Deutschlands pure Dominanz ist an Europas Elektroautomarkt ungebrochen

Deutschlands pure Dominanz ist an Europas Elektroautomarkt ungebrochen

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Zwölf Monate nachdem Deutschland Norwegen als Marktführer an Europas Elektroautomarkt überholt hat, ist Deutschlands Anteil am Markt nun mehr als doppelt so groß wie der norwegische Markt. Trotz der Tatsache, dass jedes zweite Fahrzeug, welches in Norwegen zugelassen wurde ein E-Auto war. Deutschland verzeichnet nun mehr E-Auto-Zulassungen als alle fünf nordischen Märkte zusammen. Des Weiteren steuerte man bis Ende November 2020 jedes vierte E-Auto an Europas Markt bei.

Zurückzuführen ist dies sicherlich auf die derzeit geltenden, großzügigen staatlichen Kauf- und Steueranreize, die bis 2025 verlängert wurden und einheimischen Herstellern dabei helfen, die CO2-Konformität zu erreichen. Wobei dies nicht jedem Hersteller vergönnt scheint. Riskiert man einen Blick auf die Zulassungszahlen Ende November 2020 zeigt sich, dass Deutschland einen nicht zu verleugnenden Vorsprung vorm nächstgrößten Markt Frankreich besitzt. In Summe brachte es Deutschland auf 150.496 Zulassungen bei reinen E-Autos, liegt Frankreich mit 90.185 Einheiten doch ein Stück dahinter.

Am gesamten europäischen Elektroautomarkt gemessen bringt es Deutschland auf einen Beitrag zu den Zulassungen von E-Autos in Höhe von 26,8 Prozent. Sprich, Deutschland zeichnet sich in Europa für etwas mehr als ein Viertel aller Elektroauto-Zulassungen bis Ende November 2020 verantwortlich. Frankreich trägt 16% und Großbritannien 15,3% dazu bei. Norwegen (11,2%), die Niederlande (7,8%), Italien (4,5%) und Schweden (3,8%) erreichen gerade einmal gemeinsam ein wenig mehr Zulassungen als Deutschland alleine.

Ausschlaggebend ist hierbei sicherlich die Tatsache, dass Deutsche E-Auto- und PHEV-Fahrer von der Elektroauto-Kaufprämie, der Innovationsprämie und der derzeitigen Mehrwertsteuersenkung profitieren. Was die doch eher höherpreisigen Elektroautos und Teilzeitstromer auch preislich interessanter erscheinen lässt. Dies zeigt sich seinerseits im prozentualen Absatzwachstum gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Vorjahr bis Ende November 2020 konnte Deutschlands Zulassungszahlen um mehr als 183% wachsen. Stärker gewachsen ist kein anderes Land.

Großbritannien brachte es auf 162,3% Absatzwachstum, Frankreich auf 137,6%. Das Vorzeigeland Norwegen, indem jede zweite Zulassung ein E-Auto ist, verzeichnet lediglich ein Wachstum von 10,9%. Verständlich, da der dortige Markt entsprechend gesättigt ist und auch in absoluten Zahlen kleiner ausfällt als Deutschland. Und dennoch offenbart der Blick auf die Zulassungszahlen an Europas Elektroautomarkt, dass dieser weiterhin am wachsen ist. Mal mehr, mal weniger stark. Je nachdem welches Land in den Fokus gerückt wird. Nachfolgend haben wir die Zulassungszahlen bis Ende November 2020 in Europa übersichtlich aufgearbeitet.

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Report West European Market Intelligence – Edition 11.2020

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>>Zurückzuführen ist dies sicherlich auf die derzeit geltenden, großzügigen staatlichen Kauf- und Steueranreize, die bis 2025 verlängert wurden und einheimischen Herstellern dabei helfen, die CO2-Konformität zu erreichen.<<

Vielleicht liegt es auch ein kleines Bisschen am Staat mit dem höchsten durchschnittlichen Pro Kopf Einkommen und den meissten Einwohnern in der EU.

Auf Radical-mag.com,der ungeschönte Test des ID3.

Interessanter wäre es, wenn man die Zulassungszahlen der E-Autos denen der Verbrenner gegenüberstellen würde. Ich denke, dass Deutschland dann auf einem der unteren Plätze landen würde trotz der ganzen Förderungen.

Ein prozentueller Anteil der Zulassungszahlen mit Gegenüberstellung der Bevölkerung des Landes würde wesentlich interessanter sein als die absoluten Zahlen.

Sowas anhand der Verkaufszahlen aufzuziehen,dürfte jeder Normaldenker sofort durchschauen.Wenn jeder in Dt. einen BEV fährt,sind wir für immer die Größten,auch wenn ringsum alle wasserstoff fahren sollten.Lachhaft.

Wasserstoff wird sich nie durchsetzen: zu energieintensiv, zu teuer!

Geht’s noch? Während Norwegen mit seinen gerade mal knapp 5 Mio. Einwohnern ins Feld gegen 80 Mio. Deutsche geführt wird, kommt hinzu, dass es bei uns mehrheitlich Plugin – Bescheisserle sind.

Man soll die Zulassungen auch mit den Einwohnerzahlen vergleichen um die Verankerung der E-Mobilität zu beurteilen. Dabei ist Norwegen einsamer Spitzenreiter. In der Mitte von Westeuropa sind alle etwa gleich.

Genau so. Statistiken genutzt zu Meinungsmache.

Da würde ich mich nicht zu viel darauf einbilden, die meisten PHEV bringen trotz Subventionen dem Klima leider ziemlich bis gar nichts (siehe z.B. ADAC Bericht) und gehören für mich schlicht nicht dazu gezählt! Ich bin mir nicht sicher, ob der Grossteil der deutschen Autokonzerne bei der Transformation zur Elektromobilität das notwendige Tempo hinzulegen vermag…

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