Drexler Automotive stellt 2-Gang-Getriebe für Hochleistungs-Elektroautos vor

Copyright Abbildung(en): Drexler Automotive

Aus einer Kooperationsentwicklung mit Partner Sala bringt Drexler ein modulares Mehr-Gang-Getriebe für Elektroautos hervor: mit bis zu 580 kW Eingangsleistung, bis zu 922Nm Eingangsmoment und einem hocheffizienten Ein- oder Zwei-Motoren Antrieb. Mit einer patentierten speziellen und nahezu geräuschlosen Klauenringschaltung und einer eigenen Synchronisierungssoftware bietet Drexler eine Lösung an, die im Vergleich zu anderen Mehr-Gang-Getrieben für Elektroautos eine erheblich geringere Anzahl an Einzelbauteilen aufweise und damit auch mit erheblicher Gewichtsreduktion und minimalen Bauraum punkte – was die Fahrperformance bedeutend optimiere, so der Hersteller in einer Mitteilung.

Das Getriebe sei geeignet für eine Vielzahl von Fahrzeugen. Angefangen von leichten und schweren Nutzfahrzeugen über PKW, bis hin zu Performance- und Sportwagen. Aus letzterem Bereich kommt der Erstkunde für das neue Getriebe: im Methanol-Brennstoffzellen-Flitzer Nathalie von Gumpert Aiways ist das 2-Gang-Getriebe bereits im Einsatz. Laut Drexler laufen auch bereits weitere „diverse Kooperationsprojekte mit Autoherstellern“.

Diese Innovation hebt bisherige Schwachstellen von vergleichbaren Getrieben für E-Fahrzeuge auf und eröffnet durch die nahezu geräuschlose und energieeffiziente Betriebsweise, durch die gewichts- und kosteneffiziente Bauweise sowie durch die optimierte Reichweite und Laufleistung ganz neue Wege im Bereich E-Mobilität“, schreibt Drexler in seiner Mitteilung.

Die Idee eines Mehr-Gang-Getriebes für Elektroautos anstatt der Ein-Gang-Getriebe mit starrer Übersetzung ist nicht einzigartig. Zum Beispiel setzt Porsche ein Zwei-Gang-Getriebe an der Hinterachse des Taycan ein, um einerseits die angepeilte Höchstgeschwindigkeit des Sportwagens zu erreichen, andererseits aber auch die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h. Der Zulieferer ZF Friedrichshafen hat ebenfalls bereits ein Zwei-Gang-Getriebe für E-Autos vorgestellt, jedoch mit nur 140 kW Maximalleistung. Auch das österreichische Unternehmen Kreisel Electric hatte bereits 2018 ein Zwei-Gang-Getriebe vorgestellt, ebenfalls gemeinsam mit Sala-Drive entwickelt.

Quelle: Drexler Automotive — Pressemitteilung vom 13.01.2020 // Electrive — Drexler zeigt Zwei-Gang-Getriebe für Elektroautos

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Ich bin so happy das ich in meinem Hyundai kein „größeres“ Getriebe habe, es gibt kein Schaltrucken, keine unplausiblen Schaltvorgänge etc…

Wartungsbedarf…? Kosten?

Ich fahre momentan „Prius-Mildhybrid“ mit einem Verbrauch von ca. 4,5-6 l/100 km. Der ganze Hype ums Vollelektrische Auto kotzt mich an… Reichweite / Ladestellen etc.- alles Murks- solange es keine Wechselaccus/Steckaccus gibt!!! Nur an die Tankstelle und volle Universal-Accus kaufen und einstecken- die ALTEN bleiben dort und werden wieder geladen!!! Für Kleinwagen reicht Einer, für grössere eben dementsprechend mehr, nur universal sollten sie sein – und dadurch überall passen! Basta.

Was ist denn das für eine krude Ansicht? Vollelektrisch ist kein “Hype“ das ist die beste Form der Mobilität.
Weder Reichweite noch Lademöglichkeiten sind ein Problem. Zur Erinnerung, nur 2% der Deutschen fahren überhaupt weiter als 100km am Tag, der Schnitt bloss knapp 40 km.
Laden zu Hause/Arbeitsplatz/Parkfeld auch tagsüber wird die Zukunft sein.
Und; Ein ausgewachsener Tesla geht mit der Energie im schlechtesten Fall doppelt so effizient um wie dein deutlich kleinerer Prius, d.h. umgerechnet 2+ liter/100km.
Und da haben wir Well to Tank bei dir noch nicht mal mit eingerechnet (ca.1.3kWh/Liter)

Entschuldigung, aber sie sind hier falsch! Einerseits haben sie wenig Ahnung von Hybriden, den die machen keinen Sinn. Da bei zwei Antriebsarten eines immer das andere behindert in seiner Leistung. Und es nur im Bereich Klein- und Kleinstwagen zum Tragen kommt und erst im Schwerlastbereich seine volle Wirkung erzielen könnte, es aber nicht gibt. Da sind die Masseverhältnisse okay. Leider beim Prius bereits grenzwertig.
Andererseits ist der Elektroantrieb so in dieser Form erst 20 Jahre alt, der Verbrennungsmotor aber schon 150 Jahre. Somit muss die vertane Zeit, in der wir des Konsums Willen gerne die Umwelt verpestet haben und weiterhin tun, den Entwicklungsstand aufholen. Überdies hinaus geht, Forschung und Entwicklung sei dank, es mit riesen Schritten voran.
Wobei gerade Toyota, Hand in Hand mit unseren Premiumherstellern, die Entwicklung zur e-mobilitaet vehement verweigert hat. Selbst Anfang der 2000er Jahre hat ein englisches Unternehmen nochmal einen Packen Accus in den Prius gepackt und diesem eine Steckdose verpasst. Somit war er ein plug in Hybrid mit einem rechnerischen Verbrauch von etwa 1 Liter und einer rein elektrischen Reichweite von ca 80km. Toyota hatte kein Interesse daran gehabt. Es machte dann lieber einen 1,8 Liter Motor anstatt einem 1,5 Liter hinein. So what?

der E-Antrieb war VOR dem Verbrenner da!!!

Erst eins dann zwei dann 6 dann acht. Und dann fährt die/der ZOE 300 km/h bei 10kw/h Verbrauch, 450 km weit.
Bitte, bitte komm ganz schnell!

Wolfgang, Du solltest weder Unter- noch Uebertreiben. Jeder Hybrid ist besser als ein normaler Verbrenner. Ohne die Gründe hier zu nennen, diese Käufer sind nicht ganz blöd. Noch sind die Verkaufszahlen bei den HEV höher als beim EV. Fahre auch den Letzteren aber auch 450 Km mit dem Zoe und 10 KWh Verbrauch ist nur beim Bergabfahren möglich. Bei halbwegs üblicher Fahrweise braucht auch der, wie der Tesla, rund 14 im Schnitt. Harry, niemand hat sein Auto nur um auf die Arbeit zu gehen. Selbst mit 100 Km Reichweit darfs Du heute nicht mehr rechnen. Deine Ladevorschläge sind alle im entstehen aber noch nicht für jeden nutzbar. Wenn die Hybriderfindung aus Japan nicht immer noch für solche Fälle
aktuell wäre, würde heute nicht auch die Deutsche Industrie dies ebenfalls anbieten.
Aber hier geht’s um das mech. 2 gang Getriebe für E Autos. Sicher ein plus im Rennbereich um noch mehr Power auf die Strasse zu bekommen. Die Skibindung samt Schuhe der Abfahrtsasse ist auch nicht voll übernehmbar für den Normalfahrer. Die Oesterreicher bauten einen spez. Elektroroller fürs Gelände. Da war eine zusätzliche mech. Untersetzungsstufe auf steilen Strassen eine grosse Hilfe für dem kleinen E Motor. Aber im normalen E Autobereich kann darauf auf normalen Strassen bei künftigen Tempis auf Autobahnen bestimmt verzichtet werden. Preisgünstigkeit hat Vorrang.

2 Gänge können für bestimmte Fahrzeuge durchaus Sinn machen, um das Drehzahlband des E-Motors einzugrenzen und das Wirkungsgradoptimum zu nutzen. Ein paar % sind dabei auch beim E-Motor drin. Zudem können die Motoren und Wechselrichter je nach Lastanforderung etwas kleiner ausgelegt werden.
Außerdem hat man so eventuell die Chance, auch ohne 500kW mal ein Modell mit vernünftiger Anhängelast zu entwickeln. Standard für die Masse wird das aber vermutlich nur, wenn es wirklich sehr kompakt und ohne große Mehrkosten und Mehrgewicht darstellbar ist. Die Vorteile sind ansonsten zu gering.
Den oben kritisierten Wartungsbedarf sehe ich nicht….hatte noch die einen Getriebschaden, und die Last von E-Motoren ist sicherlich weniger kritisch als bei Verbrennern. Das Hauptproblem der derzeiten Scheibenkupplungen sind ja die Anfahrvorgänge, die fallen so oder so weg, und wenn die Drehzahlen vor dem Einkuppeln beim Schalten nahezu perfekt synchronisiert werden können, was beim E-Motor sicher machbar ist, ist das Schalten auch ziemlich unkritisch….
Ich bin mal gespannt, ob sich sowas durchsetzt. Zweifellos ist der Nutzen nicht ansatzweise so große wie beim Verbrenner, aber wir reden hier ja auch nicht von einer 9-Stufen-Automatik 🙂

Getriebe …. maximal für ECHTE Geländegänger um bei Schleichfahrt den Motor nicht durch quasi Stillstand zu seht zu belasten … bzw. mit kleinerer Maschine auskommen zu können! Hat ncht TESLA seine Roadster wieder zurückgerüstet!!!!

Das teil scheint gut gemacht zu sein.
Allerdings sehe ich nicht warum ein 2-Gang Getriebe in einer Zeit wo es für Verbrenner schon Highend 9-Gang Automaten
auf allerhöchstem technologischen Niveau gibt hier als Innovation par excellence dargestellt wird.
Allerdings finde ich es peinlich dass Getriebeexperten erster Güte wie z.B. Getrag oder ZF so was nicht schon lange
im Angebot haben.
Anscheinend hat man dort noch nicht verstanden wohin die Automobile Reise technologisch langfristig hingeht

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