BYD soll Mikro-Elektroautos mit SAIC-GM-Wuling bauen wollen

Copyright Abbildung(en): Wuling

Berichten zufolge planen die chinesischen Autohersteller BYD und SAIC-GM-Wuling, künftig gemeinsam Elektroautos im wiedererstarkten Kleinstwagensegment auf die Straße zu bringen, zitiert CNTechPost das chinesische E-Auto-Portal EVHui. Einer beiden Unternehmen nahestehenden Quelle zufolge sollen die beiden Autohersteller vorhaben, gemeinsam Mikroelektrofahrzeuge für die urbane Mobilität zu entwickeln. Bereits im Frühjahr 2019 hatte BYD davon gesprochen, in dieser Fahrzeugklasse aktiv werden zu wollen.

Die neue Produktreihe sei völlig unabhängig von der Dynasty-Produktreihe geplant, um den Markt für erschwingliche Elektroautos zu erschließen. BYD habe dafür bereits einen neuen Vertriebskanal gestartet, genannt e-net, der ebenfalls unabhängig vom Dynasty-Programm sei. Unter dem Kürzel e hat BYD bereits mehrere Elektro-Modelle vorgestellt: e1, e2, e3 und S2.

Abgesehen vom e2, der sich zu seinen besten Zeiten immerhin mehr als 1000 mal pro Monat verkaufen konnte, ist die e-Produktreihe nicht sonderlich erfolgreich. Der Kleinwagen e1 etwa wurde insgesamt weniger als 5000 mal verkauft. Das war nicht immer so mühsam: Um 2017 machten Mikro-Elektrofahrzeuge noch gut die Hälfte des chinesischen Marktes für neue Energiefahrzeuge (NEV) aus, zu denen neben reinen Elektroautos auch Plug-in-Hybride und Wasserstoffautos gehören. Seit 2018 ist der Markt für Mikro-Elektrofahrzeuge jedoch deutlich geschrumpft. Bis Ende 2019 sank der Marktanteil auf nur noch zehn Prozent.

Im aktuellen Jahr allerdings entwickle sich der Markt jedoch wieder gegenläufig, so CNTechPost, unter anderem wegen der Einführung neuer Mikro-Elektrofahrzeuge von SAIC-GM-Wuling, Chery New Energy und anderen Herstellern. Insbesondere SAIC-GM-Wuling verzeichnete mit der Einführung des Hongguang MINI EV einen großen Erfolg: Der Hongguang MINI EV, das erste Elektroauto der chinesischen Marke Wuling, das einem Joint Venture zwischen General Motors, dem chinesischen Autokonzern SAIC Motors und der ebenfalls chinesischen Guangxi Automobile Group entsprang, hat sich bereits in den ersten drei Wochen nach seinem Marktstart im Sommer mehr als 15.000 mal verkauft. Allein im Oktober seien gut 24.000 Einheiten abgesetzt worden.

Ein Grund für den Erfolg ist nicht zuletzt der äußerst niedrige Preis des Hongguang MINI EV: Dieser variiert je nach Ausstattung zwischen 28.800 und 38.800 chinesichen Yuan, umgerechnet also zwischen rund 3500 und 4800 Euro. Mit seinem Markterfolg hat der chinesische Kleinststromer sich sogar an die Spitze der NEV-Verkaufszahlen in China katapultiert. Wo zuvor niemand geringeres residierte als Teslas Mittelklasse-Bestseller Model 3.

Quelle: CNTechPost – BYD reportedly plans to team up with SAIC-GM-Wuling for micro electric cars

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Wenn ich schon höre „soll … bauen wollen“ – mehr Taten statt Worte, denn Worte gibt es schon genug.

Wenn ich schon lese, dass u.a. sich GM über ein Joint Venture daran beteiligt, wird mir schlecht….Vor 10/15 Jahren Saab in den Konkurs getrieben, bei denen GM so etwas hätte bauen lassen können, sowie ein SUV, ein Kombi und ein Sportwagen wie den Polestar 2 von Volvo/Geely….

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