Bollinger Motors offenbart Details seines E-Chassis für Drittkunden

Copyright Abbildung(en): Bollinger Motors

Erst Mitte April konnten wir berichten, dass Bollinger den B1 und B2 vor ersten Auslieferungen in 2021 testet. Aber nicht nur an deren Erstlingsstromern wird fleißig gearbeitet, wie wir nun erfahren durften. Auch an dem sogenannten „B2 Chassis Cab“ (B2CC) arbeitet Bollinger Motors fleißig. Bei diesem handelt es sich um ein Fahrgestell mit Kabine, welches auf der erst kürzlich präsentierten E-Plattform aufbaut und ab Ende 2021 anderen Herstellern als Basis für etwaige E-Fahrzeuge angeboten wird.

Der Ansatz erscheint dem von VW ähnlich, welche ihre MEB-Plattform ebenfalls für den Wettbewerb geöffnet haben. VW hat mit Ford bereits einen ersten Konkurrent als Partner gewinnen könnenDort soll unter anderem auch der MEB-Baukasten zum Einsatz kommen. Bei Bollinger Motors wurden noch keine konkreten Partnerschaften benannt. Klar ist allerdings, dass die Plattform vor allem für leichte E-Nutzfahrzeuge unterschiedlichster Art genutzt werden kann, etwa für Kommunen, Flughäfen, Elektriker, Klempner. Nach Aussage des Unternehmens seien zwei- und viertürige Varianten mit unterschiedlichen Radständen geplant.

In die elektrische Nutzfahrzeug-Plattform lässt das Unternehmen seine Erfahrungen aus der Entwicklung und Produktion der beiden Erstlingsstromer einfließen und schafft so eine durchdachte Basis für künftige Fahrzeuge. Damit andere Hersteller dies entsprechend einfach verwenden können soll die Plattform für gewerbliche Kunden als „Chassis Cab“-Variante auf die Straße kommen. Dies bedeutet, dass die Plattform als Kombination aus Fahrgestell mit Kabine angeboten wird. In einigen Grafiken deutet das Unternehmen mit Silhouetten an, welche Aufbauten denkbar wären. Grundsätzlich lässt sich fast alles damit umsetzen.

An den bereits bekannten Fakten hat sich nichts geändert; daher haben wir diese nachfolgend nochmals für dich aufgeführt:

  • 120kWh-Batterie
  • 180kWh-Batteriepack optional
  • Allradantrieb
  • All-Terrain-Fähigkeiten
  • Zwei E-Motoren
  • Portal-Getriebenaben
  • ~2.270 kg Nutzlast
  • Ultra-niedriger Schwerpunkt
  • Leicht einstellbar für verschiedene Radstände
  • Hydraulische Anti-Blockier-Bremsanlage (ABS)
  • Elektronische Traktionskontrolle
  • Elektronische Stabilitätskontrolle
  • Hydraulische Servolenkung
  • Hydropneumatische selbstnivellierende Federung
  • Unabhängige Vorder- und Hinterradaufhängung
  • 5-15 kW On-Board-Ladegerät/Inverter
  • Komplette Antriebssystem-Steuerungen, konfigurierbar für die jeweilige Fahrzeuganwendung
  • Integriertes Wärmemanagementsystem

Preise für die E-Plattform werden abermals nicht genannt. Mag auch daran liegen, dass die Preise stark von der jeweiligen Konfiguration und der Bestellmenge abhängen. Des Weiteren spielt es eine Rolle, ob Bollinger die Chassis selbst fertigt und an die Hersteller ausliefert oder diese die E-Plattform selbst in Lizenz fertigen.

Quelle: electrive.net – Bollinger Motors zeigt E-Chassis für Drittkunden

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Diese Klempner und sonstigen Handwerker kaufen sich einen Gebraucht-Kastenwagen mit Verbrennungsmotor. Den kann jeder reparieren, kostet fast nix und braucht keine Ladesäule. Dabei kennt sich jeder Dorfschlosser damit aus.

Und. . Handwerkbetriebe in den USA sind eine Ansammlung des unterbezahlten und schulisch minderbemittelten Präkariats. Die haben kein Interesse an Klimaschutz und kein Geld für BEV.

Tipp: BEV/Tesla fahren die Yuppies – die Ost- und Westküsteneliten, die sich der mittlere Pick-Up-Westen in die tiefste Hölle wünscht und sich dazu Herrn Trump gewählt hat.

Bollinger ist tot – so tot wie e.go und uniti und sion. Einige zucken noch ein bisschen und der letzte Praktikant in der Presseabteilung möchte seine Existenzberechtigung nachweisen.

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