CCS Charge Map verzeichnet über 8.000 CCS-Ladestandorte in Europa

CCS Charge Map verzeichnet über 8.000 CCS-Ladestandorte in Europa

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Anfang Oktober 2017 hatten wir einen ersten Blick auf die Anzahl der Combined Charging System (CCS) Schnellladestationen in ganz Europa geworfen. Von damals 3.500 CCS-Stationen in ganz Europa ist man in etwa knapp 1,5 Jahren (Frühjahr 2019) auf 6.000 CCS-Ladestandorte in Europa angewachsen. Ende 2019 konnte man die Grenze von 8.000 CCS-Ladestandorte in Europa überschreiten.

Europaweit werden täglich mehrere Ladestationen installiert

Die Ladeleistung der meisten CCS-Stationen bewegt sich im Bereich von 20 bis 50 kW. Dabei handelt es sich oft um sogenannte Multi-Charger. Die Zahl der HPC-Lader ist aber gerade in letzter Zeit am steigen. Somit finden sich auch immer mehr Ladestationen mit Leistungen von 100, 150 oder sogar 350 kW in Europa ein. Laut der CCS Charge Map werden durchschnittlich mehrere neue Ladegeräte pro Tag stabil installiert.

In der aktuellen Ausgabe der Karte werden die Ladestandorte wie folgt unterschieden:

  • 6.912 Reguläre Ladegeräte, die 24/7 verfügbar sind
  • 733 Reguläre Ladegeräte nicht 24/7 verfügbar
  • 208 Schnell-Ladegeräte 24/7 verfügbar
  • 415 Tesla-Ladegeräte 24/7 verfügbar

Deutschland führt Ranking der CCS-Lademöglichkeiten an

Bei den Ländern mit den meisten CCS-Lademöglichkeiten führt Deutschland vor Großbritannien, Frankreich, Norwegen und Schweden. Insgesamt trägt Deutschland (2.054) mehr als ein Viertel zur Gesamtzahl aller CCS-Ladestandorte in Europa bei. Mit einigem Abstand folgt darauf Großbritannien mit 1.414 Einheiten. Wobei Frankreich (666) und Norwegen (619)  nochmals ein wenig dahinter liegen. Schweden reiht sich mit 409 Ladestationen auf Platz fünf des Rankings ein.

Die 34 darauf folgenden Länder bringen es in Summe auf 2.912 Ladestationen in Europa und liegen damit gar nicht so fern für den Spitzenreiter Deutschland, welcher es wohl auch ernst mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur meint. Wie sonst könnte man sich die Installation von 40 bis 75 CCS-Ladestandorte im Monat erklären. Für die Interpretation des Rankings gilt es darauf zu achten, dass es sich um Standorte handelt. Nicht um Ladestationen oder Ladepunkte. Somit lässt sich festhalten, gibt es pro CCS-Standort mehrere Anbieter wie beispielsweise Allego oder IONITY, so werden diese jeweils als ein Standort gezählt.

Quelle: InsideEVs – CCS Reaches 8,000 DC Fast Charging Locations In Europe

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Sehr schön, mit rapid ansteigender Anzahl an Stromern auf der Straße ist ein erhöhter Ansturm auf die Schnellladestationen zu verzeichnen. Bei Autos mit hoher kWh Lademöglichkeit wird somit die Station nicht unnötig lange blockiert (wenn sie sofort nach dem Laden freigemacht wird). Auch mit meinem Hyundai Ioniq Electric 28 kWh Batterie hätte ich dann keine Reichweitenprobleme mehr und müsste nicht Stunden an einer AC Säule stehen!

Das verweilen über die Ladedauer hinaus ist noch immer ein Problem da es viele nicht sehr eilig haben von der Ladesäule wegzufahren und diese unnötig blockieren. Ich bin der Meinung das große Problem kommt erst ab Jahresmitte 2020 auf uns zu da müssen wir uns alle war anziehen, höheren Stromkosten beim Laden und ein anstellen an den Ladesäulen wird Faktum. Meinen Benziner der derzeit noch unbenützt herumsteht werde ich trotzdem noch nicht hergeben!

Plug-Ins könnten auch ein Problem werden, wenn sie nun auch mit CCS daherkommen. Eine reine kWh-Abrechnung wird hier dann zum „Blockieren“ von Schnellladern führen.
Entweder einen Mix aus Minuten und kWh machen, oder generell eine Minimumgrenze an Ladeleistung der Fahrzeuge voraussetzen, damit diese an den jeweiligen Säulen laden können.

Ja es müsste vorgesorgt werden, dass an möglichst vielen Ladesäulen auch ein AC Anschluss bis 3-phasig 60A ( 43kW ) vorhanden ist. Und diese sollten parallel mit dem CCS Anschluss benützt werden können. Das ist halt ein technischer Issue. Das heisst, pro Ladesäule 2 Parkplätze.

WO….!!!!! finde ich die CCS Ladestationen…? Niemand kann mir helfen wo diese Stationen sind.. Suche stundenlang auf Dutzenden Seiten, keine Hilfe, nichts. Wir müssen es doch endlich hinbekommen mit der Digitalisierung eine Karte der CCS Ladesäulen hinzubekommen…Lange Sucherei, Mangelhaft….

Erfahrene Elektroautofahrer wissen, dass die bessere Lösung für die Batterie immer AC laden im Bereich Schuko ( 2.3kW ) bis max. 3-phasig 32A ( 22kW ). Sehr gut ist auf Campingplätzen 1-phasig 16A ( 3.6kW ) oder zu Hause falls möglich 3-phasig 16A ( 11kW ). In Europa, werden die Hersteller den CCS Standart befolgen und deshalb ist es sehr sinnvoll das Ladenetz auch danach auszurichten. CHAdeMO sollte mittelfristig auch noch genügend vorhanden sein, da gerade alle Nissan LEAF und Renault ZOE davon profitieren können und das ist schon eine ganze Menge.

Dennoch ist der Ausbau des Schnellladenetzes, insbesondere auf den Hauptachsen sehr wichtig, so dass Mittel- und Langstrecken ab 200km gut abgedeckt werden.

Es wird sehr entscheidend sein, dass die Disziplin unter den Elektroautofahrern gut ist. Das heisst unter anderem:
-Ein Elektroauto steht nie auf einem Ladeplatz, ohne dass das Auto lädt.
-Wenn ich z.B. nur 50km von zu Hause entfernt bin und da sicher an meine eigene Ladestation kann, genügt es, wenn ich zwischen 5-10kW an der Schnellladestation stehe, also ca. 10 Minuten, um dann die Ladstation wieder freigebe. Wie bei den Verbrennern, werden Elektroautofahrer spätestens eine Ladestation erreichen, wenn sie vielleicht noch für 20-30km Ladekapazität haben. Besonders ausgebuffte schaffen es auf 2-3km zu gehen, empfehle ich aber dennoch nicht.

Elektroautofahrer wissen auch, dass sie Ihre Batterie im Bereich 15%-80% laden sollten. Dies hilft bei der Lebensdauer sowie bei den Ladeleistungen. Im Bereich 10% bis 80% wird die Ladeleistung am höchsten sein, d.h. also ich habe den geringsten Zeitverlust. Ab 90% wird die Leistung automatisch gedrosselt werden. Es ist also nicht sinnvoll sich nochmals bei 80% an eine Schnellladestation zu hängen, wenn man schon fast am Ziel ist oder um vorzuladen, mit der Ausnahme natürlich wenn die anschliessende Strecke das absolut ohne Nachladen erfordert.

Wenn bei einer Ionity oder einem Supercharger die Leistung im Bereich 15%-80% von ca. 150kW erreicht werden kann, dann sollte z.B. für ein Tesla Model 3 mit 500km ( 15%=75km – 80%=400km = 325km = 65% ) mit einer 75kWh Batterie = ca. 50kWh der Aufenthalt an so einer Ladestation ca. 20-25 Minuten dauern. Und wohlverstanden, dass ist ein BEV, das heute schon eine recht ordentliche Reichweite aufweisst.
In den kommenden Jahren werden die Ladestationen noch schneller werden und in diesem genannten Bereich schon >250kW abdecken. Batterien, speziell Festkörperbatterien werden auch schneller Ladungen zulassen. Damit werden die Zeiten an der 1 Elektroauto stehen wird auf ca. 10-15 Minuten oder kleiner für z.B. ein Tesla Model 3 beschränkt sein. Erholungs-/Kaffee-/Zigaretten-/Pinkel-Pause und das so ca. alle 3 Stunden. Das ist auch durchaus sehr sinnvoll und erhöht die Strassensicherheit.

Fazit: je dispziplinierter die Elektroautofahrer agieren, je optimaler können Kosten für den Ausbau des Ladenetzes eingesetzt werden. Je mehr Elektroautofahrer Ihr Auto zu Hause, im Büro, beim Supermarkt, beim Sportzentrum, im Hotel laden können, desto mehr steht denjenigen das öffentliche Schnellladenetz zur Verfügung, diese bestimmte AC Lademöglichkeiten nicht oder noch nicht haben.

Pioniere der Elektromobilität sorgen konstant dafür, dass das AC Ladenetz ausgebaut wird, da sie selbst aktiv werden, das von Firmen, Supermärkten, Hotels etc. fordern. Das ist ebenfalls ein wesentlicher Beitrag zur Entlastung der Kosten für das öffentliche Netz, welches dann Allen zugute kommt. Das schweisst die stets wachsende Elektromobilitäts Community zusammen und es kommt in Zukunft Allen zugute.

Mein Beitrag: Heimladestation 11kW, ich übernachte nur in Hotels mit Ladestation und fordere das auch offensiv, ich beantrage im Büro eine Steckdose 11kW (Installationskosten=100EUR und Strom bezahle ich) und lade da wenn unbedingt nötig mit einem eigenen NRGKick Ladekabel. Ich lade so zu 99% privat. 1% sind Ausflüge ins Ausland ( Italien, Frankreich, Spanien, Holand, Deutschland, Österreich )

Sehr guter Beitrag. Der Appell an die Vernunft wird jedoch -wie immer- nicht ausreichen. Wenn jemand 10 Minuten nach Beendigung des Ladevorgangs den öffentlichen Ladepunkt nicht wieder verlassen hat, müsste ein Bussgeld, wie beim Falschparken durchgesetzt werden. Mindestens 20€.
Ihre im letzten Absatz genannten Installationskosten für die Dose von 100€ im Büro ist recht optimistisch. In meinem Falle musste separat eine Leitung vom Sicherungskasten unserer Firma (die Verbrauchskosten müssen ja dort zugeordnet werden) zu meinem Tiefgaragen Stellplatz gelegt werden. All das unter berücksichtigung der Brandschutzverordnung (Kapselung der Starkstromleitung) . Kostenpunkt 900€.

Ja das mit dem Bussgeld wird leider kommen müssen, aber dafür müssen vermutlich zuerst Erfahrungswerte Auskunft geben. Mögliche Lösung könnte sein, dass der Zeitpunkt der Entriegelung genommen wird. Die Ladesäule weiss ja ab wann kein Strom mehr vom Elektroauto gezogen wird. Diese Zeit bis zur Entriegelung kann dann auf die Gesamtladekosten aufgerechnet werden. Natürlich mit einem gewissen Puffer, wie Sie ja auch erwähnten.

Die Geschichte mit der Dose konnte ich so lösen, indem ich die rote CEE 16A Aufputz Dose zusammen mit dem 5×2.5mm2 und dem FI Schalter selber gekauft habe und die Installation und der Anschluss hat die Hausverwaltung dann übernommen. Die Insallation kann jetzt auch für die Maschine benützt werden, um die Garagenreinigung vorzunehmen. Von diesem Standpunkt aus gesehen schon recht spezial und zugegeben etwas aussergewöhnlich. Aber den Anschluss könnte nicht nur ich gebrauchen sondern auch noch andere Elektroautos, wenn es denn noch andere in unserer Firma gäbe. Leider sind die meisten Mitarbeiter noch nicht soweit aber ich versuche Nachhaltigkeit zum Thema zu machen. Den FI-Schalter habe ich allerdings doch noch unterschlagen und die sind massiv teuer, ca. 150€ . Profitiere da noch vom NowHow aus meinem Praktikum als Elektriker. Wenn man das richtig anstellt und die Elektroautos auch eine genügend grosse Reichweite hätten ca. 400km, könnten in der Woche sicher bis zu 10 Elektroautos laden, abwechslungsweise je 1 Auto am Morgen 4h mit 11kW und je 1 Auto am Nachmittag mit 11kW. Der durchschnittlich Tagesweg ist ca. 60km. Das würde dann wiederum eine Entlastung der öffentlichen Schnellladeinfrastruktur geben.

Wir könnten schon so viel im privaten Bereich tun, aber ein gut ausgebautes DC Netz besonders entlang der Hautpachsen ist doch noch nötig. Ich bin überzeugt davon, viele Firmen entstehen werden, die inteligente Ladelösungen als Start-Ups etc. auf den Markt bringen werden. Eine Firma kenne ich gut, das ist Phoenix Contact, eine Deutsche Firma, die weltweit tätig ist. Packen wir es an. Die neue Dekade ist erst 2 Tage alt 🙂

Sorry, aber was soll dieses wenig aussagekräftige Ranking der Zapfsäulen in Europa? In meinen Augen hat die zahlenmäßige Führungsposition Deutschlands ein ganz böses Geschmäckle und uns soll hier erbärmliche Rückständigkeit als toller Fortschritt verkauft werden. Fakt ist, dass sich bei den o.g. Zahlen und den Statistiken zur Zahl der zugelassenen PKW in Norwegen 5.331 Autofahrer eine Zapfsäule teilen, in Deutschland aber ca. 22.880. Ziemlich erbärmlich für ein Land, das am lautesten in Europa über Klimaschutzziele schwadroniert. Und was, bitte, ist das für ein Unsinn, dass nicht alle Zapfsäulen rund um die Uhr nutzbar sind?
Nein, ihr könnt mich NOCH, vermutlich etliche Jahre, nicht vom eAuto überzeugen. Ich wiederhole mich- es gibt Hunderte von Videos zum Thema Reichweiten der Autos, die Fahrer sind alle dauerhaft mit der Planung ihres nächsten Tankstops befasst und kommen regelmäßig noch mehr ins schwitzen (die Klimaanlage ist ja schon lange aus ). Nein danke, das genügt.
Die Autofahrer, die jetzt ein eFahrzeug fahren, haben entweder ein passendes ‚Fahrprofil‘, das nicht für Frau Mustermann oder Michel gilt, sind bereit, sich für 35.000.- €
in ein Winzlingsauto zu setzen oder nutzen ihren Tesla- oder iPace-, demnächst eTron-Kauf zur Veröffentlichung ihrer Steuererklärung.
Ich freue mich auf mein eAuto. Wenn eine neue Akkugeneration mit zwei-oder dreifacher Energiedichte auf dem Markt ist und die Ladeinfrastruktur in Ordnung ist, wird der Tag kommen… In 6 bis 8 Jahren könnte das der Fall sein. Bis dahin wird auch Tesla vom Markt verschwunden sein und ‚ich‘ muss nicht mehr 9.000.- € für den nächstgrößeren Akku bei Herrn Musk abliefern.

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