E-Scooter-Sektor will gemeinsam Verbesserung der Nachhaltigkeit angehen

E-Scooter-Sektor will gemeinsam Verbesserung der Nachhaltigkeit angehen

Copyright Abbildung(en): TIER

Die führenden Anbieter des E-Scooter-Sektor in Europa – Dott, TIER und Voi – gaben am heutigen Mittwoch bekannt, dass man sich gemeinsam zu einem höheren Niveau an Nachhaltigkeitsstandards und -praktiken in allen Bereichen der E-Scooter-Branche verpflichten werde. Dabei decken die Unternehmen den gesamten Lebenszyklus des E-Scooters ab und haben dies in zehn Punkten festgehalten. Gegliedert in Herstellung, operativer Betrieb, Lebensende und während des gesamten Zyklus.

„Nachhaltigkeit ist der Kern unserer Branche und der Mehrwert, den unser Service bringt. Es ist wichtig, dass wir Verantwortung für unsere Praktiken übernehmen und die höchsten Standards einhalten, damit Nutzer und Städte volles Vertrauen in den Sektor und unsere Arbeitsweise haben können. Wir laden alle anderen derzeit in Europa tätigen Unternehmen ein, sich der Bewegung anzuschließen und sich diesen Nachhaltigkeitsstandards zu verpflichten.“ – Henri Moissinac, CEO und Mitgründer von Dott, Lawrence Leuschner, CEO und Mitgründer von TIER, Fredrik Hjelm, CEO und Mitgründer von Voi

Im Bereich der Herstellung verpflichten sich die Unternehmen, dass man ab 2021 mindestens 20% recyceltem Material in allen neuen E-Scootern einsetzen werden. Des Weiteren sei die nur noch die Anschaffung neuer E-Scooter ausschließlich mit austauschbaren Batterien ab 2020 geplant. TIER schlug einen solchen Weg bereits im Oktober 2019 ein, wie wir berichten konnten. Für den operativen Betrieb hat man sich auf die Fahne geschrieben den Verzicht auf prekäre „Gig“-Economy in allen Märkten und Verpflichtung zur Zahlung von Löhnen, die ein geregeltes Auskommen garantieren einzuhalten. Auch das verantwortungsbewusste Wachstum ohne Straßen zu überschwemmen sei geplant, ebenso wie der Betrieb aller Lagerhäuser mit grüner Energie bis Ende 2020.

Des Weiteren sollen E-Fahrzeuge verwendet werden, um die eigenen Flotten aufzuladen und zu warten. Die Umsetzung hierfür sei bis Ende 2021 angesetzt. Zudem möchte man Maßnahmen zur Minderung des Risikos, dass E-Scooter in Gewässern landen und Bündelung von Ressourcen zur Bergung von E-Scootern aus Gewässern, in Städten in denen alle Anbieter aktiv sind, angehen. Nach dem Lebensende sei geplant keine Verschrottung funktionstüchtiger E-Scooter mehr durchzuführen. Dafür aber das Recycling aller Einzelteile, die nicht mehr repariert oder als Ersatzteile verwendet werden können. Ebenso beschäftige man sich mit entsprechenden Second-Life-Lösungen für alle funktionierenden E-Scooter.

Zudem plant man die Berechnung der Kohlenstoffemissionen während des gesamten Lebenszyklus und Ausgleich dieser Emissionen. Die Vereinigung der drei Anbieter wird ein unabhängiges Gremium einsetzen, das die Fortschritte bei allen Verpflichtungen überwacht, bewertet und transparent darüber berichtet.

Quelle: Pressemitteilung per Mail

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Endlich mal etwas sinnvolles hinsichtlich Ressourcenverschwendung und Müllvermeidung.
Alle Produkte, die nur rudimentäre Nutzungsdauer und geringe Qualität aufweisen, müssen verboten werden.

Richtig, dies sollte aber auch beim Hersteller Vespa , Peugeot allen Japanern und BMW bei den Motorrädern eingesehen werden. Anstelle von 4 Zylinder-Motoren kann man spielend grössere Akkus einbauen. Dann muss wie beim Auto preislich nachgeholfen werden, damit man diese Krachboliden von der Strasse wegkriegt. Die muss man auch an ccs Ladesäulen der Autos schnell laden können. Bei den Roller, Scooters ist dies nicht 1. Prorität, aber grössere Akkus ganz sicher.

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