BYDs Flaggschiff-Stromer Han startet in China, Norwegen folgt ab 2021

Copyright Abbildung(en): BYD

Die neue elektrische Flaggschiff-Limousine des chinesischen Autoherstellers BYD, der Han EV, wird noch diesen Monat in China in den Handel kommen, so BYD. Der Han EV ist bereits seit gut zehn Jahren in der Entwicklung und könnte das Modell sein, mit dem BYD erstmals in bedeutenden Stückzahlen auch nach Europa und in die USA vordringen kann. Der Han ist auch BYDs Premierenfahrzeug für seinen neuen Lithium-Eisenphosphat-Akku namens Blade Battery, den das Unternehmen auch an andere Autohersteller verkaufen möchte.

Der Han, mit dem die Chinesen einen ebenbürtigen Konkurrenten zum Tesla Model 3 platzieren wollen, hat wahlweise Front- oder Allradantrieb und schafft den Sprint auf 100 km/h in der Topversion in weniger als vier Sekunden. Mit seinen 77-Kilowattstunden- oder 65-kWh-Akkus schafft der Han laut Angaben von BYD bis zu 600 oder 500 Kilometer nach dem in China noch gültigen NEFZ-Standard.

In China soll der Han EV nach Abzug staatlicher Prämien bei umgerechnet gut 28.700 Euro starten, die Allradversion soll umgerechnet etwa 35.000 Euro kosten. In Europa soll der Han vor Abzug staatlicher Förderungen zwischen 45.000 und 55.000 Euro kosten, teilte BYD mit. Damit wäre die BYD-Limousine preislich auf dem Niveau von Teslas Mittelklasse-Limousine Model 3, bietet allerdings im Innenraum so schmucke Details wie Echtholzpaneele, Polster in Nappaleder und Dekor aus Aluminium. BYD behauptet, „das Beste aus östlicher und westlicher Designästhetik“ zu bieten. Wie der Tesla mit seinem Autopilot soll auch der Han teilweise autonom fahren können. Zudem ist der Wagen über 5G-Mobilfunk-Technologie vernetzt.

Nach dem unmittelbar bevorstehenden Marktstart in China soll der Han demnächst auch für Europa produziert und exportiert werden. Als erstes Modell will BYD den Mittelklasse-SUV Tang EV ab Januar 2021 in Norwegen anbieten, mit einer NEFZ-Reichweite von bis zu 520 Kilometern. Die Premium-Limousine Han EV soll etwas später folgen. Der Tang EV soll ebenfalls mit der kürzlich vorgestellten Blade Battery ausgerüstet sein. Der neue Akku-Typ soll sicherer und günstiger als bisherige Batterien sein.

Die Einführung der zwei Elektromodelle sowie einiger Nutzfahrzeuge in Norwegen gilt als Testlauf für die Europa-Pläne von BYD. Ob und wann BYD auch einen Vertrieb in Deutschland startet, steht noch nicht fest.

Quelle: GreenCarReports – BYD Han EV luxury sedan arrives in China: Tesla Model S–sized, about $40k // Ecomento – BYD liefert ab Januar 2021 Elektroautos in Europa aus

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Wenn der Tang oder der Han das bieten, was BYD versprechen, war mein letzter Kommentar auf Achgut. Pogo genau richtig.
Kurz wiederholt, wenn die Deutschen Autobauer nicht langsam Gas geben, dann gute Nacht.

Sieht gut aus. Zum Rest gibt es noch nichts zu sagen, ausser NEFZ Angaben sollten nicht mehr als Reichweiten gelten, weil das den Vergleich verunmöglicht und sowieso völlig überzogene Werte vermittelt. Das ist heutzutage in Europa schon fast als Schummelei zu bezeichnen.

Problem ist eher, dass die Reichweiten im WLTP meist genauso sind… bei den Chinesen scheint es eher so zu sein das sie Unterdimensioniert angeben und am Ende mehr rausholen als man denkt…

Zum davonlaufen grottenhässlich.
Es geht auch anders.Der Polestar ll ist absolut gelungen.

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