BMW bereitet Leipziger Werk für Produktion des Elektro-Mini vor

BMW-Mini-Elektroauto-Leipzig

Copyright Abbildung(en): BMW

Der erste Mini „born in Germany“ entsteht von 2023 an im BMW-Werk Leipzig. Denn der Hersteller hat entschieden, den Auftrag zum Bau der vollkommen neuentwickelten Nachfolgegeneration des aktuellen Mini Countryman an den Produktionsstandort in Sachsen zu vergeben. Das Leipziger Werk wird damit zum ersten deutschen Standort der BMW Group, an dem Fahrzeuge der Marken BMW und Mini gemeinsam hergestellt werden. Das neue Crossover-Modell von Mini wird dort sowohl mit Verbrennungsmotoren als auch mit reinem Elektroantrieb vom Band laufen. Die dafür notwendige Erweiterung der Produktionskapazitäten einschließlich der Montage von E-Antriebskomponenten werde durch das aktuelle Investitionsprogramm für das Werk Leipzig sichergestellt, so BMW in einer aktuellen Mitteilung.

Im Rahmen der Neuausrichtung für das Produktprogramm von Mini verstärkt die Marke ihr Engagement im Bereich der Elektromobilität sowie im weltweit wachsenden Segment der Crossover-Modelle. Der Nachfolger des erfolgreichen Mini Countryman wird wahlweise mit Front- oder Allradantrieb und sowohl mit Otto- und Dieselmotoren als auch mit reinem Elektroantrieb angeboten. Die Produktion der kommenden Generation des Crossover-Modells im Premium-Kompaktsegment im BMW Group Werk Leipzig lässt allerdings noch etwas auf sich warten, sie beginnt erst im Jahr 2023.

„Wir haben in den letzten Jahren kontinuierlich daran gearbeitet, unser Werk in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Nun können wir mit dem Auftrag zur Fertigung des Nachfolgers des Mini Countryman einen weiteren großen Meilenstein anstreben. Damit zeigt das Unternehmen großes Vertrauen in unsere Kompetenzen und unseren Standort. Dies ist eine tolle Nachricht für die Zukunft unseres Werkes.“ – Hans-Peter Kemser, Leiter BMW Group Werk Leipzig

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2005 hat das Leipziger Werk seine Fertigungskapazitäten kontinuierlich ausgebaut. Das jüngst abgeschlossene Investitionsprogramm umfasst Erweiterungen und Modernisierungen in den Bereichen Karosseriebau, Lackiererei, Montage und Logistik. Insgesamt wurden dafür rund 300 Millionen Euro investiert. Die Fertigungskapazität des Standorts wurde so auf bis zu 350.000 Fahrzeuge pro Jahr gesteigert. Damit bietet das BMW Group Werk Leipzig ideale Voraussetzungen für die Erweiterung seines Produktprogramms um ein neues Modell von Mini.

Auch die vorgesehene Vielfalt im Antriebsportfolio der kommenden Generation des Mini Countryman wird durch die hohe Flexibilität im Fertigungsprozess des BMW Group Werks Leipzig gewährleistet. Der Standort ist bereits seit dem Produktionsstart des BMW 2er Active Tourer im Jahr 2014 das Pilotwerk des Unternehmens für die moderne Frontantriebsarchitektur der Marke. Derzeit wird in Leipzig neben dem BMW 2er Active Tourer auch der neue BMW 1er sowohl mit Front- als auch mit Allradantrieb produziert.

BMW-Mini-Elektroauto-Leipzig-Produktion
BMW

Darüber hinaus ist der sächsische Produktionsstandort die Geburtsstätte für Elektromobilität der BMW Group. Seit 2013 wurden dort bereits mehr als 200.000 Exemplare der rein elektrisch angetriebenen Modelle BMW i3 und BMW i3s gefertigt.

Batteriemodule werden vor Ort gefertigt

Die dabei gesammelte Kompetenz auf dem Gebiet der Elektromobilität soll zukünftig noch intensiver genutzt werden. Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro wird im BMW Group Werk Leipzig jetzt die Produktion von E-Antriebskomponenten aufgebaut. Bereits vom Jahr 2021 an ist der Standort damit Teil des internationalen Produktionsnetzwerks des Unternehmens für Hochvoltbatterien.

Auf einer Fläche von rund 10.000 Quadratmetern werden dann angelieferte Lithium-Ionen-Zellen in einem hochautomatisierten Prozess zu standardisierten Batteriemodulen zusammengefügt. Aus ihnen entstehen die jeweils modellspezifischen Hochvoltspeicher für elektrifizierte Modelle von BMW und Mini. So werden auch die Hochvoltspeicher für die zukünftig in Leipzig gebauten elektrifizierten Modellvarianten des Nachfolgers des Mini Countryman mit direkt vor Ort produzierten Batteriemodulen bestückt.

Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 19.11.2020

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[2023] Das neue Crossover-Modell von Mini wird dort sowohl mit Verbrennungsmotoren als auch mit reinem Elektroantrieb vom Band laufen.

Schade:
Zu spät, zu ineffizient, zu teuer: Alles die häufige Folge von zögerlichem Technologiewechsel, sprich unentschlossenen Multiplattformen!

Wenn man jetzt schnell den Markt bedienen möchte, finde ich es nicht verkehrt, ohne dedizierte Plattform zu bauen. Das kann ja auch gut gehen, wie im Fall des VW e-up. Der ist effizient und hat einen durchaus großen Akku. Der Mini ist leider sehr ineffizient und der Akku ist für die Preisklasse deutlich zu klein. Schaut mal nach rechts und links, sind 42-52 kWh üblich.

[…] finde ich es […] kann ja auch gut gehen, wie im Fall des VW e-up. Der ist effizient und hat einen durchaus großen Akku.

Danke!: Der »eUpMeGo« ist ja ein Musterbeispiel für meine „Zu-teuer“-Argumentation! Es wurden letztlich nur “homöopathische“ Mengen auf der Verbrennerbasis hergestellt und als Deckmäntelchen“ zu einem nicht kostendeckenden Preis verkauft! Die eff. Nachfrage lag bei einem Mehrfachen der tatsächlichen Auslieferung.
Zudem: Auf einer ePlattform gleicher Länge wäre deutlich mehr Innenraum verfügbar gewesen!

für mich würde ich das genauso sehen. Allerdings gibt es für solche Fahrzeuge einen Markt. Siehe Honda und mazda. Viel Geld für fast nix – aber ChicChicChic

Es gibt Alternativen wenn man andere Präferenzen hat.

Hätte mach Regensburg kommen sollen mehr Erfahrung meine Meinung wier sind die Bayerischen Motorenwerke.

„Mia san Mia“ werden die Probleme von BMW nicht lösen. BMW könnte es sonst wie Volvo ergehen. Und bei den Verbrennern hat BMW mittlerweile wieder chronische Motoren Probleme, die das „Bring Mich Werkstatt“ wieder aktueller den je machen. Die sinnvollen Entwicklung beim Otto waren eigentlich vor 10 Jahre am Ende und BMW hätte gut daran getan, dem Vorbild Tesla zu folgen. Aber mit den ganzen „Kolben XXXX“ Managern ging so was offenbar nicht.

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