BMW und VW erhöhen wegen hoher Nachfrage Produktion von i3 und e-Golf

BMW und VW erhöhen wegen hoher Nachfrage Produktion von i3 und e-Golf

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Die beiden Autohersteller BMW und Volkswagen reagieren auf die zuletzt deutlich gestiegene Nachfrage nach i3 und e-Golf und erhöhen die Produktionskapazitäten der beiden Modelle, welche beim Umweltbonus auf der Liste der beliebtesten Elektroautos ganz weit oben stehen. BMW etwa habe die sonst üblichen Werksferien im i3-Werk Leipzig gestrichen. Mit längeren Schichten und kürzeren Pausen soll zudem das Tagespensum erhöht werden, von aktuell 114 auf bis zu 130 Stück.

Theoretisch könne BMW sogar auf einen Zwei-Schicht-Betrieb hochfahren und dann 200 i3 pro Tag montieren, allerdings nur mit erheblichem Aufwand, so ein Unternehmenssprecher: „Wir bleiben vorerst bei einer Schicht“, sagte er. Sollte der Trend anhalten, wäre dies allerdings weitere Überlegungen wert: „Sollte die hohe Nachfrage nachhaltig auch bis ins Jahr 2021 hinein bestehen, ist auch eine weitere Erhöhung nicht ausgeschlossen. Eine zweite Schicht ist machbar und nicht ausgeschlossen.“ Bis 2024 soll der i3 noch produziert werden, bevor er im dann elften Modelljahr ausläuft und einen Nachfolger erhält.

Auch VW will die Kapazitäten für den e-Golf, kurz vor der Beendigung seiner Produktion, noch erhöhen. Von aktuell 74 auf dann 80 am Tag. Zudem werde die Produktion in Dresden um ein halbes Jahr verlängert: Eigentlich sollte der e-Golf dort Ende Juli auslaufen, nun werde er noch bis Weihnachten weitergebaut, teilte ein VW-Sprecher dem Fachblatt mit. Die Modelle sollen dann ausschließlich noch für den deutschen Markt produziert werden, in den Export gehe das Modell nicht mehr. Im Januar werde die Gläserne Manufaktur in Dresden für drei Wochen schließen, um die letzten Umbauarbeiten für den ID.3 abzuschließen. Volkswagens erster auf dem neuen Elektroauto-Baukasten MEB aufbauender Stromer wird aktuell nur in Zwickau gebaut.

Quelle: Automobilwoche – Wegen Umweltbonus: BMW fährt i3-Produktion hoch, VW baut E-Golf länger

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8 Antworten

  1. Super,
    Bis Ende Jahr bleiben glaube ich noch 126 Tage.
    Bei 16 Fahrzeugen mehr pro Tag wären das bei einer 7 Tage Arbeitswoche also ein Plus von 2016 Fahrzeugen.
    Na Super – damit kann man den Mehrbedarf an BMWs sicherlich abdecken!
    Vielleicht sollte sich BMW lieber einmal auf die Produktion des iX3 konzentrieren – laut meinem BMW Händler stehen nämlich für die 160 Niederlassungen in Deutschland Ende des Jahres gerade einmal 80 Fahrzeuge zur Verfügung.
    Bravo BMW so holt ihr den Vorsprung, den Tesla hat sicher in den nächsten 10-50 Jahren auf.
    Was sagt eigentlich Herr Egon Meier zur Idee, den e-Golf in all seiner technischen Finesse weiter zu Produzieren? Wahrscheinlich, daß bei dieser seit Jahren „etablierten“ Technik wenigstens das Lenkrad hält, was es verspricht,
    LOL

    1. Habe gelesen die eGolf sind größten Teils für die USA weil es da den ID3 nicht gibt.

      Ansonsten gab es da ja im Frühjahr einen richtigen Sturm auf die Kisten weil die praktisch zum Spottpreis verschleudert wurden. Die Besteller, die ihren dann erst im Juli oder so bekommen haben, haben sich sicherlich nach der nochmaligen Erhöhung der Bafa Prämie kaputt gelacht. Wir haben für unseren Ende Januar rund 13.000€ an Prämien bekommen (VW, Händler, Bafa, Umweltbonus). Fast ärgerlich, dass der schon im Januar gekommen ist und nicht erst im Juni.

  2. Es zeigt eindeutig, daß es nicht so läuft wie geplant. Der Golf 8 ist am 6. Dezember 2019 in den Vorverkauf gegangen, ein Jahr später wird immer noch das Vorgängermodell produziert. Glaube das gab es auch noch nie bei VW.
    Und den i3 gibt’s dann fast unverändert 11 Jahre auf dem Neuwagenmarkt, auch außergewöhnlich für BMW.

    1. Wenn ich mich recht erinnere wollte BMW ursprünglich den i3 schon einstellen. Allerdings muss ihnen dann mal aufgefallen sein, dass sie kein anderes BEV mehr im Portfolio haben… Dumme Sache, wenn die Regierung die E-Auto Prämien immer weiter nach oben schraubt. VW kommt gerade noch rechtzeitig. BMW hats komplett verpennt.

    1. Gerade den Grund bei Auto Motor Sport gelesen. Grund ist unerwartet: die meisten jetzt noch produzierten eGolf gehen in die USA weil es da keinen ID3 gibt. Für Deutschland werden nur noch ein paar Restbestellungen abgearbeitet.

  3. Ich behaupte jetzt einfach mal Fröhlich: es gibt keine Nachfrage von Kunden nach Elektroautos, nur die Regulierungsbehörden fragen danach. Diese Behauptung ist natürlich so stark verkürzt, dass Elon sie einfach nicht ernst nimmt und unverdrossen Pfeiler in den Brandenburgischen Sandboden klopft. Was ist plötzlich los mit BMW? Geht der Krüger jetzt so lange zum Brunnen, bis doch noch etwas Strom drin ist? Ich lasse mich nicht beirren; bin technikverliebter Verbrenner-Junkie und und geradezu süchtig nach immer raffinierteren Abschaltvorrichtungen.

  4. Wollte vor 2 Wochen einen i3 bestellen für Lieferung noch in diesem Jahr. Pustekuchen. Fahre ich halt den Alten weiter (6 Jahre, kleinste Batterie).

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