Covid-19 führt zu Verschiebung E-Auto-Pläne bei Jaguar und Range Rover

Covid-19 führt zu Verschiebung E-Auto-Pläne bei Jaguar und Range Rover

Copyright Abbildung(en): Yauhen_D / Shutterstock.com

Das Werk Castle Bromwich von Jaguar Land Rover wird und wurde für den Bau von Elektroautos vorbereitet. Als erstes E-Auto soll dort 2020 der Jaguar XJ vom Band laufen, welcher von demselben Expertenteam aus Designern und Produktentwicklern entwickelt wird, die sich bereits für den I-PACE (Podcast / Testbericht) verantwortlich gezeichnet haben. Das gleiche Werk wird auch den Jaguar J-PACE bauen – ein elektrisches SUV, das über dem aktuellen I-PACE in der Jaguar-Produktpalette liegen wird. Des Weiteren soll das Land Rover-Modell, das laut Autocar vorläufig als “Road Rover” bezeichnet wird, dort ebenfalls vom Band laufen. Doch bis es soweit ist, kann es noch ein wenig dauern.

Laut der Niederschrift einer Telefonkonferenz mit Investoren, die Autocar vorliegt, gab Adrian Mardell, Chief Financial Officer von Jaguar Land Rover (JLR) zu verstehen, dass sowohl der vollelektrische Jaguar XJ, als auch der E-Range Rover im Oktober oder November enthüllt werden, anstatt wie geplant im August und September. Bedingt sei diese Verschiebung durch Covid-19. Die so genannte Modular Longitudinal Architecture, kurz MLA, wird künftig für reine Elektro-, Plug-in-Hybrid- und Mild-Hybrid-Antriebe angepasst werden. Die leichte Plattform soll dann schließlich die fünf Plattformen ersetzen, die das Unternehmen derzeit einsetzt. Zudem wird gemutmaßt, dass die beiden Elektro-Autos auf dieser MLA-Plattform aufbauen werden.

Mardell sagte Investoren, dass die Konstruktionsarbeiten an den Modellen der nächsten Generation Range Rover und Range Rover Sport (beide auf MLA-Basis) während des Corona-Lockdowns nicht unterbrochen wurden. Die Arbeiten am Defender gingen ebenfalls ungehindert weiter. Während der Telefonkonferenz kam auch die Frage auf, warum man das Investment in künftige Modelle von drei auf zwei Milliarden Pfund gekürzt habe. Begründet wurde die Kürzung vonseiten JLR mit der Aussage, dass man die Anzahl der Derivate zukünftiger Modelle reduziert hätte, um Geld zu sparen.

Mardell enthüllte auch, dass das Geschäft von JLR – unterstützt durch die Umstellung auf eine einzige Plattform – umgestaltet wurde, um mit einem Volumen von etwas weniger als 500.000 Einheiten pro Jahr anlaufen soll. Vor Covid-19 verkaufte das Unternehmen etwas 550.000 Fahrzeuge pro Jahr. Er behauptete auch, dass das Unternehmen seine Verkäufe auf 550.000 bis 600.000 Einheiten pro Jahr steigern könne, was darauf hindeutete, dass JLR auf diesem Niveau hochprofitabel sein würde. Um die Bemühungen von Jaguar Land Rover zu unterstützen, neue Elektroautos zu entwickeln, hat die britische Regierung dem Autohersteller eine Darlehensgarantie in Höhe von 500 Millionen Englischen Pfund (etwa 553 Millionen Euro) zugesagt.

Quelle: Autocar – Range Rover EV and electric Jaguar XJ delayed by pandemic

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Eine Antwort

  1. Ich würde aktuell kein britisches Fahrzeug kaufen. Solange dieser unseriöse Populist dort das sagen hat, kann man sich auf Verträge mit den Briten nicht mehr verlassen. Siehe das Aushebeln des Brexit Vertrags mit der EU. Und es ist auch bei einem Ungeregelten Brexit die Frage, ob Jaguar/Rover dann noch allen Verpflichtungen nachkommen kann, sie sie als Hersteller gegenüber ihren Kunden haben. Klagen und das Einfordern von Verbraucher Rechten wird kompliziert, wenn die UK die EU verlassen. Erst recht, bei einem harten Brexit.

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