Neue Allianz ChargeUp Europe setzt sich für europäische Ladeinfrastruktur ein

Copyright Abbildung(en): ChargeUp Europe

Einige bekannte Akteure aus dem Bereich der Ladeinfrastruktur für Elektroautos haben sich zu einer neuen Allianz zusammengeschlossen, um die Einführung verbraucherorientierter E-Auto-Richtlinien in Europa zu unterstützen. Allego, ChargePoint und EVBox Group, die zusammen mehr als 150.000 Ladepunkte in der gesamten EU betreiben, kündigten den Start von ChargeUp Europe an. Während der Online-Veranstaltung REVOLUTION Digital forderten die drei Partner weitere gleichgesinnte Unternehmen in der Elektroauto-Branche auf, sich der Allianz anzuschließen.

ChargeUp Europe startet mit den Gründungsmitgliedern und ist bereits dabei, neue Mitglieder aufzunehmen, so die drei neuen Partner in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Der Zweck von ChargeUp Europe bestehe darin, einen schnellen und effizienten Auf- und Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Europa zu ermöglichen. Die Allianz will daran arbeiten, jene EU-Politik zu realisieren, welche Investitionen in die Ladeinfrastruktur unterstützt, Marktbarrieren beseitigt und somit die reibungslose Einführung von Elektroautos erleichtert.

„Vor dem Hintergrund einer hochrelevanten politischen Agenda halten wir es für den richtigen Zeitpunkt, dass eine engagierte Stimme den Sektor der Ladeinfrastruktur in Europa vertritt. Wir sind entschlossen, mit Entscheidungsträgern und Interessengruppen der EU zusammenzuarbeiten, um Strategien und Investitionen zu ermitteln, die erforderlich sind, um eine größere Anzahl von Elektroautos zu ermöglichen. Die Umstellung auf Elektroantriebe ist entscheidend, um die CO2-Neutralität im Verkehr zu erreichen.“ — Christopher Burghardt, Europa-Geschäftsführer von ChargePoint

ChargeUp Europe entsteht zu einer Zeit, in der die EU durch den Green Deal die Klimaneutralität bis 2050 erreichen will, während gleichzeitig die Nachfrage nach Elektroautos stark steigt. Bis 2030 sollen deutlich mehr als 40 Millionen Elektroautos auf europäischen Straßen unterwegs sein. Um sicherzustellen, dass die Entwicklung der Infrastruktur mit der zunehmenden Verbreitung von Elektroautos Schritt hält, will ChargeUp Europe darauf hinarbeiten, Marktbedingungen zu schaffen, die Investitionsanreize bieten. So soll ein verbraucherorientiertes, offenes Marktmodell für die europäische Ladeinfrastruktur entstehen.

„Wir starten diese Allianz in unsicheren Zeiten und natürlich konzentrieren sich die Menschen auf COVID-19. Da wir alle versuchen, unseren Beitrag zur Bewältigung dieser Krise zu leisten, halten wir es für wichtig, dass wir uns auch weiterhin auf andere große Herausforderungen wie den Klimawandel konzentrieren. ChargeUp Europe bietet eine einzigartige Gelegenheit für den gesamten Sektor, zusammenzukommen und die Entwicklung und den Ausbau der Ladeinfrastruktur in ganz Europa zu beschleunigen. Wir fordern alle anderen gleichgesinnten Partner auf, sich dieser Initiative anzuschließen.“ — Mathieu Bonnet, CEO von Allego

ChargeUp Europe hat seine Auftaktveranstaltung für den Sommer in Brüssel geplant. Unter den gegenwärtigen Umständen in Bezug auf das Coronavirus kann sich dies ändern. Wer an den aktuellen Entwicklungen interessiert ist oder der Allianz beitreten möchte, findet auf www.chargeupeurope.eu weitere Infos.

„Dies ist das erste Mal, dass alle Beteiligten bei der Ladeinfrastruktur für Elektroautos mit einer klaren Stimme sprechen können. Wir müssen uns überall im Interesse der Elektroauto-Fahrer aussprechen, anstatt andere für uns sprechen zu lassen. ChargeUp Europe wird daran arbeiten, eine gemeinsame Sichtweise darüber zu präsentieren, was erforderlich ist, damit Europa einen offenen Markt und ein verbraucherorientiertes Modell für das Laden von Elektroautos schafft. Der Schlüssel wird darin liegen, eine hochwertige Ladeinfrastruktur zu entwickeln, bereitzustellen und zu betreiben, die den praktischen Anforderungen der E-Auto-Fahrer gerecht wird.“ — Kristof Vereenooghe, CEO von EVBox und Everon

Quelle: ChargeUp Europe — Pressemitteilung vom 31.03.2020

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2 Antworten

  1. Das ist ein wichtiger Schritt um ein grenzenloses Europa zu schaffen. Wir müssen wegkommen von den mittelalterlichen Strukturen, von der kleinstaatlichen Denkweise, und somit verschlankten Strukturen. Langfristig können wir uns es nicht mehr leisten die vielen Länderparlamente zu finanzieren.

  2. Es wird nach min. schon fünf Jahren Zeit, das endlich ein einheitliches Bezahlsystem in Deutschland und natürlich in der EU eingeführt wird. Wenn jetzt wieder ein neues “Charge Up” gegründet wird, dann tut sich wieder nichts, weil jedes Land doch wieder sein eigenes “Süppchen” kocht! Jeder baut jetzt überall Schnellladesäulen auf und die viel wichtigere Ladeinfrastruktur auf Raststätten auch mit den weit verbreiteten AC Lademöglichkeiten gerät völlig ins Hintertreffen!

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