In Duisburg wird künftig Abfall mit 680 PS vollelektrisch gesammelt

In Duisburg wird künftig Abfall mit 680 PS vollelektrisch gesammelt

Copyright Abbildung(en): Designwerk

Im März 2019 hatten wir bereits berichtet, dass die Winterthurer Elektromobil-Pioniere von Designwerk die Herstellung der gesamten Produktpalette vom E-LKW bis zum Schnellladegerät in deren neue Tochtergesellschaft Futuricum ausgelagert haben. Anfang Januar 2020 brachten diese eine vollelektrische Müllabfuhr in Basel auf die Straße. Zuvor hat man ein entsprechendes Gefährt bereits in Frankfurt im Einsatz. Mittlerweile ist auch bei der Abfallentsorgung der Wirtschaftsbetriebe Duisburg eine Elektro-LKW der Marke im Einsatz.

Dank seinem Elektroantrieb gestaltet sich der Sammelbetrieb emissionslos und leise. Die Schweizer haben hierzu ein vollelektrisches Fahrzeug ins benachbarte Deutschland geliefert. Übergeben wurde das Fahrzeug des Typs Collect 26E an die Wirtschaftsbetriebe Duisburg. Wie bereits die Erfahrungen aus der Vergangenheit zu beweisen wissen, ist das Elektrofahrzeug prädestiniert für den Sammelbetrieb. Dank linearem Drehmoment bringen die vier Elektromotoren die Antriebsleistung auch im sogenannten Stop-and-Go-Betrieb unmittelbar und effizient auf die Straße. Gleichzeitig senkt die Rückgewinnung der Bremsenergie den Energieverbrauch weiter.

Zudem ist es eben auch so, dass bei der Sammlung der Abfälle Lärm- und Schadstoffemissionen reduziert werden können. Die Anwohner freut es: so werden sie frühmorgens nicht mehr aus dem Schlaf gerissen. Die Grundlage für den Bau des Collect 26E bildet das Modell Volvo FM aus der aktuellen Baureihe von Volvo Trucks. Für den elektrischen Betrieb hat Designwerk das Fahrzeug mit vier Elektromotoren und Batteriespeichern mit einer Gesamtkapazität von insgesamt 255 kWh ausgestattet. Mit einer Leistung von 680 PS und einer Reichweite von 150 Kilometern im Sammelbetrieb können die täglichen Routen in Duisburg ohne Zwischenladungen zurückgelegt werden. Über Nacht werden die Akkus dann wieder aufgeladen.

Doch damit ist bei Designwerk nicht Schluss, wenn es um die Elektrifzierung im Alltag geht. Durch eine gemeinsame Partnerschaft von Mercedes-Benz und Designwerk wird es möglich sein den innerstädtischen Betrieben, nachhaltiger zu gestalten. So wird man dort nicht nur von den sinkenden Lärmemissionen sondern auch dem Wegfall fossiler Brennstoffe profitieren. Ohne jedoch wirkliche Nachteile hierfür in Kauf nehmen zu müssen.

Quelle: Designwerk – Pressemitteilung vom 25. September 2020

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4 Antworten

    1. Bei bis zu 27 Tonnen Gesamtgewicht ergeben 680 PS etwa 25 PS pro Tonne, das braucht man schon, wenn der Fahrer im Verkehr mithalten will.

      Zum Vergleich: Citroen 2CV – 29 PS – 4 Personen (Leergewicht 560 kg + 300 kg = 960 kg) ergibt etwa 30 PS pro Tonne.

    2. Nachtrag – zum Vergleich:

      Mofa 70er Jahre ca. 50 kg + 70 kg Fahrer = 120 kg bei 1,5 PS wären 12,5 PS pro Tonne.
      Mokick 70er Jahre ca. 80 kg + 70 kg Fahrer = 150 kg bei 2,9 PS wären etwa 19 PS pro Tonne / mit 2.Person (60 kg) etwa 14 PS pro Tonne.

      Also die 25 PS pro Tonne sind ganz gewiss nicht übertrieben, um im Stadtverkehr mitzuhalten.

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