China bringt ersten wasserstoffbetriebenen intelligenten 5G-Traktor auf den Markt

China bringt ersten wasserstoffbetriebenen intelligenten 5G-Traktor auf den Markt

Copyright Abbildung(en): Symbolbild | Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1389882011

Das China Agricultural Machinery Equipment Innovation Center stellte am gestrigen Dienstag in der Innenstadt von Luoyang den ersten unbemannten Traktor Chinas vor. Bei dem ET504-H handelt es sich um den ersten wasserstoffbetriebenen intelligenten 5G-Traktor. Dieser wird künftig ohne den Einsatz eines Fahrers im Einsatz sein. Hierzu setzt der E-Traktor auf das 5G-Netz von China Mobile und nutzt zudem GPS-Antenne, Millimeterwellen-Radar und Großdatentechnik zur Fernsteuerung.

Der Traktor ist Chinas erster unbemannter Elektrotraktor mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb auf 5G-Basis, der auf dem 2018 erschienenen „Super Tractor I“ basiert. Innerhalb von nur drei bis fünf Minuten soll der Brennstoffzellen-Traktor genügend Wasserstoff tanken können, um Reichweite für weitere vier Stunden Einsatz zu erhalten. Vorausgesetzt eine professionelle Wasserstofftankstelle mit Wasserstofftreibstoff ist vorhanden. Der E-Traktor selbst bringt es auf eine maximale Betriebsgeschwindigkeit von 30 km/h. Dank der fahrerlosen Technologie an Bord kann es 24 Stunden lang in Bereitschaft sein.

„Es ist von großer Bedeutung, dass eine neue Generation grüner, intelligenter Landmaschinen die Entwicklung intelligenter Landwirtschaft fördern wird.“ – Zhao Chunjiang, Akademiker der Chinesischen Akademie für Ingenieurwesen und Direktor von CHIAIC

Der Traktor verfügt über einen permanentmagnetischen, synchronen Mittelmotor und unabhängige elektrische Hub- und Lenkmotoren. Die Wasserstoff-Brennstoffzelle arbeitet, wenn das Fahrzeug nicht zu stark belastet ist, während die Lithium-Batterie unter schwerer Last weitere Energie liefert. Die erfolgreiche Entwicklung eines unbemannten Traktors mit 5G-Steuerung und Wasserstoff als Treibstoff ist von großer Bedeutung, um dem Trend zum Umweltschutz bei Landmaschinen zu entsprechen und die sprunghafte Entwicklung der chinesischen Landmaschinenindustrie zu realisieren.

Quelle: XinhuaNet.com – China launches first hydrogen-powered 5G smart tractor

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21 Antworten

  1. Interessant, daß die 5G Technologie nun auch Traktoren steuern kann. Ein Brennstoffzellenbetrieb ist allerdings bereits 1958 erfolgreich gewesen. Das erste Brennstoffzellenfahrzeug war ein Traktor:

    Wikipedia:
    1958 – Allis-Chalmers demonstrated the D 12, the first 15 kW fuel cell tractor.[17]

  2. Zum Steuern braucht es KEIN 5G … da reicht INS, GPS und eine D-GPS Station in der Nähe und ein möglichkeit der Kommunikation, für die dann 5G aber völlig überdimensioniert wäre, die Datenmenge ist gering, das hat auch schon mit 3G funktioniert.

  3. 5G, wohl eine weitere Ausrede, warum man in Europa beim technischen Fortschritt hinterher hinkt. Plötzlich muss alles 5G haben damit etwas funktioniert, warte ja nur bis der erste Toaster mit 5G kommt.
    Es wird immer ein Grund gesucht warum etwas nicht gehen könnte, China macht einfach.

  4. Wenn jetzt schon Traktoren mit Brennstoffzellen und Wasserstoff betrieben werden können und Wasserstoff innerhalb von Minuten nachgetankt werden kann und somit die notwendigen Reichweiten unserer Mobilität ermöglicht, warum setzt die deutsche Automobilindustrie weiter auf Verbrenner und batterie elektrische Antriebe? Lithium wächst bei uns nicht an Bäumen, mit dessen Abbau sind aber bekanntermaßen gravierende Probleme und Ungerechtigkeiten verbunden, wie nicht zuletzt auch am Beispiel des Putsches in Bolivien nur kurz nach der Kündigung eines unfairen Kooperationsabkommen für ein Deutsch-bolivianischen Joint Venture mit Beteiligung eines deutschen Unternehmens aus Süddeutschland zum Lithium-Abbau im Salar de Uyuni oder den gravierenden Folgen des Lithiumabbaus für Mensch und Natur in Argentinien und Chile zu beobachten ist. Klar ist, dass der Wirkungsgrad von Brennstoffzellen und wasserstoffelektrischen durch den Umweg über die Elektrolyse zur Wasserstoffproduktion nicht besonders hoch ist, aber sollte nicht eher hier an der Optimierung gearbeitet werden, als weiter auf derartige Belastung wie sie Verbrennern und rein batterieelektrischen inherent ist zu setzen? Wir brauchen eine Energiewende, eine Mobilitätswende und vor allem nachhaltige Antriebe. Oft ist ein Fahrrad eine noch bessere, effektivere und ökologischer Lösung als ein Tesla…

  5. Ach Werner. Wieder mal die Lithium-Diskussion? ‍♂️
    Na dann:
    1. Tesla und Panasonic haben es bereits geschafft den Kobaltbedarf von 33 Prozent auf 15 Prozent pro Akku zu reduzieren. Lithium kann mittelfristig durch Natrium ersetzt werden.
    https://efahrer.chip.de/news/lithium-und-kobalt-in-elektroauto-akkus-alle-infos-1_101116

    2. Grundsätzlich kann die Feststoffzelle die Lithium-Technologie komplett ablösen
    https://efahrer.chip.de/news/toyota-feststoff-akku-fuer-elektroautos-schon-2020-serienreif_10811

    3. Der Lithium-Anteil eines Tesla Akkus am Gesamtgewicht entspricht 1,67 %.
    https://www.gevestor.de/details/lithium-und-elektroautos-ist-die-preishysterie-gerechtfertigt-779356.html

    3. Der Wasserverbrauch der Lithiumförderung in Chile für einen Tesla-Akku entspricht 30 Tassen Kaffee oder 500 Gramm Rindfleisch.
    https://www.elektroauto-news.net/2019/forscher-lithium-tesla-akku-laesst-sich-mit-30-tassen-kaffee-gleichsetzen

    4. In einem Brennstoffzellenauto gibt es alle Komponenten, die auch in einem rein akkubetriebenen Elektroauto (BEV) verbaut sind. Auch der als Wasserstoff-Traktor angetriebene Traktor hier oben hat einen (vermutlich recht großen) Lithium-Akku.
    Quelle: obiger Artikel

    5. Der Traktor hier wird sehr lokal eingesetzt und erfordert eine autonome High-Tech Wasserstofftankstelle direkt am Hof des Landwirtes, da er alle 4 Stunden nachgetankt werden muss.
    Quelle: obiger Artikel

    6. Wegen der hohen Leistungsanforderungen und der geringen Energierückführung kann Wasserstoff bei Nutzfahrzeugen wie Landmaschinen Vorteile gegenüber rein batteriebetriebenen PKW bringen. Das macht vor allem dann Sinn, wenn der Wasserstoff direkt am Hof produziert wird (Biogasanlage).
    Übrigens: der erste Wasserstoff-Traktor wurde in Deutschland 2009 (vor 11 Jahren) vorgestellt
    https://www.profi.de/aktuell/neuheiten/new-holland-nh2-traktor-11751272.html

    7. Da Wasserstofftanks aufgrund der hohen Druckverhältnisse (700 Bar) im Vergleich zu einem Diesel- oder Benzintank sehr dickwandig und damit bei entsprechendem Volumen sehr groß sind, macht der Einsatz in Nutzfahrzeugen mehr Sinn als in PKW
    https://efahrer.chip.de/e-wissen/wasserstoff-technik-darum-hat-sie-keine-chance-gegen-akkus_101550

    8. China (wie Südkorea und Japan) produzieren Wasserstoff durch Gasrefraktion und Atomstrom.
    https://efahrer.chip.de/e-wissen/wasserstoff-technik-darum-hat-sie-keine-chance-gegen-akkus_101550

    1. Genau. Mit Kernenergie können Unmengen Wasserstoff erzeugt und als synthetische Kraftstoffe quasi nebenbei erzeugt werden. Man muss nur wollen.

      Redox-Batterien können auch mit Elektrolyt schnell betankt werden. Und eine Glasbatterie aus SiO2 ist schneller geladen als ein Li-Akku – und das bei höherer Kapazität.

      Und mit dem Wasserverbrauch bzgl. Li-Förderung erzählen Sie mal der indigenen Bevölkerung vor Ort, inkl. der giftigen Stäube aus der Trocknung (Natriumhydroxid), die die Lamas und Vikunjas sterben lassen und das Trinkwasser verseucht.

      https://www.deutschlandfunk.de/lithium-abbau-in-suedamerika-kehrseite-der-energiewende.724.de.html?dram:article_id=447604

  6. Das Problem liegt ganz woanders. Während in Deutschland über Gendertoiletten diskutiert wird, oder ob 300 Jahre alte Denkmäler nun gestürzt werden müssen und Begriffe wie „Rasse“ aus dem Grundgesetz raus müssen, (und weitere ähnliche, unheimlich wichtige Dinge) ist China technisch auf der Überholspur und wird uns weiter abhängen. Und ob man für die Steuerung eines solchen Traktors nun 5G benötigt, oder nicht. Im Digitalen Entwicklungsland Deutschland wäre der Einsatz, gerade auf dem Lande, gar nicht möglich, da es in vielen ländlichen Gegenden nur sehr schlechte bis gar keine Internetverbindung gibt. Deutschland steht sich oftmals selbst im Wege, wenn es darum geht, den Anschluss nicht zu verpassen. Hoffentlich dient die derzeitige Krise wenigstens dazu, das zu erkennen und Strukturen zu verbessern.

    1. Genau. Das ist der Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie. Die Chinesen machen und wir diskutieren, ev. über die EU-Konfirmität einer Schraube. Deutschland als Rohstoffarmes Land mit einer z. B. dezentralen Bildungspolitik, wo jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht (damit ja viele Beamte beschäftigt werden können), trägt nochmals kontraproduktiv zur technologischen Entwicklung bei. Ist etwa der Schüler aus Bayern, SH oder Brandenburg unterschiedlich Dumm oder Schlau? Natürlich nicht, aber die Politiker suggerieren und fördern das letztendlich.

  7. Das Problem ist und bleibt
    a) woher kommt der Wasserstoff und die Energie dafür, denn leider entsteht auch bei Solar und Windkraft viel (Sonder)Müll. Das wird leider immer wieder verdrängt.
    b) die enormen Verluste bei der Verflüssigung des H2

  8. Der Wasserstoff ist ja längst da und die Energie ihn verfügbar zu machen auch. Man nimmt dazu Strom, der einfach so völlig unnutzbar istm speichert ihn und verwendet ihn, statt Kohlestrom in Autos zu benutzen. Die Förderung von Braun- und Steinkohle und deren Umwandlung in Auto-Strom benötigt auch serh viel an Energie. Noch mehr Energei braucht es die Fanatasie zu entwickeln zu glauben, das Ökostrom etwas mit Öko zu tun hätte. Ökostrom gibt es an der Börse auch dann wenn zur Stromqulle gar kein Lesitung vorhanden ist. Toll was man mit KI jetzt schon manipulieren kann oder nicht. Man baut Waschmaschinen die Hirne gründlich waschen und schon sind wahre Wunder da. Man lässt die Stromkunden dafür zahlen, dass etwas da sein wird, was es wahrscheinlich nicht gibt. Ökostrom aus regernerativen Quellen zu Beisspiel. Damait „sparen“ Leute viel Energie mit Autos, deren Akku x-fach so schwer ist als die Ladung und die glauben, dass man mindestens 700 KW braucht, um sich selbst von Fleck zu bekommen. Warum denn hat man dem moderen Menschen das Gehen aberzogen? Weil Sandalen zu teuer sind! Es ist noch nicht lange her, da hatten man Pferde ohne 5g und die konnten noch selbstständige denken. Heute geht das nicht mehr ohne chinesiche Elektronik in Programmierer aus Indien. Bald ist der Maschnie fertig entwickelt, die Nahrungsmittel Felder bestellt, Früchte erntet und diese selbst auf isst.

    1. Auch in einem Brennstoffzellenfahrzeug sind Traktionsbatterieen, welche Lithium enthalten verbaut. Lithium ist auch immer weniger in Batterien. Ebenso wie das immer gerne vorgebrachte Kobald. Für PKW ist Wasserstoff einfach unsinnig, weil man für die Herstellung von Wasserstoff ein Vielfaches an Strom benötigt, den man zum Betrieb eines Batterieelektrischen PKW braucht.
      Wasserstoff sehe ich derzeit ausschließlich im Schwerverkehr bzw wie im Artikel in der Landwirtschaft. Wobei gerade bei letzterer das schnelle Tanken wieder ein Problem sein könnte, da die Fahrzeuge dann entweder immens große Tanks benötigen, oder eine mobile Ladeinfrastruktur in Ackernähe.

  9. Endlich ein Beitrag, der das eigentliche Problem aufzeigt. Die Deutschen sind gegen technische Erneuerungen, haben Angst vor der Technik und diskutieren lieber über belanglose Sachen. Nicht nur China hat uns bereits überholt, kopieren braucht China seit langem nicht mehr, denn die Einstellung der Bevölkerung ist positiv und neugierig auf neue Technik und digitale Intelligenz. Wo der deutsche lieber Bares für Rares ausgibt, ist man im Ausland schon bargeldlos. Dafür kennen wir uns gut in Märchen aus: Dornröschenschlaf

  10. Und irgendwann brauchen die „Eliten“ nur noch 10% Menschen um ihren Wohlstand zu mehren. Da komm das Thema des Weltbevölkerungreduzierung gerade recht.

  11. @Titan vielleicht hilft 5G auch einfach wichtige Echtzeitdaten möglichst schnell in eine Zentrale zu liefern wo man zb ein 8k Rundumblick erhält so als wenn man sich selbst auf dem Fahrzeug befindet. Im Fehlerfall sicherlich hilfreich.

  12. Bernd hat den Sinn dieses Artikels verstanden . Die andern reden etwas am Thema vorbei und argumentieren pro und contra H2.
    Natürlich kommt diese Technik für Schiffe Lkw und Traktoren. Die Gründe wurden erkannt. Aber auch die Tatsache , dass der reine Batteriespeicher für E Autos dominant bleibt. 5 G brauchts für die Landwirtschaft nicht. Auch Selbststeuerung wurde schon lange probiert, hat sich aber nicht durchgesetzt. Der Heini der den PC zur Steuerung bedienen will, soll gleich selber fahren, wir haben moderne Kabinen. Man spart auch keine Arbeitskraft ein mit Selbststeuerung, genau wie beim Auto. Die Bedienung hat auch nichts mit Wasserstoff zu tun.

  13. Richtig erkannt ! Während andere hier über zukünftige Technologien streiten, welche denn die bessere ist. Ist doch das Problem das viele Berufe einfach überflüssig werden. Und dann was passiert mit diesem Menschen ? Die sogenannte Elite schafft sich langsam heimlich ihr Welt die sie möchten.

  14. Bei der Diskussion um Wasserstoffbrennstoffzellen, Lithiumakkus, 5G… wird leider vergessen dass diese beeindruckenden Hightech Fahrzeuge an intensive Landwirtschaft gekoppelt sind. Effektiv arbeiten diese Geräte nur auf sehr großen Flächen. Da gibt es dann keine „Beikräuter“, keine Tiere, keine Insekten weil vermutlich auch alles weggespritzt wird. Ob 5G für Tiere und Pflanzen eventuell schädlich sein könnte ist dann auch egal.

  15. Ob die Flächen klein oder gross sind spielt in der Landwirtschaft keine Rolle. Es geht darum die Dieselmotoren da wo möglich, durch was Oekologischeres zu ersetzen. Auf Mittelbetrieben wo die Felder nicht zu weit vom Hof entfernt sind, kann wie beim Automobil auf reinen Batterieantrieb elektrisch gesetzt werden. Es gibt bereits Lösungen von Fendt und John Deere. Auch eine Schweizerfirma mischt mit. Bei den Grosstraktoren vor allem auch bei viel Transport auf der Strasse sowie hohen abverlangten Zapfwellenleistungen , bräuchte man Akkus die schwerer und grössser sind als der Traktor selber. Auch zum Aufladen ginge wertvolle Zeit, in der Ernteperiode wo die Maschinen Hochsaison haben, verloren. Mit ähnlichen Problemen kämpfen Busse und LKW s. Da wäre H2 eine Lösung.

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