BMW: „Elektromobilität ist substantieller Wachstumstreiber“

BMW: "Elektromobilität ist substantieller Wachstumstreiber"

Copyright Abbildung(en): BMW AG

Die BMW Group baut ihre Produktionskapazitäten für Elektro-Antriebe in Deutschland weiter aus. Ab 2021 wird auch das Werk Leipzig Batteriemodule für die Hochvoltbatterien der elektrifizierten Fahrzeuge der BMW Group produzieren, wie wir Ende September erfahren konnte. Mitte Oktober nun die Nachricht, dass ab 2021 im BMW Group Werk Regensburg Batteriezellen für Hochvoltbatterien lackiert und ab 2022 komplette Hochvoltbatterien produziert werden. Hierfür investiere das Unternehmen mehr als 150 Millionen Euro in den Standort, um die wachsende Zahl an elektrifizierten Fahrzeugen der BMW Group mit Hochvoltbatterien zu versorgen.

Die Hochvoltbatterien für sämtliche elektrifizierte Fahrzeuge der Marken BMW und MINI kommen bisher aus den drei hauseigenen Batteriefertigungen in DingolfingSpartanburg/USA und Shenyang/China, wo BMW seine Produktionskapazitäten erst vor kurzem verdoppelt hat. Dieses Netzwerk wird ab 2021 um die Fertigung von Batteriemodulen im BMW-Werk Leipzig ergänzt, beziehungsweise Regensburg ab 2022. „Die Elektromobilität ist der substantielle Wachstumstreiber der BMW Group – und diese Entwicklung spiegelt sich auch in unserer E-Antriebsproduktion wider“, erläuterte Michael Nikolaides, Leiter Planung und Produktion Motoren und E-Antriebe, bei der Bekanntgabe der Pläne für Regensburg. In Summe investiert die BMW Group an den Standorten Dingolfing, Leipzig und Regensburg bis 2022 rund 750 Millionen Euro in den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten der Antriebskomponenten für elektrifizierte Fahrzeuge.

„Ab 2021 wird das BMW Group Werk Regensburg somit neben elektrifizierten Fahrzeugen auch E-Antriebskomponenten produzieren. Wir investieren bis 2022 mehr als 150 Millionen Euro in die Produktion von Hochvoltbatterien und die dafür nötigen Komponenten. Insgesamt entstehen in dem neuen Produktionsbereich bis 2024 mindestens 300 zukunftsfähige Arbeitsplätze.“ – Frank Bachmann, Leiter BMW Group Werk Regensburg

Nikolaides betonte seinerseits, dass diese strategische Entscheidung aufzuzeigen vermag, „wie ernst uns das Thema ist und dass die BMW Group weiterhin einen starken Fokus auf Deutschland als Produktionsstandort legt.“ Denn die BMW Group sichert durch die Bekenntnis zum Standort die Beschäftigung und beweist Weitblick beim notwendigen Kompetenzumbau im Zuge der Transformation zur Elektromobilität.

Erst im November 2019 hatte das Unternehmen ein eigenes Kompetenzzentrum Batteriezelle in München eröffnet, in dem es die gesamte Wertschöpfungskette der Batteriezelltechnologie abbildet, von der Forschung und Entwicklung über die Zusammensetzung und das Design der Batteriezelle bis hin zur Produzierbarkeit. Für die Entwicklung einer innovativen und nachhaltigen Batteriezelltechnologie arbeitet die BMW Group im Rahmen eines gemeinsamen Technologiekonsortiums mit dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt sowie dem belgischen Entwickler von Batteriematerialien Umicore zusammen. Des Weiteren hat BMW mit seinen Zellherstellern vertraglich vereinbart, dass sie bei der Produktion der fünften Generation von Batteriezellen nur noch Grünstrom verwenden dürfen. Dabei wird der Einsatz dieser Zellen in nicht allzu weiter Ferne erfolgen.

Zurück zum Werk Regensburg, hier wird die Lackierung von Batteriezellen Anfang 2021 beginnen. Die Zelllackierung erhöht die mechanische Robustheit und Wärmeleitfähigkeit der Batteriezelle. Damit dient sie der besseren Isolierung und Kühlung der noch leistungsfähigeren Batteriezellen der fünften Generation des E-Antriebs. Ab 2022 produziert das Werk in Regensburg aus Batteriemodulen komplette Hochvoltbatterien.

BMW AG

Hierbei gliedert sich die Produktion in zwei Schritte, welche hochautomatisiert erfolgt. Zunächst werden die Lithium-Ionen-Zellen mithilfe einer Plasmareinigung gereinigt. Eine speziell entwickelte Anlage lackiert die Zellen, um so eine optimale Isolation zu gewährleisten. Danach werden die Batteriezellen zu einer größeren Einheit, den sogenannten Batteriemodulen, zusammengefügt. Die Batteriezellen bezieht die BMW Group von Partnern, die diese nach genauen Vorgaben des Unternehmens produzieren. Die BMW Group setzt dabei unterschiedliche Batteriezellen ein – je nachdem, welche für das jeweilige Fahrzeugkonzept die besten Eigenschaften liefert.

Im Anschluss gibt BMW zu verstehen, werden die Batteriemodule gemeinsam mit den Anschlüssen zum Fahrzeug, Steuergeräten und Kühlaggregaten in ein Aluminiumgehäuse montiert. Die Größe und Form des Aluminiumgehäuses sowie die Anzahl der verwendeten Batteriemodule ist je nach Fahrzeugvariante unterschiedlich. So entsteht eine optimal an das Fahrzeug angepasste Hochvoltbatterie. Durch diesen zwar standardisierten Aufbau und dennoch vorhandene Flexibilität können Qualitätsstandards sichergestellt und eingehalten werden, die Batterien aber eben auch an das jeweilige E-Auto angepasst werden.

Quelle: BMW AG – Pressemitteilung vom 21. Oktober 2020

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Der „Elektroautohersteller“, der darauf baut, dass die Kunden allein für den Namen das Doppelte wie bei der Konkurrenz zahlen.

„Elektromobilität ist der substantielle Wachstumstreiber“ … schöne Umschreibung für „überall sonst herrscht Corona-Flaute.“

Egal … kann uns E-Freunden nur recht sein.

„Elektromobilität ist der substantielle Wachstumstreiber“ … schöne Worte … und wo bleibt der Elektro-1er ??
Aber Hauptsache es gibt einen E-7er … aha – und das nennen die hochbezahlten BMW Topmanager dann „Wachstumstreiber“ … 🙁
Sorry, aber das ist einem kleinen Ingenieur wie mir zu hoch …

„ab 2021 … werden Batteriezellen für Hochvoltbatterien lackiert und ab 2022 komplette Hochvoltbatterien produziert werden.“ Das ist hoffentlich ein Textfehler oder ist man bei BMW schon so verzweifelt, dass man eine PR-Meldung daraus machen muss, wenn man Batteriezellen lackieren kann.

„ab 2021 … werden Batteriezellen für Hochvoltbatterien lackiert und ab 2022 komplette Hochvoltbatterien produziert.“ Das ist hoffentlich ein Textfehler oder ist man bei BMW schon so verzweifelt, dass man eine PR-Meldung daraus machen muss, wenn man Batteriezellen lackieren kann.

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