CAM: „2020 markiert den Beginn eines exponentiellen Anstiegs der Elektromobilität in Europa“

CAM: „2020 markiert den Beginn eines exponentiellen Anstiegs der Elektromobilität in Europa“

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Elektrofahrzeuge, reine Elektroautos inklusive Plug-in-Hybride, haben in Europa im Jahr 2019 mit mehr als 564.000 Einheiten einen neuen Höchstwert der Neuzulassungen erreicht. Im Jahr 2020 ist angesichts der zu erreichenden CO2-Flottengrenzwerte mit einer weiteren deutlichen Steigerung zu rechnen. Für Deutschland rechnet das Center of Automotive Management (CAM) im Gesamtjahr 2020 mit einem Marktanteil von 6 Prozent bei den Elektro-Neuzulassungen.

Im Januar 2020 haben die Neuzulassungen in Deutschland bereits um 130 Prozent auf 16.131 Elektro-Pkw zugelegt, wodurch sich der Marktanteil auf 6,5 Prozent im Vergleich zum Gesamtjahreswert 2019 (3,0 Prozent) mehr als verdoppelt. Dabei nehmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Plugin Hybride (+308 Prozent) weit stärker zu als die reinen Elektroautos (+61 Prozent). Das sind die Kernergebnisse des „Electromobility Report 2020“ des CAM in Bergisch Gladbach, in dem die zentralen Trends der E-Mobilität kontinuierlich bilanziert werden.

CAM

Im europäischen Vergleich ist in 2019 Deutschland mit 109.000 abgesetzten Pkw zum wichtigsten Elektrofahrzeugmarkt für Elektroautos und Plug-in-Hybride in Europa aufgestiegen, vor Norwegen, Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich. Gleichzeitig führt Deutschland jetzt auch bei reinen Elektroautos mit 63.500 Pkw das Feld an, knapp vor den Niederlanden mit 62.000 und Norwegen mit 60.500 Pkw (vgl. Abbildung 2). Starke Elektroauto-Zuwächse realisieren auch das Vereinigte Königreich (+144 Prozent), Schweden (+120 Prozent) und die Schweiz (+157 Prozent).

„Das Jahr 2020 markiert den Beginn eines exponentiellen Anstiegs der Elektromobilität in Europa. Die Dynamik ist dabei wesentlich getrieben durch die CO2-Flottengrenzwerte in der EU ab 2020. Um Strafzahlungen zu vermeiden werden die Automobilhersteller versuchen BEV- und PHEV-Modelle mittels verschiedener finanzieller Anreize in den Markt zu drücken. Der Markthochlauf in den 2020er Jahren hängt dabei von der spezifischen Entwicklung der „R.I.P.-Faktoren“ Reichweite, (Lade-)Infrastruktur und Preis ab, die in einen systemischen Zusammenhang stehen. Die kritische Komponente ist der Aufbau einer dichten und verlässlichen Schnell- und Normalladeinfrastruktur inkl. der Verteilnetze. Europaweit rechnen wir mit einem Elektromarktanteil im Jahr 2020 von rund 5 Prozent, der bis 2025 auf 15 bis 20 Prozent ansteigen wird.“ — Stefan Bratzel, Studienleiter am CAM

Europaweit steigt der Marktanteil von reinen Elektroautos auf 2,3 Prozent (2018: 1,3), der Plug-in-Anteil erreicht 1,3 Prozent (1,2 Prozent), wodurch auch der europäische Elektromarktanteil insgesamt deutlich auf 3,6 Prozent (2,5 Prozent) zulegt. Spitzenreiter beim Marktanteil von E-Autos bleibt Norwegen mit 55,9 Prozent (49,1), die Niederlande liegt bei 15 Prozent (6 Prozent). Europaweit zeigt sich im Januar 2020 die erwartete hohe Dynamik in wichtigen Kernmärkten: Der Neuzulassungsanteil von Elektrofahrzeugen steigt in Norwegen auf 66 Prozent, in Schweden auf 31 Prozent und in Frankreich auf 11 Prozent (Deutschland: 6,5 Prozent).

CAM

Quelle: CAM — Pressemitteilung vom 12.02.2020

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Einen “expotentiellen“ Anstieg der E-Mobilität zu verkünden ist doch mehr als lächerlich.
Der Schreiber sollte zur Kenntnis nehmen, dass mehr als 50 % der möglichen deutschen Käufer kein E-Auto kaufen wollen.
Wer will auch schon ein solches Auto von VW kaufen, die über Jahre ihre Kunden “besch…..“ haben, über Jahrzehnte Absprachen mit der Konkurrenz getroffen haben, jetzt neuerlich die “Kunden“ wieder “besch….“ mit Entschädigungen.
NEIN DANKE ZU AUTOS DIESES KONZERNS!!!

Was hat dieses polemische Geschimpfe jetzt mit der Entwicklung des Elektroauto zu tun?

Tja, Deutschland ist zwar ein wichtiges Land in Europa aber auch nur 1 Land in Europa. Ist Ihnen das auch schon aufgefallen?

Was hat denn der offensichtliche Zorn auf VW mit BEVs zu tun? Dann kauf halt keinen VW sondern ein anderes Auto. Sollten die es schaffen irgendwann mal Marktführer sein, kann man auch immer noch eine anderes Auto kaufen…

Dazu kommt: mit ziemlicher Sicherheit haben sich von den 50% der Autofahrer die kein BEV wollen mindestens 90% noch nie ernsthaft und unvoreingenommen mit dem Thema und ihrem Persönlichen Fahrprofil auseinander gesetzt. Die meisten bilden sich ihre Meinung aus der Medien die je nach Journalist mal pro und mal countra E-Mobilität sind. Je nachdem was mehr Schlagzeilen bringt.

@KaiGo : Sie meinten wohl Neveri.
Ich selber fahre seit 10 Jahren erfolgreich nur noch mit BEV, Tesla Roadster 2.5 und seit 1 Jahre mit dem Tesla Model 3 🙂

Sorry, meinte natürlich „@KaiGo : Sie meinten wohl Wolf.“

„Der Schreiber sollte zur Kenntnis nehmen, dass mehr als 50 % der möglichen deutschen Käufer kein E-Auto kaufen wollen.“
Na, dann lass sie mal weiter Verbrennerautos kaufen…. (sind aber doch immerhin ungefähr 40 % , die E-autos in Betracht ziehen…)

Ja, heute noch wollen 50% der deutschen Käufer kein E-Auto kaufen. Morgen wird die Zahl der „nicht woller“ exponentiell abnehmen, weil die 50% vielleicht mal in einem Elektroauto gefahren sind…

Ja das ist erst der Anfang. Denke das die Zahlen viel mehr steigen werden, wenn die Auswahl grösser wird von den E-Autos. Die Fahrzeugauswahl ist ihm Moment eher mager. Doch dieses Jahr noch, wird die Auswahl der E Autos deutlich gesteigert. Ihn ein paar Jahren wird es so sein, das praktisch fast alle Marken ihre eigene Elektroauto Plattform haben. Was deutlich viel mehr Sinn macht, als die Verbrennern zu elektrifizieren.

Was soll den das gequatscht vom Anstieg der e Mobilität??? Der Staat zwingt einem regelrecht dazu sogut wie fast alles was mit verbrennen zu tun hat wird teurer und bewusst schlecht gemacht, aber mal darüber nachzudenken das sich nicht jeder solch ein Auto leisten kann darüber wird nie irgendwo ein Wort fallen gelassen. Ich bin auch für alternative Kraftstoffe aber warum sollte ich losrennen um mir so ein e Auto zu kaufen die Dinger taugen bis zum heutigem stand nichts. Reichweite schlecht. Lademöglichkeit sehr schlecht. Preis sehr schlecht. Umwelt Belastung noch schlechter als verbrennen(Herstellung der Batterie ist damit gemeint) also warum so ein hype darum??? Wegen der gesteuertem Greta und der verzogenen Luisa?

Weil es bei weitem den besseren Antrieb ist. Es ist viel billiger als einen Verbrenner ihn Unterhalt. Geht praktisch fast nichts mehr kaputt und macht viel mehr Spas es zu fahren. Die volle Leistung ist vom Stand schon vorhanden und muss nicht wie beim Verbrenner erst aufgebaut werden. Der Preis ist inzwischen auch nicht mehr so viel teuerer als beim Verbrenner. Bald ist es auch schon gleich teuer. Die Reichweite? Ich weiss echt nicht was alle Leuten mit diesen Reichweite haben. Man braucht die schlicht nicht. Die meisten Leuten fahren ihm Schnitt am Tag so ca. 20-30Km zur Arbeit und zurück. Elektroautos fahren jetzt schon ca. 200-600Km. Wer braucht da schon mehr. Bei einer längeren Strecke macht man dan halt einen Zwischenhalt um zu laden.

Beim 600 Km igen ist der Preis gegenüber einem 5 Plätzer Verbrenner schon höher. Aber jetzt sollen mal alle die Eigenheime haben und nicht Vertreter oder Taxifahrer sind, E Autos kaufen. Die Mieter vorerst mal Hybrids bis die Laderei noch besser ausgebaut ist. Allgemein geht es aber in Europa recht zügig aufwärts mit der E Mobilität. Da gibt es noch ganz andere Länder wo die Wohnzonen und Städte sehr viel weiter auseinander liegen. Da ist überhaupt kein Hauch von E Autos zu spüren. Vor allem in eher ärmeren Ländern ist selbst der Hybrid schon fragwürdig, ausser die würden von den Regierungen gefördert. An den 100 KWh Akku mit dem Auto von Tesla den man dort bei jenen Distanzen brauchen würde, ist aus Geldmangel gar nicht zu denken.

Derzeit werden höhere Reichweiten in niedrigere Fahrzeugklassen downgegradet.
Ein VW e-UP! hat mehr Reichweite als die letzte Version des e-Golfs., ist aber 2. Fahrzeugklassen niedriger.
Der VW ID.3 wird mit seiner größten Batterie eine Reichweite haben, für die man vor einigen Jahren noch ein Tesla Model S brauchte oder heute ein Tesla Model 3 braucht.

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