CES 2020: Nissan zeigt vollelektrisches, intelligentes Allradsystem

Copyright Abbildung(en): Nissan

Mit Fahrspaßgarantie präsentiert sich Nissan auf der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas: Der japanische Automobilhersteller zeigt gleich zwei Technologien, die den Fahrkomfort merklich verbessern sollen. Während das „e-4ORCE“ genannte Allradsystem mit Twin-Motoren Elektroautos eine noch bessere Fahrdynamik verleihen soll, schafft ein neuartiges Dämmmaterial ungewöhnliche Ruhe – und das unabhängig vom Antrieb.

Die Kraft der vier Räder

Nissan steigert die Leistungsfähigkeit von Elektroautos weiter: „e-4ORCE“ stellt allen vier Rädern sofortiges Drehmoment zur Verfügung, was Handling und Stabilität auf dem Niveau von Premium-Sportwagen ermöglichen soll. Hierfür haben sich die Ingenieure unter anderem die Erfahrungen mit dem Supersportwagen Nissan GT-R und dessen aktiver Drehmomentverteilung zunutze gemacht.

Leistung und Bremskraft der Elektroautos werden gesteuert, um eine gleichmäßige und stabile Bremsleistung zu erreichen. Durch die regenerative Bremswirkung der Front- und Heckmotoren werden Nick- und Tauchbewegungen reduziert. Ebenso wird die Motorsteuerung auf rauen, holprigen Straßen und beim Beschleunigen optimiert, was ebenso den Fahrkomfort steigert.

Nissan

Zum Einsatz kommt die e-4ORCE Technologie, deren Bezeichnung auf den vollwertigen Elektroantrieb („e“) und die physische Kraft und Energie des Allradantriebs („4ORCE“ – ausgesprochen „FORCE“) verweist, nicht nur im Elektro-Crossover Nissan Ariya Concept. Während der CES präsentiert der japanische Automobilhersteller auch einen Prototyp mit Twin-Motor und Allradantrieb.

Lautlos reisen

Auch ohne den sehr leisen Elektroantrieb lässt sich künftig noch ruhiger reisen. In Las Vegas zeigt Nissan ein neues akustisches Meta-Material – solche Materialien haben Eigenschaften, die einem auf den ersten Blick unnatürlich vorkommen. Bei Nissan machen sie die Fahrzeugkabinen leiser und erhöhen gleichzeitig die Energieeffizienz.

Das neue Material kombiniert eine Gitterstruktur und eine Kunststofffolie. Damit lassen sich Luftvibrationen kontrollieren und die Geräuschübertragung in einem breiten Frequenzbereich (500-1200 Hertz) senken, in den auch Straßen- und Motorgeräusche fallen.

Nissan

Ein weiterer Vorteil: Während die meisten Materialien bislang hauptsächlich aus schweren Gummiplatten bestehen, wiegt das neue Meta-Material bei gleicher Schallisolierung nur ein Viertel davon. Dadurch sinkt auch das Fahrzeuggesamtgewicht, was niedrigere Verbrauchswerte begünstigt. Aufgrund seines einfachen Aufbaus ist das Material in der Massenproduktion zudem genauso wettbewerbsfähig oder sogar besser als herkömmliche Materialien. Daher kann es auch für Fahrzeuge verwendet werden, bei denen der Einsatz von Materialien zur Schalldämmung derzeit aus Kosten- oder Gewichtsgründen begrenzt ist.

Quelle: Nissan — Pressemitteilung vom 08.01.2020

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6 Antworten

  1. Wenn Nissan endlich das Ladeproblem in den Griff bekommt ist der Leaf euch ein tolles Auto.
    Das Nissan sehr gute Autos bauen kann hat das Team ja schon bewiesen. Jetzt muß es nur noch bei den Elektrofahrzeugen klappen.

  2. Hinweis: sie zeigen ein ‘System’ .. das kann alles heißen – aber es ist noch keine Plattform und kein Auto.
    So ein ‘System’ kann jeder zurecht basteln – kann auch ein FH-Projekt einer Studenten-AG sein.
    Das ist zunächst mal eine Nullnummer wie die ‘Studie’ von Sony oder irgenwelche Render-Orgien eines Startups.

    Ich hoffe ganz dringend, dass Nissan jetzt wirklich mal ein modernes BEV auf die Beine kriegt und aus dem vermurksten Facelift des Leaf (Rapidgate+Cademo) gelernt hat.

      1. ich habe eine Probefahrt mit einem Leaf gemacht und einen Kollegen, der einen Leaf fährt.
        Der Händler sagte mir, dass er selbst im Moment den Leaf nicht mehr empfehlen kann. Der Kollege meint, dass seine frühere Entscheidung bestimmt richtig war, er aber heute mit Sicherheit keinen Leaf mehr kaufen würde.

  3. @klaus: Egon hat recht, ich fahre seit 1,5 Jahren einen Leaf und die angesprochenen Probleme sind Realität. Fragt sich jetzt nur wer der Troll ist ….

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