Bestand an Elektroautos und Plug-in-Hybriden wächst in Deutschland auf 240.000 Fahrzeuge

Bestand an Elektroautos und Plug-in-Hybriden wächst in Deutschland auf 240.000 Fahrzeuge

Copyright Abbildung(en): Milan Sommer / Shutterstock.com

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat seine alljährliche Statistik zum Pkw-Bestand in Deutschland veröffentlicht. Zwar ist der Anteil an Elektroautos und Plug-in-Hybriden in der Gesamtflotte mit gut 240.000 von insgesamt 58,2 Millionen Fahrzeugen weiterhin überschaubar. Bei den Wachstumszahlen punkten Stromfahrzeuge dafür umso mehr.

Bei den Pkw waren Benzin (65,9 Prozent) und Diesel (31,7 Prozent) die häufigsten Antriebsarten. Erhebliche Steigerungen bei den alternativen Antriebsarten hatten erneut Elektroautos (+ 64,3 Prozent) und Hybridfahrzeuge (+58 Prozent) vorzuweisen. Der Anteil an Elektro-Pkw in der Gesamtflotte stieg von 0,2 Prozent (83.175) auf 0,3 Prozent (136.617) und der an Hybrid-Pkw von 0,7 Prozent (341.411) auf 1,1 Prozent (539.383) an. Die Anzahl an Plug-in-Hybridfahrzeugen wuchs von 66.997 auf 102.175 (+52,5 Prozent) an. Ihr Anteil verdoppelte sich auf 0,2 Prozent.

Flüssiggasangetriebene Pkw (371.472/-6,1 Prozent) waren mit einem Anteil von 0,8 Prozent und erdgasangetriebene Pkw (82.198/+1,8 Prozent) mit einem Anteil von 0,2 Prozent registriert. Der Bestand an wasserstoffbetriebenen Pkw stiegen von 374 (1. Januar 2019) auf 507 (+35,6 Prozent) an. Unter den Neuzulassungen waren 140 Hyundai Nexo, 67 Toyota Mirai und ein Wasserstoffauto von Mercedes-Benz.

Die höchste Steigerungsrate in Bezug auf die Anzahl der zugelassenen Pkw wies wie schon am 1. Januar 2019 das Segment der SUVs mit +19,8 Prozent aus, gefolgt von den Wohnmobilen mit +10,6 Prozent und den Geländewagen mit +8,1 Prozent. Am häufigsten vertreten waren die Kompaktklasse mit einem Anteil von 25,1 Prozent (1. Januar 2019: 25,6 Prozent), die Kleinwagen mit 18,7 Prozent (19,0 Prozent) und die Mittelklasse mit 13,2 Prozent (13,8 Prozent).

Bei den Elektroautos war der Renault Zoe mit mit insgesamt 9431 Neuzulassungen das beliebteste Modell in Deutschland. Knapp dahinter folgen der BMW i3 mit 9117 Neuzulassungen und das Tesla Model 3 mit 9013. Auf den Rängen folgen der VW e-Golf (6898), der Smart EQ Fortwo (5287), der Audi e-tron quattro (3578), der Hyundai Kona Elektro (3521), der Nissan Leaf (2362), der Smart EQ Forfour (2362) und der Kia e-Soul (1591).

Bestand an E-Fahrzeugen wächst weltweit auf 7,9 Millionen

Weltweit ist der Bestand an Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit ausschließlich Batterie-elektrischem oder mit Range Extender sowie Plug-in-Hybridantrieben auf rund 7,9 Millionen Fahrzeuge gestiegen, 2,3 Millionen mehr als vor einem Jahr und ein neuer Höchstwert bei den Neuzulassungen, wie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) mitteilt.

Quelle: Kraftfahrt Bundesamt — Pressemitteilung vom 02.03.2020

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Was im Artikel nicht drin steht, aber sehr wohl in der PM des KBA: der Gesamtbestand an Pkw in D wuchs(!) im Jahr 2019 um ca. 600.000 Fahrzeuge. In Relation zu den Elektroautos waren das also ca. 86% Verbrenner. Der Bestand an Verbrennern wächst also absolut gesehen schneller als der der Elektroautos. Und diese Verbrenner fahren noch die nächsten 20 Jahre klimawirksam durch die Gegend. Super! Damit retten wir bestimmt das Klima. Rührend naiv schon ein Volker Quaschning der in seinem letzten Video dazu aufrief, wenn man schon nicht auf das Auto verzichten will, sich doch wenigstens bitte keinen neuen Verbrenner zu kaufen.

Nach den obigen Angaben nahm der Bestand an wasserstoffbetriebenen Pkw in Deutschland 2019 lediglich um 133 Fahrzeuge zu. Rechnet man die Neuzulassungen zusammen, kommt man aber auf 208 Wasserstoff- bzw. Brennstoffzellenautos („140 Hyundai Nexo, 67 Toyota Mirai und ein Wasserstoffauto von Mercedes-Benz“). Bleibt eine Differenz von 75 Pkw. Wurden die ins Ausland verkauft, einfach nur stillgelegt oder gar verschrottet? Hat Mercedes-Benz im ganzen Jahr 2019 wirklich nur 1 GLC F-Cell zur Zulassung angemeldet? Mir ist schon klar, dass das Fahrzeug nur verleast wird, aber eine Zulassung braucht es dann trotzdem und den GLC F-Cell soll es seit Dezember 2018 geben, angekündigt mit Produktionszahlen im niedrigen 3-stelligen Bereich pro Jahr.

Bei all dem Hype, der seit rund 1 Jahr zum Wasserstoff-/Brennstoffzellenauto läuft, sind das doch sehr ernüchternde Zahlen. Laut Statistik kommen auf jedes FC-BEV (auch Brennstoffzellenautos haben einen Akku) mehr als 200 rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV).

Auf der H2-Mobility-Seite kann man nachrechnen, dass die derzeit 83 Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland im Durchschnitt weniger als 5 kg Wasserstoff pro Tag (Mo-So) zum Preis von 9,50 Euro pro kg umsetzen, also wohl noch nicht einmal 50,- Euro Tagesumsatz generieren, wobei der Wasserstoff vermutlich nicht kostendeckend abgegeben wird.

Ich wohne im Süden von Rheinland-Pfalz. In ganz Rlp gibt es zurzeit nur in Koblenz eine Wasserstoff-Tankstelle lt. H2-Mobility. Zum Tanken müsste ich ins benachbarte Bundesland mehr als 25 km einfache Strecke fahren.

Wenn das Rennen noch offen und die Wasserstofftechnik die Zukunft sein soll, wann soll diese Zukunft denn beginnen?

Hoffentlich der Umwelt zu liebe nicht so schnell.

Wenn der Wasserstoff eines fernen Tages preisgünstig und nachhaltig hergestellt werden sollte, dann dürfte dem Durchbruch nichts mehr im Wege stehen. Zurzeit geht es eher um Erfahrungswerte. Der Siegeszug der Wasserstoffautos wird zurzeit gar nicht intendiert.

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