierbarkeit des Elektromotors ausnutzt. Laut HyperPower könnte man sogar zehn der 1-Megawatt-Motoren in Reihe schalten. Der Motor selbst war übrigens ursprünglich nicht unbedingt speziell für den Einsatz in Dragstern konzipiert und könnte auch als Antrieb von herkömmlichen Serien-Elektroautos dienen, wie HyperPower wissen lässt. Den meisten von uns dürfte dabei ein einzelner Motor schon reichen.

Quelle: CarAdvice — Meet the 4000kW electric car made in Australia // Auto Motor und Sport — 1360 PS starker E-Motor zum Nachrüsten

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Dieser Elektro-Dragster schafft 530 km/h nach 3,7 Sekunden“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
27 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Wie auch bei allen anderen Elektrofahrzeugen liegt das Problem nicht im Motor sondern im Akku

Na vielleicht sollte man nicht immer Äpfel mit Birnen vergleichen. Das Drehmoment, das beim Anfahren eines herkömmlichen Sportwagen „in den Asphalt fräst“ liegt auch im 5 – stelligen Bereich.
Bitte nicht immer das Motormoment heranziehen für solche abstrusen Vergleiche. Das liegt nämlich nicht an den Rädern an…

Und ganz nebenbei, vom eigentlichen Anfahrprozess abgesehen wird immer die Leistung entscheiden wie stark beschleunigt werden kann. Nicht das Motordrehmoment!

Nur kommt ein Sportwagen im ersten Gang weder weit über 100kmh, noch wird das Spitzenmoment über ein größeres Drehzahlband gehalten. Elektromotoren halten ihr maximales Drehmoment oft bis zur Höchstdrehzahl. Dann aber ohne schalten.

Naja ich denke da verwechselst du Drehmoment mit Leistung. Das Drehmoment beim Elektromotor sinkt mit steigender Drehzahl. Die Leistung bleibt dagegen weitgehend konstant.

Und nochmal zum Beschleunigen abseits des Anfahrprozesses brauchts Motorleistung, nicht Motordrehmoment!

Der Gag beim E Motor ist ja neben seinem wesentlich dynamischeren Ansprechen, dass er eben am Anfang sein maximales Drehmoment ab Drehzahl 0 bringt. Deswegen beschleunigt er erst mal besser vom Start weg.

Das ein Verbrenner schalten muss hat da erst mal gar nichts mit meiner Aussage zu tun. Das ist eher whataboutism deinerseits! Aber nur um das mal aufzugreifen, E-Autos werden zukünftig wohl eher auch mit Mehrganggetrieben ausgestattet sein. Der Effizienz zuliebe, denn auch wenn das nutzbare Drehzahlband erheblich größer ist als bei Verbrennern gibt es dennoch ein Effizienzoptimum. Dieses mehrmals zu nutzen erhöht auch die Effizienz bzw die Reichweite bzw kann zu kleineren leichteren Batterien führen (was ja wiederum die Effizienz steigert).

Und auch ganz nebenbei: Toll. Wieder ein Ding, dass total nutzlos ist. Welche Verschwendung !
Was lernt man daraus?

Toller Bericht. Da sieht man, was alles möglich ist.
Wenn man von Verschwendung spricht, dann meint man wohl alles, was man nicht unbedingt braucht.
Dann gäbe es wahrscheinlich keine Motorräder. Dann hätten wir wohl Fahrräder mit einer 3-Gang-Schaltung, oder noch ein Laufrad. Ohne Formula 1 wären unsere Autos wohl auch nicht entsprechend weiterentwickelt worden. Woher kommen denn die ganzen Entwicklungen, die wir uns dann zu Nutze machen. Kommen doch alles vom Sport. Dort, wo man an die Grenzen geht.
Also, nicht sinnlose Kommentare posten – danke.
Dragster-Rennen finde ich cool – sich am totalen Limit zu bewegen.

da stimme ich zu 😉

Nö, viele tolle Entwicklungen kamen nur deshalb zustande weil eine kleine Gruppe von Personen ordentlich Geld verdienen wollten. Umwelt egal, Nachhaltigkeit egal, folgende Generationen egal.
Spitzentechnologie braucht es so gut wie nie.
Fahrräder sind toll,vauch mit Dreigang.
Die CO2 bzw. Umweltbilanz eines Carbon-Fahrrrades schon mal gecheckt?
Des Carbon-Segelbootes Malizia von Boris Herrmann mit dem dann auch Greta wohl ungenügend informiert nach USA segelte?
Und die Entsorgung?
Hunderttausende weitere Beispiele.

Die ersten zwei Sätze reichen um Sie als Ignoranten zu entlarven.
Was die Fortbewegung betrifft wurden die größten Errungenschaften im 20 Jahrhundert in den beiden Weltkriegen erfunden bzw. entwickelt. Danach erst kam dann die Idee/Notwendigkeit diese Entwicklungskosten in Gewinn im Sinne von Geld einzufahren.
Was die „Spitzentechnologie“ betrifft…. tut mir leid da fällt mir nur der Begriff Intelligenzagnostiker ein.
Die „Spitzentechnologie“ Dampfmaschine ermöglichte die industrielle Revolution.
Die „Spitzentechnologie“ Motorflug ermöglichte den schnellen Transport über Kontinente hinweg.
Die „Spitzentechnologie“ Auto ermöglicht einer breiten Masse die Fortbewegung, den eigenständigen Ortwechsel und den Warentransport von verderblichen Gütern.
Man kann diese Liste fortführen solange man will… jede neue technische Erfindung ist zu ihrer Zeit „Spitzentechnologie“ sogar das Rad war es vor Jahrtausenden.
Und Sie stellen sich her und behaupten es bräuchte keine Spitzententechnologie.
Und der Rest bezüglich CO2?…. Auf welchem Holzbrett haben Sie Ihren mehr als entbehrlichen Post hin gegriffelt?
Ihr Handy, Tablet, Laptop oder PC hat einen weitaus größeren CO2-Fußabdruck als jedes Carbonfahrrad oder sogar das Schiffernakel mit dem sich Greta wichtig gemacht hat. (Meinen Kindern habe ich die Abnahme sämtlicher elektronischer Geräte und ein stromloses Leben in ihren Zimmern angedroht, sollten sie auch nur andenken bei dieser Friday for irgendwas – Demo mit hatschen zu wollen.)
Dann gehe ich natürlich davon aus dass Sie in einer ungeheizten Höhle wohnen und mit Bastschuhen und -röckchen durch die Gegend latschen – Tiere werden sie ja nicht in deren Integrität verletzen wollen – oder doch?
Sind Sie eigentlich wahlberechtigt?

Welche konkrete Neuerung kam den aus der Formel 1 in den letzten Jahren in die Serienautos?
Es ist doch eher anders herum, dass in der Serienentwicklung erheblich mehr Geld steckt und auch die Stoßrichtung eine ganz andere (nämlich Effizienz) ist und sich die Technologien aus dem Rennsport gar keinen so großen Sinn machen.

Im Umkehrschluss hieße das ja auch, dass Innovationen in erster Linie von Herstellern kommen, die in der Formel 1 vorne mitfahren. Das Gefühl drängt sich jetzt nicht direkt auf. Oder in welcher Welt kommen die besten Fahrzeuge von Ferrari, Daimler usw.? Unterm Strich unterscheiden die sich auch nicht technologisch von denen anderer Hersteller.

Aber Marketingtechnisch lässt sich das immer gut so vermarkten. Offenbar klappt das ja auch ganz gut hier…

Ich glaube es nicht ….. Ist der erste Satz ernst gemeint oder sind Sie ein (schlechter) Komiker?
Sagt Ihnen der Begriff „Keramikbremsen“ etwas (War/Ist Serie bei Audi A8 und vielen Sportwagen) – kommt aus der F1
Unterbodenverkleidung –> F1
Heckspoiler bzw deren Form wird im Karrosseriebau für Autos genutzt…. generell die aerodynamische Weiterentwicklung der Automobile…. –> F1
Im Motorenbau die Leichtbauweise –> F1
Das könnte man Seitenweise fortsetzen…..

Als Maker würde mich da interessieren, wie die Regler mit dieser Last klarkommen. Selbst wenn man voraussetzt das die Motoren mit wohl mehr als 800V befeuert werden, muss der Stromabstieg mörderisch sein. Wie lange der Dragster das wohl durchhält, bevor das einfach verglüht. ^_^

Krank, aber cool was geht. Klar braucht das keiner, aber wir schon Vorrednern angemerkt. Neue Antriebe werden dort entwickelt wo Geld keine Rolle spielt. Einige Jahre später sitzen die Ableger dann in unseren Serienwagen.

Was ist an einem 1MW Elektromotor neu? Mag sein, dass der hier kleiner ist als bisherige Modelle (weiß ich aber nicht). Aber ein neuer Antrieb ist das sicherlich nicht. Elektromotoren gibts schon sehr lange…

Im Gegensatz zu unserem selbsternannten Journalisten habe ich ein wenig recherchiert. Hat mich 20min meiner wertvollen Corona-Auszeit gekostet, um herauszufinden das die gleiche Meldung das erste mal im März 2018 publiziert wurde und der Dragster noch nicht ein Testfahrt hatte. Alle hier genannten Daten sind theoretisch. Im Feb. 2020 wurde erst mit der Produktion des Motors begonnen. Hier geht’s nur um Werbung und Content-Generierung

Wieso geht es hier nur um Werbung? Danke für die Recherche, aber Geld ist hierfür keines geflossen. Falls doch nicht auf unser Konto…

In 3 sekunden auf 500km/h.
Das glaub ich nicht, schaffen Jets nicht, Katapult nicht. Was soll so ein Märchen??

Gibt auf YouTube genug Videos zu Dragster. Sogar 2 Sekunden sind möglich. Informiere dich erst, bevor du Mist von dir gibst.

Da bin ich der gleichen Meinung.
Alles geschwafel von Leuten die ihr X bei G..n setzen.
Erst die Elektro – Autos hoch loben, für die Einstellung der Kohlekraftwerke auf die Straße gehen und keine Ahnung von Technik und deren weiter Entwicklung an de Tag legen.
Oder hab ich recht?

Ich finde das ebenfalls ein Märchen.

Warum glauben, wenn man sowas doch einfach wissen kann?
Warum sollte das nicht gehen, wenn es doch bei herkömmlichen Dragstern auch geht?

Am 12. November 2006 verbesserte NHRA-Pilot Tony Schumacher auf dem Auto Club Raceway in Pomona den ET-Rekord über die Viertelmeile auf 4,428 s und erreichte dabei eine Endgeschwindigkeit von 527,83 km/

Öhm TopFuel Dragster sind genauso schnell manche sogar schneller.

Dennoch krass was so möglich ist.

Ich würde ja diese Motoren in ein Aufstiegsmittel für Raumschiffe packen um später die Engins mit Treibstoff dazu zu schalten in oberer Atmosphäre würde weniger Kosten und wir könnten mehr transportieren. Ich weiß wassen das das für ein Irrer so weit sind wir nicht, dann sollte mal jemand anfangen damit.! Bitte Bitte. Dann können wir alle mal ins All.Strom ist nicht so teuer wie Sprit!!!.Euer Daniel.

1.21 Gigawatt

Wo wir hinfahren, brauchen wir keine Straßen

🙂

Diese News könnten dich auch interessieren:

E-Autos in Deutschland knacken Millionen-Marke
Daimler Truck: Zukunft der deutschen Werke sicher
Renault stattet brasilianische Inselgruppe mit smarter, nachhaltiger Energie aus
27
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).