Wie BMW durch Kooperationen Fortschritte bei der Brennstoffzelle erzielen will

Wie BMW durch Kooperationen Fortschritte bei der Brennstoffzelle erzielen will

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BMW setzt auch künftig auf die Brennstoffzellen-Technologie im eigenen Antriebsportfolio, wie wir erst vor kurzem erfahren haben. Dabei sei die Brennstoffzellen-Technologie ein Baustein unter mehreren, „die uns helfen, alle unsere Autos in den nächsten zwei Jahrzehnten emissionsfrei zu machen“, so der Leiter Wasserstoff, Brennstoffzelltechnologie und –fahrzeugprojekte bei BMW, Anfang Februar 2020.

Der Hersteller hat sich bereits 2013 mit Toyota zusammengetan, um die Brennstoffzellentechnologie zu entwickeln. Die Wasserstoffautos der ersten Generation umfassten eine kleine Flotte umgebauter 5er-GTs. Aktuell ist es allerdings noch so, dass Brennstoffzellensysteme nach wie vor erheblich teurer als die Antriebe herkömmlicher Autos oder jene von Batterie-Elektroautos sind. Der Punkt, an dem die Kosten vergleichbar werden, könnte bei gut fünf Jahren liegen. BMW zielt mit Kooperationen und Partnerschaften darauf ab diesen Punkt frühst möglich zu erreichen.

Basierend auf einem Produkt-Entwicklungs-Kooperations-Vertrag arbeiten Toyota und BMW gemeinsam an Brennstoffzellen-Antriebssystemen sowie an skalierbaren, modularen Komponenten für Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeuge. Beim BMW i Hydrogen NEXT kommen bereits Brennstoffzellen aus der Kooperation mit Toyota zum Einsatz. Der sogenannte Brennstoffzellen-Stack sowie das Gesamtsystem sind originäre Entwicklungen der BMW Group.

Des Weiteren ist die BMW Group ein Engagement im Forschungsprojekt BRYSON (BauRaumeffiziente HYdrogenSpeicher Optimierter Nutzbarkeit) eingegangen. Das Ziel dieses Zusammenschlusses der BMW AG, der Hochschule München, der Leichtbauzentrum Sachsen GmbH, der Technischen Universität Dresden sowie der WELA Handelsgesellschaft mbH ist die Entwicklung neuartiger Wasserstoffdruckspeicher. Diese sollen so konzipiert sein, dass sie sich einfach in universelle Fahrzeugarchitekturen integrieren lassen. Projektziel ist die Entwicklung von Tankbehältern in Flachbauweise.

Ausgelegt ist das Projekt auf dreieinhalb Jahre und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. BMW selbst erhofft sich durch die Entwicklung solcher neuer Wasserstoff-Tanks für Brennstoffzellen-Fahrzeuge eine Senkung der Herstellkosten eben dieser. Dies wird deren Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu batterieelektrischen Fahrzeugen verbessern, so BMW.

Quelle: BMW AG – Per Mail

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3 Antworten

  1. Ja die Herren bekommen das schon hin, daß muss ja auch klappen, alle Probleme mit Wasserstoff lassen sich lösen, ein bißchen Geduld und Spucke. Aber ein BEV, ließe sich so toll in ein Stromnetz einbinden, speichern, Entlastung der Spitzen usw., aber wer will das schon.

    1. BEV in Stromnetz einbinden ist sicher eine gute Idee, das Netz zu stabilisieren. Allerdings wird dadurch in Lastzeiten entladen, oder nachts dann wieder geladen. WIe auch immer, der Akku wird somit “fremdgealtert”. Aus rund tausend Ladezyklen ergibt sich eine Fahrleistung über den Lebenszyklus von rund 800.000km. Wie sieht das aus, wenn der Stromversorger während der Standzeiten rund 750 Ladezyklen “verbraucht”?? Dann bleiben noch rund 200.000km Lebensdauer für das E-Auto mit entsprechend geringer Restreichweite und noch weniger Restwert.
      Na viel Spaß.

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