CO2-Emissionen von Verbrenner und Elektroauto kurz gegengerechnet

CO2-Emissionen von Verbrenner und Elektroauto kurz gegengerechnet

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Eines der umstrittensten Themen im Zusammenhang mit der Elektromobilität ist die CO2-Bilanz von Elektroautos und wird dementsprechend auch in den Medien leidenschaftlich diskutiert. Anlass genug für das Branchenmagazin Electrive, ein paar interessante Details und Fakten zu diesem Thema zusammenzutragen und mit einem kleinen Rechenbeispiel zu zeigen, warum Elektroautos selbst mit Kohlestrom-Anteil sauberer unterwegs sind als Verbrenner.

Vorweg: Volker Quaschning, Professor für regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin, findet es fair, dass bei den Berechnungen zu den CO2-Emissionen von Elektroautos der allgemeine Strommix als Rechengrundlage dient, selbst wenn öffentliche Ladesäulen nur mit Ökostrom förderfähig sind und viele E-Auto-Fahrer auch daheim mit Grünstrom laden. Quaschning erklärt dies so: „Ein Elektroauto wird physikalisch betrachtet aus dem Strommix geladen.“ Wer einen Ökostromvertrag hat, zahle lediglich „sein Geld an ein Unternehmen, das in die Energiewende investiert.“ Tatsächlich CO2-frei fahren Elektroautos nur beispielsweise „mit selbst erzeugtem Strom aus einer eigenen Photovoltaik-Anlage“, so Professor Quaschning.

Zwar liegen noch keine genauen Daten vor, erste Berechnungen zeigen allerdings, dass der CO2-Wert einer Kilowattstunde Strom im Jahr 2019 bei etwa 400 Gramm lag. 2018 betrugen die CO2-Emissionen noch 474 Gramm pro kWh.

Anhand des Mittelklasse-Elektroautos Tesla Model 3 berechnet Electrive, wie viel Benzin oder Diesel ein Verbrenner verbrauchen dürfte, um auf den selben CO2-Abdruck zu kommen. Mit einem durchschnittlichen Realverbrauch von 18,1 kWh auf 100 Kilometer und dem CO2-Wert von 2018 ergeben sich für den Tesla gut 86 Gramm CO2 je Kilometer. Auf fossile Kraftstoffe umgelegt, und zwar Well-to-Wheel inklusive der Vorkette in der Produktion, dürfte ein Verbrenner im Realbetrieb nur 3,1 Liter Benzin oder 2,7 Liter Diesel verbrauchen, um auf den Wert des Model 3 zu kommen. Eine Mittelklasse-Limousine schluckt jedoch gut das Doppelte davon. Und mit den neuen Zahlen aus 2019 fällt die CO2-Bilanz noch deutlicher zugunsten des Elektroautos aus.

Quelle: Electrive — Elektroautos: Wie sauber ist der Fahrstrom? Eine Entwicklungsbilanz

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Ich bin mal gespannt wer die ganzen Akkus entsorgt. Tesla bis zu 700kg. Schon ein lustiges Völkchen seit Ihr.

Ja eben, 86 Gramm co2 pro Kilometer verbraucht das Elektro Fahrzeug, also ist das doch mega schlecht, ich habe in meinem Benziner 1,9 Gramm co2 pro Kilometer, die Angabe bei verbrennen erfolgt immer pro 100 Kilometer, damit bin ich dann bei 190 Gramm aber das Elektro Fahrzeug ist bei 8,6 Kilogramm also 8600 Gramm…
wo ist mein Denkfehler?

Wenn wir hier die vorkette berechnen, dann aber auch die Produktion der Batterien. Alleine die verbraucht schon soviel co2 das man nen verbrenner ne Weile fahren kann [letzter Stand 8 Jahre]
Und was machen wir wenn die Akkus kaputt sind. Einen verbrenner recyclen wir den Akku leider nicht… Der muss nach Gorleben oder auf den Mond.

Weißt du das das internet 8 % der gesamten Welt Energie verbraucht? Und damit auch 8 % des Welt co2 erzeugt

Leider wurde bei der Berechnung ein kleines Detail ubersehen… Selbst der kleine Trafo bei uns ums eck hat schon 10 kW Verlustleistung… Ganz zu schweigen von den laaaaaangen Hochspannungsleitungen, die bis zu 80, unter Volllast sogar bis zu 120 Grad aufheizen!

Viel sinniger wäre es, statt audi Q8 eTron oder tesla cybertruck ein kleines e auto als Alltagswagen zu fahren… Viele vergessen nämlich, dass trotz rekupperation zu viel Energie hangen bleibt… Nict zuletzt drch die monsterreifen, die größte Feinstaubquelle am Auto!

Vielen Dank an Andreas, Liam, Emil und Atze.
Das ist es, auf den Punkt gebracht.
An die Herstellung einer Batterie und deren Entsorgung denkt niemand.
Würden alle von heute auf morgen E-Autos fahren, würde das Stromnetz bundesweit zusammenfallen.
Und diese kleinen schlauen Kinder die der Schule fern bleiben und dadurch leider nichts mehr lernen, sollten nur mal einen einzigen Tag in der Woche, alle zusammen ihr mobiles Endgerät zur Seite legen und von FB, Insta und wie der ganze Mist noch heißt, die Finger lassen.
Die Energieeinsparung der Server ist enorm.
Weiß man aber nur, wenn man eine Schule besucht hat.

Hinzu kommen all unsere Lobbyisten, und damit schweifen wir kurz vom Strom hin zu Umwelt allgemein.
Warum werden Plastiktüten nicht von heute auf morgen verboten?
Weil jeder in Berlin an jeder beschissenen produzierten und verkauften Plastiktüte mit verdient.
Abschließend sei noch gesagt: CO2 ist ein notwendiges Gas, welches alle Pflanzen die Photosynthese betreiben, benötigen.
CO2 ist in jeder Mineralwasserflasche und in jedem Bier, und davon trinken wir reichlich.
Oh, hab ich jetzt ein großes Geheimnis offenbart?
Ich sage nicht, dass aus Verbrennern saubere Luft kommt.
Ich sage, Schwefelstickoxide sind bedeutend unfreundlicher als CO2.
Vielen Dank dafür, an meine Chemielehrerin der 9. Klasse.
Damals hatten die Lehrer noch was auf dem Kasten.

Meiner Meinung gehört ebenso eingerechnet in die Bilanz, wie gesund die einzelnen Antriebsvarianten sind. So ist mir nicht klar, wie gesund es ist auf einer Batterie zu sitzen, Stichwort Elektrosmog.

Das Problem Umweltverschmutzung muss man angehen. Keine Frage. Mir macht es etwas Sorge, wenn zB wie ich schon gesehen habe, ein junges Mädchen, ca 14 Jahre alt, auf einer Friday’s for future Demo einen Hamburger isst und das Papier einfach auf den Boden fallen lässt. Auch das ist in meinen Augen Umweltverschmutzung.

Hoch leben die Stimmenfänger für die nächste Wahl. Umweltbelastung klingt doch gut. Da muss man natürlich was gegen tun. Wer hat eigentlich das Ozonloch geklaut. Was steht denn übermorgen zur Diskussion?

Hallo,
Damit unsere Erde bewohnbar bleibt, muss dringend was passieren und auch den Klimawandel streite ich nicht ab…. Ber ich glaube, das EAuto, so wie es heute gebaut wird, ist nicht die richtige Lösung. Was viele vergessenist die Batterie, respektive der Akku. Der zerstört nicht nur den Amazonas, weil wir dazu seltene Erden brauchen…. Der Bau eines Akkus für den Tesla s verschlingt zwischen 15-20 Tonnen an CO2 Emissionen, bevor er überhaupt auf die Straße kommt. Und ein kleiner Nissan Leaf verursacht bereits 4,5 bis 6 Tonnen….(schwedische Studie) Hinzu kommt die anschließende Entsorgung der Akkus… Sondermüll! Sicher wird das Recyclen irgendwann funktionieren, so hoffe ich aber im Moment handelt es sich tatsächlich um einen Haufen gefährlichen Müll, der wie atomarer Müll eingelagert werden muss. Wie immer wird das Pferd von hinten aufgezäumt.
Warum geht es nicht weiter bei den Wasserstoff Motoren? Bei uns im Kreis würden im letzten Jahr Windkraftanlagen und private Solar Dächer abgeschaltet, weil viel zu viel Energie da war. Machen wir damit doch Wasserstoff. Aus grüner Energie, dann fährt ein Auto wirklich emmisionsfrei. Die Geschichte mit den Elektro Autos ist nur Augenwischerei.
Auch ganz interessant, wir haben mittlerweile in unserer Straße 2 private Ladesäulen, 18 Häuser gibt es hier, jeweils mit wenigstens 2 Autos…. Noch 3 weitere Säulen sind möglich, mehr werden nicht genehmigt, dann bricht nämlich das Stromnetz zusammen.
Ich denke, da muss noch einiges passieren.
Das hier ist nur ein kleiner, weiterer Denkanstoß.
Lieber Gruß, Bea

Ich habe geträumt, ich sitze mit meiner Familie im Elektroauto auf der Autobahn bei -15 Grad im unfallbedingten Stau und nach 3 Stunden geht die Heizung aus. Zum Glück bin ich rechtzeitig aufgewacht. Für mich ist immer noch der Hybrid die überzeugendsten Lösung.

Es zählt immer der persönliche Verbrauch, Nutzung und Kilometerleistung. Es ist egal welche Antriebsart, nicht ökologisch 50.000 km in einem Jahr mit einem Batteriefahrzeug zu fahren und dann in Urlaub zu fliegen. EV SUVs sind nicht effizient. E Autos sind nicht familientauglich. Rechnet Euch nicht die E Mobilität schön und grün.

Es gab doch kürzlich die Meldung über den ersten Tesla mit 1mio gefahrenen km. Da hieß es:
„Ein Tesla Model S fuhr eine Million Kilometer – mit drei Batterien und vier Motoren“
Und die aktuelle Batterie hat auch bereits weniger als 20% der ursprünglichen Kapazität.
Aus Sicht der Motorlaufleistung kann man Elektro und Verbrenner also durchaus vergleichen. Nur dass der Diesel nach 300. 000 km immer noch 1.000 km Reichweite hat.

E-Mobilität alleine ist der falsche Weg und warum das Thema so stark besprochen wird, ist doch nur das vorantreiben der Lobbyisten. Alles lässt sich schön reden und darstellen. Frage ist doch im Grunde was will ich damit bezwecken und wehm hilft es wirklich! Ist es mal wieder der Autofahrer der die co2 Bilanz retten soll oder sind nicht mal globale Themen mit einzubeziehen? Umweltschutz fängt bei jedem einzelnen an! Da hilft es auch nicht sich seine eigene co2 Bilanz schön zu reden weil man einen SUV fährt und anders rum ein Niedrigenergiehaus hat! Das ist dummes Denken aus Angst auf etwas verzichten zu müssen. Es gibt schon Lösungen für die Umweltproblem, aber diese werden absichtlich nicht in die Öffentlichkeit getragen. Warum das so ist? Weil die Gier nach mehr, mehr, mehr größer ist als sich Gedanken um seinen Lebensraum zu machen der es einem überhaupt ermöglicht zu existieren. Um unseren Lebensraum, die Erde lebenswert zu erhalten, bedarf es eines umdenken der Menschen und nicht den Einfluss der Wirtschaft und der Kapitalanleger nach zu kommen aus reiner Gier und Selbstdarstellung! Wir haben nichts mitgebracht und wir können auch nichts mitnehmen! Der Respekt sollte unserem Lebensraum wieder gerecht werden. Ohne ihn nützen uns keine Luxusreisen oder diverse Kapitalanlagen!

Hallo. Ich bin grundsätzlich nicht für oder gegen E-Autos.Beruflich fahr ich ca. 450km pro Tag mit Golf Diesel……einmal tanken und alles ok. Beim E-Auto kann ich nicht 3 mal am Tag für a‘ ca 2 Std laden. Die Bundestags Abgeordneten von Merkel bis zu kleinsten Abgeordeten fahren Diesel und/oder benziner. Auch Kretschmann und Kollegen . Fazit sollange E-Autos nicht 1000km am Stück fahren und in einer halben Stunde geladen sind. Ferner für unter 30.000,-€ zu haben sind ist ein E-Auto Unsinn!!!
OK im Stadtverkehr ist das etwas Anderes.
Nebenbei muß die CO2 steuer Abgabe etc verboten und Abgeschafft werden!!!
OK Deutschland ist ein Polzeistaat und wird von Berlin diligiert!!!

Schon lustig wie hier auf komma Stellen diskutiert wird.
Der Beitrag verdeutlicht doch das ein e Auto nicht Null 0,00 co2 produziert wie uns die Politik weiß machen will. Sondern ca 80 co2 . Was auch ein sehr guter Wert ist.
Als ich vor 10-15 Jahren das erste mal e Auto fuhr. Hatte dieses Bereifung wie ein Fahrrrad . Solarzellen auf dem Dach. Das Ziel war autark zu fahren.
Heutige Elektro Autos haben 400 und mehr PS und werden in die falsche Richtung gefördert und entwickelt.
Es dürften nach meiner Ansicht nur e Autos wie der twizzy mit unserem Steuergelder gefördert werden.

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