Diese Elektroautos sind als Zugmaschine geeignet

Diese Elektroautos sind als Zugmaschine geeignet

Copyright Abbildung(en): BoJack / Shutterstock.com

Einem Medienbericht zufolge sind nur wenige Elektroautos dafür geeignet, einen Wohnwagen oder schweren Anhänger zu ziehen. Wie Auto, Motor und Sport (AMS) berichtet, bieten nur wenige Hersteller eine Anhängerkupplung an. Auch zulässige Achslasten nennen viele Hersteller nicht.

Als Zugfahrzeug kommen demnach zwar zehn Elektromodelle in Frage, aber nur vier davon – allesamt SUV – könnten auch einen großen Wohnwagen oder einen Pferdeanhänger ziehen: Das Tesla Model X mit bis zu 2250 kg Anhängelast (gebremst), der Audi e-tron, der Audi e-tron Sportback sowie Mercedes EQC mit jeweils bis zu 1800 kg. Immerhin noch einen mittelgroßen Wohnwagen oder Anhänger bis zu 1500 kg schaffen zum Beispiel der Polestar 2 und der Volvo XC40 Recharge. BMW iX3, Ford Mustang Mach-E und Jaguar I-Pace schaffen bis zu 750 kg. Beim Tesla Model 3 variierten die Anhängelasten je nach Version.

Der Grund für die eingeschränkte Anhänger-Tauglichkeit von E-Autos liege darin, dass ein Anhänger aufgrund seines Gewichts und der ungünstigen Aerodynamik den Stromverbrauch deutlich erhöhe und somit die Reichweite einschränke. Im Test des Automagazins mit einem Audi e-tron sowie einem Mercedes EQC mit einem jeweils 1600 kg schweren Wohnwagen halbierte sich die Reichweite. Die reiche dann zwar womöglich noch für kürzere Wochenendausflüge, so das Fazit von AMS. Für längere Urlaubsfahrten stelle dies jedoch einen erheblichen Komfortverlust dar.

Keine Angaben zu Anhänge- und Stützlasten machen die Hersteller beliebter Elektroautos wie Hyundai Kona Elektro, Kia e-Niro, Nissan Leaf, Mazda MX-30 und VW ID.3. VW habe jedoch für den ID.3 eine Anhängerkupplung für eine geringe Stützlast neu im Angebot, etwa um einen Fahrradträger zu montieren.

Quelle: Westfälische Nachrichten – E-Autos selten als Zugmaschine geeignet // Ecomento – Auto Motor und Sport testet Anhänger-Tauglichkeit von Elektroautos

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22 Antworten

  1. Es fehlt der Hinweis auf ID4 sowie den neuen Skoda Enyaq IV, die ebenfalls für den Anhängerbetrieb zugelassen sind (je nach Ausstattung von 1000-1400kg). Vermutlich handelt es sich um einen älteren Beitrag!

  2. Wer die Rampe der Leistungentfaltung bei Anhängerbetrieb nicht deutlich flacher stellt, riskiert Schäden im Antriebsstrang. Insbesondere der doofe OnePedalDriver schrottet bei derzeitigen Kennlinien garantiert jede Antriebswelle, wärend bei behutsamem beschleunigen / bremsen bei keinem Fz ernsthaftes dagegenspricht – ist banale Mechanik.

  3. Das ganze Elektro-Wolken-Kuckucksheim kommt allmählich auf den Boden der harten Realitäten zurück. Physik lässt sich eben nicht austricksen.
    Wir brauchen also andere Möglichkeiten, z. B. Wasserstoff, synthetische Treibstoffe oder wechselbare Akkus. Die Batteriemobilität ist hervorragend im Regionalbereich aufgehoben.

  4. Wieso nur im Regionalbereich? Muss man über längere Strecken zwingend einen großen Anhänger dabei haben? Wenn ich so unterwegs bin, dann haben die wenigsten einen.
    Wasserstofffahrzeuge kommen ohne Anhänger auch „nur“ 500km weit, weil die Tanks recht groß sind, vom Volumen her vergleichbar mit einer Batterie (vom Gewicht natürlich nicht). Also mit großen Wohnwagen dann eben noch 250 km. Das kann auch ein Model X (Björn Nyland youtube channel) und das hat nicht den peinlichen Electricity-To-Wheel Wirkungsgrad von 25% oder 13% (H2, SynFuels)

  5. @ Klaus
    Typisches Beispiel für unlogisches Schlussfolgern.
    Der Artikel beschreibt lediglich, dass sich die Reichweite von ohnehin schon weniger reichweitenstarken schweren und großen SUVs beim Betrieb eines ebenfalls sehr schweren Anhängers halbiert.
    Die Konsequenz ist daher angeblich: es gibt kein Elektroauto, welches sich für Längstrecken eignet.
    Wo ist da der Zusammenhang? Mit einem Model 3 LR schafft man problemlos 450 km mit einer Batterieladung. Somit kommt man mit einem Mal Nachladen (auf 80% wie wollen ja die Batterie schonen) circa 800 km weit. Das reicht für 95% der Autofahrer locker aus. Soll es weiter gehen, lädt man halt nochmal nach. Wieso sollte man sich daher nur im Regionalbereich aufhalten?

    Zum Artikel:
    Er zeigt sicherlich die Grenzen der aktuell auf dem Markt befindlichen batterieelektrischen Fahrzeuge auf. Menschen, die oft mit dem Pferdeanhänger bzw. Wohnwagen unterwegs sind, sollten eher zu einem effizienten Verbrenner greifen. Die fahren in diesen hohen Lastbereichen immer noch ausreichend effizient, um nicht alle 3h nachladen/-tanken zu müssen.
    Ich verstehe nicht ganz, weshalb es immer nur eine Energiespeichertechnologie geben darf. Ein wenig mehr Offenheit wäre sicherlich auch mal was wert. Diese schwarz/weiß Malerei ist nicht konstruktiv und zeugt auch nicht gerade von einem differenzierten Blick auf den Transportsektor.

  6. Das hat mit „one padel driving“ nichts zu tun. Warum ist das doof? Das Gegenteil ist richtig. Es gibt nicht genialeres und einfacheres als one pedal driving. Es ist doch eh klar, dass man mit einem Anhänger behutsamer fährt, dass macht man doch mit einem Verbrenner auch.
    Das sind so Kommentare, die die Welt nicht braucht.

  7. Das war doch schon immer klar. BEV sind hervorragend für Langstrecke geeignet. Das kann ich als beruflicher Langstreckenfahrer mit BEV bestätigen.
    Das sich die Reichweite im Anhängerbetrieb stark reduziert ist eh klar. Es ist vor allem besonders Geschwindigkeitsabhängig. Es gibt Berichte von langstrecken Wohnwagenfahrer die mit 26 kWh/100km hinkommen, wenn Sie hinter den LKWs bleiben. Das ist eh eine gute Idee und sicherer als was man da teilweise auf den AB sieht.
    Die nächste Generation von BEV haben Reichweiten von 800 km. Mit großen Anhänger dann 400km, damit kann man gut leben.
    Da braucht man noch keinen ineffizienten Wasserstoff!
    Eher müssen die Schnellader für Anhängerbetrieb konzipiert werden.

  8. Ein Verbrenner ist viel zu träge für spontane, extreme Kraftentfaltung. Selbst VW und Opel/PSA erkannten, dass mit OnePaddelDriving Schäden unvermeidbar sind, wenns der Kunde darauf anlegt. Bei Tesla gibts Antriebswellen lebenslang auf Kulanz, so gehts natürlich auch, sinnvoll finde ich es aber nicht.
    An aktuellen HPC-Lader können nicht mal die schweren, kurzen Kabel ersetzt werden. In Verbindung mit der mechanischen Fehlkonstruktion CCS-Stecker muss man mit vereinzelten Ladeabbrüchen leben, falls man keinen Nasenlader hat und das Kabel aufliegen lassen kann.
    Ein toller Autofahrer zu sein, ist leider noch nicht ausreichend – eine Spur technisches Verständnis bringt derzeit noch Vorteile !

  9. Hallo Norbert,

    hier gehts in dem Beitrag sicher nur um Fahrzeuge die bereits erhältlich sind und nicht um Fahrzeuge die mal irgendwann gebaut werden.

    Ansonsten sind das doch alles Luxusprobleme.
    Gebts der E-Mobilität einfach die Zeit sich zu entwickeln, in 10 Jahren lachen wir drüber.

    Als damals die ersten Automobile unterwegs waren gab es auch keine Tankstellen, und schon gar keine Anhänger dafür.
    Es war das Pferd übrigens ein Nutztier mit dem man seine Wege zurückgelegt hat anstatt mit dem Automobil.

    Dinge ändern sich, man muss ihnen nur die Zeit geben.

    Es bleibt spannend

  10. @Kasch gibts für deine Antriebswellentheorie irgendeine wissenschaftliche Untersuchung? Fahren beansprucht die Welle linksrum, Rekuperation rechtsrum und mit geringerem Drehmoment, da die Rekuperation immer schwächer ist als die Beschleunigung. Sowohl Beschleunigung als auch Reku laufen über eine Rampe, so dass es keine Lastspitzen gibt. Einfach mal E-Auto fahren, dann merkst du das.
    Der gute alte Citroen DS hatte sogar die vorderen Bremsscheiben über die Antriebswellen angekoppelt, sind die nun zahlreich gebrochen?

  11. Also: Ich hatte einen Nissan Leaf mit 40 kWh-Akku. Nach 43000 km vernünftigen fahrens mit E-Pedal (= one-pedal-driving) waren beiden Antriebswellen kaputt. Nach der Reparatur hat es nicht lange gedauert, dann hatten die Antriebswellen schon wieder zu viel Spiel. Habe das Auto verkauft.

    Übrigens: Ich hatte in grauer Vorzeit mal einen VW K70, bei dem die Bremsen ebenfalls am Getriebe befestigt waren. Die Bremskraft wurde also über die Antriebswellen übertragen. Die waren regelmäßig kaputt. Ähnliches gab es bei Alpha Romeo.

    Heute macht man sowas nicht mehr, obwohl dadurch die ungefederten Massen größer und der Fahrkomfort geringer werden.

  12. Der Witz bei der ganzen Geschichte ist doch wohl, das fast alle die E fahren denken,

    STROM KOMMT AUS DER STECKDOSE UND IST UMWELTFREUNDLICH !!!

    Des weiteren sieht man wenig Zugfahrzeuge (egal mit welcher Antriebsart) die ca.100.000 € Kosten, mit nem großen Wohnwagen auf der Strasse.

    Sorry, allesamt komplett Thema verfehlt, setzen sechs !

    Schönen Abend noch .

  13. Mein Smart Ed von 2013 hat 440kg Anhängelast und im Anhängerbetrieb ändert sich nichts an der Reichweite da man mit dem Anhänger langsamer fahren muss. Fahre dann 100 anstatt 140kmh auf der BAB. Dies wird bei großen Anhängern anders aussehen. Trotzdem sollte jedes E-Auto eine Anhängelast vom Hersteller freigegeben bekommen. Die meisten Leute wollen keine Wohnwagen bis nach Spanien ziehen aber vielleicht mal nen Minibagger mit großem Anhänger ein paar Kilometer weit. Für die Antriebsachsen macht der Hänger keinen Unterschied da das E-Auto nur mit dem Drehmoment rekuperiert für das der Herstellung den Antriebsstrang ausgelegt hat

  14. Für mich ist nicht der Anhänger wichtig – da kann man sich gegebenenfalls mal ein anderes Fahrzeug ausleihen – sondern der Fahrradträger. Ein komfortabler Fahrradträger für 2 Fahrräder oder E-Bikes ist obligatorisch.

  15. Öl kommt von der Tankstelle und ist umweltfreundlich gefördert worden? Warum so verbohrt. Allein nur der Wirkungsgrad der E- Fahrzeuge ist erheblich besser als die stinkenden Verbrenner. Die Technik wird sich weiter entwickeln. Ich fahre seit 6 Monaten sehr zufrieden E-Auto nachdem ich davor 2 SUV Diesel hatte.

  16. Wieso spricht man hier nur über schwere Anhänger und weite Distanzen?
    Oder das Mitführen von Fahrrädern?
    Ich brauche meinen Anhänger, um sperrige oder schmutzige Dinge zu transportieren: Strauchschnitt/große Pappkartons,… zum Entsorger, gelegentlich Waren vom Baumarkt oder Möbelhaus heimbringen. Gewicht: Meist nicht der Rede wert!
    Dabei sind die Distanzen sehr kurz, also absolut kein Reichweitenproblem!
    Warum werden die Fahrzeuge nicht wenigstens für diese Alltagsfahrten fregegeben, evtl. auch mit Zuglast nur für leichte Anhänger (750 kg)?

  17. Der Hyundai Kona Modell 2020 aus tschechischer Produktion (150 kW, 64 kWh-Akku) hat bereits in der Zulassung 300 kg Anhängelast und 100 kg Stützlast eingetragen. Dafür gibt es von Drittanbietern kompatible AHK. Das reicht zwar nicht für einen Wohnwagen, aber für einen Fahrradträger oder einen kleinen Baumarkt-Anhänger ist es sehr sinnvoll.

  18. Ich denke gleich wie Herwig
    Genau so für kleine Umzüge oder Kurzstrecken Transporte möchte ich einen kleinen Sachentransportanhänger nutzen.
    Leider hat meine Yakumo AHK so einen kleinen Nippel auf der Kugel so dass ich den Kona nur mit dem Fahrradträger nutzen kann.
    Schade Korea

  19. In der Sommer und Urlaubszeit werden die meisten Anhängerkopplungen mit Fahrradträgern benutzt, und das immer häufiger für E-Bikes, mit denen man schöne innerdeutsche Fahrten auch in hügeliger Landschaft unternehmen kann. Dafür braucht man dann aber für die Anhängerkopplung mindestens eine Stützlast von 75 Kg. Ich habe bisher noch kein kleineres oder mittleres E-Auto gefunden, das diese Stützlast bietet.
    Autobauer: „wacht auf, achtet mal darauf, wieviel Wagen mit Fahrradträgern in der Urlaubszeit unterwegs sind. Für diesen wachsenden Markt hat die E-Mobilität kein vernünftiges Angebot. Dabei geht es hier nicht um kilometerfressende Zuglasten, sondern bestenfalls um etwas mehr Gewicht und etwas mehr Windwiederstand, der aber dann bei etwas geringerer Geschwindigkeit kaum mehr eine Rolle spielt.

  20. Zum Thema Fahrradtransport frage ich mich mittlerweile, ob es nicht sinnvoller ist die guten alten Vans wiederzubeleben. Dafür gibt es gute Gründe: 1. Die Räder können innen transportiert werden und bleiben sauber. 2. Die Aerodynamic verändert sich nicht. 3. Es gibt eher komfortabel ausgelegte Vans als SUVs. Letztere tragen ja auch den Namen ‚Sport‘ im Namen. 4. Ein Van belegt nicht unbedingt mehr Parkfläche – bietet aber ein Mehr an Ladevolumen. Leider passt das alles nicht so gut bei Familien mit Kindern, wo jeder Platz belegt ist. In unserem alten Renault Espace sind wir noch mit zwei Kindern (links und rechts sitzend) und Fahrrädern im Mittelgang und Kofferraum gereist. Der aktuelle Espace soll ja leider eingestellt werden.

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