BMW bringt den iX3 vorerst nicht in die USA

Copyright Abbildung(en): BMW AG

Das erste rein elektrische BMW-SUV iX3, der noch 2020 in Produktion geht, ist Vorreiter für die eDrive Technologie der fünften Generation, die vom Jahr 2021 an auch im BMW i4 und im BMW iNEXT zum Einsatz kommt. Doch in den USA wird man das erfolgsversprechende Elektro-SUV auf Basis des X3 zunächst nicht zu Gesicht bekommen, wie ein BMW-Sprecher zu bestätigen wusste.

Als einer der Gründe wurde die relativ geringe elektrische Reichweite aufgeführt. Wobei die Reichweite im gesetzlichen WLTP Testzyklus mehr als 440 Kilometer bei einer Netto-Batteriegröße von 74 kWh beträgt. Aus unserer Sicht für den Alltag vollkommen ausreichend. Daher gehen wir auch davon aus, dass dies nur ein vorgeschobener Grund ist. Des Weiteren weiß auch die Leistung des BMW iX3 zu überzeugen. Der Elektromotor des BMW iX3 erzeugt eine Höchstleistung von mehr als 200 kW/270 PS. Das Drehmoment von 400 Nm erlaubt eine kraftvolle Initialbeschleunigung und hält durch besondere Konstruktionsmerkmale auch bei hohen Drehzahlen an.

Ausschlaggebender für die zurückgezogene Markteinführung in den USA dürfte vielmehr die Erfüllung der CO2-Emissionsquoten in Europa und Asien sein. Im Dezember 2018 hat man sich in der EU auf neue CO2-Grenzwerte für Pkw für die Zeit nach 2020 verständigt. Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen von Neuwagen um 37,5 Prozent gegenüber 2021 sinken. Ab 2020 gilt ein Grenzwert von 95g CO2/km für alle neu zugelassenen Pkw. Eine Tatsache, welche zu einem explosionsartigem Wachstum am Elektromobilitätsmarkt im Quartal 01/2020 führen wird. Dies sei auch bitter nötig, wenn man die CO2-Ziele erreichen wolle. BMW-Chef Oliver Zipse hält eine Verzehnfachung des Absatzes von Elektroautos für nötig, um die CO2-Ziele der EU in den nächsten Jahren zu erfüllen.

Für 2020 nimmt sich das Unternehmen selbst die Senkung des CO2-Ausstoßes seiner Neuwagenflotte in Europa um rund ein Fünftel vor. “Das erreichen wir zu einem Drittel mit effizienteren Verbrennungsmotoren. Zu zwei Dritteln mit Elektromotoren”, sagte Zipse. Der BMW iX3 soll hierbei eine entscheidende Rolle spielen. Daher wird man die Fahrzeuge, welche zur Verfügung stehen, dem europäischen Markt zuteilen. Dennoch soll der E-SUV spätestens 2021 auch in die USA kommen.

Quelle: BMWBlog – BMW is not bringing the iX3 to the US for now

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Komisch hatte BWM nicht noch vor kurzen behauptet sie könnten wenn sie wollten die Welt mit E-Autos überfluten, was aber weil es keine Nachfrage nach E-Autos gäbe nicht tun. irgenwie passt dieser Artikel nicht zu den früheren Aussagen von BMW

Sie haben doch nur Angst vor der unfairen EPA-Einteilung! – Spaß 🙂
Es war doch nicht anders zu erwarten. Analog zu Mercedes und ihrem EQC braucht auch BMW jedwede Batteriezelle und Produktionskapazität vorerst auf dem europäischen Markt, um hohe Strafzahlungen zu vermeiden. Ab dem nächsten Jahr werden sie sich dann um die globale Vermarktung kümmern. Es war genau so zu erwarten.

Harhar, über BMW kann man nur noch lachen. Nur PR sonst hat die Firma nix gscheites zu bieten. 50km Hybride dienen ja der Selbstbeweihräucherung und sonst gibts einfach nix. Nix! Ich wage mal zu behaupten die chinesischen Übernahmekandidaten stehen schon bereit…

Ganz genau so ist es, BMW wird der erste deutsche Hersteller sein, den die Disruption mit voller Breitseite trifft.

Sorry, dieser Kommentar hört sich für mich nach völligem Halbwissen bzw. Ahnungslosigkeit an.

Zudem bildete BMW unlängst vor einiger Zeit eine Allianz mit einem großen chinesischen Auftragsfertiger/Hersteller.
Aber die beiden wissen das alles wohl besser. Basierend auf Vermutungen und eben Ahnungslosigkeit. Aber das gehört hier in den Kommentaren irgendwie schon dazu …

Mit einem Hybrid mit 50km Reichweite kann praktisch jeder problemlos in die Arbeit fahren und die allermeisten auch zurück. Man nutzt die Steuervorteile und auf der Autobahn bei Kälte oder Hitze muss man nicht hoffen, dass die Wartezeit an der nächsten Ladestation unter 2 Stunden ausfällt. Hybride sind eine ausgezeichnete Übergangstechnologie, aber eben komplex. Kann nicht jeder Start Up. Dass Geldgräber Firmen wie Tesla Ihren Jüngern was Anderes weiß machen wollen, sollte klar sein.

@Tobi und Jürgen: im Moment gibt es nur eine handvoll Start-Ups die sich 100% der e-Mobilität verschrieben haben und entsprechend nur e-Autos produzieren. Alle anderen etablierten Hersteller egal ob wo in der Welt produzieren nur 1-2% Ihrer Fahrzeuge als rein elektrische. Die Deutschen sind da keine Ausnahme, auch VW nicht.
Ich muss dieses Vorgehen nicht gut heißen aber ich kann Thorsten bzgl. eurer Kommentare nur zustimmen.

BMW ist auf dem Holzweg. Anstelle den deutschen Standort zu stärken, wird China gewählt. Der Abfluss an Elektroauto KnowHow geht munter weiter.
Die Blindheit der deutschen Industrie, wird Dem deutschen Wirtschaftsstandort zum Verhängnis. Deutschland macht sich erpressbar. Eine vernünftige Aussenpoltik seitens der Bundesregierung ist nicht mehr möglich,da die BRD keinerlei Spielräume mehr für Kritik und die Menschenrechte hat. Dem Handel wird die höchste Priorität eingeräumt, die Menschenrechte werden in China mit Füßen getreten. Kritik seitens China ist unerwünscht. Südkorea hat die Sanktionen und Handelshemmnisse schon erlebt, die China einsetzt um Ihre Interessen durchzusetzen.

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